Abnehmen - Soll ich meinen Arzt ansprechen?

Archiv des urbia-Forums Körper & Fitness.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Körper & Fitness

Sich in seinem Körper wohl zu fühlen und ihn schön zu finden, ist für fast jeden Menschen ein wichtiges Thema. Ob es um die richtige Diät und gemeinsames Abnehmen, Tattoos,  oder auch um Sport und Fitness geht, hier ist der richtige Platz dafür.

Beitrag von melmystical 19.03.10 - 21:15 Uhr

Hallo!

Ich versuche mich mal kurz zu fassen:

Seit ca. 12 Jahren bin ich quasi auf Dauerdiät. Eher ungesunde Diäten wie Shakes, Tabletten, Null-Diät und eher gesunde Diäten wie Weight Watchers, Schlank im Schlaf usw. Alles halte ich ein paar Tage oder vielleicht mal Wochen durch und dann gebe ich wieder auf.

Ich weiß, dass das Beste eine Ernährungsumstellung und Sport ist, aber ich finde nie den Dreh.

Ich glaube, ich brauche professionelle Hilfe und überlege, ob ich mal meinen Arzt drauf ansprechen soll. Meint ihr, er könnte noch helfen? In Form von Ernährungsplänen oder eine Ernährungsberatung oder so?

Mein Mann sagt zu mir: "Was soll denn ein Arzt machen, du musst es selber schaffen!" Aber ehrlich gesagt könnte ich bei dem Satz nur noch heulen.
Mein Körper ist total kaputt von den ganzen Diäten und durch das Übergewicht habe ich Gelenkschmerzen und mir geht es allgemein nicht gut. :-(

Was meint ihr?

#danke

Beitrag von reddevil3003 19.03.10 - 21:27 Uhr

kommt ganz drauf an....

wieviel wiegst du denn und wie groß bist du?

denke bei 10-20kg kann man das noch selbst hinkriegen.

bin auch gerad dabei abzuspecken.

Beitrag von melmystical 19.03.10 - 21:29 Uhr

Ich bin 1,76 m groß und wiege so 98-100 kg. #schmoll

Beitrag von dinemausi2008 20.03.10 - 00:03 Uhr

Huhu!

Ich kann mir gut vorstellen, daß Du nicht mehr kannst.

Und Dein Mann hat nicht ganz unrecht. Zuallererst musst Du den Willen, Ehrgeiz und die Disziplin dazu haben.

Aber Du kannst Dir Anker schaffen:

Z.B. mache die Ernährungsumstellung und den Sport mit einer oder einem gleichgesinnten. Dadurch gehst Du eine Verpflichtung ein.
Oder verpflichte Dich jemandem oder etwas gegenüber, z.B. einer Freundin, indem Du Dich verpflichtest, wenn Du das nicht durchziehst, dann bügelst Du ein Jahr lang Ihre Wäsche.
Also einfach irgendetwas was Dir weh tun würde oder auf das Du Null Bock hast.
Oder setz Dir kleine Etappen. Sag nicht: Ich will jetzt 20 kg abnehmen, sondern: Ich geh jetzt an die ersten 2 Kg ran. Wenn Du das geschafft hast, dann belohne Dich dafür, z.B. mit einem wunderschönen Blumenstrauß oder eine CD.
Und schreib auf, was Du am Tag so isst und trinkst.
Da dürften einige Aha-Momente vorkommen.

Ich z.B. mache WW jetzt mit einer Freundin. durch diese Verpflichtung habe ich den Ansporn wirklich mal konsequent zu sein.

Vielleicht konnte ich Dir ja ein ganz klein wenig helfen.

Wünsche Dir ganz viel Glück und Erfolg bei Deiner Abnahme.

Gruß

Dine

Beitrag von schnuffinchen 20.03.10 - 07:29 Uhr

Sorry, aber Dein Mann hat recht.

Dir mangelt es an Disziplin, und solange Du das nicht im Griff hast, kann Dir auch kein Arzt helfen.

Denn auch ein Arzt wird Dir nichts anderes raten als Ernährungsumstellung und Sport. DU musst die Disziplin haben, das durchzuhalten.

Beitrag von pcp 21.03.10 - 19:50 Uhr

Sorry, aber Deine Ausage scheint ziemlich unbedacht.

Die Frau hat einen 12jährigen Leidensweg hinter sich, ist Dir wirklich noch nie zu Ohren gekommen daß ein abnormes Eßverhalten auf psychologisch bedingte Probleme hinweist?

Wenn die Frau latent adipös ist, und darauf weisen ihre Ausführungen hin, dann fällt das unter Suchterkrankung und muß therapiert werden.

Beitrag von schnuffinchen 21.03.10 - 21:50 Uhr

Sie ist nicht unbedacht.

Ich war selber mal in dieser Situation, jahrelanges Diäten, Abnehmshakes, Akupunktur, Reductil, Xenical, FDH, BCM und was es sonst noch so gibt, hab ich alles durch, über einen Zeitraum von ca 9 Jahren.

Klar bewegt man sich da nahe an, vielleicht auch schon innerhalb einer Eßstörung. Das größte Problem bei solchen Fällen ist in meinen Augen der Disziplinmangel und die Flucht ins Selbstmitleid. Ich meine damit nicht Anorexie oder Bulimie, das möchte ich klarstellen, sondern nur die Dauerdiät - Abbrecher.

