Stillmamis - bin verunsichert...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mirisept 21.03.10 - 22:23 Uhr

Hallo ihr Lieben!
Ich lese hier immer wieder, dass Mamis, die ihren Babies die Flasche geben sich darüber austauschen, wieviel ihre Kinder trinken.
Ich stille voll und mach mir (weiß auch nicht warum) seit paar Tagen mal wieder voll Sorgen, dass meine Maus nicht genug kriegt (zumal ich hier auch oft lese, dass manche Mütter nicht genug Milch haben). Beim Stillen hat man ja überhaupt keine Kontrolle, wieviel die Kleinen trinken. Kann man da drauf vertrauen, dass das Baby satt wird? Meine Kleine ist 8W 3T. Ich hab sie bis zur vollendeten 7. Woche wöchentlich gewogen, da hat sie immer schön zugenommen (150-200g), jetzt wollt ich eigentlich mit dem Wiegen aufhören. Oder lieber doch weitermachen? Oh Mann, bin grad echt verunsichert. Wie macht ihr das?

Beitrag von supikee 21.03.10 - 22:27 Uhr

Hallöchen,

ich bin keine Stillmami (leider), aber wollte dir trotzdem schreiben.

Ich glaube, mit dem wöchentlichen Wiegen kann man sich ganz schön verrückt machen.
Lass es lieber sein.

Und ich bin mir 100%ig sicher, dass sich deine Kleine melden wird, sobald sie Hunger hat.

Zuwenig Milch - ich glaube eigentlich gar nicht, dass es das gibt..

Ich denke, das wird sich schon einspielen bei euch..

Viel Spaß beim Stillen

Verena

Beitrag von woelkchen1 21.03.10 - 22:28 Uhr

Ich empfand es als Segen, nicht zu wissen, wie viel ml sie getrunken hat! Das macht einen doch Irre!

Hör auf dein Bauchgefühl!

Wirkt sie satt, wenn sie fertig ist mit trinken? Wie oft kommt sie? Sind die Windeln fleißig voll?

Da sie bisher sehr gut zugenommen hat, brauchst du dir keine Gedanken zu machen.

Wie gesagt, lerne, auf deinen Bauch und dein Herz zu hören, und du wirst die Unwissenheit toll finden!

Beitrag von haruka80 21.03.10 - 22:37 Uhr

Hör auf so oft zu wiegen. Deine Hebi wird ja sicherlich auch noch kommen und dann wiegen, das reicht völlig. Man merkt ja auch, wie das Kind drauf ist, obs schläfrig ist, obs gut trinkt, ich weiß von den Mamis aus dem GVK, das die alle kein Problem hatten mit der Zunahme des Kindes, das lief einfach. Wir mußten 12 WOchen Trinktagebuch schreiben, weil mein Kleiner so schlecht trank (abgepumpte MuMi) und das Wiegen war immer schrecklich, hat er abgenommen, hat er n bisschen was zugenommen,wobei ich das nur von der Hebi machen lassen habe um mich nicht irre zu machen.

L.G.

Haruka

Beitrag von mirisept 21.03.10 - 22:41 Uhr

Vielen Dank für Deine Antworten!
Ich will ja so gerne auf meinen Bauch hören und mir und meinem Baby vertrauen, ich bin nur leider ein Mensch, der sich diesbezüglich ziemlich schnell verunsichern läßt...
Sie hat viele volle Windeln. Manchmal schreit sie, nachdem sie die erste Brust getrunken hat, aber nachdem sie auch die zweite bekommen hat, ist sie immer zufrieden bzw. schläft am Busen ein. Das Wiegen würd ich auch gerne sein lassen, und das mach ich jetzt auch. Und es stimmt - eigentlich ist es sehr entspannt, nicht zu wissen, wieviel sie trinkt. Nur wenn ich abpumpe, kommt diese Thematik immer auf.
Liebe Grüße :-)

