durcheinander..

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von angel2403 22.03.10 - 16:02 Uhr

hallo liebe mitfühlenden...ich bin mir sicher es sind einige in meiner situation die mir viellt tipps geben können..ich bin gerade zeimlich durcheinander und hoffe einfach hier hilfe zu finden... ich werde in 2 tagen 22 jahre alt.. und habe heute morgen einen schwangerschaftstest gemacht der positiv war, danach bin ich mit meiner besten freundin zu meiner frauenärztin gefahren und mir wurde meine schlimmste befürchtung bestätigt...ich fühl mich einfach noch zu jung für ein kind... ich konnte bisher mit kleinen kindern einfach nichts anfangen..hinzukommt das ich keinen festen partner habe, und gerade erst seit einer woche wieder in einem arbeitsverhältniss bin und auch angst habe diese zu verlieren.. es gibt einfach für mich so viele gründe mich gegen das kind zu entscheiden..wobei ich weiß das es gar nichts dazu kann..auch habe ich angst davor wie meine familie reagiert.mein vater wird 70 und er ist sehr altmodisch weil es sowas "früher" einfach nicht gab- schongar nicht ohne mann bzw ohne verheiratet zu sein.. bitte antwortet mir schnellst möglich ich habe noch 2 wochen zeit zum überlegen..ich weiß einfach ned wie ich mich entscheiden soll... vielen dank .lg kati

Beitrag von anyca 22.03.10 - 16:15 Uhr

Tja, abnehmen kann Dir die Entscheidung natürlich keiner. Hier mal eben "Babys sind ja so süß" zu schreiben ist halt leichter, als nachher schlaflose Nächte durchzustehen oder wegen schlechter Kinderbetreuungsmöglichkeiten Probleme im Job zu haben ...

Was aber keine Rolle spielen sollte, ist Rücksicht auf Deine Familie. Dein Vater ist 70, o.k., aber das heißt er war jung während der 68er-Zeit und der "sexuellen Revolution". Mein Vater ist 71 und hatte kein Problem damit, daß sein erster Enkel "unehelich" auf die Welt kam.

Wenn Dein Vater altmodisch/konservativ ist, sollte er ja auch gegen Abtreibung sein, oder?

Alles Gute - ich wünsche Dir, daß Du zu der Entscheidung kommst, mit der DU (!) am besten leben kannst.

Beitrag von angel2403 22.03.10 - 16:17 Uhr

...ich weiß das keiner mir die entscheidung abnehmen kann aber viellt war ja schonmal jemand in meiner situation...also bestimmt war das schonmal jemand ich finds nur schön dann von jemandem zu hören wie es ihr ging damals... trotzdem vielen dank für deinen beitrag=)

Beitrag von 4 mal mama 22.03.10 - 16:23 Uhr

Hallo !

Also erstmal , Heute ist Heute , und früher war mal !

Soviel dazu !

Nun zu Dir , ich kann Dich natürlich irgendwie verstehen auf der anderen Seite , warum bist Du ss geworden ? Hast Du nicht verhütet ?
Deine ganzen sorgen sind natürlich nachvollziehbar , wobei , um den Job würde ich mir jetzt erstmal keine sorgen machen . Du musst einfach für Dich entscheiden was für Dich richtig ist . Wir können Dir nicht sagen bekomm es oder nicht . Auch kann man nicht sagen , alles wird schön und alles ist so super . Das ist es nicht , wenn ein Baby kommt verändert sich das ganze Leben , soviel ist klar . Darüber solltest Du Dir gedanken machen . Ich kann nur sagen , ich hab mit 20 mein erstes Kind bekommen , allerdings war ich da schon verheiratet , also hatte ich andere vorraussetzungen . Aber ich hätte es auch so bekommen . Geh doch mal zu Pro Familia, oder hast Du Freunde die schon Kinder haben , dann verbring doch mal Zeit mit denen. Vielleicht hilft Dir dann das bei Deiner entscheidung .

Egal für was Du Dich entscheidest , ich wünsch Dir viel Glück und alles Gute !