Ich gehörte selber lange dazu! Nur mit konsequenter Ernährungsumstellung und Sport hab ich es geschafft, und die Disziplin dafür aufzubringen war nicht nur hart, sondern hat mich oft richtig angekotzt. Ja, manchmal hätte ich den Gemüseteller gerne an die Wand geklatscht und mir lieber Pommes in die Friteuse geschmissen.

Aber irgendwann war der Wille, sich wieder gerne im Spiegel anschauen zu wollen, einfach größer. Ich hab vor drei Jahren 23 kg abgenommen und halte es seitdem. Das ist auch heute noch harte Arbeit, aber es lohnt sich.

Beitrag von pcp 21.03.10 - 23:02 Uhr

Wenn Du aus eigener Kraft aus diesem Kreislauf ausgebrochen bist, Hut ab.

Aber wenn jemand einen Hilferuf startet kannst Du doch nicht pauschal antworten "ein Arzt kann dir auch nicht helfen".

Das ist unbedacht weil Du nämlich nicht von Dir auf andere schließen kannst.

Beitrag von okraschote 20.03.10 - 07:46 Uhr

Lass Dir bitte nicht einreden, dass Du slebst schuld bist. Wenn Du 12 Jahre schon rumdiätest, hast Du Dir möglicherweise schon eine Essstörung rangezüchtet, aus der man schwer wieder selbst rauskommt. Eine Beratung beim Arzt ist sicher nicht das verkehrteste.

Bei manchen funktioniert es wie vorgeschlagen mit Druck, bei mir beispielsweise überhaupt nicht. Wenn ich mir selbst Druck mache, geht gar nichts.

Viele Grüße
Kerstin

Beitrag von valentina.wien 20.03.10 - 10:19 Uhr

Ich finde auch, dass eine ärztliche Beratung auf gar keinen Fall schaden kann!
Und es ist weder eine Schande, noch ungewöhnlich, sich beim Abnehmen Hilfe zu holen. Im Gegenteil: ich finde es durchaus vernünftig!!

Beitrag von 6woche.1 20.03.10 - 19:19 Uhr

Hallo


Es muss wirklich erst im Kopf "Klick"machen.Eine Ernährungsberatung ist gar keine schlechte Idde! Ich bin auch am abnehmen.Ich esse viel Gemüse (roh und Gekocht) 2-3x am Tag frisches Obst.Milchprodukte wie Butter,Käse,Milch kauf ich Fettreduziert.Vollkornnudeln statt normale Nudeln.(Ich habe durch eine Userin sehr gute Tipps bekommen) Fleisch brate ich ohne Ö in einer beschichteten Pfanne an.Salatdressing mach ich mit Öl und frischem Zitronensaft.Wichtig ist auch das Du viel trinkst.Süssigkeiten hab ich stark eingeschränkt in dem das ich nur noch 1x in der Woche etwas nasche.Ich hab anfang Januar angefangen mit 98Kg jetzt wieg ich 88,7Kg.Mödchte bis auf 60 Kg runter.Am Anfang istes wirklich nicht einfach.Man muss den inneren Schweinehund überwinden.Nach einer Weile hat sich dein Körper daran gewöhnt und es fält dir nicht mehr schwer.Wenn Du einmal ein Tief hast dan denk daran wwas Du einmal anziehen möchtest (z.b. ein schönes Oberteil) wenn Du noch Fragen hast kannst Du dich gerne über VK melden,


Lg Andrea mit kids

Beitrag von missypepermint 20.03.10 - 20:22 Uhr

Hallo,

ich kämpfe zwar nur noch mit den letzten 5 kg bis zum Wohlfühlgewicht - aber ich finde die Aussagen von den anderen, dass nur Du es schaffen kannst etc. pp sehr gefährlich....

Denn 12 Jahre lang ständig auf Diät klingt für mich eher nach einer Ess-Störung!!!!

Und - wenn Du durch Dein Gewicht bereits Gelenkprobleme hast, schadet ein Gespräch mit dem Arzt ganz sicher nicht....
Besonders ins Auge gesrpungen ist mir der Satz: Mein Körper ist total kaputt von den ganzen Diäten... Damit hast Du, in meinen Augen, Deine Frage schon beantwortet...
Du solltest es nicht nur in Erwägung ziehen, Deinen Hausarzt diesbezüglich um Hilfe zu bitten - Dein Körper scheint ja viel mehr die Hilfe dringend zu benötigen!!!!!

Geh fix zum Arzt!!!

Alles Liebe und viel Erfolg!!!

Missy

Beitrag von pcp 21.03.10 - 19:38 Uhr

Wenn jemand 12 Jahre permanent diätet und er kriegt immer noch zu hören "du mußt es nur selber wollen " dann frag ich mich schon was die Leute für eine Vorstellung haben.

Du solltest auf jeden Fall Deinen Arzt darauf ansprechen, Du bist auch kein Einzelfall.

Nicht jeder ist in der Lage eigenständig und autodidaktisch so eine Ernährungsumstellung umzusetzen, manche brauchen eben mehr Zuspruch und Unterstützung. Natürlich spielen beim Eßverhalten psychologische Aspekte eine große Rolle.

Nimm ruhig Hilfe an!

Alles Gute,
lg
P.