Kontopfändung, was soll ich nur tun? Mündliche Einigung, Amtsgericht..

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Beitrag von highnoon000 22.03.10 - 16:31 Uhr

icht?

Hallo, nun muss ich das dritte mal seit gestern fragen. Bin mir in der ganzen Sache so unsicher und irgendwie finde ich auch nirgends im Internet was zu meinem konkreten Fall. Mein Konto ist seit Freitag gepfändet, den Betrag kann ich unmöglich auf einmal bezahlen.
Hatte überall gelesen dass man MÜNDLICH beim Amtsgericht einen Antrag auf Kontoschutz stellen kann. Hatte mir gestern sogar extra noch bei meineschulden.de einen formlosen Antrag dazu ausgedruckt und ausgefüllt und war heute beim Amtsgericht.
Erstmal war die Dame sehr ungehalten "ich habe Mittagspause!", erklärte mir aber dann doch was sie alles braucht (hatte ich alles dabei) und auch dass sie unter keinen Umständen nachmittags erreichbar ist. Demzufolge (muss vormittags arbeiten) soll ich doch das Ganze schriftlich machen (müsste ich eh, auch mit Termin). Soll einen RICHTIGEN Antrag schreiben in dem ich die ganze Situation schildere, dann Lohnzettel, Kontoauszüge, usw. in doppelter Ausführung anheften. Von meinem restlichen Kontoguthaben werde ich wohl nichts mehr sehen, ich werde laut ihrer Aussage die nächsten 4 Wochen ohne Geld dasitzen (außer meinen Sozialleistungen) bis über den Antrag entschieden ist ("wir haben auch noch anderes zu tun").
Das Problem ist bei mir auch dass ich das Kindergeld mit dem Gehalt ausbezahlt bekomme und somit nach ihrer Aussage auch daran nicht komme.

Hatte gestern noch einen Brief an den Gläubiger aufgesetzt und heute Mittag auch noch seinen Anwalt angerufen. Dieser meinte er wartet nun mal auf das Schreiben, prinzipiell hört sich mein Angebot (Ratenzahlung) aber "gut" an. Ich denke meine Chancen dass er die Pfändung ruhend stellt sind gut. Wenn das hoffentlich der Fall ist kann ich ja wieder über mein Konto verfügen und müsste den Antrag laut Rechtspflegerin sowieso zurücknehmen.

Was soll ich denn jetzt bloß machen? Mir den Stress mit dem Amtsgericht antun und hoffen dass er dann unnötig wird? Oder doch erstmal abwarten? Allerdings, wenn der Rechtsanwalt nicht schnell genug ist sind ja die 2 Wochen verstrichen und mein Guthaben "futsch". Was würdet ihr nun tun?
Vor allem will ich keinesfalls mit Miete, Telefon, Strom, Gas, Versicherungen usw. in Verzug kommen. Ich brauche definitiv ein freies Konto!

Beitrag von sonne.hannover 22.03.10 - 16:35 Uhr

Stell den Antrag bei Gericht so wie Du es beschrieben hast und das auch noch schriftlich. Biete gleichzeitig dem Anwalt des Gläubigers Ratenzahlung an. Erwähne darin, dass Du erst Raten zahlen kannst, wenn das Konto wieder frei ist. Wunder wirken allerdings meist umgehende Zahlungseingänge bei dem Anwalt.

Beitrag von highnoon000 22.03.10 - 16:37 Uhr

Eine sofortige Zahlung ist nicht möglich da mein Konto ja gesperrt ist und ich nicht an mein Geld rankomme! Hoffe dass er es auch so akzeptiert. Aber anders wird er erstmal kein Geld sehen, hoffe das ist ihm klar. Durch Pfändung ist bei mir nichts bzw. nur sehr wenig zu holen.

Beitrag von sonne.hannover 22.03.10 - 16:38 Uhr

tja, aber erst jetzt setzt Du Dich in Bewegung, die Forderung wird wohl schon länger bestehen....

Beitrag von highnoon000 22.03.10 - 16:41 Uhr

Ich weiß. Habe leider längere Zeit den Kopf in den Sand gesteckt und auch einiges einfach verdrängt. Bin seit einiger Zeit dabei einiges aufzuarbeiten und abzubezahlen. Diese Forderung ist eine der letzten und wird auch noch abbezahlt. In diese Situation komme ich nie wieder, bzw. ich werde alles dafür tun.

Beitrag von tragemama 22.03.10 - 21:22 Uhr

Hol Dir beim Amtsgericht einen Beratungshilfeantrag, nimm Dir damit einen Rechtsanwalt (kostet Dich dann höchstens 10 Euro). Evtl. muss dann (wenn der Anwalt für Dich vor Gericht tätig wird) der ganze Sums nochmal beantragt werden (Prozesskostenhilfe).

Andrea

Beitrag von yale 23.03.10 - 15:25 Uhr

Ruf doch mal bei dem Gläubiger an und versuch die sache so zu klären,das geht meist schneller als der elende Briefweg.

Alles gute,und was das geld auf deinen Konto angeht,wenns Sozialgeld ist darf es nicht weiter geleitet werden auch Kindergeld kommt ja von der kindergeldkasse und das ist nachweisbar somit muss auch das ausgezahlt werden.

Alles gute

Beitrag von shasmata 23.03.10 - 16:28 Uhr

Brief (per Einschreiben) ist meist aber sicherer, weil man vom Telefonat nichts "handfestes" hat.

Beitrag von highnoon000 23.03.10 - 17:10 Uhr

Leider kommt bei mir das Kindergeld mit dem Lohn zusammen.
Aber ich habe Hoffnung dass sich alles auflöst vor dem nächsten Ersten. Dann ist es so gesehen "egal". Hatte mit dem Gläubiger parallel zum Brief Telefonkontakt aufgenommen und stehe auch mit meiner Bank in Kontakt damit ich gleich erfahre wenn sich was tut!