Was haltet ihr von Köhlers Vorschlag....

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Beitrag von lumasan 21.03.10 - 18:06 Uhr

... die Benzinpreise zu erhöhen.

Hallo,

ich habe grade gelesen, dass unser Bundespräsident Horst Köhler die Benzinpreise erhöhen möchte der Umwelt zur liebe. WAS HALTET IHR DAVON?

Ich finde das eigentlich eine sehr gute Idee. Für die Umwelt was tun ist doch immer gut. Aber er stellt sich das leider zu einfach vor. Köhler hat die Vorstellung, dass viel mehr Leute dann mit Bus und Bahnen fahren würden. Wie soll das funktionieren? Die Bahn kommt doch jetzt schon immer zu spät. Dafür bräuchten wir dann Gleitzeiten bei der Arbeit. Was NIE funktionieren würde. Sein Vorschlag zieht soooo einen Rattenschwanz hinter sich her, dass kann er sich nicht vorstellen. Er bekommt seine Staatskarosse gestellt, muss sich um nichts kümmern und andere, die eh schon viel zu wenig verdienen sollen dann noch leiden. Das geht meiner Meinung nach überhaupt nicht.

Was meint ihr zu dem Thema?

Beitrag von tve 21.03.10 - 18:39 Uhr

So wie Du es zitierst, haklte ich nichts davon, allerdings war das ja nicht sein gesamter Vorschlag und der hatte aber durchaus Potential.

Beitrag von alizeeceline 21.03.10 - 19:41 Uhr

Hallo!

Ich habe letztens für 1,46 € getankt. :-[

Wir überlegen schon länger, unser Auto abzuschaffen. Aber für einen 6 Personen Haushalt einkaufen zu gehen, da ist ein Auto schon ein Vorteil.

LG

Beitrag von engel-ina 21.03.10 - 19:47 Uhr

Ich persönlich halte davon nichts, der hat doch ein an der#klatsch... wir kleinen Bürger haben sowieso zu tun um die runden zu kommen mit dem was wir verdienen oder hat jemand von euch im Monat 3000-4000€..ich nicht...und die Politiker machen sowieso was sie wollen da werden wir doch nicht gefragt....

LG #schein

Beitrag von nochmal 21.03.10 - 19:55 Uhr

Hallo,

ich halte nichts davon, denn es gibt halt auch Leute die keine guten Bahnanschlüsse oder Busanschlüsse haben.
Hier fährt die S-Bahn zwar oft, aber der Bus eben nur 2 mal vormittags und 2 mal nachmittags.

Die Bahn ist mir zu unzuverlässig, man kann nicht vernüftig planen.

Ich persönlich würde auch mehr für Benzin zahlen, weil ich nicht auf mein Auto verzichten möchte und würde.

LG

Beitrag von oldma 21.03.10 - 21:18 Uhr

......selten so ein schwachsinn gehört. inzwischen weiss doch wohl jeder, dass das autofahren nicht das riesenproblem ist. schaffen wir auch flugzeuge ab??? und sicher werden die auspuffgase an der deutschen grenze anhalten, oder wie???am schärfsten finde ich ja die grüne plakette, mit der ich fahren muss. die hat der umwelt unglaublich geholfen......

Beitrag von pinklady666 21.03.10 - 21:24 Uhr

Hallo

Ich habs heute auch gehört.
So wie es im Radio dagestellt wurde halte ich nichts davon. Wir hier haben keine vernünftige Busverbindung. Um zur Bushaltestellt zu kommen, sind wir mal gute 35 bis 40 Minuten zu Fuß unterwegs (meine Schulzeit war der Horror). Ich habe zu meiner Arbeitsstelle überhaupt keine Busverbindung, mein Mann wäre 2 Std. unterwegs um zu seiner zu kommen, jedoch mit kanpp 40 Min. Aufenthalt um 5 Uhr morgens in einer anderen Stadt. Mit dem Auto fahren wir jeweils knappe 15 Minuten zur Arbeit. Also für uns hier ist es absolut unrealistisch aufs Auto zu verzichten.
Die Preise noch mehr anzuheben würde nur noch mehr Leute dzu bringen in Nachbarländern tanken zu gehen. Wir machen das schon seit wir unser Auto haben (heute sind wir zum ersten Mal mit beiden Autos gleichzeitig rüber gefahren, sonst immer nur mit einem und nem Kanister für das Andere.), und es rentiert sich immer mehr. Gerade wenn man auf zwei Autos angewiesen ist.

