Schub wirklich so schmerzvoll???

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Beitrag von baby-bunny00 21.03.10 - 16:52 Uhr

Hallo,

mein Kleiner (fast 17 Wochen) steckt wohl schon seit 2 Wochen in einem Wachstumsschub. Er schreit sehr viel und lässt sich durch nichts beruhigen. Er schreit sogar beim Stillen. Dreht den Kopf nach hinten unnd brüllt. #schmoll Was ab und zu noch hilft ist der Föhn. Dann kann ich ihn auch an die Brust legen und er schläft ein.

Kann es aber sein,dass er doch irgendwie Schmerzen hat?? Er brüllt wirklich sehr extrem. :-( Ich musste heute sogar etwas mit weinen, weil er mir so Leid getan hat. Während dessen steckt er sich ständig die Faust in den Mund oder kaut auf dem Tragetuch (tragen beruhigt ihn auch nicht mehr) herum oder auf meiner Hand. Aber das macht ihn dann manchmal noch verzweifelter und er schreit doller. Zähnchen können es nicht sein oder? Er hat jedenfalls kein Fieber und auch keine rote Wangen.

Ist es wirklich nur der Schub? Oder sollte ich mit ihm zum Arzt?

lg Bunny

Beitrag von stella1985 21.03.10 - 17:14 Uhr

Hallo meiner ist auch 17 wochen bzw ab morgen 18 wochen alt und er ist auch sehr weinerlich....manchma´l weint er so laut und lange das ich nicht weiß was ich tun soll....die faust in mund steckt er auch bzw alles was ihm in die quere kommt...ich denke schon das es schon sein kann das sich da was tut...

mh schmerzhaft glaub ich nciht ... ich kann mir aber gut vorstellen das die kinder sich auch an veränderungen gewöhnen müssen...die entwickeln sich so schnell und müssen sich ja fast wöchentlich auf neue fertigkeiten einlassen und das dies schwer ist udn auch anstrengend das kann gut möglich sein

aber wenn du der meinung bist deinem kleinen geht es körperlich nicht gut bzw dir nicht sicher bist dann geh lieber einmal zu viel zum arzt alls einmal zu wenig....

ich mach das immer so ...

LG und drück dir die daumen das es bald wieder besser wird.... denk drann nach jedem noch so anstrengenden schup kommt ne noch schönere zeit :)

Beitrag von miau2 21.03.10 - 18:44 Uhr

Hi,
Schübe tun (vermutlich, fragen kann man die KLeinen ja schlecht) nicht weh, sondern sind einfach beunruhigend, aufregend...die Kleinen merken (vermutlich) einfach, dass irgend etwas mit ihnen passiert, ohne es einordnen zu können.

Weh tut das vermutlich nicht.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind wirklich Schmerzen hast solltest du natürlich zum Arzt gehen. Klar kann es auch immer mal zeitgleich zu einer "Schub-Phase" sein, dass tatsächlich etwas weh tut. Und selbst wenn man dann "nur" abgesichert hat, dass das nicht so ist ist man vielleicht einfach entspannter, und das kann sich auf das Kind übertragen.

Herumkauen kann auch ein Indiz für Zahnen sein. Auch das tut - vermutlich ;-) - nicht wirklich weh (Vermutung einer Zahnärztin), sondern ist wieder einfach ein unangenehmes Gefühl, das die Kleinen nicht einordnen können.

Biete ihm mal etwas gekühltes zum Beißen an, vor dem ersten Zähnchen ist z.B. auch eine geschälte Karotte aus dem Kühlschrank geeignet. Oder halt ein gekühlter Beißring. Vielleicht macht ihm das ja Spaß.

Fieber ist eh nichts, was automatisch beim Zahnen auftritt. Fieber bedeutet i.d.R. einen (evtl. durchs Zahnen mit verursachten) Infekt, aber Zahnen allein macht kein Fieber.

Was relativ oft passiert ist leicht erhöhte Temperatur, aber wir hatten schon mehr als reichlich Zähne ohne derartige Anzeichen.

Und wenn er jetzt den Zahneinschuß im Kiefer hat merkt er das schon - aber die roten Wangen kommen erst, wenn die Zähne durchbrechen (bei vielen Kindern, ein Muss ist es natürlich auch nicht), das kann dann noch Wochen oder Monate dauern.

Wäre also schon eine Erklärung.

Dazu kommt in dem Alter häufig noch die Brust-Schimpf-Phase...nicht ohne Grund werden nur relativ wenige Kinder mit mehr als 4 Monaten noch voll gestillt, dafür um so mehr abgestillt. Viele meckern an der Brust herum, sind durch nichts zufriedenzustellen...und das wird gerne mal fehlinterpretiert als "mein Kind will die Brust nicht mehr".

Das schöne ist - die Phase geht vorbei. Nur, wie lange das dauert kann dir niemand vorhersagen.

Ihr müsst gucken, wie es für EUCH passt. Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Mit meinem Kleinen hatte ich z.B. fast gar keine Probleme in der Phase. Bei meinem Großen musste teilweise mein Mann das Zimmer verlassen, damit ich in absouter Ruhe und Abgeschiedenheit stillen konnte. So ging es dann. Was bei meinem Großen echt Gold wert war war der Tipp, es mal mit einer anderen Stillhaltung zu probieren.

Vorher klassisch quer vor dem Bauch liegend - danach (zumindest die eine Seite, die andere blieb so wie von Anfang an) hatte ich ihn neben mir liegen, sozusagen von hinten nach vorne (auf einem Stillkissen)...plötzlich konnte ich wieder beide Seiten vernünftig stillen.

Manchmal sind es halt nur Kleinigkeiten. Man muss halt aufpassen, die Kleinen gewöhnen sich schnell an bestimmte Dinge - die Stillposition war nun kein Problem (blieb uns erhalten), beim Föhn würde ich es mir überlegen, ob ich das evtl. dauerhaft so machen will ;-).

Mit 4 Monaten bekommen die Kleinen wahnsinnig viel mit. Sie wollen unheimlich viel - und können das meiste noch nicht. DAS frustriert. Und weil sie so viel mitbekommen sind viele halt beim Stillen abgelenkt oder auch überreizt. Wenn man das weiß findet man vielleicht einen Weg, die Zeit etwas entspannter werden zu lassen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von baby-bunny00 21.03.10 - 19:53 Uhr

Vielen lieben Dank für so eine ausführliche Antwort. Ich habe beschlossen morgen mal zum Arzt zu fahren um auf Nummer sicher zu gehen.

lg