Er mag unser zweite Kind nicht!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von was soll ich nur tun 21.03.10 - 08:48 Uhr

Ich habe mit meinem Freund ein Kind. Ein Wunschkind. Nun ist unser Schatz noch kein Jahr alt und ich bin wieder schwanger. Für uns stand zwar immer fest, dass unser Kind ein Geschwisterchen bekommen soll/muss/wird aber über das "Wann" waren wir uns nicht wirklich einig. Er dachte da so an vier Jahre, ich eher an zwei.

Nun ist es für uns beide früher gekommen, wobei es mich weniger belastet als ihn. Ich ziehe daraus eher die Vorteile und manchmal ist es als wenn genau das ihn wütend macht und wo er sich irgendwo übergangen fühlt.. weil ja alles so kommt wie ich´s will.

Wir hatten bereits vor dieser Schwangerschaft größere Reibereien in der Beziehung aber nun meint er, dass alles soo perfekt war bis ich wieder schwanger wurde. Aber das ist wiegesagt quatsch! Er versucht mit allen Mitteln diese Schwangerschaft als unser Hauptproblem darzustellen und das tut sehr weh weil unser zweites Kind NICHT das Hauptploblem ist.

Ich bin nun fast im 7. Monat und er hat bis jetzt nur zwei- bis dreimal kurz (wirklich sehr kurz) über den Bauch gefasst. Er hat absolut keinen Bezug zu dem Kind. Er will nicht mal wissen was es wird. Wobei er meint, dass das nichts damit zu tun hat, dass er Probleme mit der erneuren SS hat. Manchmal kommt er mit zu den Arzt-Terminen aber er ist so seltsam.

Ich spüre unseren Schatz jeden Tag. Ich liebe es wie mein erstes Kind und empfinde es als Wunder und großes Geschenk. Nicht alle haben solch ein Glück. Aber leider bin ich jeden Tag mind. einmal am Weinen. Ich bin traurig, verzweifelt und hilflos.

Was soll ich nur tun?
Momentan steht die Beziehung sogar so auf der Kippe, dass von Trennung die Rede ist!

Beitrag von joermungander 21.03.10 - 09:04 Uhr

Ist er sich sicher, dass es von ihm ist?

Solche Gedanken treiben manche werdenden Väter ja auch ab und an um - und machen es ihnen schwer sich auf das Kind einzulassen.

Wie sehr beansprucht ihn denn euer erstes Kind?

Beitrag von was soll ich nur tun 21.03.10 - 09:15 Uhr

Ähm.. also bitte! Natürlich ist das sein Kind #augen

Das hat nichts damit zu tun. Er fühlt sich einfach überfordert mit der Situation. Ihm wäre ein Kind, also NUR ein Kind wohl lieber gewesen. Er ist der Typ Mann der wohl in vier Jahren gesagt hätte: "Ach, es ist doch so schön grad mit einem Kind. Warum noch eins!?"

Angst vor Veränderung?
Zukunfstsorge?

Ich weiß es nicht. Wohl alles aufeinmal aber die Frge war was ich tun soll!?

Beitrag von joermungander 21.03.10 - 09:26 Uhr

Naja, meine Frage zielte ja vor allem darauf zu verstehen, warum er das so darstellt (ist das 2. kind WIRKLICH nicht sein Hauptproblem? Oder empfindest du das nur so? --> war das jetzt verständlich, liest sich so wirr ;)). Wollte da nichts unterstellen, aber ich kenne einige Väter, die, obwohl unbegründet, ab und an mal so nen Spleen bekamen und dachten , das Kind, was da kommt sei nicht ihres...

Ich dachte halt, dass so ein kleines Kind, welches schon da ist, einen ja emotional schon sehr in Anspruch nimmt. Vielleicht bleibt da weniger "übrig" für ein zweites?

Im Endeffekt wirst du es nur herausfinden, wenn ihr offen reden könnt. Oder? Könnte ja auch was echt banales dahinter stecken...

