Hilfe, mein Sohn mag den Kindergarten nicht!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cherry19.. 22.03.10 - 11:00 Uhr

hallo,

mein keanu wird jetzt am 21.04 drei jahre alt. er geht seit september in den kindergarten. er war erst in einer minigruppe, in der er maßlos unterfordert war. seit januar geht er in die nächsthöhere gruppe. dort sind die kinder zwischen drei und vier jahren alt. jetzt habe ich seit einiger zeit das problem, dass mein sohn weint, wenn er in den kindergarten geht. er möchte da nicht hin, er möchte lieber daheim bleiben. anfangs gabs null schwierigkeiten. kein tränchen, kein gezicke, gar nichts. dafür ist es jetzt umso schwieriger. er weint, möchte wieder mit nach hause. heut morgen ebenso. ich bin dann mal ein paar minuten in ner ecke stehen geblieben, um zu sehen, wie lang er dann weint. nach gut ner minute war es vorbei. er hing jedoch an der erzieherin dran, wie n schluck wasser :-( nun ist es bei uns so, dass er, wenns hoch kommt, mal ein bis zwei wochen am stück schafft im kindergarten und dann wieder krank ist. dann fehlt er mal wieder ne woche. obs daran liegt?

es gibt so versch. sachen momentan. dann sagt er seit einigen wochen, er habe bauchweh :-( ich war beim doc, weil ich mir unsicher war. der meinte aber auch, dass da bei ihm alles in butter is. er hat normalen stuhlgang, isst normal und springt daheiim auch normal rum.

dieses geweine im kindergarten ging kurz vor seiner polypen- und paukenröhrchen-op los. da dachte ich noch: ok, er fühlt sich vielleicht unsicher, weil er so schlecht hört. und dann die vielen "fremden" kinder. er kennt sie zwar vom sehen, aber eben mehr noch nicht. und einen richtigen bezug kann er kaum aufbauen, weil er ja ständig krank ist und immer wieder fehlt. ich dachte, nach der op wird das besser. weit gefehlt :-( es wird eher immer schlimmer. ich mach dann kein drama draus bei ihm. bleibe auch meist noch ein paar minuten mit an der tür stehen oder setz mich noch kurz auf den spielteppich. aber eben nur ein paar minuten. vor und nach der op hat er dann eben mal 4 wochen am stück gefehlt. erst krank, dann hab ich ihn noch ne woche daheim gelassen, weil ich nicht wollte, dass er sich ansteckt und dann noch ne woche nach der op.

weiter fällt mir auf, dass er richtig aggressiv manchmal ist.. ich kenn das gar nicht von ihm. so richtig wütend :-( und dann noch das "problem", dass er dann - wie auch ne mama weiter unten schreibt - wie ein baby redet. er ahmt dann sehr oft seine schwester nach. ich verbringe nun schon sehr viel zeit mit ihm. noch mehr geht nicht. die kleine ist ja auch noch da. und lernen muss er das ja, dass er nicht ganz alleine mehr is.

kurz gesagt mache ich mir momentan meine gedanken darüber, ob mein kind regelrecht unglücklich ist zur zeit. er weint jeden morgen, nachmittags ist er oft aggressiv und dann diese babysprache. er lacht auch. keine frage. aber das war eindeutig mal mehr :-( vielleicht interpretiere ich auch zu viel rein. ich weiß es nicht.. aber irgendwie gefällt mir das alles zur zeit so rein gar nicht.

hat jemand auch so ein kindlein, was so gar nicht in den kindergarten mag? wie macht ihr das? wurde das dann mal besser oder gibts da echt auch spezialisten, die die ganze kindergartenzeit weinen???

ich hab die kindergärtnerin auch gefragt. sie meinte, sie denkt, dass es wohl der abnabelungsprozess ist. is es dann normal, dass er daheim auch momentan so rumbockt? einfach eine phase, die er jetzt durchmachen muss?

ich hab ihn natürlich auch selbst schon gefragt, warum er da nicht mehr hinwill. die kinder schmeißen spielsachen und wären so laut. das ist meist die antwort.

