Er war heute Nacht nicht daheim...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ausundvorbei 21.03.10 - 19:15 Uhr

Angeblich hat er bei einem Arbeitskollegen gepennt, weil einfach mal raus musste.

Wir sind seit 7 jahren zusammen und haben zwei Kinder zusammen.

Eigentlich passt es schon lange nicht mehr, zwischen uns...

Ich würde so gern einfach weg...
Kann mir aber nicht vorstellen es allein mit meinen beiden Kindern zu schaffen!
War bisher nur geringfügig arbeiten.
Habe niemanden für die Kinder...
Ausserdem bin ich chronisch krank...

Klingt alles sehr nach jammern - ich weiß

Heute haben wir noch kein einziges Wort gesprochen mit Ausnahme des Telefonates als ich bemerkte, dass er nicht daheim war heut Nacht.

Ich hab eigentlich auch überhaupt keine Lust auf eine Aussprache!
War schon oft an dem Punkt, andem ich nicht mehr wollte.

Hab aber keine Ahnung wie ich es anfangen soll.


Sinnloses dahin schreiben...

Habe niemanden zum Reden :-(

Beitrag von nyiri 21.03.10 - 19:25 Uhr

Bevor Du irgendwelche Entscheidungen für Deine/Eure Zukunft triffst, solltet Ihr zumindest an einem Tisch gesessen und die Fakten besprochen haben. Alles andere wäre überstürzt und unklug. Sprich mit ihm - wenn nicht heute, dann wenigstens in naher Zukunft.

Im Falle einer Trennung gibt es Unterstützungen jedweder Art, aber dazu mehr, wenn von Trennung die Rede sein sollte. Zu schaffen ist es auf jeden Fall, das weiß ich aus Erfahrung. Ich gehe 3 Tage die Woche voll arbeiten und bin mit meinem Sohn allein. Vom Kindvater habe ich mich vor knapp 9 Jahren getrennt und bereue es auch nicht.

Aber bitte kläre das erstmal vernünftig mit Deinem Partner, ja?

Beitrag von ausundvorbei 21.03.10 - 19:36 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Ich hab schon so oft versucht mit ihm zu reden..
Leider kommen dann Sätze wie: Dann geh doch - wenn Du meinst, dass Du es bei jemand anderem besser hast!
Das kann er leicht sagen - weil er weiß, dass ich nicht weg kann!
Kann mit den Kindern ja nicht unter der Brücke schlafen!

Ich wüßte nicht wie ich drei volle Tage die Woche arbeiten sollte.

Ich hab nicht mal ein eigenes Auto.

Ich bin absolut überfordert mit dem Gedanken ausziehen zu müssen.
Also wird es einfach wieder weiterlaufen wie schon so oft.
Irgendwann, wenn die Kinder größer sind (sag ich mir oft) dann kann ich auch weg.
Leider wird das noch etwa 10 Jahre dauern bis ich die Kinder auch mal alleine lassen kann!
Solange kann und will ich aber dieses Leben nicht mehr weiterführen wie es jetzt ist!

Nur jammern und nix tun - so komm ich mir vor
Reden hat so oft schon NIX gebracht.
Hinterher schläft er auf der Couch und nach zwei Tagen ist wieder alles beim Alten.
Sex hatten wir in den vergangenen zwei Jahren vielleicht 5 x.

ICH MAG NICHT MEHR

Und hab immer noch keinen Plan


#heul



Beitrag von nyiri 21.03.10 - 19:51 Uhr

Schätzchen, wenn man etwas wirklich will, dann schafft man nahezu alles. Ich weiß das aus Erfahrung.

