warum heisst der KS so wie er heisst?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von fernweh123 20.03.10 - 22:27 Uhr

Hallo,

ich frage mal hier bei euch, da ihr vielleicht momentan am besten auskennt.
Reine Neugierde, aber weiss jemand, wieso der Kaiserschnitt "KAISERSCHNITT" heisst?

#kratz #kratz #kratz #kratz #kratz

Andrea

Beitrag von mike-marie 20.03.10 - 22:29 Uhr

Kommt aus dem lateinischen.

Kaiserschnitt (Sectio caesarea, von lat. caesarea „kaiserlich“ und sectio „Schnitt“)

http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserschnitt

Einfach mal googlen :-p

Beitrag von fernweh123 20.03.10 - 22:39 Uhr

#danke

wieder bissl schlauer ;-)

Beitrag von uvd 21.03.10 - 07:21 Uhr

secare = schneiden
cedere, cadere = sterben

die sectio war in ihren anfangszeiten nicht überlebbar und wurde einzig zur kindsrettung eingesetzt, wenn die mutter bereits tot war oder im sterben lag.

auch wenn sich die operationsstechniken zugunsten der überlebbarkeit geändert haben, ist und bleibt der kaiserschnitt ein lebensgefährlicher eingriff mit einer verletzungsquote von 100%.

Beitrag von inci. 21.03.10 - 07:31 Uhr


auch wenn sich die operationsstechniken zugunsten der überlebbarkeit geändert haben, ist und bleibt der kaiserschnitt ein lebensgefährlicher eingriff mit einer verletzungsquote von 100%.

Du Übertreibst ja immer maßlos was KS angeht. Einfach lächerlich#augen

Beitrag von pinky82 21.03.10 - 10:42 Uhr

auch wenn sich die operationsstechniken zugunsten der überlebbarkeit geändert haben, ist und bleibt der kaiserschnitt ein lebensgefährlicher eingriff mit einer verletzungsquote von 100%.


Ja, genau aus diesem Grund machen das ja auch so viele Ärzte...........#augen

Beitrag von sohnemann_max 21.03.10 - 10:58 Uhr


"auch wenn sich die operationsstechniken zugunsten der überlebbarkeit geändert haben, ist und bleibt der kaiserschnitt ein lebensgefährlicher eingriff mit einer verletzungsquote von 100%."


#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

Der war gut!!

Beitrag von saskia33 21.03.10 - 13:09 Uhr

Na dann bin ich ein Medizinisches Wunder,hab schon 2 KS überlebt #rofl

Ich weiß ja nicht wo du wohnst,aber bei uns ist es nicht gefährlicher als andere OPs #klatsch

Beitrag von widowwadman 21.03.10 - 16:55 Uhr

Eine Geburt ist auch ein lebensgefaehrlicher Vorgang, der Dank KS und anderer medizinischer Fortschritte zum Glueck in vielen Teilen der Welt etwas weniger gefaehrlich geworden ist.

Nur auf die Gefahren des KS hinzuweisen und dabei die Gefahren einer vaginalen Geburt zu verleugnen ist albern.

Beitrag von kikiy 21.03.10 - 20:09 Uhr

Ich wäre wirklich sehr froh,wenn du nicht immer so einenQuatsch hier verbreiten würdest!

Es gibt vielleicht Userinnen die halten das für bare Münze!

Beitrag von baby_24.10.05 21.03.10 - 20:32 Uhr

Laut Arzt hat der KS mir und meinem Sohn das Leben gerettet, als er nach 22 Std. Wehen immer noch nicht durchs Becken ging. Früher sind die Frauen an sowas gestorben. :-(

Beitrag von dragonmother 21.03.10 - 10:40 Uhr

Der gute Cesar war auch einer der Ersten der durch den Kaiserschnitt zur Welt kam.

