WICHTIG: im todesfall aus dem haus schmeißen?

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Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 18:21 Uhr

person x lebt mit seinem sohn in einem haus. das haus gehört x.

x stirbt, vererbt das haus an 3 kinder. das haus soll verkauft werden.

kann man den sohn, der sein lebenlang in diesem haus lebt von heute auf morgen auf die straße setzen?

wenn nein, wie lang ist maximal die frist, in der der sohn noch dort wohnen bleiben kann (mit übernahme aller nebenkosten natürlich) um sich in ruhe eine wohnung/haus suchen zu können?

lg zn.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 18:31 Uhr

falls das nicht ganz klar geworden ist: der sohn, der mit x in dem haus lebt, ist natürlich auch einer der 3 erben.


und die geschwister (die anderen beiden erben) haben dem sohn gesagt, er soll JETZT schon aussiehen und seine sachen ausräumen, damit das haus DIREKT verkauft werden kann, sobald x tot ist. makaber, aber leider ist das wirklich so.
es kann sein, dass x in 2 wochen stirbt, es kann aber auch noch 2 jahre dauern.

Beitrag von gh1954 20.03.10 - 18:39 Uhr

Da haben die beiden Geschwister wohl schlechte Karten.

Sie können nicht ihren Bruder zu aus dem Haus werfen, solange der Vater noch lebt.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 18:44 Uhr

ja, das ist wohl richtig. das habe ich erwähnt, damit deutlich wird, wie die geschwister dazu stehen. dass man nicht auf deren gutmütigkeit hoffen kann, wenn es darum geht, in ruhe eine wohnung/haus zu suchen.
Der sohn kann doch nicht z.b. einen tag nach dem tod des vaters auf die straße gesetzt werden, oder?

lg zn.

Beitrag von wasteline 20.03.10 - 18:48 Uhr

Vo dem Tod von X muss er gar nicht ausziehen.

Wenn der Sohn die Möglichkeit hat, die beiden anderen Erben auszuzahlen, dann kann er wohnen bleiben. Ansonsten muss erstmal ein Käufer gefunden werden. Mit dem wird ein Übergabetermin vereinbart und bis dahin muss der Sohn dann ausziehen.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 18:51 Uhr

der sohn kann seine geschwister nicht auszahlen, er möchte das haus auch gar nicht haben.

vor dem tod muss er nicht ausziehen, das ist klar. das würde der vater auch niemals wollen.

also gibt es keine frist? wenn rein theoretisch 2 tage nach dem tod ein käufer vor der tür steht und eine sofortige übernahme möglich wäre, dann hat der sohn keine chance und muss umgehend raus? das ist ja gar nicht machbar.

Beitrag von sandra7.12.75 20.03.10 - 19:00 Uhr

Hallo

Boh wie makaber ist das denn???
Haben die Geschwister schon eine Anzeige gestartet?#augen
Freunde von uns bzw.die Geschwister vom Kumpel haben sowas gebracht.Das Mutter ist im August gestorben und das Haus ist immer noch nicht verkauft.

Zwei Tage nach dem Tod würde sowieso noch keiner die Wohnung kaufen weil ja das Erbe erstmal geklärt werden muß.Testamentseröffnung.

S.

Beitrag von sandra7.12.75 20.03.10 - 19:02 Uhr

Ich meinte die Mutter ist im August gestorben und nicht das Mutter.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:04 Uhr

ganz ehrlich, ich schaue jeden tag bei immobilienscout, weil ich denen das echt zutraue. die familie ist leider sehr zerrüttet.

die nachbarin ist vor 2 wochen gestorben und einen tag nach der beerdigung wurde das haus entrümpelt.

der sohn in diesem thread hat seinen geschwistern gesagt, wie heftig er das findet. darauf sagten die geschwister, dass das normal ist und so gemacht werden muss. das haus müsste umgehend verkauft werden, wegen erbschaftssteuer (??)

weißt du, wie lange das mit dem erbe/testament etc. im kürzesten fall gehen kann? also wie schnell der sohn im ungünstigsten fall wirklich raus MUSS?

Beitrag von sandra7.12.75 20.03.10 - 19:20 Uhr

Hallo

Das mit der Wohnung entrümpeln ist glaub ich normal.Mein Vater ist letztes Jahr im März gestorben und wir haben auch direkt mit dem ausräumen begonnen da alle Geschwister wieder arbeiten mußten.Bei uns war es auch noch so das alle Geschwister nicht mehr vor Ort gewohnt haben.

