Schulpsychologe, weil Kind zu langsam ist Zeugnis "2"

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sylke1980 22.03.10 - 00:22 Uhr

Ich dreh am Teller!

Mein Sohn ist 9 Jahre alt und besucht die dritte Klasse einer Grundschule, im letzten Zeugniss hatte er in allen Fächern eine zwei, ausser in Kunst, da gab es eine drei.
Alles gut, müßte man meinen, jetzt das Problem:

Macht man dem armen Kind nicht richtig Druck, schläft er beim Arbeiten fast ein... Am besten klappts mit Stoppuhr, 45Minuten, Sprechverbot (einschränkung bei konkreten Fragen zu den Aufgaben), vorher auf Klo und etwas trinken. Klappt gut, er schreibt und rechnet gewissenhaft und ordentlich.
Hat er aber Zeit.... macht er nur Krakeleinen, schaut aus dem Fenster, ist unkonzentriert und wird nicht fertig.

Seine Lehrerin hat mich nun aber besort angerufen und mir erklärt, das sie Sorgen hat, das es immer schlimmer mit der Schnelligkeit wird und das sie eine Versetzung in die fünfte(!!!) Klasse gefärdet sieht... Aufgrund der schwierigen Situation zum Vater (wir leben getrennt), denkt sie mein Sohn bräuchte einen Schulpsychologen...
Irgendiwe bin ich überfordert...

Wem gehts ähnlich...?

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von krumel-hummel 22.03.10 - 06:47 Uhr

Hallo

Hör auf die Lehrerin. Lehrkräfte haben im allgemeinen die Erfahrung und den Weitblick, der uns Eltern fehlt. Es ist nichts schlimmes daran, den Schulpsychologen (bei dem du nicht mal wöchtenlich dein Kind irgendwo hinbringen musst) hinzuzuziehen.

Wie soll er denn auch in höheren Klassen zurecht kommen? Da steht keiner hinter ihm. Er muss mithalten können - was offensichtlich nicht grad seine Stärke ist.

Gruß
Hummel

Beitrag von sylke1980 23.03.10 - 16:32 Uhr

Hallo Hummel, das ist aber ja das Problem, ich stehe hinter ihm. Immer, er weiß es und unter Zeitdruck klappt ja auch alles, nur wenn er zu viel Zeit hat, dann kommt nix...

Ich habe mittlerweile auch schon x-mal bei der Schultante angerufen, aber ausser, das ich dann weiß, das ich bei der Schulpsychologischen Beratung bin und grade niemand da ist, bin ich hinterher genau so schlau wie vorher...:-)

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von manavgat 22.03.10 - 09:52 Uhr

Aufgrund der schwierigen Situation zum Vater (wir leben getrennt), denkt sie mein Sohn bräuchte einen Schulpsychologen...


So eine blöde Kuh!


Das ist ganz einfach Diskriminierung und sonst nichts.


Ich würde Dir empfehlen, zu Deiner eigenen Beruhigung den Kinderarzt aufzusuchen.

Könnte es sein, dass sich das arme Kind im Unterricht schlicht langweilt?

Was meint denn Dein Sohn dazu?

Gruß

Manavgat

Beitrag von sylke1980 23.03.10 - 16:39 Uhr

Sag mal, kann es sein, das ich (zumindest Namendlich) irgendwie noch kenne?!;-) Dein Wortlaut und ein Blick in Deine VK, kommt mir doch irgendwie noch bekannt vor.:-)

Ich habe da jetzt mit einigen Leuten drüber gesprochen, die einen sagen ohnehin, meine Kinder hätten ADS, weil sie sich einfach gern bewegen und das auch einfach gewöhnt sind, wir haben einen riesen Garten angrenzend an einen Bauernhof, da muß man nichtmal leise spielen. Ich habe zu ADS so eher meine eigene Meinung und die fällt selten zu gunsten der Eltern aus.:-p

Ich glaube wir über einfach jetzt in den Ferien zwischendurch ganz einfach mal konzentriertes arbeiten, denn er kommt ja im Unterricht mit, sonst würde er nicht nur zweier Leistung bringen....

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von manavgat 23.03.10 - 20:02 Uhr

Also Sylke,

abgesehen davon, dass ich im Rhein-Main-Gebiet wohne und Wuppertal nur von der Landkarte kenne, weiß ich jetzt nicht wo und wie wir uns kennen.

Aber vielleicht...


