Hat jemand BEL spontan entbunden oder Erfahrung damit(hebigabi)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mami3880 20.03.10 - 19:02 Uhr

Bin in der 34 SSW und mein baby liegt in BEL und ich will keinen Kaiserschnitt eigentlich, hab sooooo mega Angst davor.....hat von Euch jemand spontan entbunden in BEL#kratz?
Würde gerne wissen wie das ist und ob das Risiko wirklich gross ist.


Beitrag von babygirl2010 20.03.10 - 19:06 Uhr

Soweit ich weiß ist es als erstgebärende am gefährlichsten.
Man findet nicht viele Ärzte die sich das trauen.
Wenn du schon ein Kind spontan geboren hast ist die Chance größer das du jemand findest der es so versucht.
Klär das mit dem Krankenhaus ab in dem du entbinden möchtest!!

GLG und ich drücke dir ganzzzzzzzzz fest die Daumen!! Ich kann sehr gut verstehen das du keinen KS möchtest!!
#klee

Beitrag von superschatz 20.03.10 - 19:08 Uhr

Hallo,

schau mal hier, hier hat sich auch HebiGabi zu Wort gemeldet. :-D

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=15&tid=2522941&pid=16005676

LG
Superschatz
http://www.erdnuss-flip.de

Beitrag von jekyll 20.03.10 - 19:58 Uhr

ich finde nichts egoistischer als frauen, die in BEL auf eine spontane geburt bestehen. das risiko ist nicht nur groß sondern erheblich. es reicht von sauerstoffverlust für das baby bis über ausgekugelte schulter und evtl. tod von euch beiden. für eine bel muss mehr platz zum schluss da sein als bei einer normalen geburt. wenn da irgendwas nicht stimmt bleibt das kind stecken. brauch ja wohl nicht erklären, wie schlimm das wäre. gerade bei erstgebärenden weiß man ja nicht ob es passt und selbst wenn man schonmal spontan entbunden hat, weiß man nicht ob es für eine BEL reicht. man sollte deshalb auf jeden fall vorher eine kernspin tomographie machen lassen. jeder verantwortungsvolle arzt würde das tun.

aber wie gesagt, meine meinung dazu ist ganz klar. ich habe auch höllische angst vor dem ks und ich hatte schonmal einen und muss leider diesmal wieder einen haben. aber ich würde auf grund meiner angst niemals die gesundheit meines kindes riskieren.

alles gute

Beitrag von cocoms 20.03.10 - 20:08 Uhr

Jeder hat dazu seine eigene Meinung. Klar ist aber auch das heute einfach gerne Kaiserschnitte gemacht werden. Unverantwortlich würde ich es nicht nennen sich erstmal anch alternativen umzusehen.
Meine Geschister ( beide älter) sind beide in BEL spontan geboren worden.
Mitlerweile haben viel Ärzte einfach keine Erfahrung mehr damit.

Aber gut, wie gesagt. das muss jeder selber wissen.
Ich bin Kinderkrankenschwester und hab auch genug Kinder erlebt die nach nem KS arge Probleme hatten.

Beitrag von estrela69 20.03.10 - 21:03 Uhr

Wieso muß bei BEL mehr Platz sein als bei Kopfgeburt? Das Baby ist doch nicht anders, dicker oder länger als wenn es anders herum liegt.

Außerdem hat das auch nicht wirklich was mit Egoismus zu tun, wenn man Angst vor einem KS hat, an dem man eventuell sterben könnte, weil da nämlich die Komplikationen auch erheblich sein können. Kenne aus meiner Klinikzeit alleine 3 Frauen, die nach dem KS eine Thrombose bekommen haben und eine eine Lungenembolie! Auch daran kann man sterben.

Das große Probem ist heute eher, daß das Urvertrauen in die Natur und ihre eigenen Fähigkeiten vieler Frauen abhanden gekommen ist. Außerdem trauen sich viele Hebammen und Ärzte diese Geburtsform nicht mehr zu, weil ihnen schlicht die Erfahrung und das Handwerk dazu fehlen. Woher auch erhalten, wenn bei den paar BELagen gleich jedesmal ein KS gemacht wird?

Und zu Guter Letzt: Das KH verdient das Doppelte an einem KS, im Gegensatz zu einer normalen Entbindung, wozu eine BEL Entbindung auch zählt.

