Erziehungsjahr

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von wunschmama1988 21.03.10 - 11:25 Uhr

Guten Tag!
mein sohn ist 9monate 2wochen und 3tage alt
ich bin in 18.woche schwanger.

nun meine frage mein et ist der 27.8.2010
kann mein mann von unserem sohn das erzeihungsjahr nehmen und ich vom kleinen??

wir sind beide harz 4empfänger

Beitrag von rosali25 21.03.10 - 11:55 Uhr

Meinst du Elternzeit?
Da du Alg II Empfänger bist, musst du auch keine Elternzeit beantragen. Bis zum 3. Geburtstag des zweiten Kindes musst du nicht arbeiten gehen.
Oder was genau ist eigentlich deine Frage?

Beitrag von hedda.gabler 21.03.10 - 12:01 Uhr

Die Frage war, ob sie für das eine Kund Elternzeit nimmt und der junge, offensichtlich auch arbeitslose, Vater für das zweite Kind ...

... ohne Worte.

Beitrag von rosali25 21.03.10 - 12:05 Uhr

Obwohl beide nicht arbeiten? Ich verstehe ihre Frage trotzdem nicht. Sie sitzen doch eh beide daheim und tun nichts, wozu dann eine offizielle Elternzeit? Damit der 21jährige nicht in die Arbeit gebracht werden kann? Vielleicht fehlt mir für ein solches Ansinnen einfach nur das Verständnis.

Beitrag von hedda.gabler 21.03.10 - 12:36 Uhr

>>> wir sind beide harz 4empfänger <<<

Ja, offensichtlich sitzen sie beide daheim ... und ja, dass Ansinnen ist offensichtlich, dass sich keiner von beiden in den nächsten drei Jahren einen Job suchen muss.

Beitrag von rosali25 21.03.10 - 12:50 Uhr

Ganz großes Kino #augen

Beitrag von hedda.gabler 21.03.10 - 12:00 Uhr

Hallo.

Echt, ohne Worte ... da seid Ihr schon von Alg II abhängig (Du solltest im Übrigen wissen, wie die Leistung heißt, von der Ihr lebt) und es wird munter ein weiteres Kind in die Bedürftigkeit hinein geboren ... ja ja, ich weiß, war sicher nicht geplant#augen ... und dann wollt Ihr Euch auch noch beide die Elternzeit von der Allgemeinheit finanzieren lassen.

Das ist eine solche Frechheit, dass ich echt an mich halten muss ...

... aber zu Deiner "Beruhigung":

NEIN, die ARGE lässt Euch sicher NICHT gleichzeitig Elternzeit nehmen!
Und tritt hoffentlich einen von Euch kräftig in den Hintern, dass Ihr Eure Bedürftigkeit verringert, in dem Arbeit gesucht wird.

Unfassbar ...

Durch das Elterngeld gehen jetzt auch durchaus Väter in Elternzeit, aber die stehen in Lohn und Brot!!!
Zig Mütter gehen nach einem Jahr wieder arbeiten, weil es sonst nicht reicht (und sie sich niemals vom Staat finanzieren lassen würden) ...

... und Ihr setzt ein 2. Kind an, damit dann beide zu Hause bleiben können!!!

Mir fehlen echt die Worte bei so viel Dreistigkeit.

Du bestätigst mit einer solchen Einstellung jedes Vorurteil, dass man gegen bildungsferne junge Mütter und Alg II-Empfänger haben kann ... und manch einer würde wahrscheinlich noch denken "Ach ja, typisch Ossi" (tue ich nicht, aber ich wette, dass das so einigen dazu einfällt).