... war es in einem anderen Leben?

#kratz


oder es kommt im nächsten, dass wir aufeinandertreffen.

LG

Manavgat

Beitrag von sylke1980 24.03.10 - 10:46 Uhr

Guten morgen!:)

Nee, so kennen nun wieder nicht. Aber dein Name von diesem Forum hier.;-)
Nicht aus dem "wirklichen Leben"! ;-)

Ich war laaaaaange nicht hier, aber so manche Menschen behält man sich eben doch!

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von schneeglitzern 22.03.10 - 13:32 Uhr

Ich finde es gut, dass die Lehrerin sich kümmert.
Ich würde das angebot annehmen.
Was hast Du denn zu verlieren?
Mein Sohn ist letztes Jahr in die 5. Klasse gekommen.
Da ist die Grundschule ein Witz. Zumindest bei uns.

Vielleicht hat es ja auch nichts mit dem Vater zu tun, sondern ist ein grundsätzliches Problem von ihm.
Evtl. weiß der Psychologe Rat.

Gruß
Schneeglitzern

Beitrag von sylke1980 23.03.10 - 16:43 Uhr

Hallo Schneeglitzern,

ja, sie kümmert sich wirklich und das schätze ich an ihr, sie hat keinen leichten Stand.:-)
Zu verlieren haben wir sicher nichts, aber ich bekomme dort nichmal einen Termin, weil dort immer nur ein Band läuft, das man zu den falschen Zeit anruft, allerdings werden auch keine Zeiten genannt, wo man Glück hätte... Sehr seltsam, wenn Du mich fragst!

Das die fünfte Klasse etwas ganz anderes sein wird, weiß ich, das durfte ich im Freundekreis schon sehr nah miterleben!;-)

Ich glaube wir üben jetzt in den Ferien einfach mal konzentriertes arbeiten und dann schauen wir zusammen mit der Lehrerin weiter.

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von philine 22.03.10 - 15:04 Uhr


Lass´ Dich beraten, wirklich!

Nach Deiner kurzen Beschreibung würde ich davon ausgehen, dass Dein Sohn unter ADS leidet und das kann man (auch ohne Medikamente, nur mit ganz konkreten Strukturierungen des Alltags) ganz gut in den Griff bekommen.
Aber auch dabei kann Dir nur ein Fachmann / eine Fachfrau nach eingehender Beratung und Kennenlernen des Kindes helfen. Und vielleicht ist es ja auch etwas ganz anderes?

Wenn Du schon schreibst, dass Du überfordert bist, dann nimm´ doch bloß die Hilfe an, die Dir geboten wird! Es geht doch um Deinen Sohn und nicht um Dich!
Unternimm´ etwas, bevor der Zug abgefahren ist!!

Viel Glück, wirklich,
philine

Beitrag von manavgat 22.03.10 - 15:35 Uhr

Nach Deiner kurzen Beschreibung würde ich davon ausgehen, dass Dein Sohn unter ADS leidet und das kann man (auch ohne Medikamente, nur mit ganz konkreten Strukturierungen des Alltags) ganz gut in den Griff bekommen.


ÄÄÄÄhhhhhh halloooooo!


Wer hat den die Hobby-Internet-Psychiater rausgelassen?


Geht es noch?

#klatsch

Manavgat

Beitrag von philine 22.03.10 - 17:49 Uhr


Selber äähhhh hallloooo! #klatsch

Kannst Du nicht lesen? Ich habe zweimal geschrieben "frage einen Fachmann" und außerdem "vielleicht ist es etwas ganz anderes". Ich wollte der Fragestellerin nur die Angst bzw. die Hemmungen vor einem Psychologen nehmen.

Lass´ Deinen Frust an jemand anderem aus.

Beitrag von baltrader 23.03.10 - 10:37 Uhr

Hm, wenn sie aber ohnehin schon unsicher ist, würde so eine Diagnose mich an der Stelle wahrscheinlich noch unsicherer und panischer machen.
Klar, sollte sie die Hilfe annehmen, wird schon nicht gebohrt, aber gleich so eine Diagnose in den Raum zu werfen.

;Lg,

Mimi

Beitrag von philine 23.03.10 - 14:05 Uhr


Ja klar, ich kann natürlich auch, wie so viele andere hier, schreiben, dass die Lehrerin zu blöd ist und dass die Familie ganz sicherlich keine Beratung benötigt.

