Ich versteh mich nicht?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von s1a1b1i1n1e 21.03.10 - 13:38 Uhr

Hallo ihr lieben, muss mir ma meine Sorgen von der Seele reden.

Eigentlich müsste ich super glücklich sein.
Aber irgendwie bin ich es nicht.#kratz

Kurz zu meiner Person. Ich bin 24 undhabe einen liebevollen Mann geheiratet, wir haben zwei wunderbare Kinder (2 Jungs).
Ich habe auf meiner Arbeit einen Festvertrag und bekomme demnächst auch die Gruppenleitung.
Jetzt hat es auch endlich mit dem Haus geklappt. (Umzug steht kurz vor der Tür)

Ich weiß nicht woran es liegt. Ich versteh mich halt nicht.:-( Kennt das Jemand?

LG Sabine#hicks

Beitrag von kruemelmama2501 21.03.10 - 13:48 Uhr

Hallo,

irgendwie kommt mir das bekannt vor. ;-)
Ich müsste eigentlich auch glücklich sein, bins aber nicht. :-(
Ich habe auch einen wundervollen Mann, der mir wenns sein muss, alles abnimmt. Seit fast 7 Monaten einen kleinen, sehr genügsamen, relativ unkomplizierten Quälgeist.
Mit dem Bauen hat es bei uns zwar (noch) nicht geklappt, aber wir geben die Hoffnung nicht auf.
Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass hier irgendwas schief läuft, ich alles aufgegeben habe und ich nicht zurecht komme.
Ich falle regelmäßig in ein Loch und komme nicht mehr raus. :-(

Also wie du siehst, bist du nicht die Einzige. ;-)

LG Nicole

Beitrag von ela06 21.03.10 - 16:44 Uhr

Hallo,

mir geht es auch so.
Ich habe einen tollen Mann#verliebt der gut verdient, eine wundervolle kleine Tochter, #verliebt die zwar gerade total in der Trotzphase steckt#schwitz aber mein größtes Glück ist.

Bauen wollen wir nicht, wir suchen gerade eine größere Wohnung...ich habe mich erfolgreich weitergebildet, fange bald stundenweise an zu arbeiten...eigentlich alles toll.

Aber? Hm, oftmals bin ich auch einfach nicht glücklich so schön auch alles ist.
Mir fehlt oftmals einfach die Zeit nur für mich da mein Mann viel arbeitet und 12 Stunden nicht zu Hause ist.

Ich bin schon länger in so einem Loch und komme selten da raus. Bin auch oftmals frustriert ohne zu wissen warum:-(

Ich denke aber, wenn jetzt wirklich der Frühling und dann der Sommer kommt das es dann wieder viel besser geht.

Du bist also nicht alleine damit;-)

lg Sabrina

Beitrag von anyca 21.03.10 - 22:13 Uhr

Hmmm ... vielleicht hast Du falsche Erwartungen? Daß man jeden Tag übersprudeln müßte vor Glück, "nur" weil bestimmte Rahmenbedingungen stimmen? Oder daß jeder Mensch glücklich sein muß, der Ehe, Kinder und Haus hat? Für manchen wäre das - zumindest mit erst 24 Jahren - auch ein Alptraum oder zumindest absolut nicht wünschenswert!

Ist es der Alltag, der Dich belastet? Oder vielleicht ein "jetzt habe ich Mann, Kinder, Haus, Job, aber was mache ich jetzt mit dem Rest meines Lebens, wenn ich diese Ziele schon abgehakt habe?"

Beitrag von wort75 22.03.10 - 10:35 Uhr

du meinst, du solltest superglücklcih sein, bist es aber nicht?
ich denke, das hat mit der menschlichen veranlagung zu tun, immer mehr und immer besser zu wollen. und sich immer an denen zu orientieren, die "über" einem stehen, und nicht an denen, denen es schlechter geht. evolutionstechnisch gesehen eine super sache: man will immer, dass es der nächsten generation besser geth - möglichst schon sich selber.
aber leider weckts auch unfrieden und unzufriedenheit.

aber guck, ich denke bei dir ists viel mehr: der umzug belastet dich. da gibts so viel zu tun. und vielleicht fragst du dich auch gerade, wie ihr mit all den schulden nun umgehen sollt. du fragst dich, was ist, wenn einer von euch den job verliehrt, wenn ein kind krank würde... ihr habt grosse verpflichtungen jetzt - damit muss man umgehen lernen.

und dann - ein haus heisst auch neue nachbarn, neues umfeld... ist doch klar, dass das alles belastet.

ich denke, bei grossen schritten (heirat, haus, kind) hält man immer inne und guck wo man steht. merkt, dass andere besser dastehen, findet, man hätte doch mehr verdient. das ist glaub normal.
zwar liebst du was du hast - aber du vergleichst auch.

und dann - ganz ohne ist da ja auch nicht. du bindest dich mit dem haus für die nächsten 10 jahre: an eine hypothek, an einen wohnort, an eine nachbarschaft... klar kann man häuser auch wieder verkaufen, aber ist halt schon mehr als eine mietswohnung. und klar wirst du dir bewusst, dass das auswander nach thailand jetzt wohl doch eher gestorben ist, dass spontan eine weiterbildung etc. erst mal nicht drin liegen....

du hast es wirklich gut und du weisst das auch. zwing dich nicht, glück zu spielen, wenn du dich gerade anders fühlst. die gefühle in dir sind gut - sie zwingen dich nachzudenken, nochmals zu reflektieren, was du für eine verpflichtung eingegangen bist - und das ist gut. das wird dir helfen, dich in die neuen gegebenheiten besser einzuleben.

und du wirst sehen, sobald der umzug geschafft ist und die jungs im eigenen buddelkasten mit den neuen nachbarskinder toben sieht alles ganz anders aus!