Wie es rechtlich aussieht kann ich so nicht sagen,aber normalerweise gibt es ja ein Testament und ich kann mir nur von den anderen erklären das die Wohnung noch nicht bezahlt ist oder kein Geld für die Beerdigung vorhanden ist.

Ich denke das hier kaum einer helfen kann weil wichtige Fakten fehlen.

lg

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:25 Uhr

das haus ist abbezahlt und an geld mangelt es niemandem. ich weiß nicht, warum das thema so aktuell ist, worum es den anderen eigentlich geht.

ich möchte nur wissen, wie das rechtlich aussieht, ob man den sohn von heute auf morgen auf de straße setzen kann. man findet ja kaum innerhalb von 2 tagen eine neue wohnung.

lg

ps. das tut mir leid mit deinem vater.

Beitrag von sandra7.12.75 20.03.10 - 19:33 Uhr

Hallo

Danke,die nächste Beerdigung steht bei uns auch wieder an.

Wie schon geschrieben erstmal sollen die abwarten.Immer diese Geier.

Ich wäre froh gewesen wenn meine Geschwister ehrlich gewesen wären.Stattdessen habe ich Ende Februar den Rest der Beerdigung bezahlt.:-(

So ich werde jetzt mit meinem Mann essen gehen bevor ich gleich wieder mit dem #heulanfange.

lg

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:33 Uhr

welche wichtigen fakten fehlen denn?

wenn x stirbt, erben 3 leute das haus und es soll sofort verkauft werden. in dem haus wohnt aber einer der drei erben und meine frage ist, ob man den sohn von heute auf morgen rausschmeissen kann.

Beitrag von gh1954 20.03.10 - 19:01 Uhr

Dann muss der Käufer eben eine angemessene Zeit warten, bis er das Haus beziehen kann.

Eine Sofortige Übernahme ist meines Erachtens eh nicht möglich, da kommen ja noch der Notartermin und das Gericht braucht auch seine Zeit.


Wir haben damals sieben Monate gewartet, bis die Hausverkäufer ihr neues Haus fertig gebaut hatten und wir in das "alte" Haus konnten.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:07 Uhr

aber wenn die geschwister das haus sofort verkaufen wollen (ich vermute, dass einer der geschwister das haus selbst kaufen will, weiß ich aber nicht) kann der sohn dann darauf bestehen, dass der neue käufer wartet? die geschwister werden damit mit sicherheit nicht einverstanden sein. warum weiß ich nicht, geld spielt bei denen keine rolle. angeblich muss das haus sofort weg wegen der erbschaftssteuer (??)

Beitrag von gh1954 20.03.10 - 19:10 Uhr

Was soll das mit der Erschaftssteuer zu tun haben?

Die Freibeträge sind so hoch, dass sie bei einem einfachen Haus kaum zum Tragen kommen.

FALLS Steuern anfallen, ist egal, wann das Hus verkauft wird, Erbe ist Erbe...

Wenn Geld keine Rolle spielt, wozu dann die Eile?

Und, wie Sandra schon schrieb, muss das Erbe ja erst mal geregelt werden.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:13 Uhr

mit der erbschaftssteuer, das habe ich auch nicht verstanden.



wozu die eile? da fragst du was, ich weiß es selbst nicht. ich vermute, dass der eine bruder das haus selbst haben/kaufen will. entweder für sich oder für seinen sohn, der gerade geheiratet hat und ein 1jähriges kind hat. er schaut sich immer mal wieder häuser in dem ort an, obwohl er 150 km weit weg wohnt. sehr komisch.

Beitrag von gh1954 20.03.10 - 19:15 Uhr

So leicht bekommt mn niemanden aus einem Haus raus.

Davon können viele Vermieter ein Lied singen, die versuchen, Mieter rauszuklagen.

In welchem Verhältnis stehst du zu dem Sohn von X. ?