Lg

Beitrag von kyrilla 21.03.10 - 18:52 Uhr

Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Unfug! Caesar war sein Gentilname, so hieß er völlig unabhängig von seinem Geburtsmodus.
Im Übrigen überlebte seine Mutter die Geburt, nach einem Kaiserschnitt hätten im Jahr 100 v. Chr. die Chancen dafür recht schlecht gestanden.

Lg
Kyrilla (in 5 Wochen staatlich examinierte Latineuse)

Beitrag von sohnemann_max 21.03.10 - 11:02 Uhr

Hi Andrea,

so ganz genau ist das nicht geklärt... Hab ich gefunden:

Auch wenn Julius Caesar der Legende nach aus dem Leib seiner Mutter geschnitten wurde, der "Kaiserschnitt" hatte ursprünglich mit dem römischen Herrscher gar nichts zu tun. Kaiserschnitt

Der Legende nach soll der römische Diktator Julius Caesar (100-44 v. Chr.) bei seiner Geburt aus dem Bauch der Mutter geschnitten worden sein, zumindest behauptet das der römische Schriftsteller Plinius der Ältere (23-79). Caesar, aus dessen Name sich das deutsche Wort "Kaiser" ableitet, wurde damit auch zum Namenspatron dieser operativen Geburtshilfe.

Es war wohl mehr "Wichtigtuerei" einiger weniger, die dieses Gerücht in der Römischen Republik verbreiteten, um dem jungen Herrscher Göttliches einzuhauchen. In Wirklichkeit aber hätte dieser Eingriff seinerzeit mit Sicherheit zum Tod der Mutter geführt. Sie aber überlebte Caesars Geburt um viele Jahre.

Schnittentbindungen durften nach römischem Recht nur an verstorbenen Frauen vorgenommen werden, um das Kind getrennt von der toten Mutter bestatten zu können. Damit war der erste Kaiserschnitt mit Sicherheit eine sectio in mortua.

Der genaue Ursprung des Begriffs "Kaiserschnitt" ist unklar. Er könnte im Mittelalter geprägt worden sein und auf das lateinische Verb caedere (=schneiden) zurückgehen. Kinder, die auf diese Weise das Licht der Welt erblickten hießen deshalb caesones ("Schnittlinge"). Vielleicht stammt der Begriff aber auch aus dem 8. Jahrhhundert und bezieht sich auf das römische Gesetz, die Lex regis, welches später Lex cesarae genannt wurde. In ihm war festgelegt, dass das ungeborene Kind einer verstorbenen Mutter getrennt von dieser bestattet werden sollte.

Später erinnerte man sich jedoch nur noch an die Legende von Caesars Geburt und nannte diese Art zur Welt zu kommen fortan Kaiserschnitt.

Den ersten erfolgreichen Kaiserschnitt führte im 15. Jahrhundert angeblich ein Schweizer namens Jacob Nufer im Kanton Thurgau durch. Nachdem seine Frau tagelang im Wochenbett gelitten hatte, wendete er verzweifelt seine praktischen Erfahrungen als Schweine-Kastrator an. Mutter und Kind überlebten.

Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Kaiserschnitt eine Schreckensvision für jede werdende Mutter, denn die meisten Frauen starben nach dem Eingriff an inneren Blutungen oder Infektionen. Erst der italienische Chirurg Edoardo Porro (1842—1902) konnte 1876 in Padua "bahnbrechende Erfolge" erzielen, weil er nach dem Kaiserschnitt die Gebärmutter entfernte und damit die Sterberate senkte.

In der Geschichte der Geburtshilfe war der Wechsel von der sectio in mortura zur sectio in vivo ein bedeutsamer Schritt, doch bis dahin lag ein weiter und leidvoller Weg. Heute kommen in Deutschland nahezu 20 Prozent aller Kinder per Kaiserschnitt zur Welt, in vielen Fällen ist er für Mutter und Kind lebensrettend.

LG
Caro mit KS Max 5,5 Jahre und KS Lara 10 Monate