Das erste mal habe ich mich vom Vater meines Sohnes getrennt, dieser 1 Jahr alt war. Wir teilten den Hausstand auf, gingen wohnungstechnisch für 2 1/2 Jahre getrennte Wege und das war auch gut so. Ein Auto hatte ich damals seit geraumer Zeit aus finanziellen Gründen nicht mehr. Mit 3 Jahren brachte ich meinen Sohn in die Kita und setzte mich freiwillig nochmal auf die Schulbank, um eine 2. Ausbildung zu machen. Nach 3 Jahren Erziehungsurlaub wollte ich mir und meinem Sohn beweisen, dass ich noch zu mehr imstande bin als Windeln wechseln, Brei füttern und staubsaugen. Als mein Sohn dann 4 Jahre alt war, ließ ich den Kindsvater wieder einziehen, weil der die Räumungsklage bekommen hatte - ausgebliebene Mietzahlungen über einen Zeitraum von 6 Monaten. Ich war nicht Schwein genug, um zu sagen "Komm' alleine klar.". Also zog er wieder ein und der Zirkus fing von vorne an. Dann vor 9 Jahren kam meinerseits der finale Schuss, weil ich nicht mehr wollte, konnte, durfte.

Die beste Entscheidung der letzten Jahre... Ich sparte eisern und leistete mir eine neue Einbauküche, neue Schränke fürs Wohnzimmer, ein hübsches Kinderhochbett für Söhnchen, neuer Fernseher, neue Stereoanlage. Nichts auf Pump, alles erspart und bezahlt. Auch ich war in den ersten Jahren auf staatliche Hilfe angwiesen, habe aber mit diesem Geld so gehaushaltet, dass ich mir all das gönnen konnte, um meinem Sohn und mir selbst ein schönes Zuhause zu schaffen.

Warum solltest Du das denn nicht schaffen. Lieber allein mit den Kindern glücklich, als zusammen mit dem Vater unglücklich.

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 14:06 Uhr

DANKE für Deine Worte!

Wahrscheinlich hast Du mit Deinem letzten Satz recht!

Den entgültigen Entschluß habe ich aber noch nicht gefaßt!

Beitrag von widowwadman 21.03.10 - 20:02 Uhr

Du weisst nicht wie du 3 Tage die Woche arbeiten solltest? Da kommen ja einem echt die Traenen/

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 13:55 Uhr

Ich arbeite momentan täglich 4 Stunden vormittags!

Komme aber nicht über die Geringfügigkeitsgrenze.

Ich kann mir nicht vorstellen 3 VOLLE Tage in der Woche zu arbeiten!!!
Und das nicht weil ich es nicht könnte, sondern weil ich niemanden für die Kinder habe!
Tagesmutter gibts bei uns in der Nähe keine!
Ausserdem wäre mir das sowieso zu teuer...


Beitrag von nyiri 22.03.10 - 16:06 Uhr

Sofern Du Aussicht auf eine Arbeitsstelle hast, kannst Du Zuschüsse zur Kinderbetreuung beantragen.

Beitrag von katze-maggy 22.03.10 - 06:37 Uhr

Vielleicht solltest Du erstmal anfangen, an Dir etwas zu ändern. Du bist jetzt schon überfordert, wie soll das den dann alleine mit zwei Kindern sein.
Meine Güte, such Dir nen Therapeuten, der Dir hilft auf die Füsse zu kommen.
Ich bin chronisch krank - so Sätze liebe ich - dann tu was dran oder lerne mit der Krankheit zu leben.
Ändere Deine Situation so, dass Du in der Lage bist zu arbeiten.
Was willst Du denn Deinen Kindern für ihr Leben vermitteln.
Hast Du schonmal drüber nachgedacht, dass auch Dein Mann die Nase von der Situation voll hat. Er arbeitet und wenn er nach Hause kommt, findet er eine Frau vor, die damit überfordert ist ihren Tag als Hausfrau und Mutter rumzubekommen.

Beitrag von !!!!!!!!!! 22.03.10 - 10:58 Uhr

Interessant wäre, welche chronische Krankheit denn überhaupt vorliegt.

Auch als chronisch kranker Mensch kann man (meistens) arbeiten. Ich habe eine Kollegin, die ist alleinerziehend, hat zwei Kinder im Alter von 3 und 8 Jahren. Sie ist chronisch krank (zu 70 % Schwerbehindert) und arbeitet an 5 Tagen die Woche jeweils 8 h.

Ich selber bin auch chronisch krank (Herzkrank), aber nicht Schwerbehindert und arbeite auch 5 Tage á 8 Stunden.

