Hellp-Syndrom, überlebenschance der Kinder bei begonnener 20.ter Woche

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von jemaleole 20.03.10 - 23:50 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht so recht, ob dies das richtige Forum für meine Frage ist :-(
Meine Freundin ist Schwanger mit Zwillingen, und nach vielen Symtomen, die selbst nicht einzuschätzen wusste, einer Blutplasmatransfusion, die nicht wirklich was gebracht hat, und weiteren Untersuchungen, steht nun fest, sie hat das Syndrom. Ihr wurde heut gesagt, wenn sie nicht innerhalb küzester Zeit, ein Medikament bekommt, erblindet sie innerhalb von 10 Tagen und eine organschädigung ist nicht auszuschließen.
Dieses Medikament, bedeutet aber das sie sich gegen Ihre Babys entscheiden soll#heul, welche Sie nun, morgen oder übermorgen, auf normalem Weg entbinden soll, um den Verlust besser zu verarbeiten.
Haben denn die babys, keine Chance zu überleben??
Wir sind doch so weit, medizinisch. Lässt man die Babys dann echt sterben, wenn sie auf die Welt gekommen sind?
Würde eine andere Klinik, vieleicht versuchen sie zu retten? Frage nun einfach hier, weil die Zeit drängt, und man ja nicht mal rasch, Kliniken befragen und abfahren kann #heul Laut Ärztauskunft, sind die Kinder gesund und normal entwickelt, haben aber bei der angefangenen 20.ten Woche, nunmal nur 250 gramm, pro Kind....

Wäre schön, wenn sich hier jemand auskennt und mir was dazu schreiben kann.

Beitrag von babybauch2010 20.03.10 - 23:53 Uhr

Hallo


Ich kann dir deine fragen zwar nicht beantworten aber ich möchte die sagen das mir das echt sehr leid tut für deine freundin ich wüsste nicht wie ich mich endscheiden würde. #heul

mfg babybauch2010

Beitrag von jemaleole 20.03.10 - 23:57 Uhr

Die Entscheidung, der Geburt steht, weil die Wahrscheinlichkeit, das sie sonst stirbt, zu hoch ist!
Nur finde ich es schlimm, das die Ärtzte die Babys nicht mal versuchen wollen am Leben zu erhalten.

Würde meiner Freundin so gern helfen und Ihr einen Strohhalm reichen können, das es soch möglich ist, alles zu schaffen. Sie nehmen zu können, und irgendwo hinbringen zu können, wo man um alle kämpft!
Danke für Deine Anteilnahme

LG

Beitrag von superaen 20.03.10 - 23:55 Uhr

Hallo!
Selbst Erfahrungen habe ich glücklicherweise nicht, aber ich habe schon sooo oft gelesen, dass die Überlebenschancen ALLERfrühestens ab der 24. Woche liegen. Vor der 25. Woche ist es in nahezu allen KH normal, dass keine lebenserhaltenden Maßnahmen für die Kinder getroffen werden, da ein Überleben ohne schwerwiegende Schäden quasi ausgeschlossen ist. Daher ist 20. Woche seeehr früh... :-(
Ist es denn wirklich sicher, dass sie erblinden würde?! Oder ist das nur eine Gefahr?
Alles Gute deiner Freundin... vielleicht wendet sich ja doch noch das Blatt!!! #klee#klee

Beitrag von jemaleole 21.03.10 - 00:01 Uhr

Ja das steht leider fest, sie sieht jetzt schon sehr schlecht. von tag zu Tag schlechter. Gestern fragten die Ärzte noch, wie sie entscheiden würde, heute haben die Ärzte für meine Freundin entschieden, weil auch das Risiko Ihres Lebens zu hoch ist. Sie ist Zuckerpatientin, mit Nierenleiden und könnte auch Organversagen nicht verkraften.

Beitrag von superaen 21.03.10 - 00:05 Uhr

Oh je... :-( Wirklich eine schlimme Situation!!!
Möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich deine Freundin fühlen mag... ich glaube, es kann nicht schlimmeres geben. #heul

Da es wohl dann keine Aussichten auf ein "Happy End" gibt, wünsche ich deiner Freundin gute Nerven für die Geburt und viel Kraft für die Zeit danach... und dir, dass du immer die richtigen Worte und ein offenes Ohr sowie ausgebreitete Arme für sie hast, wenn sie dich braucht!! #liebdrueck

Beitrag von jemaleole 21.03.10 - 00:14 Uhr

Ja es wird sehr schwer für sie und ich würde ihr so gern ein Stück von der schweren Last abnehmen! Hoffe für sie, dass sie irgendwann nochmal eeine gute Schwangerschaft erleben kann/darf!
Auf jeden Fall werd ich für sie da sein, Wahrscheinlich schon bei der Geburt, um Ihren Mann auch ein wenig entlasten zu können und Ihr bei zu stehen! Und ich habe echt Angst davor. wir haben beide gefiebert, monat für monat, bis es geklappt hat. Die Jungs haben schon Namen, wir haben gesponnen wie toll unsere Kinder spielen können, und nun stehen wir das gezungener Maßen auch durch!