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von hasenzahn08 21.03.10 - 21:50 Uhr

Wie teuer denn noch ?

Schau mal hier

Die Benzinsteuer setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Mineralölsteuer: 50,5 Cent pro Liter
Öko(Renten)-Steuer: 15 Cent pro Liter
Erdölbevorratungsabgabe: 0,46 Cent pro Liter
19% Umsatzsteuer (ja, eine Steuer auf die Steuer): 25,08 Cent pro Liter bei einem Benzinpreis von 1,32 €/Liter
Der gesamte Steueranteil am Liter Benzin beträgt also 91,04 Cent (ein Anteil von 68,97 % !).

http://www.libertaere-liste.de/konstanz/abgaben.htm

Diese Zahlen sind aus 2007, bis 2010 kannst du dann hochrechen.

In Wirklichkeit will doch niemand, dass wir alle Bus und Fahren sondern man will nur die Kuh weiter melken :-[


Beitrag von luftundliebe 21.03.10 - 23:26 Uhr

Ich denke, dass die Politiker sehr wohl wissen, dass kaum einer auf sein Auto verzichtet - ob nun drauf angewiesen oder nicht, ist da vollkommen egal.

Meine Meinung: Gute Absichten vorschieben um weiter die Staatskasse aufzubessern #aerger

Anstatt mal den Riegel vorzuschieben, dass "Absprachen" bei den Spritpreisen nicht sein dürfen und eben NICHT die Konzerne damit Millionen schäffeln, dass ein Dollar Preisanstig am Rohölpreis gleich doppelt und dreifach an den Kunden weitergegeben werden darf - neeeee, immer schön weiter verteuern #augen... wie weiter oben schon geschrieben, die liebsten haben ihre Kutschen auf Staatskosten, dessen Verbrauch von mind. 10l/100km eben nicht in deren Taschen weh tut.

Wie war doch damals so schön der Skandal? Grüne-Abgeordnete, die sich 100m Luflinie mit dem dicken Benz chauffieren lassen... Abgeordnete, die auf Staatskosten LEGAL den Dienstwagen für den Urlaub nutzen dürfen :-[

Ätzend, was in diesem Staat abgeht #heul - mag trotzdem hier weiter leben, weil ich weiß, dass es mir woanders schlechter gehen würde #schwitz

Beitrag von mansojo 22.03.10 - 08:16 Uhr

das ist blödsinn,
die leidtragenen sind die pendler

ich verzichte schon auf ein auto und bin auf ein fahrad umgestiegen mit bus und bahn bin ich über eine stunde unterwegs mit dem drahtesel 35min
mein mann kann nicht auf ein auto verzichten er wäre mit den öffentlcihen fast 2h unterwegs da er mind.10h tgl arbeitet find ich das nicht besonders wenn er noch 4h in der bahn verbringt

ich find den vorschlag realitätsfremd
für die umwelt wird damit kaum was getan
aber der finanzminister ist bestimmt hin und weg über den vorschlag

Beitrag von miau2 22.03.10 - 08:55 Uhr

Hi,
von den Ideen Köhlers habe ich aktuell noch nichts gehört oder gelesen, aber i.d.R. hat er meiner Meinung nach ziemlich oft ziemlich gute Ideen oder Ansatzpunkte.

Generell ist es ja immer mal wieder eine Diskussion, die "staatlichen" Kosten für Autos komplett verbrauchsabhängig zu machen. Also die KfZ-Steuer wegzulassen, dafür halt entsprechend die Steuern auf Kraftstoffe zu erhöhen bzw. der mir (und vermutlich den Tankstellenbetreibern...) sympathischere Vorschlag wäre der einer Maut (aber nicht nur für Autobahnen, sondern ausgeweitet auf größere Bundesstraßen und gerne auch Innenstädte).

Damit könnte ich prima leben.