Leider habe ich aber zu viele "Fälle" kennengelernt, in denen massiv Zeit vertan wurde, weil die Eltern keinen Stempel aufgedrückt bekommen möchten ("oh, das Kind braucht einen Psychologen"). Und wer ist der Leidtragende? Das Kind natürlich.
Meine Vermutung, die im übrigen keine "Diagnose" war, sollte eher die Angst nehmen und dazu ermutigen, nach der Ursache der Probleme zu forschen. Nur dann kann man sie auch in Angriff nehmen, oder?

Beste Grüße!

Beitrag von baltrader 23.03.10 - 16:45 Uhr

Ich hab schon verstanden, wie das gemeint war, und ich bin ja auch der Meinung, daß Hilfe angenommen werden soll, aber es muß ja nicht gleich irgendwas sein, vielleicht ist das Kind gerade mal ein wenig neben der Spur, verstehst Du mich?

Lg,

Mimi

Beitrag von philine 23.03.10 - 16:53 Uhr

Ich verstehe, was Du meinst.

Letztlich kann das ohnehin nur jemand beurteilen, der das Kind kennt und nicht jemand im Internet...

Beitrag von sylke1980 23.03.10 - 16:58 Uhr

Hallo Philine,
ja, Du hast sooo recht.:-)
Ich wollte ja auch nur mal ein paar völlig unabhängige Meinungen.:)

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von sylke1980 23.03.10 - 16:56 Uhr

Hallo Mimi,

ja, genauso stelle ich mir das nämlich grade auch vor. In der Schule ist die Hölle los, es sind zig Lehrer und Betreuer krank, die Kinder machen ihre Hausaufgaben ständig unter anderen Bedingungen... Natürlich ist es klar, das es dem einen Kind nichts ausmacht, meinem aber schon, denn wie gesagt, zu Hause alles kein Ding!:-)

Vielleicht ist er "Schulfaul"!;-)

Und ich würde ja die Schulpsychologin mal zu rate ziehen, ich kann ja nichts verurteilen, was ich nicht kenne, aber ich erreiche dort nie jemanden.
Philine hat meinen Text einfach anders verstanden, als ich ihn meinte. Mit "ich bin überfordert..." wollte ich ja nicht zum Ausdruck bringen, das ich mit der ganzen Situation nicht zurecht komme, ich hab ja keine Decke über dem Kopf und mache die Augen zu, ich wollte einfach nur mal ein paar unabhängige Meinungen.:)

Liebe Grüße
Sylke

Beitrag von eriks_mama 26.03.10 - 01:36 Uhr

Sorry da sage auch ich ähhh hallo??

Auf ADS tippen weil das Kind langsam ist-ja ne is klar

Beitrag von philine 26.03.10 - 13:46 Uhr



Ich glaube, Ihr habt ADS mit ADHS verwechselt.

Zur Definition von ADS:

"Das Kind wird sehr schnell abgelenkt, kann sich nicht lange konzentrieren, findet die richtige Buchseite nicht, kramt ewig im Ranzen, hört nur halb zu, vergisst oder verliert oft etwas, führt nichts zuende, kennt den Stundenplan nicht, kann sich die Hausaufgaben nicht merken.
Bei den vorwiegend hypoaktiven Kindern, den langsamen und verträumten, wird schnell eine Lernbehinderung vermutet, weil sie so langsam und verzögert reagieren, nicht alles mitbekommen und oft stundenlang vor sich hinträumen. In der Tat verpassen sie viele relevante Inhalte des Unterrichts durch ihre Träumerei."

Nichts für ungut.

Beitrag von manavgat 26.03.10 - 15:14 Uhr

erst hängst Du Dich aus dem Fenster und stellst nach ein paar Zeilen über eine Momentaufnahme eine Hobbydiagnose und dann

unterstellst Du Deinen Kritikern, sie hätten keine Ahnung....


soviel Selbstüberschätzung bleibt ohne Worte

Manavgat

Beitrag von sylke1980 23.03.10 - 16:49 Uhr

Hallo Philine,

überfordert im Sinne von "was ist mein nächster Schritt" kennste das? Nicht überfordert mit der Situation, die ist völlig okay, da hatten wir schon weitaus schwierigere Dinge zu meistern!:-)

Und natürlich geht es auch um MICH....Schließlich sollte ich doch der Halt meines Kindes sein.

Und ADS hat für mich eine völlig andere Bedeutung, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Liebe Grüße
Sylke