Die TE sollte sich - zumindest nach ihrem Beitrag zu urteilen - in psychische Behandlung begeben. Entweder ist sie psychsich krank oder einfach nie erwachsen geworden.

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 14:13 Uhr

Ich habe chronische Polyarthritis und Hashimoto wurde auch vor kurzem diagnostiziert.

Es ist nur nicht so einfach eine Arbeit zu finden die körperlich nicht so extrem anstrengend ist!
Wenn ich mich ein paar Tage zu sehr abrackere, bin ich wieder für 2 Wochen ans Bett gefesselt - trotz guter Medikamente!

Ich bin NICHT psychisch krank - momentan nur ohne Plan!
Ich denk mir nur - dass kann nicht mein Leben gewesen sein! (Bin 28)

Arbeiten kann ich übrigens sehrwohl - was ich auch tue!

Momentan täglich 4 (bis 4,5) Stunden

Ich hab bloß keinen für meine Kinder!
Daher meine Sorge wegen VOLLZEITARBEIT!

P.S. Ab wann ist man schon erwachsen.... #kratz

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 14:01 Uhr

Ich arbeite jeden Vormittag 4 Stunden lang!

Bin also nicht nur Hausfrau und Mutter!!!

Ich habe aber absolut KEIN Startkapital um mir eine Wohnung alleine leisten zu können! (Möbel etc.)

Mit meiner chronischen Erkrankung kann ich auch ganz gut leben mittlerweile!
Ich bin aber nicht mehr so belastbar wie damals als ich VOLLZEIT arbeiten ging!
REIN KÖRPERLICH!
Ich habe chronische Polyarthritis.
Zuviel körperlicher Arbeit ist da nicht drin - sonst lieg ich wieder 2 Wochen!

Finde ich nicht okay - dass Du mich hier so angreifst!

Beitrag von !!!!!! 22.03.10 - 14:21 Uhr

Du kannst Möbel aus der ehelichen Wohnung mitnehmen. Das muss doch alles geteilt werden. Und die Kinderzimmer nimmst Du eh mit.

Ansonsten tu es erst mal auch ein paar gebrauchte Möbel, die man durchaus günstig bekommen kann (Ebay, Kleinanzeigen). Vielleicht hat auch jemand im Freundeskreis oder in der Verwandtschaft noch was abzugeben.

Ich selbst habe auch ohne jegliches Eigenkapital mit zwei Kindern neu anfangen müssen. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof, aber wenn man es will, dann schafft man das auch.

Zu den Finanzen:

Du arbeitest, Du bekommst Kindergeld, Deinen Kindern steht Unterhalt zu. Wenn das nicht reicht, könntest Du evtl. Wohngeld beantragen oder andere Leistungen (ergänzendes ALG 2) in Anspruch nehmen.

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 14:32 Uhr

Da muss ich Dir recht geben!
(Wenn man es will schafft man es auch)

Ich bin mir aber noch nicht so sicher, ob ich das wirklich will!
Zu schaffen ist es sicher - meine Mutter hat es zweimal geschafft! (einmal mit 2 kindern und einmal mit 3!)
Ich weiß also aus eigener Erfahrung, dass es kein Zuckerschlecken ist allein erziehend zu sein.
Bei uns gabs damals nie Urlaub - keine Markensachen, selten mal ein Ausflug und dann immer nur mit selbstgeschmierten Broten und Verdünnungssaft mit, keine Gasthausbesuche, und und und
Was aber das schlimmste war : Meine Mutter war sehr wenig zu Hause!
Und wenn sie dann daheim war hatte sie genug im Haushalt zu tun bzw. wollte auch mal ihre Ruhe.

Daher fällt es mir echt nicht leicht, diesen Schritt wirklich zu tun!

Denk mir dann immer: vielleicht kann man sich ja doch arrangieren...



Beitrag von !!!!!! 22.03.10 - 14:38 Uhr

***Denk mir dann immer: vielleicht kann man sich ja doch arrangieren... ***


Und was ist das für ein Leben, wenn man sich nur arrangiert? Die Kinder bekommen das doch auch mit, wenn es daheim nicht stimmt. Da nützt es auch nichts, wenn sie jetzt teure Markenklamotten tragen.