"Die armen Pendler..." Ja ja, ich bedauer die armen Menschen, die

- billige Mieten/Immobilien nutzen
- dafür jeden Tag die Zufahrtsstrecken in die Stadt verstopfen
- jeden Tag weite Anfahrtswege in Kauf nehmen um eben vergleichsweise preiswert und großzügig wohnen zu können
- und dafür dann auch noch zumindest einen Teil des Aufwands als Pendlerpauschale zurückerhalten

jeden Tag aufs Neue.

Wer bedauert uns?

Wir werden

- einen deutlich höheren Kaufpreis für unsere Immobilie
- dafür eine gute Bahnanbindung (nicht über die DB ;-), sondern über einen zuverlässigen anderen Anbieter)
- dafür eine kurze Strecke zur Arbeit

in Kauf nehmen, kommen mit einem Auto aus - und einen Ausgleich in Form von Pendlerpauschale (kaum nennenswert für die ca. 5km Arbeitsweg), Förderung für die sehr teure Immobilie o.ä. gibt es natürlich nicht. Wenn wir statt eigener Immobilie weiterhin die hier natürlich teurere Miete als auf dem Land zahlen würden würde es natürlich auch keine Förderung geben.

Gefördert wird also das ökologisch absolut ungünstige Pendeln...

Gerecht? Warum?

Und die Aussage "das Fliegen ist noch schlimmer" und "die anderen Länder sind auch viel schlimmer" - ja toll...wenn also andere Kinder Autos zerkratzen ist es vollkommen egal, ob MEIN Kind nur Graffitti auf Wände schmiert, weil das, was andere machen viel schlimmer ist?

Komische Logik. Wo sonst als bei UNS sollten wir anfangen?

Die meisten Pendler, die ich kenne hätten die Möglichkeit, arbeitsplatznäher zu wohnen. In den wenigsten Familien ist es das Problem, dass der eine in die eine Richtung 40km fährt und der andere in die andere Richtung - in den meisten Fällen die ich kenne wurde auf arbeitsplatznähere Wohnungen oder Häuser zu gunsten von viel Platz, Gärten, und natürlich niedrigeren Preisen verzichtet.

Die armen Pendler halt.

Gleitzonen bei der Arbeit sind in vielen Fällen (besonders Bürojobs) bereits gang und gebe. Da ja nicht nur die Bahn zu spät kommt, sondern mittlerweile auch mehr und mehr Autofahrer (da einfach die Straßen total überlastet sind) sehe ich das auch nicht als Problem für Bahnfahrer, das Autofahrer nicht hätten.

WAS ich als Problem sehe ist, dass wir schlicht und einfach zu bequem sind. Oder weniger diplomatisch ausgedrückt: zu faul.

Wir wollen die absolute Flexibilität. Und das heißt, wir wollen morgens um 7:48 das Haus verlassen. Nicht um 7:30, weil wir dann mit der Bahn fahren könnten, und nicht um 7:45, weil wir es dann schaffen würden, eine Fahrgemeinschaft zu bilden (beobachtet mal Autos im Berufsverkehr - mehr als eine Person sitzt meistens nicht drin, oder? Und bei dem Stauumfang müssen doch irgendwie welche dabei sein, die das gleiche Ziel haben...). Nein, es muss die Zeit sein, die genau WIR wollen - anpassen an andere Gegebenheiten - warum denn, es geht doch prima so.

Und glaub mir, der Köhler kann sich den Rattenschwanz vorstellen...

Mein Mann fährt übrigens Bus, mit Umsteigen, und er ist jeden Morgen um die gleiche Zeit im Büro. Er hat zwar Gleitzeit - aber notwendig wäre sie definitiv nicht. Nicht wegen dem nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Übrigens, wenn mehr Leute mit der Bahn fahren würden würde vielleicht der Netzbetreiber von der Bahn, die mein Mann wohl in Zukunft nutzen wird die Taktung ändern von z.B. aktuell alle 30 Minuten auf alle 20 Minuten im Berufsverkehr...oft ist das eine Frage der Nachfrage...ein Thema, womit sich Köhler durchaus auskennen sollte.

Ich fände es einen positiven Ausgleich dafür, dass es nicht nur die armen Pendler gibt, sondern tatsächlich Menschen, die - ungefördert - hohe Kosten in Kauf nehmen, und sich ihren Wohnort so aussuchen, dass das "Auto" nicht der einzige Weg ist, um das Haus zu verlassen...

