Langsam wird mir wirklich bewußt, wie einsam ich eigentlich bin

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von dream25 20.03.10 - 14:13 Uhr

Hallo ihr lieben,

in den letzten Tagen habe ich oft darüber nachgedacht, wen ich alles schon zu Grabe tragen musste. Klar, ich weiss es schon immer, aber mir war nie bewußt wie alleine ich eigentlich bin.

Januar 1993 stirbt mein Lieblingsopa
März 1993 stirbt mein Papa ;(, ich war gerade 13
Nov. 1997 stirbt mein anderer Opa
Nov. 2003 meine Mama
Oktober 2005 die Schwester meiner Oma, sie stand mir sehr nah
Dez 2007 stirbt meine Oma

Ich habe 2 tolle Kinder, einen tollen Partner und 2 Brüder, darüber bin ich sehr glücklich, aber ich habe so Angst nochmal jemanden zu Grabe tragen zu müssen, ich würde es nicht mehr ertragen- Ich habe eine Ersatzmama, ich liebe sie so sehr, alleine der Gedanke daran, dass ich sie jemals zu Grabe tragen muss bricht mir das Herz.

Als mein Vater gestorben ist, er war sehr krank, war ich gerade in der Schule. Ich werde diesen Tag niemals vergessen. Ich saß im Unterricht und plötzlich kamen mit die Tränen, ich wusste aufeinmal, dass mein Vater gestorben, ich wusste es einfach. Ich bin aufgesprungen und nachhause gerannt, meine Mutter stand am Fenster ich habe sie angeschaut und gesagt: Er ist gestorben, oder? Sie nickte nur und nahm mich in den Arm. ICh werde es niemals vergessen, er ist in einem Hospit gestorben und seine letzten Worte waren: "Passt auf mein kleines Mädchen auf und gibt ihr einen Kuss" dann kullerte ihm eine Träne über das Gesicht und er schloß die Augen und machte sie nie wieder auf... Er ein Foto von mir in der Hand...

Die Schwester erzählte mir davon und auch das werde ich nie vergessen....

Sorry, ich muss gerade mal alles loswerden, es belastet mich doch immer mehr als ich zugeben mag ,(....

Beitrag von sandra7.12.75 20.03.10 - 17:15 Uhr

Hallo

Mir kommen gerade die Tränen:-(.Ich habe auch keine Verwantschaft mehr.
Die Kinder nur noch Grosseltern auf dem Papier.

Lassdich knuddeln und freue dich auf deine Familie.

lg

Beitrag von teufelchendani 20.03.10 - 22:28 Uhr

#heul

fühl dich von mir gedrückt.

ich kann deine angst verstehen, aber ich denke deine kinder geben dir halt und machen dir mut.

viele grüße dani

Beitrag von romance 21.03.10 - 15:10 Uhr

Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen.

Hast du mal eine Therapie in Erwägung gezogen? Oder schon eine gemacht.

Es mag blöde sich anhören, weil du Angst hast das es noch mal passieren könnte. Aber ich denk du hast die Verluste nicht richtg verarbeiten und akzeptiert. Du solltest eine Art Trauerarbeit machen.

Ich mußte auch viele lieben Menschen gehen lassen, jedes Jahr mind. einer und ich bekam Angst vor dem Tod. Weil ich das nicht verarbeitet habe, hatte ich eine Therapie machen müssen. Es tat mir sehr gut und kann es nur weiter empfehlen.

Meine Eltern sind schon über 60, unter der Woche denke ich nicht dran. Aber wenn ich dann am WE die Tageszeitung lese, die Todesanzeigen und deren Alter. Dann wird mir auch sehr mulmig zu mute. Denn meine Eltenr haben halt das Alter....ich mag nicht dran denken. Wenn die beiden nicht mehr sind.:-(

LG Netti