Ich schwöre momentan darauf, mit professioneller Hilfe (psychosoziale Beratung, die z.B. von Diakonie, Caritas oder Pro Familia angeboten wird) zu reden. Aber das ist nicht jedermanns Sache.

Beitrag von rosaundblau 21.03.10 - 09:20 Uhr

Er wird schlicht das Problem haben, daß DU dir einig bist/warst jetzt schon ein zweites Kind zu bekommen, was für ihn scheinbar nicht in Frage gekommen ist.

Er muss sich jetzt in dieses Lebensmodell einfügen obwohl im das bisherige sehr gut gefallen hat. Da werden vermutlich sämtliche Probleme und Problemchen über die Schwangerschaft erklärt und gerechtfertig, weil die ihn offensichtlich stört.

Was Du tun kannst? Jetzt vermutlich nicht viel. Gib ihm Zeit bis die Situation auch für ihn greifbar wird, sprich das Baby auf der Welt ist.

Beitrag von janamausi 21.03.10 - 09:43 Uhr

Hallo!

Wie ist es denn zu der Schwangerschaft gekommen? Normalerweise wenn man kein Kind verhütet man doch.

Ich denke, machen kannst Du im Moment nicht viel. Warte erst mal ab wie es sich entwickelt wenn das Kind auf der Welt ist.

Wenn er dann aber keinen Bezug zum Kind aufbauen kann, würde ich mich schützend vors Kind stellen und evtl. eine Trennung in Erwägung ziehen.

LG janamausi

Beitrag von auch lieber so 21.03.10 - 11:38 Uhr

Hallo

Ich weiß. wie du dich fühlst #liebdrueck
Unsere Situation war zwar nicht gleich, aber ähnlich.
Unser Großer war gerade zwei Jahre alt, als ich den Wunsch äußerte, noch ein Baby haben zu wollen.
Für uns war auch immer klar, das noch ein Geschwisterchen dazu kommen sollte.
Ich hab mir dann die Spirale entfernen lassen.
Mein Mann (und ich auch) waren der Meinung, das es bestimmt noch längere Zeit dauern würde, bis ich ss werde.
Aber es klappte sofort.

Untersuchungstermine musste ich alleine durch.
Wenn wir Abends auf der Couch lagen, und ich sagte "Fühl mal, das Baby strampelt!" sagte er "ich weiß, wie das ist, ich liege jetzt so gut!"
Oder Sätze wie "ich kann mir nicht vorstellen, das ich dieses Kind genau so lieben werde, wie unseren Sohn"
#schock#heul#heul#heul das hat mich unglaublich getroffen!

Er wollte nicht mit in den Geburtsvorbereitungskurs, war einmal mit.. fand die anderen Eltern doof! Dieses "Gehächel" war doof..alles war doof..
Die Woche drauf hab ich Abends den Großen zu Oma gebracht, bin allein in den GVK gefahren und hab an diesem Tag beschlossen, unser Kind allein zu bekommen!!

Es lief auf einen Kaiserschnitt hinaus!
Ich war allein im OP. Ich habe ihn nicht mitgenommen.
Überhaupt habe ich ihm sein Verhalten sehr übel genommen und das hab ich ihn spüren lassen!!

Die Erkenntnis kam, etwas später... und er bereut sein Verhalten noch heute!
Zeig ihm einfach mal die kalte Schulter.
Oder sag ihm das so, wie du es hier geschrieben hast!

Liebe Grüße

Beitrag von gh1954 21.03.10 - 11:50 Uhr

>>>Untersuchungstermine musste ich alleine durch. <<<

Was ist denn da "durchzumüssen".??

>>>Oder Sätze wie "ich kann mir nicht vorstellen, das ich dieses Kind genau so lieben werde, wie unseren Sohn"<<<

Solche Befürchtungen habe ich hier auch schon von Frauen gelesen.