So hat halt jeder seine eigenen Interessen und Gründe...wir sind halt nicht nur bequem, sondenr auch egoistisch ;-). Menschlich halt.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von mansojo 22.03.10 - 11:58 Uhr

>>>"Die armen Pendler..." Ja ja, ich bedauer die armen Menschen, die

- billige Mieten/Immobilien nutzen
- dafür jeden Tag die Zufahrtsstrecken in die Stadt verstopfen
- jeden Tag weite Anfahrtswege in Kauf nehmen um eben vergleichsweise preiswert und großzügig wohnen zu können <<<<

sollen wirklich alle in die Ballungszentren ziehen damit sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können??

mein Mann hat eine Arbeitsstrecke von 18km (innerhalb Berlin
die Busverbindung wurde in den letzten 10 Jahren derart beschnitten das er 3xumsteigen muss und 2h unterwegs ist

ich find 18km recht nah ich würde keinen km näher ranziehen


ich finde die Aussage zu pauschal

LG

Beitrag von miau2 22.03.10 - 13:24 Uhr

Ja, wie gesagt, jeder hat seine eigenen Argumente.

Genau so zu pauschal wie "die armen Pendler".
Genau so zu pauschal wie "Gleitzeit ist notwendig, damit man Öffis nutzen kann"
Genau so zu pauschal wie "die Bahn kommt immer zu spät"
...

Wie wäre es mit Fahrgemeinschaften? Oder geht es deinem Mann wie irgendwie gefühlten 99% der Autofahrer, dass zufälligerweise niemand auch nur ungefähr in die gleiche Richtung fährt?

Müssen ja gar nicht alle umziehen. Es wird auch immer welche geben, die autofahren, es wird auch immer welche geben, die es tatsächlich auch mit 30km Weg zur Arbeit schaffen, den ganzen oder größten Teil mit Bus und Bahn zurückzulegen...oder die es eben schaffen, etwas ihrer persönlichen Flexibilität aufzugeben und sich mit 2, 3, 4 Leuten zusammenzutun, die ungefähr den gleichen Weg zur Arbeit haben. Buslinien werden i.d.R. eingestellt, weil sie nicht genutzt werden (ist zumindest das Argument von unserem Betreiber hier). Was wäre, wenn plötzlich die Nachfrage da wäre, und zwar hoch genug, um die Busse ordentlich auszulasten?

Kraftstoff wird wohl teurer werden. Egal, wer Bundespräsident ist und welche Ideen der hat.

Alternativen zu überlegen ist dann doch gar nicht der schlechteste Weg, oder? Und heute damit anzufangen vielleicht auch nicht...

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von mansojo 22.03.10 - 13:47 Uhr

an Alternaiven gibt es nichts auszusetzen
im Gegenteil

Fahrgemeinschaft geht nicht da die anderen 5 Mitarbeier tatsächlich aus anderen Richtungen kommen
ist ja auch wurscht
er könnte auch Fahrrad fahren
oder sich einen Motorroller holen alles nicht möglich weil er fast tgl zu Kunden fahren muss

die öffentlichen werden in Berlin für mein Verständniss sehr gut genutzt nur kommt immer irgendein Schlauberger daher der meint man müsse optimieren
aber das ist en anderes Thema

Kraftstoff wird teurer egal wie da hst Du schon recht aber den Umweltschutz da vorzuschieben find ich verlogen

LG

Beitrag von miau2 22.03.10 - 14:02 Uhr

Verlogen...na ja, wie eine andere Nutzerin schon geschrieben hat: wenn man mal beobachtet - ich beobachte es auch an mir - für WAS Autos heute alles benutzt werden...dann ist es vermutlich wirklich noch nicht teuer genug.

Was soll denn sein Beweggrund sein, wenn der Umweltschutz "verlogen" ist?

Höhere Einnahmen? Wenn die Leute tatsächlich weniger fahren und niedrige Einkommen, die fahren müssen subventioniert werden - gibt es die dann wirklich?

Vielleicht müssen wir uns einfach daran gewöhnen, dass es so nicht weitergeht, wie wir es uns angewöhnt haben.

