Erhöhter Blutzucker bei schwerem Magen-Darm-Infekt

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von leomama 21.03.10 - 16:36 Uhr

Hallo, mein Sohn (6 Jahre) hat am Freitag nach dem Aufstehen begonnen zu erbrechen, die Situation hat sich im Laufe des Tages so verschlechtert (keinen Tropfen Flüssigkeit bei sich behalten, apathisch, kaum noch reagiert), dass ich nur noch den Krankenwagen bestellen konnte. Ich habe den Sanitätern gesagt, dass er früher des öftern morgens erbrochen hat und der Kinderarzt meinte, dass es Kinder gibt, die über Nacht schwer ihren Blutzucker halten können und wenn sie morgens nicht gleich etwas zum Essen/Trinken bekommen, sich übergeben müssen. Also haben die Sanis einen Blutzuckerschnelltest gemacht und der Wert war, entgegen der Erwartung nach stundenlangem Erbrechen, viel zu hoch (183). Auch im Krankenhaus unter Infusionsbehandlung hat es 24 Stunden gedauert, bis der Wert wieder normal war. Da in der Klinik ein Notfall nach dem anderen rein kam, hatte ich keine Gelegenheit, den Arzt danach zu fragen. Nun bin ich ein wenig in Sorgen, ob das vielleicht die ersten Anzeichen eines Diabetes sein könnten. Hat jemand von Euch schon einmal so etwas gehört? Ach ja, er hatte auch Aceton im Urin, das hängt meines Wissens auch mit dem Blutzucker zusammen.
Herzlichen Dank im voraus für Eure Antworten.
Viele Grüße von Dani und Leo (dem es heute so gut ging, dass er wieder entlassen werden konnte)

Beitrag von mansojo 21.03.10 - 17:20 Uhr

Hallo,

laß den Blutzucker ruhig noch ein paar mal bestimmen

durch das viele Erbrechen musste der Körper auf energiereserven zurückgreifen
bein Fettabbau entstehen Ketonkörper die über die Nieren ausgeschieden werden

der Blutzucker war sicher durch die Streßsituation erhöht
der Körper bedient sich auch hier Körpereigener Speicher die zu Energiegewinnung abgebaut werden

freut mich das es dem Jungen wieder gut geht
http://www.jameda.de/laborwerte/aceton-im-urin/
LG Manja

Beitrag von leomama 21.03.10 - 17:49 Uhr

Liebe Manja, ganz ganz herzlichen Dank für Deine Erklärung und den Link, bin jetzt sehr beruhigt, danke!!!
Viele Grüße von Dani

Beitrag von sunrise24647 23.11.12 - 08:49 Uhr

Hallo Dani!

Ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen, der ja schon einige Zeit her ist.
Ich hoffe, dass Du trotzdem meine Frage noch liest und beantworten kannst :-)
Mein Sohn hatte nämlich letzte Woche genau das gleiche wie Deiner damals und wir machen uns deshalb große Sorgen.
Wie geht es Leo denn inzwischen? Hat er noch Probleme mit dem Blutzucker bekommen??
Oder hat sich das ganze noch mal wiederholt?

Würde mich sehr über Deinen bericht freuen!!!

Liebe Grüße
Sonja

Beitrag von leomama 24.11.12 - 15:22 Uhr

Hallo Sonja, dank der Option "E-Mail Benachrichtigung" habe ich Dein Posting gelesen und natürlich antworte ich Dir.

Also, Leo geht es sehr gut. Ich weiß inzwischen, wie es zu diesem hohen Blutzucker kam. Leo hat immer wieder ein sog. acetonämisches bzw. ketonämisches Erbrechen http://www.medizinfo.de/kinder/erbrechen/azetonaemisch.htm , die Auslöser können verschieden sein, bei ihm passiert es, wenn er z.B. kränkelt, dadurch keinen Appetit hat und zu wenig isst. Durch dieses unstillbare Erbrechen entgleist sein Stoffwechsel und das war damals der Grund für die erhöhten Blutzuckerwerte, in dem kleinen Körper hat überhaupt nichts mehr gestimmt.

Ich achte seither sehr strikt darauf, dass er genug isst (nicht immer leicht, Essen war noch nie seine Leidenschaft ;-) ), und wenn es doch mal wieder passiert (seit einem Jahr war zum Glück nichts mehr) dann bekommt er sofort Traubenzucker und löffelchenweise Tee mit Traubenzucker, das hilft ganz gut.

Letztes Jahr hat er sich in der Schule mit dem Norovirus infiziert, ganz ganz schlimm, da half dann gar nichts mehr und als er nach einer Weile anfing, nur noch Blut zu spucken, wurde er per Notarzt sofort in die Klinik eingewiesen, dort bekommt er eine Infusion, die eigentlich nur in der Chemotherapie eingesetzt wird, um die Übelkeit und das Erbrechen zu bekämpfen, auf diese Infusion spricht er sofort an und darf dann nach 2 Tagen wieder nach Hause.

Ich hatte damals in Erwägung gezogen, ihn bei einem Endokrinologen vorzustellen, aber nachdem jetzt so lange Zeit nichts mehr war, habe ich das nicht gemacht. Meine Angst, dass er einen Diabetes entwickelt, hat sich nicht bestätigt. Ihm geht es wirklich gut. Er ist zwar ein Fliegengewicht und für sein Alter recht klein, aber der Kinderarzt ist völlig entspannt, er kennt Leo nur von den U-Untersuchungen, sonst ist er nie krank, naja, bis auf diese schlimmen Phasen mit dem Erbrechen, aber da musste er immer direkt von zu Hause ins Krankenhaus.

Was war denn bei Euch? Auch das Erbrechen oder die entgleisten Blutzuckerwerte? Du kannst mir gerne schreiben, ich bin inzwischen ganz gut bewandert auf dem Gebiet ;-)

Ganz liebe Grüße von Dani