getrennt, neuer Partner und unglücklich

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lottamia123 21.03.10 - 14:23 Uhr

Hallo,

macht euch auf etwas durcheinander gefasst...

Habe mich nach reiflicher, langer Überlegung von meinem Mann getrennt, ist schon eine Weile her, habe inzwischen neuen Partner. Ich machs kurz. Das einzige, was positiv ist, ist, dass ich zum ersten Mal seit vielen! vielen Jahren sagen kann, das es mir finanziell gut geht (nicht wg. neuem Partner, i c h arbeite,er allerdings auch im gegensatz zum ex).

mit dem neuen p. gibts mehr probleme als schöne stunden - seit wir zusammenwohnen. Inzwischen ists so extrem, dass ich teilweise meinen Ex vermisse. Erst jetzt schnall ich, was ich an Menschlichkeit(!) aufgegeben habe.. (die fehlt meinem p. oft, ich habe das Gefühl, er glaubt, sein geld, sein häuschen etc. reichen aus um mich zu halten.. wenn wir besuch meinerseits hatten fragt er im anschluss zuerst, was sie denn zum haus gesagt haben..) andererseits gab es massive Probleme, so das ich die Trennung nun nicht "bereue". Allerdings z.Zt. sehr oft an ihn denken muss. Wenn er auch den a.. nicht hochbekommen hat, er hat mich immer bedingungslos geliebt..ohne wenn und aber, egal, was war..er war da, hat zu mir gehalten. wir waren eine einheit, ein team.. nur eben leider das letzte jahr in einigen bereichen nicht mehr. Nach aussen hin aber trotzdem, egal was war. Wir waren uns eben einig.

Ich vermisse diese Menschlichkeit.. ich glaube, ich muss nochmal neu anfangen. Ganz neu, denn ich habe alles! aufgegeben. Wohnung inkl. allem.

Ich weiß nicht mehr was ich fühle, für wen und was das Beste für meine Kinder ist. Das muss ich nun rausfinden. Denke sogar über professionelle Hilfe nach.

Gehts noch jemandem so?

Beitrag von janamausi 21.03.10 - 14:27 Uhr

Hallo!

Ich denke, keiner der beiden ist der Richtige. Der Ex nicht, es gab ja auch Gründe warum Du dich getrennt hast und auch der Neue nicht, weil ich nicht zusammen passt.

Ich würde dir raten, fange neu an und leben DEIN Leben. Wenn Du dann jemanden kennenlernst, geh es langsam an und schau in Ruhe, ob ihr zusammen passt bevor Du (wieder) vorschnell mit ihm zusammen ziehst.

LG janamausi

Beitrag von pummelpaula 21.03.10 - 16:23 Uhr

Hallo , auch wenns hart klingt ..schaffe ab was dir nicht gut tut .
Es tut dir nicht gut,somit auch deinen Kindern nicht .Was gibts da zu überlegen?
Lebe dein Leben, mache das was dir Spaß macht, und trauere dem nicht hinterher was nicht stimmig war.

Nur was dir gut tut bringt dich weiter ...

In diesem Sinne

Paula

Beitrag von lottamia123 22.03.10 - 10:08 Uhr

Hi,

lieben Dank für eure Antworten! :-)

Das ist auch mein Grundgedanke - was mich nicht glücklich macht, muss ich ändern. Vor einem Neuanfang habe ich keine Angst, es wäre ja nun nicht der erste.

Ich grüble nur sehr viel. Zum Beispiel denke ich darüber nach, was ich erwarte, aber eben auch, was man erwarten "darf". In meiner Ex-Beziehung war es eben, siehe oben.. diese Einheit, das "wir gegen den Rest".. ich konnte mir vorstellen, mit ihm alt zu werden, wollte Kinder von ihm. Das alles eben vor seiner man. Depression.

Aktuell kann ich das nicht sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, mit meinem jetzigen Partner alt zu werden - ebenso nicht, Kinder zu bekommen! Wir haben genug ;-) , davon ab, aber ich meine das theoretische, die Gedanken.. ich hätte, so wie die aktuelle Situation ist, ein bisschen bammel, schwanger zu werden.

Was Erziehung betrifft, ist er altmodisch, ich nicht. Er lebt nach "Kinder müssen gehorchen" und ich nach "Kinder sind Kinder". Nur weil ich mir Gedanken darüber mache, warum mein Kind w i e reagiert, hält er mich für antiautoritär. Es fängt also bei solchen Dingen schon an. Und nun kommt das paradoxe; in der Praxis ist ER nicht selten antiautoritär.

Allgemein, nicht nur auf Kinder bezogen; Oft habe ich das Gefühl, er "plappert nach", was seine Eltern ihm auferlegen - i s t aber eigentlich anders. Und genau da ist eins der Pobleme. Er ist, so vermute ich, nicht er selbst, sondern nicht wenig Marionette seiner Eltern. Er ist aber kein klassisches "Muttersöhnchen" in dem Sinne. Er lehnt sich regelmäßig gegen seine Eltern auf, wenn sie aus seiner Sicht "querschiessen" und hält auch zu mir. Dennoch bleibt aber was hängen bei ihm und er ist hin -und hergerissen; reagiert dementsprechend mal so, mal so.

Ich habe ihn anders kennengelernt und weiß, dass er anders sein "kann".

Ich überlege, ob man so schnell aufgeben sollte. Es ist sozusagen nun eine völlig andere Art Beziehung und ich bin nicht sicher, ob ich mich evtl. nur anstelle. Bzw obs Macht der Gewohnheit ist.. ich habe über viele Jahre eine völlig andere Art der Beziehung gehabt. Die Einheit,Wärme,Spass,Harmonie. Und nun ist es ein gegenseitiges wer kann mehr, wer "ist" mehr. (hier kommt hinzu, dass ich immer alles selbst gemacht und in der Hand hatte - und nun fast nichts mehr. Sein Haus, sein was-weiss-ich, sein geordnetes, "fertiges" Leben in das er uns nun aufgenommen hat,seine häufig alleingültige Meinung etc.pp.) Ist das nun positiv oder negativ? Der erste Impuls ist "negativ", solche Dinge waren mir nie wichtig. Der zweite Impuls ist "bringt es mich im Leben voran? Treiben wir uns gegenseitig voran dadurch? Entwickle ich mich dadurch weiter?"

Ich überlege, ein Stück mit ihm zu gehen und zu schauen, wie es wird.. habe aber Angst davor, es bereuen zu können. Ist es schon schlecht, dass ich überhaupt solche Gedanken habe? Kann d a s Liebe sein? Oder bin ich zu hoffnungslos romantisch-träumerisch in dieser Welt und sollte mich am Riemen reissen? Gestern war er wieder sowas von.. menschlich, um mal bei dem Wort zu bleiben.. zumindest scheint er schonmal zu ahnen/merken, wenn etwas nicht stimmt. DANN kann er richtig "lieb" sein und mich wie einen Menschen behandeln.