Meine Nerven liegen so gut wie blank, Stillproblem

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von gartenrose 19.03.10 - 21:08 Uhr

Hallo, ich mal wieder, sorry.....

muss mich mal bei Euch ausheulen und hoffe auch auf den einen oder anderen wertvollen Tipp

Ich habe am 01.03. per KS in der 34+3 SSW entbunden. Der Kleine hatte anfangs extreme Lungenprobleme und lag 10 Tage auf der Intensivstation (wurde 36 Std. künstl. Beatmet).

Ich habe von Anfang an abgepumpt und er bekam auch immer ein wenig von der Milch.
Nun sind wir seit einer Woche beide zu Hause und lt. Ärzte und Hebamme war der Kleine bei der Entlassung noch zu schwach um ihn stillen zu können.
Ich lege ihn regelmäßig an, er nuckelt, macht ein so ca. fünf starke Saugzüge und gibt auf. Anscheinend doch noch zu anstrengend, oder schon zu sehr auf Flasche getrimmt??? Keine Ahnung.

Ich wollte immer gerne stillen, aber so wie es momentan läuft, habe ich wenig Hoffnung, dass es noch klappen wird.
Bin ich da wohl zu ungeduldig?
Dieses ständige Abpumen geht bei mir wirklich an die Substanz. Mal habe ich in 30 Min. eine ordentliche Menge (ausreichend für eine Mahlzeit, ca. 70ml gewonnen), mal (besonders nachts und früh morgens), sind es auch mal nur 20-30ml.

Irgendwie ist das alles z.Zt. sehr frustierend. Alles in allem, bin ich immer für eineinhalb Stunden beschäftigt. Wickeln, füttern und pumpen....

Hat jemand von Euch auch so etwas mitgemacht?
Ich möchte meinem kleinen Schatz auf jeden Fall so lange wie möglich die Muttermilch ermöglichen, weiß aber nicht, ob ich es so über Monate aushalten werde.
Vielleicht ist es ja auch erstmal noch die Umstellung??

Ich kann irgendwie auch gar nicht so wirklich für länger aus dem Haus, oder jemanden besuchen (mach ich ja z.Zt. eh noch nicht, habe aber nicht vor, die nächsten Monate zu Hause zu bleiben).
Wenn man alle vier Std. pumpen soll, kann ich ja schlecht die elektr. Pumpe mitschleppen und mit der Handpumpe wäre ich ja stundenlang beschäftigt (habe ich schon ausprobiert).

Wie habt Ihr das denn gemacht????

Bitte, bitte viele Antworten.

Vielen Dank schon mal und viele Grüße von einer überglücklichen Mutti, die aber ein wenig mit den Nerven runter ist

Beitrag von felida137 19.03.10 - 21:28 Uhr

abend, also ich hatte kein früchen aber wirkliche schwierigkeiten mit stillen u punpen!

mein sohn hat von anfang an nicht an der brust getrunken, also habe ich 8 wochen lang im 2-3 std ryhtmus abgepumpt auch nachts! um die milchmenge zu steigern. habe danach nurnoch alle 4-6 std abgepumpt und kam auf 250-350 ml pro abpumpen. nach viel üben u immer wieder anlegen hat es dann irgendwann funktioniert und ich habe meinen sohn bis er 10 monate war gestillt.

ich hatte eine medela synphonie für zuhause u unterwegs ne medela handpumpe, war immer viel unterwegs weil ich auch viel vorgepumpt hab.

mach dir kein stress geniese die zeit mit deinem baby u irgendwann wirds besser und trinken trinken trinken


gruss felida

Beitrag von jessman9981 19.03.10 - 21:31 Uhr

Hallo Gartenrose#blume,
Erst einmal alles Liebe zur geburt und bitte bitte gib nich auf! Meine erste Zeit war auch verdammt schwierig mit dem abpumpen und füttern! ich glaube einfach das dein kleiner zu schwach ist um ´zu saugen. Wie wäre es wenn du zufütterst? Dann kannst du in Ruhe abpumpen und dein Kleiner darf ohne Stress an der Flasche saugen. Und mach dich nicht verrückt ich habe Timon die ersten 3 Monate per Flasche ernährt und auch Magensonde. Erst dann entwickelte er einen stärkeren Zug und ich probierte zu stillen. Und glaube mir die Kleinen sind einfach sehr schwach. Und wenn dir das pumpen nachts zu viel wird gebe doch bitte die Flasche und pumpe erst nach 6 std. ab, dann hast du auch mehr Milch. Wichtig ist das dein Kleiner nicht abnimmt und du dir keinen Stress machst - sonst bleibt die Milch von allein weg. Meine Mumi war am Anfang auch zu wenig und man fütterte zu aber dann sag ich dir habe ich bis zum 14 Monat fast voll gestillt.


