Bitte um Hilfe-Brief an Vermieter

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von yvonnechen72 19.03.10 - 20:33 Uhr

Hallo,

ich habe gerade eine Blockade.
Wir haben letzte Woche einen Brief an unsere Vermieterin geschrieben, in der wir sie um die Erlaubnis gebeten haben einige Bäume im Garten zu fällen.Bisher hat sie sich noch nicht gemeldet.Das Problem ist, dass wir die Bäume fällen müssen bevor die Vögel anfangen zu nisten.
Sollte sich unsere Vermieterin bis nächste Woche nicht bei uns melden, wollten wir erneut einen Brief schreiben.
Nun hab ich hier einen Satz formuliert, der wirklich blöd klingt.Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Der satz soll eigentlich aussagen, dass wir nur die Bäume fällen, die gefällt werden müssen, da sie morsch sind oder zu dicht stehen und daher nicht richtig wachsen können.
Geschrieben habe ich folgendes:
"Sollten wir bis zu diesem Termin nichts von Ihnen hören, nehmen wir dies als Zustimmung und werden die Bäume fällen, die wir für nötig halten "

LG Yvonne

Beitrag von blonde.engel 19.03.10 - 20:59 Uhr

Hallo...

Braucht man nicht eine Genehmigung der Gemeinde, wenn man Bäume fällen (lassen) möchte?
Meines Wissens nach kann es mit erheblichen Geldbußen geahndet werden, wenn man einfach so einen oder mehrere Bäume "umlegt"...

LG
Jenny

Beitrag von deborahw 19.03.10 - 21:01 Uhr

Warum rufst du sie nicht einfach an ?#kratz
lg
Deborah

Beitrag von yvonnechen72 19.03.10 - 21:05 Uhr

Weil die Dame einem jedes Wort im Mund umdreht, Dinge missversteht und und und....

LG Yvonne

Beitrag von nightwitch 19.03.10 - 21:05 Uhr

Hallo,

ich habe mal im Umweltamt der Stadt Dortmund gearbeitet. Dort gab es ganz genaue Vorschriften, welche Bäume ohne Genehmigung gefällt werden dürfen.

So ganz genau weiss ich die Vorschriften jetzt nicht mehr, aber es ist auf jedenfall ratsam, diese VORHER in Erfahrung zu bringen.

Ich finde die Aussage "die Bäume fällen, die wir für nötig halten" übrigens sehr gewagt.
Ich gehe nicht davon aus, dass ihr Profis seid und genau einschätzen könnt, welche Bäume Gefahren bergen, bzw gefährdet sind.

Gruß
Sandra

Beitrag von r.le 19.03.10 - 22:10 Uhr

Hallo Yvonne,

unabhängig von der Formulierung und den schon erwähnten Baumschutzsatzungen birgt Euer geplantes Vorgehen m.E. ein gewisses Risiko.

Wenn ihr einfach Bäume fällt, wie ihr es für nötig erachtet, kann es sein, dass Ihr spätestens beim Auszug den Ausgangszustand wiederherstellen müsst. Das kann natürlich je nach Art und Größe des Baumes recht aufwendig sein.

Wenn die Gartennutzung im Mietvertrag vereinbart ist und die Bäume die Nutzung einschränken, könntet Ihr evtl. Mietminderung geltend machen und von der Seite aus Druck ausüben, wobei der Umfang der Minderung wohl eher nicht schmerzhaft für den Vermieter sein dürfte.

Die beste Lösung dürfte in der Tat in einem vernünftigen Gespräch liegen.

Gruß

Ralf

Beitrag von wasteline 19.03.10 - 22:32 Uhr

Wenn Deine Vermieterin in Urlaub ist und deshalb nicht antworten kann......was dann? Einfach Bäume ohne Genehmigung fällen ist die schlechteste Lösung. Abgesehen davon solltet Ihr mal beim Naturschutzreferat Eurer Gemeinde fragen ob Ihr für die Bäume eventuell eine Fällgenehmigung benötigt. Es könnte sonst richtig teuer für Euch werden.

Beitrag von parzifal 20.03.10 - 09:29 Uhr

Wie bereits ausgeführt müsst Ihr zunächst prüfen ob eine behördliche Erlaubnis notwendig ist.

Weshalb ist dies Fällung nicht Sache des Vermieters? Wenn Ihr fällen lasst müsst Ihr auch die Kosten tragen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein morscher Baum der Dritte gefährdet nicht gefällt werden darf nur weil Vögel nisten (eventuell dann halt mit Genehmigung)?

Schweigen ist generell keine Zustimmung. Insofern kann Euer Vorhaben, wenn die Vemieterin schweigt, bei Durchführung zum Bumerang werden.

Beitrag von yvonnechen72 20.03.10 - 17:33 Uhr

Danke für eure Antworten, obwohl mir leider keiner bei meiner Formulierungsblockade geholfen hat,
Natürlich sind wir keine Fachleute, die entscheiden können, welche Bäume gefährlich werden können.Aber wir sehen, wenn ein Baum total morsch ist bzw die Bäume so eng stehen, dass sie sich gegenseitig behindern.
Aber an die Genehmigung durch die Gemeinde haben wir überhaupt nicht gedacht. Danke, dass ihr mich darauf aufmerksam gemacht habt. Da kümmer ich mich Montag mal drum.

LG Yvonne

Beitrag von r.le 20.03.10 - 22:05 Uhr

Hallo nochmal,

das Problem liegt ja nicht in der Formulierung, sondern in der Durchführbarkeit Eures Ansinnens.

Eure Absicht ginge ja aus Deiner Formulierung klar hervor, da braucht man keine weitere Verbalakrobatik.

Ihr solltet Euer geplantes Vorgehen grundsätzlich nochmal hinterfragen. Wenn die Bäume eine Gefahr darstellen, sollte das objektiv nachweisbar sein, dann ist der Vermieter grundsätzlich in der Pflicht. Wie es in der Realität dann durchzusetzen ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine 'gegenseitige Behinderung' der eng stehenden Bäume würde ich nicht als Argument ins Feld führen.

Gruß

Ralf

Beitrag von parzifal 21.03.10 - 13:28 Uhr

Ob eine Genehmigung notwendig ist hängt von Eurer Gemeinde und den bestehenden Satzungen ab.

Obstbäume zum Beispiel sind regelmäßig ohne Genehmigung fällbar. Andere Bäumen nur bis zu einem bestimmten Stammumfang.

Ich kann Dir keine Formulierung empfehlen, wenn Dein Ansinnen nicht rechtlich durchführbar ist.

Erst wenn die Bäume tatsächlich eine akute Gefahr darstellen gibt es gegebenenfalls Möglichkeiten zur "Selbsthilfe" . Wenn die Vermieterin nicht reagiert würde ich dann einfach die Feuerwehr informieren und um "Verhaltensregeln" nachfragen.