Und - auch wenn die 5 anderen Mitarbeiter aus anderen Richtungen kommen...wie sieht es mit den zigtausend anderen Pendlern in und um Berlin aus? Seit ihr die einzigen, die - grob - aus Richtung von Eurem zu Hause in die grobe Richtung Arbeitsplatz fahren? Schwer vorstellbar im Großraum einer Großstadt...Umgekehrt könnte ich es mir eher vorstellen (also in der Stadt wohnen und auf dem Land arbeiten).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von mansojo 22.03.10 - 14:20 Uhr

okay

wir nutzen das Auto nicht um unsere Kinder um die Ecke zu fahren
da würde ich ein knall kriegen bis ich ein Parkplatz vor der Schule gefunden hab
und wie schon geschrieben verzichte ich auf ein eigenes Auto
Fahrgemeinschaft für meinen Mann ist nicht möglich da er verschiedene Geschäftstermine wahrnehmen muss

es gibt auch dieses Carsharing
allerdings weiß ich nicht wie das in Berlin ankommt

aber der Regierung unterstelle ich ehr die Aussicht auf höhere Einnahmen aals den Umweltschutz

das Auto an sich ist sicher nicht für das Überleben notwendig

ich würde es sinnvoller finden alternativen zu finden
die bestehenden teurer machen bringt das ganze gefasel um die suche nach alternativen antrieben auch nicht weiter

ein Batteriebetriebendes Auto können wir uns nicht leisten
selbst wenn der Liter 5 Euro kostet könnten wir uns kein Batteriebetriebendes Auto leisten


interessanterweise findet sich auch keine eindeutige Antwort, was mit den Steuermehreinnahmen gemacht wird

lG

Beitrag von miau2 22.03.10 - 16:45 Uhr

Hi,
wenn das bestehende zu teuer wird wird es vielleicht irgendwann eine Nachfrage nach Alternativen geben.

Dann wird sich die Familie mit 2 Kindern vielleicht irgendwann fragen, ob es das Schiff sein muss, was witzigerweise als "Minivan" durchgeht oder ob es nicht vielleicht ein kleinerer Kombi mit 2/3 oder weniger vom Verbrauch auch tun würde. Und ob es wirklich die 150 Pferdestärken sein müssen.

So lange Sprit so billig ist besteht doch gar keine sichtbare Notwendigkeit sich mit Alternativen zu beschäftigen...das Gerede von der Knappheit geht doch meistens zum einen Ohr rein, zum anderen raus. Spritfesser lassen sich immer noch verkaufen. Autofreie Sonntage kennen die meisten doch nur noch aus Geschichtsbüchern ;-). Und wenn die Alternativen nur sparsamere Autos sind...der Verbrauch ist immer noch ein Kriterium, dass die Leute, die ich kenne, die sich ein Auto gekauft haben eher zweitrangig betrachtet haben (wobei das vor dieser CO2-Geschichte war, die sich auf die Steuer bei Neufahrzeugen auswirkt - vielleicht ändert das ja was...aber das ist ja auch eine staatliche Regelung, die es teurer macht).

Ist es Köhlers Aufgabe, an dieser Stelle ein komplettes Konzept vorzustellen? Ich meine, wenn jemand eine Idee hat, einen Vorschlag - muss er dann gleich immer ein komplett ausgearbeitetes, wasserdichtes Konzept mitliefern? Etwas ansprechen darf man ohne gar nicht mehr?

Vielleicht kommt man ja zu dem Schluss, dass es unterm Strich keine Mehreinnahmen gibt. Weil vielleicht die KfZ-Steuer (wie ja in anderen Denkanregungen gegeben) wegfällt, weil niedrige Einkommen, die pendeln MÜSSEN subventioniert werden (ich hätte dann auch gerne einen Mietzuschuss, wenn man bewußt aufs pendeln verzichtet).

Vielleicht gibts ja dann einen verstärkten Zuschuss für den öffentlichen Nahverkehr, damit mehr Leute eben nicht wirklich zwingend aufs Auto angewiesen sind.

Oder eine Prämie für Fahrgemeinschaften ;-).

Ich finde es vollkommen ok, Denkanregungen zu liefern, immerhin erreicht er, dass mal wieder über das Thema diskutiert wird.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von nele27 22.03.10 - 12:15 Uhr

Ich geb Dir recht!

OBWOHL ich selbst Pendlerin bin und von der Pendlerpauschale profitiere (50 km einfache Strecke) ist es schließlich mein Privatvergnügen, dass ich keinen Bock habe, an meinem Arbeitsort zu wohnen.