Lg Jessi

Beitrag von anna031977 19.03.10 - 21:37 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!
Komisch, dass sie euch nach 10 ITS mit Beatmung dann bald schon entlassen haben.

Bei uns kam erst die Verlegung auf Frühchen und dort mussten die Kinder weitere 10 Tage unauffällig sein.
Na ja jedes KH eben anders. Bei uns haben sie dann eben auch auf der Frühchenstation stark daran gearbeitet die Kleinen an die Brust zu kriegen.

Immer wieder anlegen und nicht zu schnell zufüttern, wenn das Gewicht passt. Hast Du ne Waage?

Meine wurden bei 32+4 geboren und haben nach 3 Wochen das erste Mal an der Brust getrunken....

Halt durch und probiere es weiter. Ich bin auch 3 Wochen lang zweimal die Nacht aufgestanden zum Abpumpen!

Veilleicht klappt es ja doch noch!

Beitrag von knutschkugel4 19.03.10 - 21:37 Uhr

meine erfahrungen mit abpumpen waren#contra
mein ersten sohn -öhmmmm irgendwie hatte ich keinen richtigen einschuss -sprich auch nicht viel milch - da er zu leicht war fand ich es besser ihn mit der flasche zu füttern damit ich sehe wieviel er trinkt
bei meiner großen -da hatte ich ordentlich milch das stillen hat in der klinik geklappt aber ihr bruder damals gerade zwei geworden hatte angst wenn ich sie stille das sie mich beisst#rofl-also dacht ich mir -pumpst du ab und fütterst ihr es mit der flasche#klatsch
den spass hab ich vier wochen gemacht -aber dann ist mir aufgefallen das dies ein enormer zeitaufwand war der nicht sein muß - was mir auch aufgefallen ist das meine Milch immer weniger wurde#gruebel
letztendlich hab ich es aufgegeben - und komischerweise hatte ich nicht mal ne milchstau
bei den zwillingen -#hicks- hab ich mich anfangan für die fütterung der flasche entschieden und mir nach der geburt tbl. geben lassen damit ich erst keinen Milcheinschuss bekomme
ich ganz ehrlich - ih bin mit dieser entscheidung super gut gefahren


klar ist muttermilch eigentlich das beste was es gibt - aber ich wollte mir den stress bei zwillingen nicht antun


lg dany

Beitrag von susa31 19.03.10 - 22:15 Uhr

Herzlichen Glückwunsch erstmal! Mach dich nicht fertig, das wird schon noch. Mein Keks (33+0) hatte am Anfang nach den ersten Stillversuchen so schlimme Apnoen, dass ich Angst hatte, ich bringe ihn um, wenn ich weiter anlege. Zum Glück haben mich die Ärzte und Schwestern auf der ITS beruhigen können. Ich habe insgesamt vielleicht fünf, sechs Wochen abgepumpt (und fand es genauso frustrierend wie du) und dann hatte er es raus und ich hab ihn insgesamt neun Monate lang gestillt. Nicht aufgeben!

Beitrag von gille112 20.03.10 - 08:35 Uhr

Hey Du,
laß dich mal #liebdrueck.
Alsoes ist eh schon alles sehr viel am Anfang...daher mach dir keinen Druck.Ich habe auch abgepumt, und fand es total nervig.So wie bei dir.Nach drei Wochen kam nix mehr, wie abgestellt, das war die Zeit in der es Lara schlecht ging.
Ich war echt traurig, dachte es wäre doch so wichtig...Aber dann habe ich mir einfach keinen Streß gemacht und "abgestillt".
Meine Zwerge sind auch so gut gediehen.Ich denke, wenn das Stillen"abpumpen einen belastet, soll es einfach net sein.Es gibt Mütter, bei denen klappt es super, und andere, da ist es schwierig.Wenn dein Zwerg so schlecht trinkt, und es mit der Flasche besser klappt, bleib doch dabei.Wenn du magst, kannst du ja weiter abpumpen.Aber wenn du ihn anlegst und dir immer Streß machst, weil es net so klappt, kannst du es doch auch net genießen.Oder?
Vertrau auf dein Gefühl, du wirst es richtig machen.