Beitrag von blinki.bill 20.03.10 - 23:56 Uhr



hallo du,

oh mensch deine freundin kann einen echt leid tun.

sorry aber in deutschland versucht man den kindern ersta b 500g das leben zu retten.

es ist zwar hart, aber es ist so, so viel ich weiß darf man sein kind dann noch nicht mal beerdigen, da es eben erst ab 500g quasi als mensch zählt.

vor diesne gewicht zählt e snciht als frühgeburt sondern noch als abgang.

sorry leider weiß ich nicht wie man deiner freundin helfen kann.

aber ich wünsch eeuch das beste.

liebe grüße

daniela

Beitrag von jemaleole 21.03.10 - 00:04 Uhr

Dankeschön für die Informationen. Ja es ist sehr traurig, ich kann Ihr da leider auch nicht helfen, aber wenigstens für sie da sein #heul

Beitrag von jekyll 21.03.10 - 06:30 Uhr

das stimmt nicht ganz. in deutschland wird eigentlich immer versucht was zu tun, wenn die kinder denn überhaupt die geburt überleben. nur unter 500 gr. müssen sie nicht beerdigt werden.

meistens sind die aber zu schwach um so eine geburt zu überleben. ich verstehe nicht, warum sie die babies natürlich entbinden soll. das wäre für mich noch viel schlimmer für die psyche. ich würde auf jeden fall noch andere krankenhäuser aufsuchen. deine arme freundin! wünsche ihr alles alles gute!

Beitrag von jemaleole 21.03.10 - 19:33 Uhr

hallöchen, morgen ist es soweit. Die Geburt wird eingeleitet. Einen Kaiserschnitt machen die nicht, weil er nicht "notwendig" ist! esist kein Notfall um die Kinder zu retten, denn die sterben ja eh, so nach dem Motto. Und in einer so frühen Schwangerschaft, ist es schwer mit der Gebärmutter umzugehen oder das Risiko wohl zu hoch, das sie sie verletzen.
Meine Freundin wollte gern einschlafen und erst aufwachen wenn es vorbei ist!
Man versprach Ihr, sie würde keine Schmerzen haben und irgendwas geben sie Ihr auch um sie "Willenloser" zu machen.

LG

Beitrag von binci1977 21.03.10 - 00:05 Uhr

Hallo!

Also soweit ich weiß haben sie gute Chancen ab der 25.SSW, sogar noch der 23. SSW. Man muß aber mit sehr vielen Behinderungen und einem langen Leidensweg für die Kinder rechnen.

Hinzu kommt, dass sie Zwillinge hat, die ja eh viel Kleiner sind, als Einlinge.


Ist eine wirklich schwierige Entscheidung und wird sehr hart werden.

Ich habe meine Kleinen in der 20.SSW still geboren(er war ürbigens auch ein Zwilling, aber der erste hat sich schon vorher nicht weiter entwickelt und ist dann abgeblutet) und er war nicht mal so groß wie meine Hand.

Selbst wenn die Kinder überleben würden, wäre es äußerst schwierig, sie medizinisch zu behandeln, da man ja kaum irgendwo eine Zugang legen könnte.

Ich hoffe, deine Freundin verkraftet alles gut, auch wenn sie jetzt das gefühl hat, man reißt ihr den Boden unter den Füßen weg.


Alles Gute. Bianca

Beitrag von jemaleole 21.03.10 - 00:08 Uhr

Ja sie haben ja gerade 250 gramm. Ich habe Angst, dass sie das nicht verkraftet :-(
Aber ich werde für sie da sein.

Beitrag von binci1977 21.03.10 - 00:11 Uhr

Hallo!

Es gibt ein Forum: Sternenkinder.

wenn sie wieder fit ist, könnte ihr das helfen.

oder hier das Frühe Ende.


Bianca

Beitrag von jemaleole 21.03.10 - 00:16 Uhr

Na mal schauen, wann ich mich an das Thema ran taste.
Muss ich schauen, wann sie bereit ist, offen damit umzugehen.

Beitrag von binci1977 21.03.10 - 00:29 Uhr

Hallo!


Ja klar. Ist aber schon gut, wenn du ihr zur seite stehst.

Wir durfetn übrigens unsere Kinder(hatte davor in der 16.SSW eine stille Geburt) mit nach Hause nehmen und sie selber beerdigen.

das geht, weil sie unter 500g haben.

Nur mal so als Info, da ich denke, sie wird sich darum nicht gut einen Kopf machen können.

Mir hat es geholfen, zu wissen, dass die Kinder nicht im KH-Müll landen.


Bianca

Beitrag von yozgat 21.03.10 - 00:36 Uhr

#schmollSehr traurig#schmoll
Eine Bekannte hat in der 23ssw entbunden und da war ihr Junge grad mal 350-400gr(will nichts falsches Schreiben,bin mir mit dem Gewicht nicht sicher)und ihr #schrei hat gekämpft und tampfer überlebt.Jetzt ist er fast 4 Jahre alt:-)

Ich drücke deiner Freundin die Daumen und wünsche ihr vielllll Kraft#herzlich

Lg
Fatma

Beitrag von minkabilly 21.03.10 - 07:31 Uhr

man sagt ab 24+ sind die Kinder erst "überlebensfähig; es gibt auch Kinder hier im Frühchenforum, die bei 23+ auf die Welt kamen und überlebten...

begonnende 20.SSW ist noch zu früh, da hat die Medizin keine Möglichkeiten, denn das entscheidende ist halt die Organreife; ist die so früh noch nicht gegeben

Beitrag von valencia22 21.03.10 - 10:56 Uhr

Fiese Sache #schmoll Ich denke ich würde mich für meine Kinder entscheiden.

Habe in meinem Kreißsaal-Praktikum ein Kind gesehen, dass in der 20.SSW zur Welt kam. Die Mutter hatte eine Infektion, das Kind wurde einfach zur Seite gelegt um zu sterben, es wurde nix gemacht.

Habe auch nur gehört, dass ein Kind mind. 24 Wochen im Bauch der Mutter verbleiben muss, damit es lebensfähig ist.