Ich hätte also nichts dagegen, wenn die Pendlerpauschale abgeschafft wird, da sie einfach nicht zu rechtfertigen ist.

Ich profitiere übrigens nicht von dem von Dir genannten billigen Wohnraum, weil ich in der teuren Großstadt wohne und aufs Land pendel. Da ich den Wagen auch dienstlich brauche, geht Bahnpendeln auch nicht. Habe also so gesehen keinerlei Vorteile durchs Pendeln.
Aber trotzdem: Alles Privatvergnügen.

Naja, aber wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, gibt es immer 1000 gute Gründe, warum ausgerechnet dort nicht gespart werden kann #augen Und dann tut man so als habe es mit einem selbst überhaaaaauuuuupt nichts zu tun #kratz

LG, Nele

Beitrag von willow19 22.03.10 - 14:00 Uhr

Ich weiß zwar schon was Du meinst, aber dennoch ist viel Schwachfug in Deinem Text vorhanden.
Wir wohnen in einem kleinen Dorf, ohne Busverbindung. (Schulbus fährt, mehr aber auch nicht)
Wir haben keinerlei Geschäfte im Ort und, geschweige denn einen Arzt oder Ähnliches. Wir brauchen also das Auto. Auch mein Mann muss mit dem Auto in die Arbeit fahren, zwar nicht sehr weit, aber schon wegen den seinen Schichten geht es nicht anders.
Wir wohnen in einem Haus, sprich das Haus gehört mir, es wurde mir von meinen Eltern überschrieben. Lebe ich nun billig? Mach Dir mal Gedanken, was man als Hausbesitzer für Kosten zu bewältigen hat. Würden wir in die Stadt ziehen, käme mein Mann gar nicht mehr ohne Auto zur Arbeit, weil die Firma auch in einem kleinen Ort ist.

LG

Beitrag von miau2 22.03.10 - 16:31 Uhr

Hi,
ich habe ausdrücklich von den Pendlern gesprochen, die ICH kenne. Spannend, dass du die gleichen Pendler kennst wie ich und daher so gut beurteilen kannst, dass meine Beispiele Schwachfug sind.

Nebenkosten als Hausbesitzer? Sorry, wenn ich lache, aber überleg dir mal, welche "Nebenkosten" man hat, wenn man nicht das Glück hat, ein Haus überschrieben bekommen zu haben...

Aber mir ist auch vollkommen klar, dass natürlich jeder seinen persönlichen KO-Grund hat, warum gerade ER pendeln MUSS und es definitiv keine andere Lösung geben kann...Dass es nicht für ALLE ohne KOMPLETT Auto geht ist mir vollkommen klar.

Trotzdem denke ich, dass bei den meisten das Pendeln alleine die komplette Strecke im Auto sitzend keine zwingende, objektiv bestehende Notwendigkeit ist. Dass es trotzdem von extrem vielen gemacht wird (rein subjektive Beobachtung im Berufsverkehr) spricht für mich dafür, dass Autofahren einfach zu billig ist.

Es sei denn, man sagt - es ist egal, wie viel gefahren wird. Egal für die Umwelt, weil andere ja noch schlimmer sind, und egal aus allen anderen Gründen - dann spricht natürlich nichts dafür, es teurer zu machen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von willow19 22.03.10 - 20:03 Uhr

Ich kenne auch Leute, die wegen jeden Mist, die wegen jeden Meter in ihr Auto steigen und das finde ich auch nicht richtig.
Ich muss z.B. die Kinder in den Kindergarten fahren, weil der Kindergartenbus abgeschafft wurde und die Nachbarn vom Kindergarten bringen ihr Kind ebenfalls mit dem Auto!! Da haut es mir auch den Vogel raus. Aber ich bin dennoch absolut dagegen, die Spritpreise weiter zu erhöhen, weil es dermaßen ins Geld geht und wir eh sonst nicht großartig einfach mal so durch die Gegend gurken. Und hier in der Gegend geht es sehr vielen Leute so, da eben öffentliche Verkehrsmittel nicht vorhanden sind.
Und nur mal so angemerkt. Beim eigenen Haus muss ich alles selbst bezahlen, wenn etwas repariert werden und da ist immer etwas zu tun. Auch Zusatzversicherung und andere Steuern fallen bei Eigentum an. Logisch will ein Vermieter auch etwas verdienen, aber er muss auch die Kosten bei gewissen Rperaturen tragen, was den Mieter somit "entlastet".
(Eine Überschreibung kostet auch Geld und meine Geschwister mussten auch ausbezahlt werden. Jetzt bekommen wir um Beispiel noch einen Kanalanschluss und das wird ebenfalls richtig teuer.........usw.....)
Aber egal, dass geht am eigentlichen Thema vorbei.

