Meine Nerven liegen so gut wie blank

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von gartenrose 19.03.10 - 20:37 Uhr

Hallo,

muss mich mal bei Euch ausheulen und hoffe auch auf den einen oder anderen wertvollen Tipp#schmoll

Ich habe am 01.03. per KS in der 34+3 SSW entbunden. Der Kleine hatte anfangs extreme Lungenprobleme und lag 10 Tage auf der Intensivstation (wurde 36 Std. künstl. Beatmet).

Ich habe von Anfang an abgepumpt und er bekam auch immer ein wenig von der Milch.
Nun sind wir seit einer Woche beide zu Hause und lt. Ärzte und Hebamme war der Kleine bei der Entlassung noch zu schwach um ihn stillen zu können.
Ich lege ihn regelmäßig an, er nuckelt, macht ein so ca. fünf starke Saugzüge und gibt auf. Anscheinend doch noch zu anstrengend, oder schon zu sehr auf Flasche getrimmt??? Keine Ahnung.

Ich wollte immer gerne stillen, aber so wie es momentan läuft, habe ich wenig Hoffnung, dass es noch klappen wird.
Bin ich da wohl zu ungeduldig?
Dieses ständige Abpumen geht bei mir wirklich an die Substanz. Mal habe ich in 30 Min. eine ordentliche Menge (ausreichend für eine Mahlzeit, ca. 70ml gewonnen), mal (besonders nachts und früh morgens), sind es auch mal nur 20-30ml.

Irgendwie ist das alles z.Zt. sehr frustierend. Alles in allem, bin ich immer für eineinhalb Stunden beschäftigt. Wickeln, füttern und pumpen....

Hat jemand von Euch auch so etwas mitgemacht?
Ich möchte meinem kleinen Schatz auf jeden Fall so lange wie möglich die Muttermilch ermöglichen, weiß aber nicht, ob ich es so über Monate aushalten werde.
Vielleicht ist es ja auch erstmal noch die Umstellung??

Ich kann irgendwie auch gar nicht so wirklich für länger aus dem Haus, oder jemanden besuchen (mach ich ja z.Zt. eh noch nicht, habe aber nicht vor, die nächsten Monate zu Hause zu bleiben).
Wenn man alle vier Std. pumpen soll, kann ich ja schlecht die elektr. Pumpe mitschleppen und mit der Handpumpe wäre ich ja stundenlang beschäftigt (habe ich schon ausprobiert).

Wie habt Ihr das denn gemacht????

Bitte, bitte viele Antworten.

Vielen Dank schon mal und viele Grüße von einer überglücklichen Mutti, die aber ein wenig mit den Nerven runter ist:-D

Beitrag von reddevil3003 19.03.10 - 20:51 Uhr

erstmal herzlichen glückwunsch zum nachwuchs...

also ich hab am anfang auch das gefühl gehabt den kleinen nur zu füttern, wickeln und mich um ihn zu kümmern und nichts zu schaffen...

aber es geht vorbei.

dass dein kleiner nicht richtig trinken kann tut mir leid für dich.
hoffe das ändert sich bald.

also ich würde an deiner stelle alle 2-3h abpumpen. dann hast du ein wenig vorrat. und nach ein paar wochen klappt das eh besser mit dem pumpen.
und wenn du vorrat hast kannst du ja auch mal mit deinem zwerg raus gehen und leute besuchen.

das muss sich alles erstmal einpendeln.

hat bei uns auch ein wenig gedauert.

aber das wird schon werden.

und irgendwann kommt alles von ganz alleine
LG claudi

Beitrag von sonnenschein157 19.03.10 - 20:51 Uhr

HEY !!

Mein Spatz musste auch 1 Woche auf der Intensiv betreut werden, ich durfte ihn erst nach 3 Tagen das erstemal anlegen ... Das war´s dann mit Stillen, da er die Flasche und damit das "Viel Trinken ohne große Anstrengung" gewöhnt war. Habe 4 Wochen mit viel Liebe und GEduld versucht ihn an das Stillen zu gewöhnen und parallel abgepumpt. Aber alles half nix, auch meine Hebi meinte dann, das es nichts mehr wird. Das Abpumpen habe ich dann auch aufgegeben, da bei 30 Minuten gerade mal 60ml kamen und meine kleine Fressraupe schon immer alle 2 Stunden trinken wollte.

Jetzt wird er bald 6 Monate, bekommt seine Pre (Aptamil) und ist kerngesund.

Ich habe mir immer gesagt, dass ich froh bin, dass er den schwierigen Start so gut gemeistert hat und habe mich dann mehr über das Positive wie Kuscheln mit Meinem Baby gefreut.

LG
Sandra

Beitrag von lenchen-84 19.03.10 - 20:51 Uhr

Hallo,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen Schatz.

Ich kenne das Gefühl, wenn man sein Kind unbedingt stillen möchte, es aber nicht so richtig funktioniert, wenn auch nicht mit solchen Voraussetzungen.