LG Gille

Beitrag von tiriberlin 20.03.10 - 13:58 Uhr

Das was Du schreibst kenne ich nur zu gut. Unsere Maus kam bei 35+4 und war auch zu schwach fürs Stillen. Sie machte auch nur ein paar Saugversuche und schlief dann direkt ein. Ich musste am Anfang auch noch Pre geben, da mein Milcheinschuss erst am 5. Tag kam. Seitdem pumpe ich auch alle 4h - 5h ab und gebe ihr die Milch dann per Flasche. Vorher lege ich sie aber immer an. Seit 3 Tagen klappt es an der Brust nun schon besser und sie schafft es auch mal, 10 min konstant zu saugen. Aber es ist echte Arbeit und wir sind auch immer locker 1 1/2 Stunden beschäftigt. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und unsere Hebamme meint, dass zum eigentlichen Entbindungstermin nochmal ein richtiger Entwicklungsschub kommen wird. Sie ist optimistisch, dass es mit dem Stillen noch klappen wird. Aber dafür muss ich eben viel mit ihr üben und sie immer wieder an die Brust nehmen.

Ich drücke also die Daumen, dass es bei Dir auch noch wird und wir irgendwann beide ganz toll stillen können.

LG Tine

Beitrag von sidera 20.03.10 - 16:25 Uhr

Hallo,

darf ich mal fragen, ob Du außer Pumpen irgend was zur Milchanregung machst?

Ich war, als ich meine Tochter gestillt habe, sehr krank. Habe dann ein Medikament bekommen, was leider trotz allem Nachfragen die Milchbildung stoppte. :-[ Hab dann mit meiner Hebamme echt hart gearbeitet um alles wieder ans Laufen zu bringen.

Folgende Sachen habe ich gemacht:

1. 3 Tage lang Tag und Nacht alle 3 Std. gepumpt. Dabei hatte ich eine elektrische Pumpe mit der ich folgenden Rhytmus eingehalten habe: pro Brust 20 min, dann pro Brust 12 min, dann pro Brust 7 min - egal ob noch Milch kommt oder nicht.

2. Habe ich von meiner Hebamme Globulis bekommen, welche die Milchbildung angeregt haben.

3. Ganz viel trinken in der Zeit. Mindestens 3 Liter, am Besten Milchanregende Getränke: Stilltee, Malzbier, Hefeweizen alkoholfrei.

4. Ganz viel gute Sachen essen: viel Eiweißhaltiges, viel rotes Fleisch, viele Kohlenhydrate.

Nach diesen 3 Tagen ging ich echt am Stock, aber es hat gewirkt. :) Die Milch war wieder da und mein Körper brauchte ab da keine weitere Unterstützung mehr. Aber die 3 Tage muss man durchhalten, weil solange der Körper braucht um den Mehrbedarf zu verstehen und auch zu produzieren. Hätte mein Körper nach den 3 Tagen keine Reaktion gezeigt, dann hätte ich nach Rücksprache mit der Hebamme aufgegeben, weil er dann einfach nicht dazu in der Lage gewesen wäre und ich mich nur unnütze gestresst hätte und das ist am wenigsten förderlich für die Milchbildung.

Alles Alles Liebe

Mandy

Beitrag von never80 21.03.10 - 13:12 Uhr

Hallo!

Alles Gute zur Geburt.

Mein Sohn wurde vor nun 6 Jahren bei 35+4 geboren, hatte nur 2240g. Ich wollte auch unbedingt stillen, aber auf das was dann kam war ich so überhaupt nicht vorbereitet.

Mit dem friedlichen Bild eines Babys das genüßlich an der Brust saugt hatte es nichts mehr gemeinsam. :-(

Ich saß an der Pumpe, beidseitig, und habe ihn zu Anfang mit der Spritze gefüttert, damit er sich nicht an die Flasche gewöhnt.
Ich war über 11/2h bei jeder Mahlzeit beschäftigt, und da war er noch nicht gewickelt, gewaschen oder umgezogen.

Wenn du es wirklich willst, und eine gute Hebi und liebe Menschen um dich hast, dann kann man das schaffen.
Eine beidseitige Pume spart dir Zeit und regt die Milchbildung noch besser an.

Aber ein Muß sollte das Stillen für dich nicht sein, denn Kinder gedeihen auch mit der Flasche.
Ich habe 5 Mon voll gestillt, aber es war ein tgl Kampf.
Bei meinem kleinen Sohn habe ich meiner Hebi schon in der Ss gesagt das ich das nicht noch mal mit mache, sondern der Zwerg dann die Flasche bekommt. :-p

Mach das was dein Herz dir sagt, aber mach dich nicht verrückt. Du tust alles für deinen Zwerg, und befindest ich in einer Ausnahmesituation.
Ruhe, viel Flüssigkeit und Unterstützung von außen, und du kannst dein Ziel sehr wohl erreichen.
Aber es bedeutet nicht alles.

Alles Gute und eine schöne Zeit
never