Der Hund meiner Eltern ...

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von hanoi 20.03.10 - 19:35 Uhr

Guten Abend zusammen,

möchte euch hier gerne für mich folgendes Problem schildern...

Ich bin im 8.Monat schwanger und unser erstes Kind wird im Mai zur Welt kommen.

Meine Eltern haben seit 9 Jahren einen Hund, genauer gesagt einen Westie. Nun ist es so, dass in meinen Augen der Hund gar nicht erzogen ist. Man könnte auch sagen, er ist verzogen.
Beispiele hierfür:

Jedens Mal wenn er im Garten ist und Leute vorbei laufen wird gebellt ( und das nicht nur einmal ) - Kommentar meiner Eltern, so sind halt die Westies...

Mein Vater hat den Hund beim Autofahren ( wenn mein Vater Fahrer ist ) teilweise auf dem Schoß, denn unten im Fußraum oder hinten auf der Bank bleibt er nicht.

Der Hund hört nicht, zumindest nicht im Haus. Beim Gassi gehen ist das laut meinen Eltern anders... Kann ich nicht beurteilen. Heißt, wenn der Hund keine Lust auf streicheln hat, dann wird geknurrt und auch mal geschnappt. Das kann dann auch bei meinem Vater ( dem Herrchen ! ) oder meinem Bruder passieren. Mein Bruder wohnt noch im Haus meiner Eltern.

Dies nur einige Beispiele, im Großen und Ganzen ist es so, der Hund ist das 3. Kind meiner Eltern, er wird immer verteidigt, er darf alles und sie sind absolut resistent gegen ein kritisches Wort.

Mein Mann und ich machen uns wirklich Sorgen um unser Kind und haben jetzt schon Bauchweh bei künftigen Besuchen.

Der Hund hat absolut nicht verstanden, dass er in der Rangordnung weiter hinten sein wird. Bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob das vorallem in den Augen meines Vaters überhaupt so sein wird, dass sein Enkel wichtiger ist als sein Hund ... Jedenfalls ist der Hund sogar eifersüchtig, wenn z.B. man meine Mutter umarmt. Mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist wenn meine Mutter ein Baby auf dem Arm hat.
Mein Mann hat letztens mit meiner Mutter getanzt und der Hund hat wie wild gebellt und sich gar nicht mehr beruhigt.

Ich möchte einfach nicht, dass unser Kind a) Angst vor Hunden bekommt und sich erschreckt wegen dem ganzen Gebelle und b) mache ich mir wirkliche Sorgen um die Sicherheit...

Wie kann ich meinen Eltern das klar machen, ohne Streit zu provozieren ? Bisher war jeder Versuch das Thema anzusprechen umsonst.
Es kommen dann Sätze wie "Der Hund gehört zu uns" ... "Wir verbiegen uns doch nicht" ... etc.

Wäre wirklich froh, über Meinungen und Erfahrungenl.
Möchte mit meinen Eltern keinen Streit, aber ich könnte mich echt aufregen über soviel Unverständnis. Es ist ihr erstes Enkelkind, ist da ein bisschen Rücksicht zuviel verlangt ?

Danke !

Beitrag von dore1977 20.03.10 - 19:47 Uhr

Hallo,

ich könnte Dir jetzt sagen nein das Du ein bisschen Rücksicht verlangst ist nicht zu viel verlangt aber Deine Eltern werden es soweiso anders sehen.

Bei meinen SE sind es die Pudel. Die kommen immer an erster Stelle und wen meine SM einen Braten macht kauft sie einen größeren damit für die Pudel noch was abfällt. #augen

Das der Hund bei Deinem Vater im Fußraum rumturnt finde ich allerdings den Hammer. Das ist doch supergefährlich für alle !

Wir "schlängeln" uns wen wir bei meinen SE zu Besuch sind so durch den Tag. Unsre Hunde wissen dort gibt es keine Regeln und vergessen auch immer schon an der Haustür ihre guten Manieren (was ich natürlich nicht durchgehen lasse) und unsre Tochter versucht einfach keinem der Hunde im Weg zu sein bzw inzwischen ist sie in einem Alter wo sie die Hunde auch schon mal aufscheuchen oder zur Seite schupsen kann.

Du Deine Eltern nicht ändern können, salpopp gesagt Augen zu und durch !

Beitrag von hanoi 20.03.10 - 20:06 Uhr

Hab mich vielleicht falsch ausgedrückt, wenn mein Vater fährt, dann ist der Hund bei ihm auf dem Schoß .. finde ich auch der Hammer !

Ich meinte, er bleibt nicht auf der hinteren Bank oder im Fußraum des Beifahrersitzes.
Er sitzt dann zwischen meinem Vater und Lenkrad...
Auch nicht besser, ich weiß *kopfschüttel*

Beitrag von pechawa 20.03.10 - 19:59 Uhr

Hallo,

das kommt darauf an, wieviel Zeit deine Eltern mit dem Enkelkind verbringen möchten.
Der Hund ist 9 Jahre alt, selbst wenn deine Eltern viel Willen zeigen würden und mit ihm in eine Hundeschule gehen, selbst dann wird es sehr schwierig, dem Prinzen seinen neuen Platz zu zeigen! Meine ehrliche Antwort? Ich würde mein Kind nicht dort alleine lassen, denn durch anknurren seines Herrchens und schnappen zeigt er, wer der Herr im Haus ist und deine Eltern lassen das ja auch zu :-(
Solange dein Baby bei dir auf dem Schoß ist, passiert nichts. Aufpassen musst du, wenn es mit dem Krabbeln/Laufen anfängt...
Wir hatten einen Hund, der Kinder hasste. Da er uns zugelaufen war, wussten wir nichts von seiner Vergangenheit. Als ich dann heiratete und mein 1. Kind bekam, hatte ich natürlich Angst, die dann aber unbegründet war, denn unser Hund liebte meine kleine Tochter und die wiederum ging auch sehr lieb mit ihm um! Fakt war allerdings: Dieser Hund war in unsere Familie voll integriert, aber nie im Leben hätte er meine Eltern oder mich angeknurrt oder gar geschnappt! Er war auch verwöhnt, meine Eltern ließen ihn im Bett schlafen, aber er führte sonst ein hundegerechtes Leben und genoss Erziehung!