Beitrag von wunschmama1988 21.03.10 - 13:01 Uhr

hallo gehts noch?
das war ne frage und wir werden nicht die einzigen sein und sorry das hart4 empfänger auch kinder haben wollen und sorry das das 2. kind net geplant war.

was hat das mir ossis zutun die wessis haben mehr geld egal ob harz4 oder nciht die haben einfach mehr geld und meine frage war ob der vater für den großen das erziehungsjahr nehmen kann ich meine ich bin ja leider eh zuhause wir würden gern arbeiten gehen aber wenn es hier nichts gibt wir werden deswegen net in den westen oder sonst wo hin ziehen und unsere familie hier lassen


sorry wegen der frage aber manchmal darf man hier echt keine fragen stellen ist echt zum kotzen das harz4 empfänger so abgestempelt werden :-[:-[:-[:-[

Beitrag von rosali25 21.03.10 - 13:03 Uhr

WOZU DANN IN ELTERNZEIT???????? Du bist eh daheim, bist du nicht in der Lage auf zwei Kinder aufzupassen? Dein Freund will arbeiten? Warum will er dann in Elternzeit? Du widersprichst dir gewaltig!!#contra

Beitrag von miss-lacrima 21.03.10 - 13:07 Uhr

Sicher dürfen ALG II Empfänger auch Kinder haben, alles andere wäre, nun ja ich denke ziemlich Verfassungswiedrig.

Aber jetzt und direkt? Wir haben das gleich Geburtsjahr. Und ja, ich bin auch schon Mutter, und ja, das war auch nicht mein großes Lebensziel. Aber, ich würde sicher nicht JETZT noch ein 2. Kind in die Welt setzen. Das wäre grob fahrlässig von mir. Mit einem Kind kriege ich nämlich meinen Hintern noch hoch und führe mein Studium fort, ich sass nicht 3 Jahre zu Hause und habe fein Leistungen bezogen, im Gegenteil, als immatrikulierte Studentin momentan habe ich keinen Leistungsanspruch auch wenn ich kein Geld verdiene.

Der Vater des Kindes bemüht sich seither dass wenigstens ER Geld in unsere Kasse bringt.

Wenn dein Freund keine Arbeit findet, wieso gehst du dann nicht auf Suche? Wenn du was findest kann er ja getrost Elternzeit nehmen !?
Was hast du gelernt? Was KÖNNTEST du denn arbeiten?

Grüße,
Jenny

Beitrag von hedda.gabler 21.03.10 - 17:34 Uhr

Ja, das war eine Frage, die an Unverschämtheit nicht zu überbieten ist ... und nochmals, Du bist weder "hart4 empfänger" noch bekommst Du "harz4" ... wenn Du schon die BILD-Zeitung-Bezeichnung benutzen willst, dann bitte HARTZ IV!

>>> und wir werden nicht die einzigen sein <<<
Doch ... es gab ja hier schon einiges, aber Du bekommt den "Goldenen Schmarotzer" für die Frage.

>>> und sorry das hart4 empfänger auch kinder haben wollen <<<

Und sorry, dass man von jungen Leuten in Eurem Alter erst einmal erwarten kann, dass sie ihr Leben auf die Reihe bekommen, bevor sie eine Familie gründen ... es ist ja nicht so, dass Du kurz vor der Menopause stehst und das Bübchen an Deiner Seite wird auch noch ne Weile können.
Warum ist die Reihenfolge Schulabschluß, Berufsausbildung, fester Job und dann Kinder bloß für einige so abwegig.

>>> und sorry das das 2. kind net geplant war. <<<
#gaehn Jo, immer die gleiche Leier.

>>> was hat das mir ossis zutun <<<

Weil viele Wessis die Ossis für Arbeitsscheue und Atbeitsfaule vom Staate Nimm halten, die nur die Hand aufhalten können, halten ... ich denke da anders, aber DU bestätigst dieses Vorurteil perfekt.

>>> meine frage war ob der vater für den großen das erziehungsjahr nehmen kann ich meine ich bin ja leider eh zuhause <<<

Genau, weil Du eh zu Hause bist, soll der Vater der Kinder mal seinen Hintern bewegen und seine Familie durch Arbeit ernähren.

>>> wir würden gern arbeiten gehen aber wenn es hier nichts gibt wir werden deswegen net in den westen oder sonst wo hin ziehen und unsere familie hier lassen <<<

Wenn Ihr in Eurem Alter NICHT bereit seid, Euch regional zu verändern, um in Lohn und Brot zu kommen, weil es bei Euch in der Region schwierig ist, dann wollt Ihr NICHT arbeiten ... Lüg Dir doch nicht selbst in die Tasche.
Sich auf Alg II ausruhen und Kinder machen, ist doch viel bequemer.