Beitrag von qrupa 22.03.10 - 07:48 Uhr

Hallo

Die allermeisten Frauen die glauben zu wenig Milch zu haben deuten einfach nur die Signale falsch. Nur ca 5% aller Frauen können wirklich nicht genug Milch bilden, weil die nötigen Milchdrüsen fehlen. Das passiert aber nicht von heut auf morgen sondern ist dann von Anfang an ein Problem.
Wenn ein Baby einen fitten und wachen Eindruck macht, rosige Haut hat, regelmäßig eine volle Windel hat und zunimmt, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass es genug bekommt.
das ständige Wiegen kannst du wirklich bleiben lassen.
Zum einen nehmen die kleinen nach ein paar Wochen immer langsamer zu (sonst würden sie ja auch alle mit 6 Monaten 15 Kilo wiegen) und außerdem nehmen sie nciht jede Woche gleich viel zu sondern mal nur wenig und dann plötzlich wieder sehr viel so dass selbst ein "schlechterer Wert" erstmal gar nichts darüber aussagen würde ob die Milch nicht reicht.

und zum abpumpen: stillen ist ein sehr sehr komplexer Vorgang aus drücken, saugen, massieren mit Zunge Lippen udn Kiefer. Das kann keine Pumpe nachmachen udn folglich bekommt ein baby immer deutlich mehr MIlch aus der Brust als es eien Pumpe könnte. Es gibt reihenweise Frauen (mich auch) die nie auch nur einen Tropfen abpumpen konnten und trotzdem voll stillen können.
Und zusätzlich trinken Babys aus einer Flasche schneller und auch mehr als sie es an der Brust tun würden.

versuch wirklich zu lernen auf dein Bauchgefühl und dein baby zu hören. Das wird dir in den nächsten jahren noch einige gute Dienste erweisen

LG
qrupa

Beitrag von lhyra 22.03.10 - 08:47 Uhr

Huhu!
Ich habe meine Kinder nie gewogen. Außer eben beim Arzt.
Das sicherste Indiz dafür das Dein Baby ausreichend Milch zu sich nimmt, ist eine nasse Windel, und ein Kind das "gut dabei" also wach und aktiv ist (dem Entwicklungsstand des Babys entsprechend natürlich).

Bitte komm von diesem unsinnigen Kontrollwunsch weg. Du kannst ein Stillkind niemals mit einem Flaschenkind gleichsetzen. Da sind sooooviele Unterschiede was die Zusammensetzung und auch die Verwertung der Milch anbelangt, daß ich hier glatt eine Abhandlung schreiben könnte.

Mach Dir keine Sorgen. Na - leichter gesagt als getan, oder?! Ich verstehe Dich. Wenn Du Dir sehr unsicher bist, dann rate ich Dir, informiere Dich bei einer Stillberaterin mal ganz genau. Die gute Frau kommt wie Deine Hebi zu Dir nach Hause und kostet Dich keinen Cent.
Eine Stillberaterin kannst Du auf der Seite www.bdl-stillen.de unter dem Punkt "Stillberatung" finden. Die Frauen dort sind unheimlich kompetent und sehr nett.

Entspann Dich. Der Weg zu ganz viel Sicherheit kostet Dich nur einen Anruf oder eine Mail an eine dieser Beraterinnen.
Liebe Grüßkes!

Beitrag von schullek 22.03.10 - 13:31 Uhr

hallo,

lass dich bitte nicht verrückt machen. solange dein kind rosig und munter ist und 5-6 nasse windeln pro tag hat ist alles in butter.
mein sohn sah aus wie ein klops und da er sehr kurze stillabstände hatte wurde lange gemunkelt (die lieben verwandten), dass ich wohl zu wenig (nahrhafte) milch habe. bis mein mann ein donnerwetter losgelassen hat.

lass das wiegen und vertrau auf dein kind.

lg

Beitrag von kyrilla 22.03.10 - 17:48 Uhr

Hallo,

ich weiß auch nicht, wieviel Sauerstoff meine Kinder einatmen, scheint aber zu reichen ;-)
Wenn es sooo wichtig wäre, hätten wir alle eine Tankuhr an der Brust! Kinder holen sich das, was sie brauchen, lass das Wiegen und mach dir einfach nicht mehr so viele Sorgen.

Nur 3 Prozent aller Mütter können tatsächlich nicht voll stillen, wenn du dazu gehören würdest, hättest du das bereits gemerkt. Solange dein Baby einen zufriedenen Eindruck macht und nicht dehydriert sowie 5-6 nasse Windeln produziert ist alles in Butter.

LG
Kyrilla