Mein Rat an dich: Gib nicht auf!

Was sagt den deine Nachsorgehebamme dazu, vielleicht weiß die ja einen Rat.

Ich würde dir auch raten, immer weiter anzulegen, damit du die Milchproduktion steigerst, dann geht auch das Pumpen besser. Und immer schön relaxt bleiben und mit Überzeugung weiter machen. Die Milchproduktion ist nämlich viel Kopfssache.

Vielleicht nochwas: Von Medala gibt es ein Brusternährungsset. Google mal danach, dass könnte euch weiter helfen.

Liebe Grüße und alles Gute
Lenchen

Beitrag von sohnkyeld 19.03.10 - 21:15 Uhr

Hallo liebe Mami, die mit den Nerven etwas runter ist :)

Ich kann Dich gut verstehen, meine Maus kam in der 29. SSW auf die Welt und sie lag 7 Wochen auf der Frühchenstation. Ich habe auch fleißig abgepumot, am Anfang auch mit einer elektrischen, bin dann aber auf eine Handpumpe umgestiegen, da mir die elektrische zu laut war. Hat ganz gut geklappt mit der Handpumpe. Ich habe sogar manchmal im Auto auf dem Weg ins Krankenhaus abgepumpt;-)

Die Zeit die dann zusammengerechnet für alles drauf geht ist wirklich nicht ohne. Aber bis Du Deinen Kleinen ganz an die Brust bekommst dauert es sicher noch. Ich kann Dir dabei leider keine Tipps geben, da ich es irgendwann aufgegeben habe. Und mit abpumpen habe ich auch aufgehört, weil es wirklich an die Substanz ging (nebenbei hatte ich auch noch Umzugsstreß) Ich hatte aber einiges eingefroren, so dass sie lange noch Muttermilch bekam.

Du siehst also, Du bist nicht alleine. Halt die Ohren steif unsere WÜrmer werden ja auch größer #liebdrueck

LG Sohnkyeld

Beitrag von mtinaaa 19.03.10 - 21:19 Uhr

Muss auch abpumpen. Tipp von der KÄ, pumpe etwas vor,damit der kleine gleich an die Milch kommt.
Bei mir dauert es auch immer bis was kommt und meine kleine gab auf.
Nun bekomme ich sie nichtr mehr an die Brust.

L.G Tina

Beitrag von ginni10 19.03.10 - 23:32 Uhr

Gute Idee von Tina, ein paar Züge ab zu pumpen/ aus zu streichen, damit der Milchspenderreflex angeregt wird.

Ich konnte bei alle 2-3 Stunden pumpen nicht auf Vorrat pumpen - der Kleine wollte alle 3 Stunden trinken! Mein Sohn hatte ein zu kurzes Zungenbändchen, dass erst mit 3 Wochen durchgeschnitten wurde. Danach hat uns eine Stillberaterin geholfen, um von den Stillhütchen weg zu kommen. Nach 3 Monaten (!) ging´s dann ganz ohne Fläschchen und Hütchen.

Mein Tip: hole Dir eine professionelle Stillberaterin von z.B. La Leche Liga ins Haus.
Ausserdem: ich habe eine ganz kleine Pumpe von Medela, sieht wie ein Diskus aus (und kann man auch super auf der Autobahn gebrauchen - wenn man nicht selber fährt natürlich ;-))

Viel Glück, drúcke euch die Daumen!!
Ginni

Beitrag von sunshinelexa 19.03.10 - 23:43 Uhr

Hallo,

bei mir war es ähnlich, mein Sohn ist 33 + 6 geboren. Ich kam mir in der Zeit, während des abpumpen immer wie eine Milchkuh vor. Auch das Gefühl das der Alltag nur aus wickeln, abpumpen, füttern und Stillversuchen besteht kenne ich nur zu gut.

Ist dein Kleiner schon stark genug? Du kannst z.B. anpumpen um die Milch zum laufen zu bringen und wenn sie läuft, legst du deinen Sohn an. Es ist doch eigentlich schon ein guter Ansatz das er an die Brust geht, meiner hat am Anfang auch nicht mehr getrunken. Ich habe ihn vor jeder Flasche erst einmal an die Brust gelegt. Als er dann stark genug war, nur die Brust zu nehmen habe ich mir ein Zeitlimit gesetzt bis wann ich ihn an der Brust haben wollte. Meine Hebi hat noch gesagt zur Not kriegt er einen Tag nur die Brust, jedesmal wenn er schreit, ran, keine Flasche. Er hat es aber vorher geschafft. Aber auch heute kommt es immer mal wieder noch vor das er eine Flasche kriegt.

Das Problem mit der Michlmenge hatte ich auch, das gibt sich wenn du nicht mehr abpumpen mußt.

Falls du noch Fragen hast, schreib mir über meine VK

Lg sunshinelexa