Beitrag von cherry19.. 22.03.10 - 11:05 Uhr

noch ne veränderung: er wird gerade trocken. ob das alles zusammenhängt?

Beitrag von wort75 22.03.10 - 12:08 Uhr

na stell dir das doch mal vor: er war bisher der king of the baby-group! er war der älteste und konnte alles am besten. er musste sich nie in frage stellen.

jetzt ist er in der gruppe mit kindern, die ihm teilweise voraus sind. er ist der neue - die andern kennen schon dieselben lieder, gedichte, speile - haben soziale regeln festgelegt.

er hat auch bis jetzt in die windel gemacht - und ziemlich sicher sind alle anderen weitgehend windelfrei. er merkt also, dass ihm andere kinder überlegen sein können. das macht ihm wortwörtlich bauchweh. und es wird seinen ehrgeiz wecken.

du wirst sehr schnell sehr viele fortschritte entdecken.

um aber gegen aussen und unter der kindergruppe der grosse zu sein, muss er daheim um so mehr baby sein dürfen, sich fallenlassen können. daher die babysprache, babyverhalten. lass ihm das. er brauchts.

das gezicke ist auch klar - in der gruppe muss er sich an regeln der erzieher halten - und an solche der kindergruppe. da gibts keine kompromisse. da muss er daheim um so mehr gucken, dass er sich ablösen, behaupten kann. ist also normal. nicht drauf eingehen - regeln sind regeln, aber verstehen kann man das schon.

ich würde jetzt die sache mal noch einige wochen durchziehen. sobald er sich gut eingelebt hat, wird das problem weg sein. und wenn er sich wirklcih nicht zurecht findet in der gruppe musst du nochmals mit der erzeiherin reden. wichtig ist: du musst hinter deinem entscheid und dem kindergarten stehen können. wenn du selber findest es wäre dort zu laut und zu chaotisch, dann hat das keine Zukunft dort...

Beitrag von cherry19.. 22.03.10 - 12:48 Uhr

danke für deine antwort. du sagst es. so wirds wohl auch sein. fortschritte entdecke ich ja bereits jetzt schon. das trockenwerden. er spricht ja schon sehr sehr gut (im kiga haben mich die erzieherinnen gefragt, was ich mit dem kind gemacht hätte. so einen hatten sie noch nie).

das babyverhalten lass ich ihm auch daheim.

ich antworte später nochmal genauer. ich hab jetzt leider keine zeit

Beitrag von mabo02 22.03.10 - 12:14 Uhr

Vielleicht war er ja doch nicht so unterfordert wie du dachtest und nun ist ihm das alles zu viel...

Wenn dann noch hinzu kommt, dass er oft fehlt..
Oftmals haben kleine Kinder Probleme wenn sie keinen geregelten Ablauf haben und der fehlt einfach wenn er die eine Woche mal hin geht, dann wieder nicht, dann wieder doch...

Beitrag von cherry19.. 22.03.10 - 12:46 Uhr

unterfordert war er definitiv in der anderen gruppe ;-)

tja, was soll ich tun, wenn er ständig krank ist? ich kann ihn ja nicht mit 40 fieber hinbringen. ich hoff, dass das jetzt im frühling besser wird

Beitrag von mabo02 22.03.10 - 13:10 Uhr

Nein, das sollte auch kein Vorwurf sein.
Du kannst da nichts dran ändern wenn er oft krank ist.

Geht mir momentan selber nicht besser.
Aber ich hoffe auch auf den Frühling.

Warte erst einmal ab.
Es kommt ja momentan sehr viel auf ihn zu.
Der Wechsel, das trocken werden, die neuen Kinder und dann ist er auch oft krank.
Das macht ihm sicher alles ein wenig zu schaffen.

Gib ihm Zeit und sei konsequent und bring ihn immer hin, wenn er nicht krank ist.