Beitrag von angel2403 22.03.10 - 16:34 Uhr

vielen dank für deine antwort! ich hab 4freundinnen die alle früh ein kind bekommen haben und meistens ungewollt.ich hätte nie damit gerechnet das mir sowas passieren könnte...ich weiß das so ein kind ein ganzes leben verändert aber wie gesagt ich fühl mich noch ned bereit dazu. mir is klar das es viele gibt die gegen abtreibung sind aber ich muss ehrlich sagen,jetzt bin ich fast froh das es sowas gibt... viellt finde ich hier auch noch welche die eine ähnliche situation durchgemacht haben. vielen dank für eure antworten!

Beitrag von desertrose75 22.03.10 - 20:11 Uhr

Hallo, das ist eine schwere Entscheidung.

Was ich aber ehrlich gesagt nicht so ganz verstehe, warum hast du sooo lange gewartet, um einen Test zu machen und zum Arzt zu gehen. Da Du ja schreibst, daß Du noch zwei Wochen Zeit für Deine Entscheidung hast, bist Du nach meiner Berechnung mind. in der 10SSW. Auch wenn es rechtlich noch zwei Wochen legal ist, die Schwangerschaft abzubrechen, finde ich es für einen Abbruch sehr spät. Das Herzchen schlägt schon lange, die Kinder sind etwas 3 bis 4 cm groß und sehen eben aus wie Kinder. Wenn Abtreibung, dann so früh wie möglich, aber das ist nur meine Meinung.

Ich wünsche Dir trotzdem viel Kraft die richtige Entscheidung zu treffen.

Beitrag von angel2403 23.03.10 - 18:03 Uhr

hallo, also ich bin in der 8ten SSW! und ich habe es erst richtig gemerkt als meine periode ausblieb und ich bemerkte das meine brüste empfindlich waren. ich mein das die periode mal ausbleibt is ja auch ned ungewöhnlich... sorgen hab ich mir dann gemacht als ich bemerkt habe das mir morgens leicht schlecht war... ich bin trotz allem froh es so "früh" bemerkt zu haben das noch luft ist um eine entscheidung zu treffen.eure antworten waren sehr hilfreich für mich und es ist schön zu hören das man nicht alleine ist! liebe grüße an alle die mir bisher geantwortet haben! katrin

Beitrag von salida-del-sol 22.03.10 - 21:13 Uhr

Hallo, liebe Angel2403,
Du hast heute Morgen einen Schwangerschaftstest gemacht der positiv war und der FA hat Dir es bestätigt. Dass Du da erst mal durcheinander bist ist logisch.
Du fühlst Dich mit 22 Jahren noch zu jung für ein Kind. Auch junge Mütter haben ihre Vorteile, da sind die Nerven noch besser. Und in eine Aufgabe kann man hineinwachsen und man kann auch an ihr wachsen.
Um Dein Arbeitsverhältnis mußt Du Dir keine Sorgen machen, denn es gilt das Mutterschutzgesetz §9 für Dich. Dieses besagt, dass Du während der Schwangerschaft und 4 Monate danach unkündbar bist.
Du konntest bis jetzt mit kleinen Kindern einfach nichts anfangen, dies ist häufig so. Aber wenn dies dann nicht ein Kind ist, sondern Dein Kind. Dann kommt da plötzlich eine Beziehung ins Spiel. Und diese läßt dann manches in einem anderen Licht erscheinen.
Du hast etwas Angst wie Deine Familie reagiert. Mir sind schon Eltern begegnet, die ihrer schwangeren Tochter böse Steine in den Weg geschmissen haben. Aber als sie das Enkelchen zum 1. mal sahen, waren alle Vorwürfe vergessen und sie wurden großartige Helfer.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von *1*2*3 23.03.10 - 09:56 Uhr

Hallo Angel 2403!

Ich kann dein Durcheinander sein sehr gut verstehen.
Ich wurde vor ein paar Jahren in einer ähnlichen Situation schwanger. Ich wollte nie Kinder haben. Es paßte überhaupt nicht in meine Lebensituation.

Die wichtigste Frage die ich mir damals gestellt habe, war kann ich dem Kind eine gute Mutter sein, kann ich mich so weit zurücknehmen? Kann ich dem Kind das geben, was ich für ein Kind erwarte?
Wo will ich hin und wer unterstützt mich auf meinem Weg? Welche Ressourcen hab ich.
Kinder sind was schönes, ohne Zweifel. Kinder sind auch viel Sorgen und viel Arbeit.
Man kann es nicht annähernd nachvollziehen was es heißt ein Kind zu haben. Auch wenn man weiß dass sich alles ändern wird.