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:22 Uhr

ach ja, der bruder will x schon seit 2 jahren in ein heim bekommen, aber eher stirbt x, bevor er ins heim geht. alles sehr merkwürdig, wirklich.

ich denke auch nicht, dass man den sohn von heute auf morgen auf die straße setzen kann. wenn z.b. eine vermietete wohnung verkauft wird, kann der neue käufer den alten mieter ja auch nicht einfach rauswerfen. nur wegen eigenbedarf mit KÜNDIGUNGSFRIST kündigen. und bei der langen wohnzeit müsste die frist 9 monate betragen.

das ding ist nur, dass zwischen x und seinem sohn kein mietvertrag besteht. er wohnt als sohn in seinem elternhaus, mietfrei, zahlt nur seinen anteil an strom/wasser/gas.

ich selbst habe mit der angelegenheit nichts zu tun, bin kein erbe, halte mich auch aus allem raus. ich möchte nur nicht, dass der sohn von seinen geschwistern verar**** wird.

Beitrag von devadder 20.03.10 - 19:34 Uhr

Wenn Person x doch der Vater der drei ist, so kann er ein Testament machen. Darin kann stehen, dass der im Haus lebende Sohn alles bekommt, die anderen nichts, nur das Pflichtteil. Dass sind dann 25% des Gesamtwertes was sie trotzdem bekommen. Diese 25 % sind dann zu teilen. Wenn es ein Kind gibt bekommt das das eine Kind alleine, bei mehreren müssen sich die Kinder die 25 % teilen.
Hat er kein Testament gemacht, so geht es zu gleichen Teilen an die Kinder über. Auch wenn ein Testament besteht in dem es heißt, dass es zu gleichen Teilen verebt wird. Diese Erben bilden dann eine Erbengemeinschaft. Beim verkauf des Hauses muss sich diese Erbegemeinschaft einig sein. Somit kann der eine noch im Haus lebende das schon ganz gut herauszögern.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:42 Uhr

oh danke. der letzte satz ist entscheidend gewesen.
ein testament gibt es nicht oder x redet nur nicht darüber. es geht auch nicht darum, dass der im haus lebende sohn alles bekommen soll. er möchte sich einfach nur in ruhe etwas neues suchen können und nicht die nächstbeste wohnung nehmen müssen. er muss sich auch erst eine komplette wohnungseinrichtugn kaufen und das geht auch nicht in ein paar tagen.
er möchte nicht in dem haus bleiben, nur halt nicht SOFORT raus. er möchte das ganze ja auch nicht bewusst in die länge ziehen, er möchte nur nicht unter druck stehen.

Beitrag von devadder 20.03.10 - 19:45 Uhr

Da kann er erst mal sagen, er will Bedenkzeit. Dann kann er sagen dass er dem Verkauf erst zustimmt, wenn er eine adäquate Wohnung gefunden hat. Wie gesagt, Möglichkeiten gibt es hier, ohne dass ihm böswillige Verzögerung und somit Ausfallzahlungen blühen.

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:49 Uhr

super, genau das wollte ich wissen. im fall der fälle kann man sich ja immer noch anwaltlichen rat holen. mir ging es jetzt erstmal nur um die grobe richtung, da der sohn sich total verrückt macht, ist durch die ganze sache auch psychisch ganz schön angeschlagen.
danke nochmal für deine gute antwort.

Beitrag von karin3 20.03.10 - 19:48 Uhr

Hallo,

wenn es drei Erben gibt müssen doch alle drei das Haus verkaufen. Wenn der eine Sohn nicht unterschreibt, kann das Haus nicht verkauft werden. Dann müßen seine Geschwister ihn rausklagen, bzw ihren Anteil einklagen.
Sofort muß er nicht raus, aber wie die Fristen sind keine Ahnung.
Am besten wäre x schreibt ein Testament und läßt sich von einem Anwalt beraten. Wenn der Sohn der im Haus wohnt das Haus eh nicht haben will, sollten Klauseln ins Testament. Diese Klauseln sind rechtsgültig. Beispiel1: Im Falle meines Todes darf sich nicht gestritten werden. Sollte es zu einem Streit kommen, geht die gesamte Erbmasse an den Verein yz.
Beispiel 2 Das Haus darf nach meinem Tod einen Zeitraum von ?? Monaten nicht verkauft werden. (Damit der eine Sohn sich eine Wohnung suchen kann.)

Gruß Karin

Beitrag von zweitnick 20.03.10 - 19:50 Uhr

das ist ein sehr interessanter ansatzpunkt. vor allem beispiel 2.

danke dafür! gruß zn.

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