>>> ist echt zum kotzen das harz4 empfänger so abgestempelt werden <<<

Hier wird niemand abgestempelt ... Du offenbarst hier selber Dein unsoziales Verhalten und Dein Schmarotzertum.

Man sollte den Thread wirklich an die ARGE in Görlitz schicken, damit Deinem Uwe mal Feuer unterm Hintern gemacht wird ...

Beitrag von sneakypie 21.03.10 - 22:54 Uhr

>>die wessis haben mehr geld egal ob harz4 oder nciht die haben einfach mehr geld<<

Weil die Lebenshaltungskosten im Westen höher sind als im Osten, Madame.

>>wir würden gern arbeiten gehen<<

Klar doch. Die Motivation springt einem förmlich entgegen..

>>wir werden deswegen net in den westen oder sonst wo hin ziehen<<

..besonders, wenn man das hier liest.
Die Arbeit hat gefälligst zu euch zu kommen statt umgekehrt, nicht wahr?

>>ist echt zum kotzen das harz4 empfänger so abgestempelt werden<<

Das schaffst du ganz gut alleine. Ganz besonders, weil dir nichtmal aufgeht, -warum- deine Frage hier auf Widerstand stößt. Für dich ist das eine völlig legitime Vorgehensweise, nicht?

Beitrag von marion2 22.03.10 - 21:37 Uhr

"Weil die Lebenshaltungskosten im Westen höher sind als im Osten, Madame. "

Sagt wer?

Beitrag von felix.mama 22.03.10 - 22:40 Uhr

Schau dir mal Wirtschaftsvergleiche im Internet an und geh nicht von Großstädten wie Dresden und Berlin aus!

Beitrag von marion2 23.03.10 - 09:22 Uhr

Wirtschaftsvergleiche sagen nichts über die realen Lebenshaltungskosten aus.

Nehmen wir mal meine Großmutter. Sie lebt auf einem Dorf im äußersten Osten der Republik. Der nächste Supermarkt ist für sie unerreichbar, da sie aufgrund des Alters nicht mehr mit dem Fahrrad fahren kann, Auto schon gar nicht. Busse? Fehlanzeige. Also bleibt nur der Verkaufswagen.

In Berlin zahlst du für ein Päckchen Backpulver keine 1,19€ - meiner Oma bleibt nichts anderes übrig.

Du siehst, im Osten sind die Lebenshaltungkosten hoch genug.

Beitrag von felix.mama 23.03.10 - 09:47 Uhr

Weil deine Oma nicht in den Laden kann ist der Osten teuer? Komischer vergleich!

Beitrag von marion2 24.03.10 - 11:38 Uhr

Komisch ist anders.

Der "Osten" ist nicht automatisch "billiger"

Ebenso ist der "Westen" nicht automatisch "teurer"

Beitrag von sneakypie 24.03.10 - 00:23 Uhr

>>Wirtschaftsvergleiche sagen nichts über die realen Lebenshaltungskosten aus.<<

Ach so.

Wie ist es hiermit?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,497843,00.html

Gruß
Sneak

Beitrag von celini13 24.03.10 - 08:58 Uhr

Glaubst du alles, was in der Zeitung steht?
Wie sieht es mit eigenen Erfahrungen aus? (und nicht vom Hören-Sagen)

Beitrag von sneakypie 24.03.10 - 16:32 Uhr

Da ich im Westen lebe, beschränken sich meine eigenen Erfahrungen auf Urlaubstage.
Und da war ich tatsächlich angenehm überrascht, wie günstig man wegkommt.