Ich habe mich damals für die Schwangerschaft und somit für das Mutter sein entschieden. Für mich war Abtreiben mit so einer Moralkeule belegt, dass ich es einfach nicht tun konnte. Gesellschaftlich ist abtreiben immer noch etwas was man nicht tut. Frau ist böse, Frau hat getötet und verantwortungslos. Ich habe mich als hauptsächlich aus gesellschaftspolitischen Gründen für eine Schwangerschaft entschieden die ich gar nicht wollte und gegen die ziemlich viel rationale Gründe sprachen.

Ich habe hart gearbeitet und brauchte viel Hilfe von Psychiologen und Psychiatern mich in der Schwangerschaft zurechtzufinden. Emotional war es die Hölle.

Es war harte Arbeit, aber ich habe es geschafft. Meinem Kind und mir geht es gut. Wir lieben uns und es ist großartig Mutter zu sein, meistens zumindest:-D.
Mein Kind ist jeden Tag mein persönlicher Sonnenaufgang. Aber das mußte ich erst lernen.

Retrospektiv muss ich allerdings sagen, nochmal würde ich es nicht machen. Und auch diese Moralkeule a la Abtreibung ist böse hängt nicht mehr über mir.

Ich wünsche dir viel Glück und alles Gute auf deinem Weg.
Wie du dich entscheiden sollst kann dir keiner sagen, aber ganz egal wie du dich entscheidest ist es okay. Und jede Art von Enscheidung ist eine Form von Verantwortung.

Lieber Gruß!

Beitrag von svenjag87 23.03.10 - 10:25 Uhr

Hallo Kati.
Ich bin auch 22Jahre. Werde bald 23 und bin dann eine Mami. Habe davor auch noch ein bisschen Bammel, aber die Vorfreude überwiegt drastisch.
Ich bin auch ungeplant schwanger geworden. Hatte leider gesundheitliche Probleme und dann ist es passiert. War total geschockt und konnte nur weinen. Habe zwar einen Freund, aber die Beziehung lief zu dem Zeitpunkt echt schlecht und ich war sogar am überleben, ob wir das überhaupt noch hinbekommen. Hatte und habe immernoch Angst...zumal ich selber sehr schlecht aufgewachsen bin und daher jetzt auch in therapeutischer Behandlung bin.

Also meiner Meinung nach, bekommt man heutzutage soviel Unterstützung und Hilfe dass du dir auf jeden Fall keine Sorgen machen muss das du alleine da stehst. Finanziell sowie aber auch seelisch gibt es soviele Möglichkeiten. Wenn du magst, schreib mir einfach mal ne Nachricht, wenn du genauer was dazu hören willst. Bin einige STellen angelaufen und war überrascht wieviel Unterstützung man bekommt. Das wusste ich vorher garnicht.

Habe auch sehr viele Sachen gehabt die gegen ein Baby sprachen. Aber ich denke es ist eher eine Gefühlsfrage. Ich könnte kein Baby abtreiben. Und wenn ich jetzt daran denke, könnt ich weinen. Habe mir so Sorgen gemacht ob ich mein Baby lieben kann, weil ich selber viel schlimmes mitgemacht habe. Aber ich liebe mein kleines Würmchen jetzt schon. Mit meinen Freund läuft es auch wieder gut. Wir bekommen finanzielle Unterstützung und ich kann mein Studium auch weitermachen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und horche in dich hinein.

Beitrag von blaue-blume 23.03.10 - 10:38 Uhr

hi!


also, mir ist ähnliches passiert, mit 19.

ich habe mich damals gegen das kind entschieden...ich wusste zwar, irgendwann will ich kinder, aber nicht so früh. ich fühlte mich einfach noch nicht reif dafür, war mitten in der ausbildung, mein partner ne echte pfeife...

wichtig ist, das du diese entscheidung nur für dich triffst, und auch unabhängig davon, was andere sagen. nur dann hast du eine chance, das ganze zu verarbeiten.


letztlich musst du entscheiden, was für dich das richtige ist.

mir hat mein gefühl damals gesagt, es ist nicht der richtige zeitpunkt. ich war auch traurig, aber letzlich
war es die richtige entscheidung für mich.
inzwischen bin ich mutter, verheiratet, habe eine abgeschlossene ausbildung...und bin glücklich.


lg anna