Ich war lange alleinerziehend, aber es war entspannter, als eine kaputte Ehe. Habe Vollzeit gearbeitet und die Kinder haben nicht darunter gelitten. Wenn ich finanziell auch nicht so aus dem Vollen schöpfen konnte, als wenn ich mit meinem Ex zusammengeblieben wäre, haben wir Restaurants besucht, die Kinder bekamen angemessenes Taschengeld und waren gut gekleidet.

Wenn es unbedingt Markenklamotten sein müssen, wäre Ebay eine Alternative.


Ich werde es nie verstehen, warum sich Frauen von Männern dermaßen abhängig machen. Neulich habe ich in einem Buch einen schönen Satz gelesen, sinngemäß ging der so: "Frei ist man nur, wenn man in der Lage ist, eine eigene Wohnung zu bezahlen."

Beitrag von joermungander 22.03.10 - 11:48 Uhr

1. Frauenhaus
2. Freunde und Bekannte
3. Pro Familia oder ähnliches
4. Überweisung Psychotherapie
5. rechtliche Beratung im Falle einer Trennung

Perspektiven ergeben sich dann immer. Weil weitergehen muss es immer und hier in D muss keine Mama mit 2 kindern unter einer Brücke schlafen! Hol dir Hilfe!

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 14:04 Uhr

Ich muss hier vielleicht klarstellen, dass ich nicht psychisch krank bin, sondern im Moment einfach nur keinen Ausweg sehe!

Ich werd mich auf jeden Fall schlau machen - bin aber aus Österreich, und hoffe auch hier diverse Möglichkeiten zu finden!

DANKE

Beitrag von joermungander 23.03.10 - 07:08 Uhr

das hat damit auch nichts zu tun. Aber manchmal braucht man einfach einen Anstoß von außen, von erfahrenen Menschen, die sich mit solchen Situationen auskennen und wissen, wie man dir am Besten hilft.

Beitrag von jeannylie 22.03.10 - 13:51 Uhr

Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen.
Es geht alles. Die Untätigkeit liegt in Dir begründet.
Das Du Dich nicht gut fühlst, verständlich. Aber letztenendes, was willst DU? Mit ihm zusammen bleiben? Na also, dann MUßT Du was machen.
Also geh zum Amt und besorg Dir eine Wohnung, lass Dich aufklären was Du als Unterstützung haben kannst.
Dann sorg Dir eine Anwältin und lass Dich rechtlich beraten. Wenn Du kein Einkommen hast wirst Du hier auch Glück haben und der Staat übernimmt die Kosten. So gut hsat Du es in fast keinem anderen Land!
Besorg Dir Hilfe von Freunden und Familie.
Wenn Du willst, dann schaffst Du es auch!
LG
Jeannylie

Beitrag von ausundvorbei 22.03.10 - 14:16 Uhr

Bin nicht aus Deutschland!
Werd mich aber schlau machen wie das hier in Österreich funktioniert!
DANKE

Ich weiß, dass es an mir liegt etwas zu machen!

Aber dieser Entschluß sollte wohl überlegt sein!
Meine Mutter zweimal geschieden und jetzt das dritte Mal verheiratet!
Ich wollte immer, dass meine Kinder nicht so aufwachsen müssen :-(

Vielleicht zögere ich deshalb so lange...

Beitrag von jeannylie 22.03.10 - 14:42 Uhr

Das kann ich gut verstehen. Aber das hat ja was mit dem Druck von außen zu tun, mit gesellschaftlichen Konventionen und dem Gefühl versagt zu haben.
Aber versuch das ganze sachlich zu sehen, geht es Deinen Kindern besser wenn Du bleibst? Nein. Im Gegenteil, dann haben sie sogar noch eine deprimierte Mami.
Nur weil man Kinder hat ist einem das recht auf ein glückliches Leben nicht versagt.
Meine Mutter hat das 18 Jahre gemacht, ich kann nur jedem Raten den eigenen Weg zu gehen - denn heute geht es ihr viel schlechter als wenn Sie damals den Mut gehabt hätte ihr leben in die Hand zu nehmen.