Beitrag von lieber so! 21.03.10 - 14:38 Uhr

>>>Untersuchungstermine musste ich alleine durch. <<<

Was ist denn da "durchzumüssen".??

Iss schon klar, das das nix großes ist zum "durchmüssen"
Warum wird man hier immer so sau doof von der Seite angemacht?!

Ich kam mir immer allein vor!
Andere Schwangere saßen im Wartezimmer mit ihren Männern. Sie waren stolz, legten die Hände auf den Bauch ihrer Frauen, freuten sich auf die Untraschall-Untersuchung, kamen stolz mit den Ultraschallbildern aus dem Sprechzimmer.
Ich war immer allein, mein Mann hatte zu nichts Lust!
Seine Äußerungen haben mich verletzt.
Ich habe mich von Anfang an auf das Baby gefreut.

Sei froh, wenn es dir nicht so ergangen ist.

Beitrag von gh1954 21.03.10 - 14:43 Uhr

Mein Mann ist auch nirgendwo mit hingegangen, weil er nämlich arbeiten musste.
Ich kann mich auch nicht erinnern, dass früher viele werdende Väter im Wartezimmer saßen, früher wurde nicht um alles so ein Bohai gemacht.

Beitrag von hunaro 21.03.10 - 16:03 Uhr

Zitat: "Ich kann mich auch nicht erinnern, dass früher viele werdende Väter im Wartezimmer saßen, früher wurde nicht um alles so ein Bohai gemacht. "

Und wenn heute nur die mitgehen würden, die wirklich ohne indirektem Druck durch die Erwartungshaltung ihrer Frau, völlig freiwillig zu den Untersuchungen und zum GVK wollen, sähe es sicher wieder so aus.

;-)

Ute

Beitrag von frauke131 22.03.10 - 11:17 Uhr

Pssst. Nich so laut.

















Du hast Recht, die Armen Männer! Wenn sie nicht zärtlich den Bauch der Frau streicheln, sind sie schlechte Männer und Väter!#klatsch

Mein Vater durfte gar nicht mit zu Untersuchungen und Geburt. Deshalb war ich doch immer seine Süße!

Beitrag von dani324 22.03.10 - 08:40 Uhr

#kratz

Also ich war immer allein bei den Untersuchungen....

Mein Mann war nämlich in der Zeit meist Brötchen verdienen für seine Familie......

Beitrag von frauke131 22.03.10 - 11:15 Uhr

Also mein Mann liebt unsere Kinder wirklich sehr, ABER: Geburtsvorbereitungskurse fand ich schon schrecklich (hab ich nicht gemacht) und kann jeden Mann verstehen, der da keine Lust zu hat!

Das Baby in meinem Bauch war für meinen Mann auch zu abstrakt, aber als die beiden da waren, hat er sie gewindelt, gebadet, bekuschelt...Er hatt nie Berührungsängste. Das ist das was zählt. Beim ersten ist die SS ja noch halbwegs spannend, beim zweiten Mal kennt mans ja schon!

Zu den Untersuchungen bin ich auch meist allein, bei den Geburten war er dabei, was gut war. Aber ich kann auch jeden Mann verstehen, der sagt, er wolle nicht mit. Sooo schön ist es ja nicht!

Und die Vorstellung, ein 2.Kind genauso zu leiben, wie das 1. kommt auch Frauen komisch vor! Meine Mutter konnte sich auch nicht vorstellen, meine Schwester so zu lieben, wie mich. Das war aber kein Thema mehr, als sie geboren war, natürlich liebte sie meine Schwester genauso wie mich.

Wir Frauen haben nunmal die Babys im Bauch und müssen sie rausquetschen, die Männer können da wenig tun, und mithecheln müssen sie nicht unbedingt, da würde ich mir bei der Geburt von meinem Mann verscheißert fühlen!

Wichtig ist, wie er als Vater ist und solange würde ich auch abwarten und ihn nicht ständig unter Druck setzen!