>>Glaubst du alles, was in der Zeitung steht?<<

Es gibt da so ein Ding, das nennt sich Transferwissen. Kann unglaublich praktisch sein. So muss ich nämlich keine eigene Versuche bspw. zur globalen Erwärmung anstellen, sondern verlasse mich drauf, dass es die tatsächlich gibt- obwohl ich NUR in der Zeitung davon gelesen habe (vorausgesetzt, die Glaubwürdigkeit stimmt.).
Abgesehen davon ist es, mit Verlaub, dämlich, subjektiven Erlebnissen einen höheren Stellenwert zuzuschreiben als objektiven Fakten. Das ist keine Basis für eine vernünftige Diskussion, und in der wissenschaftlichen Arbeit wird man völlig zu Recht für solche Methoden ausgelacht. Ein Prof von mir nannte sowas übrigens gern "Hausfrauenlogik"...

Und nein, eine Zeitung muss es nicht sein. Am liebsten sind mir immer noch Berichte aus dem wissenschaftlichen Umfeld.
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/87051/

Gruß
Sneak

Beitrag von celini13 25.03.10 - 09:24 Uhr

Ich weiß ja nicht in welchem wissenschaftlichen Bereich du arbeitest, aber bei uns sind eigen gemachte Ergebnisse (und damit selbst gemachte Erfahrungen) um einiges mehr wert, als alleinige Literaturberichte.... (wo ist dann auch der wissenschaftliche Hintergrund???) Und was Berichte betrifft, werde ich zunehmend skeptischer, da ich weiß, wie wunderschön man Statistiken fälschen, strecken und manipulieren kann. Die wenigsten Statistiken umfassen die reellen Tatsachen. Wenn du schon auf dieser überheblichen Schiene argumentierst, solltest du vielleicht auch mal über den Tellerrand hinaus schauen und nicht nur Professoren zitieren.
Da fällt mir noch ein schönes Zitat zum Thema Statistik ein: "Im Durchschnitt ist der See einen halben Meter tief, aber trotzdem ist die Kuh ertrunken. Wie konnte das passieren?"
Um zu deinem Link noch was zu sagen: Bei meinem Studium in Regensburg war ich nicht auf Nebenjobs angewiesen, als ich das Studium in Dresden fortsetzte, musste ich nebenher arbeiten, damit es reicht. Da nützen einem die schönsten Statistiken nichts, weil im realen Leben musst du vor Ort um die Runden kommen und kannst nicht mit der Statistik zum Vermieter rennen...
Für dein weiteres Leben kann ich dir nur raten: Mach mehr eigene Erfahrungen und betrachte jede Quelle erstmal mit einer gesunden Portion Skepsis!!!

Beitrag von sneakypie 25.03.10 - 13:45 Uhr

Mir ist schon klar, dass Statistiken nicht der alleinige Schlüssel zur Weisheit sind.
Pure subjektive Erfahrungen sind es allerdings auch nicht.
Da muss man sich nur mal in diesem Forum umschauen: gefühlte 90% der ALG2-Bezieher, so tönt's, sind Schmarotzer. Die Statistik sagt: Blödsinn, sind nicht mal 10%. Sollte man sowas also beiseite lassen und sagen: okay, der du sagst, ALG2-Bezieher sind alle Schmarotzer, hast recht, denn deine Erfahrungen wiegen schwerer als alle Erhebungen?
Aus subjektiven Erfahrungen = Einzel!erlebnissen lassen sich keine Regelhaftigkeiten ableiten. Die sind aber wichtig, um eine Gesamtlage zu beurteilen.

Eine Freundin studiert in Weimar. Sie bezahlt für ihre 2-Zimmer-Wohnung einen Betrag, der hier (tiefster Westen) gerade mal für ein 1-Zimmer-Appt. reichen würde. Und sagte dazu, sie sei froh, in den Osten gegangen zu sein, weil das Leben da billiger ist.
Das ist auch eine Einzelerfahrung. So, und wer hat nun recht? Lassen sich Einzelerfahrungen gegeneinander aufwiegen?
Oder sollte man doch lieber nach dem statistischen Mittel schauen, um diese Einzelerfahrungen strukturell einordnen zu können?

Versteh mich nicht falsch, aber: erzählen bzw. schreiben lässt sich in einem Forum viel. Studien hingegen unterliegen zumindest einem Mindestmaß an Kontrolle. Dementsprechend stellen sie wenigstens eine Diskussionsgrundlage. Wenn du also sagst: das Leben im Osten ist nicht günstiger als das im Westen, hätte ich gerne eine objektive Grundlage, mit der sich arbeiten lässt.