Im Übrigen hab ich Dich nicht angegriffen, nur man kann eben nicht alles verallgemeinern, wie man es eigentlich selten tun kann. Brauchst also nicht so zu fauchen. ;-)

Liebe Grüße

Beitrag von ostsonne 22.03.10 - 10:07 Uhr

Gar nichts. Ich wohne auf dem Dorf, wo einmal am Tag ein Bus fährt. Ich muß aber jeden Tag 30 km weiter in die Stadt zum arbeiten. Wie komme ich dahin ? Klar, mit dem Auto. Und auf das bin ich angewiesen und werde demzufolge auch immer damit fahren MÜSSEN, egal was für Preise herrschen.
Und die Bahn ? Ph, die kannst du doch vergessen.
Ich bin die letzten beiden Jahre mit der Bahn gefahren, weil wir nur ein Auto haben und mein Mann das Auto brauchte. Er hat mich früh zur Bahn gefahren und dort abgesetzt. Und ich muß sagen, die Bahn kam JEDEN früh zu spät oder gar nicht. Und zu jedem Fahrplanwechsel, also aller halber Jahre, wurde das Bahnfahren teurer, das sich das alles nicht mehr gelohnt hat.
Nein danke Herr Köhler ! Das wäre total ungerecht den Pendlern gegenüber, die Auto fahren MÜSSEN, um arbeiten zu können.
Und alle Berufe, die auch auf Benzin angewiesen sind, wie z.B. die Pflegedienste, die Speditionen, die Busse....all das wird dann automatisch teurer und wir müssen dann an der Tankstelle mehr bezahlen PLUS alles andere, was auch durch die hohen Spritkosten teurer wird.

So, ich muß jetzt Schluß machen, ich bekomm` nen dicken Hals bei diesem Thema !

die ostsonne

Beitrag von willow19 22.03.10 - 11:09 Uhr

Auch ich halte absolut nichts davon.
Warum?
Weil wir hier nicht einmal eine Busverbindung haben, um ordentlich einkaufen zu gehen. Wir haben hier nichts im Ort, keinen Becker, keinen Getränkeladen usw...
Wir benötigen einfach ein Auto, um uns zu versorgen, um auf Arbeit zu kommen und um zu Ärzten zu gelangen.

Liebe Grüße

Beitrag von bezzi 22.03.10 - 12:19 Uhr

So lange vor unserer Grundschule morgens noch täglich das Verkehrschaos ausbricht, weil Eltern, die 200m von der Schule entfernt wohnen ihre Kinder dahin fahren, ist der Sprit noch viel zu teuer.

Wir haben ein Familienauto. Ich fahre aber lieber mit der Bahn auf die Arbeit. Jeder Weg innerorts wird mit dem Fahrrad erledigt (wenn möglich), auch bei schlechtem Wetter. Von mir aus kann der Sprit EUR 2,50 kosten. DANN überlegen es sich vielleicht ein paar mehr Leute, ob man zum nächsten Briefkasten oder Zigarettenautomaten wirklich mit dem Auto fahren muss und für die, die wirklich fahren MÜSSEN ist mehr Platz da.

Beitrag von sassi31 22.03.10 - 14:54 Uhr

Hallo,

ich halte garnichts von dem Vorschlag.

Wer sein Auto braucht, wird es auch weiterhin benutzen. Wen die Umwelt interessiert, wird zu Fuß gehen, Fahrrad fahren oder die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen, unabhängig davon, was der Sprit gerade kostet. Und wer das Geld nicht hat, muss den Wagen zwangsläufig stehen lassen und macht das nicht aus Liebe zur Umwelt. Ist in meinen Augen der falsche Weg.

Gruß
Sassi