Chrissi#klee

Beitrag von estrela69 20.03.10 - 20:36 Uhr

Huhu,

ich habe mein 2tes (3tes) Kind in BEL entbunden. Entscheidend für eine Spontanentbindug in BEL sind diverse Parameter. Ich finde es wird viel zu oft gleich KS gemacht, obwohl die medizinische Versorgung heutzutage so super ist in Deutschland, daß bei manchen der KS tatsächlich überflüssig gewesen wäre. Eine Entbindung ist und bleibt was Natürliches, was heutzutage in unserer hochtechnisierten Gesellschaft leider viel zu oft auf der Strecke bleibt. Das Urvertrauen in sein eigenes Können wird ignoriert.

Bei der Erstentbindung ist es wirklich wichtig, daß die Maße des Babys nicht zu groß sind im Verhältnis zu den Maßen des Beckens der Mutter. Ferner dürfen sonst keinerlei Unregelmäßigkeiten bei dem Baby vorliegen (z.B. Herz, CTG, etc). Und zu guter Letzt muß sich die Mutter auch sicher sein, daß sie das schafft. Eine extrem ängstliche Mutter steht sich nur selber im Weg, ist daher besser mit einem KS bedient.

Daß man auf alle Fälle eine CT vor der Entbindung machen sollte, höre ich das erste Mal, habe selber im KH auf der Gyn gearbeitet und halte das für absolut übertrieben. Komplikationen und Risiken gibt es ebenso bei einer normalen Kopfgeburt UND bei KS!

In meinem Fall hatte ich von vornherein das Gefühl, daß das Baby mal wieder klein sein würde, habe mit dem Chefarzt sogar noch um das Gewicht gefeilscht:-p. Er: "Also ich schätze, das wird so laut Messdaten um die 3200gr wiegen". Ich:"NEVER!!!" (Ich hatte Recht: 273ogr!)

Dann ging die Diskussion los, wann und ob er den KS planen solle. Ich:"Wieso?? Nur weil Weihnachten ist??" Er:"Na gut, ich sehe schon, es läuft eine Spontanentbindung heraus."

Am 27.12. morgens um 6.00h platzte die Fruchtblase. "Auch das noch!", dachte ich so bei mir und wir riefen den Krankenwagen, denn bei BEL muß man liegend transportiert werden, wenn man einen Blasensprung hat, damit die Nabelschnur nicht vorfällt, weil der Popo des Babys nicht so gut das Becken abdichten kann wie der Kopf. Nach 10 Minuten waren wir im KH, weil wir nur 900m entfernt wohnen. Im Kreißsaal angekommen wehte weitere 5 Minuten später der Chefarzt in Bikeklamotten herein, den man ja herbei gepiept hatte. "Kann ich mich noch umziehen", fragte er. Ich: "Also momentan liege ich hier nur rum, nix Wehe, nix sonst los!" 5 Minuten später war er fertig und kam mit dem kompletten NotOp-Team herein geschwärmt.

Also waren ca.8 Leute im Kreißsaal und er ging ins Nebenzimmer um die Akte anzugucken. Da ging es bei mir mit Preßwehen los. Mein einziger Gedanke war, wenn der Körper raus war, super zu pressen, damit der Kopf nicht stecken bleibt (denn dann muß das Baby die Luft anhalten , solange bis die nächste Wehe kommt und vielleicht kommt dann keine mehr, weil der Druck des Babykörpers auf den Uterus nicht mehr da ist wie bei einer Kopfentbindung - das große Risiko bei BEL). Ich presste also um mein Leben, als ich von dem Arzt lauthals angschrien wurde: "Sie können aufhöööören, das Baby ist doch schon längst da!!" In meinem Fall kam es komplett mit einer Preßwehe herausgeflutscht und vor lauter Enthusiasmus habe ich das nicht mal mitbekommen.:-p

Dauer der Geburt 35 Minuten. Dies ist natürlich keine Standartgeburt und ich bin auch nicht Maß aller Dinge, weil ich generell kein ängstlicher Typ bin. (Obwohl das nach meiner Totgeburt war) Aber ich denke, daß es weitere Frauen gibt, die das durchaus auch beim ersten Kind schaffen könnten.

Also Beratung ist wichtig.

Ich drücke Dir die Daumen und alles Gute für Deine Entscheidung. RAUS muß das Baby da auf alle Fälle - egal wie:-p!

Chrissi#klee