Beitrag von celini13 25.03.10 - 15:15 Uhr

Wie bitteschön möchtest du eine Statistik darüber erstellen, wieviel der AlgII-Empfänger "Schmarotzer" sind? Wer setzt das Maß, ab wann man ein "Schmarotzer" ist? Fragen über Fragen, die man beliebig beantworten kann. Schon allein durch den Einsatz variabler Bemessungsgrundlagen, lässt sich ein statistisches Ereignis beliebig verschieben...
Bisher habe ich noch keine Zahlen gesehen, wo Kosten gegen das, was man monatlich bekommt, aufgewogen werden. Bei vielen Berechnungen fehlen auch so simple Sachen wie Heizölkosten. Habe gerade mal als Bsp. für dich den aktuellen Heizölpreis gegoogelt in München (100l kosten 69,40€) und hier bei uns in der Provinz (100l für 71,40€). Wenn man nun berücksichtigt, dass in München das Lohnniveau um einiges höher liegt als hier, dann hat der Münchener in einer Statistik, die sich auf diesen beiden Grundlagen beruft, am Ende mehr in der Tasche als man es hier in unserer Region hat.
Von daher: mögen vielleicht einige Produkte hier bei uns günstiger erscheinen, das führt aber noch lange nicht dazu, dass man am Monatsende tatsächlich mehr in der Tasche hat, weil ja einfach das Nettoeinkommen niedriger ist. Und das Bsp. mit dem Heizöl zeigt, dass es in einer Kleinstadt hier im Osten teurer ist als in einer Großstadt im Westen von Deutschland.

Beitrag von sneakypie 26.03.10 - 15:54 Uhr

Grundlage der "Schmarotzer"-Berechnung ist die Zahl der von der Bundesagentur für Arbeit erfassten Missbrauchsfälle von Sozialleistungen. Meines Erachtens muss man über diese Grundlage nicht wirklich diskutieren.
Noch einmal: ich weiß durchaus, dass Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind. Anders aber als einfaches Hörensagen vom Schlage "Is' hier aber so", bieten sie zumindest eine gewisse strukturelle Ausrichtung, die den Referenzrahmen erkennbar werden lässt.
Zudem hilft es, sich darüber zu informieren, inwiefern diese Studien anerkannt bzw widerlegt werden. Interessant ist, dass google zum Thema "lebenshaltungskosten ost west vergleich" über 14.000 Treffer ausspuckt, von denen -nach flüchtigem Drüberlesen- die überwiegende Mehrheit die Pro-These unterstützt; dabei wird sich auf eine Vielzahl verschiedenster Studien berufen.
Alles verzerrte Darstellungen?

Zum anderen: ich habe nie behauptet, im Osten könne man auf dicke Hose machen, weil's Leben da so billig ist! Mirt ist durchaus bewusst, dass das Leben in einer strukturschwachen Region keine Party ist, und dass die Lebenshaltungskosten sich den Gehältern angleichen, sodass die Leute am Ende durchschnittlich genausoviel oder weniger als im Westen in der Tasche haben. Darüber muss man gar nicht diskutieren.
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass die unterschiedlichen Lebenshaltungs-/Lohnkosten auch Entwicklungspotentiale für die betroffenen Regionen bereithalten, und dass es weit mehr bringt, offen darüber zu reden, als das gesamte Thema abzubügeln, "weil im Jahr 20 nach der Wende alles gleich sein soll". Ist es ja nunmal nicht.
Dass es punktuelle Abweichungen von der Regel, wie deine zitierten Heizölpreise, gibt, hab ich ebenfalls nie in Abrede gestellt. Die verschärfen die Problematik sicherlich. Allerdings halte ich es nicht für sinnvoll, weiterzudiskutieren, wenn du auf die inhaltlichen Aspekte meiner Beiträge überhaupt nicht eingehen willst oder kannst.

Gru
Sneak

Beitrag von marion2 24.03.10 - 11:43 Uhr

Ich schrieb doch bereits, dass die Realität an der Statistik vorbei geht.