LG Pechawa

Beitrag von rose1980 20.03.10 - 20:00 Uhr

Hallo

Ich kann deine Bedenken verstehen.
Meine Eltern haben ebenfalls einen Westi der jetzt schon 14 jahre alt wird.
Die ersten zwei Jahre ihres lebens hab ich noch zuhause gewohnt, und konnte somit den Hund gut erziehen.
Sie hörte auf alle Kommandos etc....

Wie ich dann ausgezogen bin, haben meine Eltern das nicht weitergeführt, und die Hündin konnte machen was sie wollte. #augen
Sie wurde zu einem Kläffer und hat zugeschnappt wenn sie es wollte.

Als ich dann schwanger mit meinem Sohn war, hab ich ihr aber vorher klar gemacht, das meinem Kind keine Angst gemacht wird, und es nicht gebissen wird.
Ich hab damals lange mit ihr darüber gesprochen, und sie hat versprochen das sie aufpasst.

Mittlerweile ist es so, wenn sie uns besuchen kommt, und Mandy passt mal wieder was nicht, dann muss sie auf die Couch neben meiner Mum liegen bleiben. Da bestehe ich dann auch drauf.

Du musst einfach mit deinen Eltern reden, und ihnen sagen, das du Angst vor der neuen Situation hast.
Bei mir hat es geklappt, und meine Mutter ist wirklich ein richtiger Sturkopf #augen ;-)

LG und viel Erfolg
Tanja

Beitrag von k_a_t_z_z 20.03.10 - 21:55 Uhr



Ich würde meinen Eltern klarmachen dass die Besuche ihres Enkelkindes so sehr, sehr eingeschränkt verlaufen werden.

Ein Hund der sogar nach seinem Herrchen schnappt ist in meinen Augen für ein Krabbelkind indiskutabel.

Natürlich könnte man "ja mal abwarten" was passiert - etwas weiter oben ging das offenbar ja sehr gut - da der Hund aber nicht in Eurer Familie integriert ist würde ich das jedoch nicht tun!

Und ich würde bei Besuchen der Schwiegereltern erwarten dass sie den Hund zu Hause lassen.

Ob in diesem Alter Hundeschule noch Sinn macht kann ich nicht beurteilen - denke aber nicht.

Da kann man nur sagen - schade.

LG, katzz

Beitrag von glu 21.03.10 - 11:58 Uhr

Ich kann Dich nur teilweise verstehen!

1. Rangordnung hat nichts mit Wichtigkeit zu tun. Natürlich ist mir mein Kind wichtiger, dennoch steht es UNTER dem Hund. Das sind zwei verschiedene Dinge die hier leider immer in einen Topf geworfen werden.

Zur Erklärung: Hunde wissen das sie Babys und Kleinkindern überlegen sind, es wird schwer sie unterzuordnen, die Gefahr besteht darin das der Hund versucht die Rangordnung auf seine Weise zu klären wenn der Rudelführer mal nicht hinsieht, so kommt es schnell zu Beissunfällen.
Klar, einigen Hunden ist das völlig egal und das klappt reibungslos, dem Terrier Deiner Eltern wird das nicht egal sein ;-)

2. Du kannst Euch nicht automatisch zum Rudel dazuzählen, ergo gibt es Euch in der Rangordnung des Hundes gar nicht, Ihr wohnt da ja nicht!

3. Das er Alarm macht nur weil Deine Eltern tanzen find ich nicht so schlimm, hat der Dackel meiner Oma auch gemacht und der wusste genau wo sein Platz war ;-) Unser mag das auch nicht wenn wir rumalbern und versucht zu "schlichten"!

4. Geb ich Dir Recht, der Hund ist unerzogen bzw. verzogen (knurren gegenüber Deiner Eltern geht mal gar nicht) und ich würd mein Kind da auch nicht auf den Boden legen. Eine Lösung muss da auf jeden Fall her!

Das wird aber schwierig, denn zum Einen genießt der Hund schon sehr lange seine Stellung, zum Anderen sind Deine Eltern sehr uneinsichtig und darüber hinaus darf der Hund das alles nicht mit Eurem Kind in Verbindung bringen!

Da es sich hier zudem auch noch um einen Terrier handelt, der ohnehin sehr dickköpfig ist, kann ich Euch nur eine professionelle Beratung ans Herz legen, ein Hundetrainer muss her, meiner Meinung nach. Aber viel schwieriger als das Training wird es wohl sein Deine Eltern davon zu überzeugen!

Ich würde dort nicht hingehen wenn sie das nicht in den Griff bekommen, aber eben so das alle zufrieden sind, auch der Hund. Also nicht einfach Hund wegsperren oder so!

lg glu

P.S Ich hoffe ich hab nichts vergessen #schwitz