ARGE verbietet mir morgen neue Arbeitstelle anzunehmen

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Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:23 Uhr

Hallo,

ich bin gerade bischen verwirrt und sauer.
Vor ca einer Stunde bekam ich einen Anruf,dass ich schon ab morgenfrüh in einer Firma anfangen kann zu arbeiten. Brauchen dringend Jemanden.

Also habe ich kurz darauf gleich die Arge angerufen um denen bescheid zu geben,weil mir mein Vermittler sagte,ich müsse ich immer unbedingt vorher melden auch wenns nur ein Probearbeitstag wäre.

Nun hatte ich aber eine Dame am Telefon dir mir strikt verbot morgen ohne Genehmigung der Arge dort zu arbeiten.
Ich sagte ihr,dass ich den festen Job dann vergessen könnte und weiter auf Staatskosten leben müsse und da sagte sie stumpf: Tja,ich kann sie nur darauf hinweisen,dass sie dann schwarz arbeiten und sie sich strafbar machen.

Hallo? Was mach ich denn jetzt? Ich will den Job. Würdet ihr einfach trotzdem hinfahren um den Job zu bekommen?
Ich lass doch nicht den Job sausen nur weil mein Vermittler jetzt nur noch ne Stunde arbeitet und keine Zeit/Lust hat mir diese Genehmigung zu geben oder wer macht das?
Habt ihr nen Rat für mich.

LG

Beitrag von goldtaube 22.03.10 - 17:34 Uhr

Dein Vermittler muss dir keine Genehmigung geben.

Du gehst morgen da arbeiten und teilst das dann der ARGE mit.
Wenn es nur ein Probearbeitstag ist, dann teilst du das mit und wenn du einen Vertrag unterschreibst oder eben länger da arbeitest dann das.

Ebenso teilst du mit was du verdienst und das war es.

Und das mit dem schwarz arbeiten ist Blödsinn. Das hat nichts mit der ARGE zu tun, sondern nur damit ob dein Arbeitgeber dich anmeldet oder nicht.

Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:37 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ich versteh nicht warum die Argemitarbeiterin mir das dann erzählt.
Ich werde auf jeden Fall dorthin gehen. Wann findet man schon als alleinerziehende eine Stelle für vormittags.

LG

Beitrag von eowina 22.03.10 - 17:36 Uhr

Hallo!

Ich will dir nichts falsches sagen...als ich arbeitslos war, habe ich angefangen zu arbeitet, ohne Arge zu fragen!
Es war eine Vollzeitstelle, ich habe am 1. Tag Vertrag unterschrieben und Arge informiert.

Anders ist es bei Praktikum, Eingliederungsmassnahme oder Minijob!

Welche Stelle ist es? Versicherungspflichtig?

Eo.

Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:38 Uhr

Es wäre nur ein Minijob,aslo ca 100 € die ich auch dazuverdienen darf.

Beitrag von eowina 22.03.10 - 17:43 Uhr

Dann musst du wohl irgendwelche Hotline bei der Arge oder Jobcenter anrufen und sie vorher darüber zu informieren.
So wurde es mir gesagt!
Vielleicht geht es um die Versicherung?
Eo.

Beitrag von abenteuer 22.03.10 - 17:38 Uhr

Ich würde da morgen hingehen. Wenn du ne Lohnsteuerkarte abgibst ist das auch keine Schwarzarbeit. Viel Glück und Spass beim neuen Job :-) #klee

Beitrag von honolulumieze 22.03.10 - 17:39 Uhr

Ist ja interessant. Seit wann braucht man die Genehmigung einer ARGE, einen Job anzunehmen? Natürlich gehst du zu dem Job und gegen diese Mitarbeiterin (du hast dir hoffentlich ihren Namen gemerkt) gehst du noch vor! Also das wird ja immer besser! Du darfst doch einen Arbeitsvertrag eingehen! Wer will dir das denn verbieten? Mach eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diese Witzfigur.

Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:43 Uhr

Shit,ich hab den Namen nicht behalten :-[
Ich war einfach zu baff.Ich dachte echt die freuen sich,wenn ich was von alleine finde und dann hat sie`s mir verboten ohne diese besagte " Genehmigung" .
Ich war vorher noch nie arbeitslos und kenne mich mit deren Paragraphen auch nicht wirklich aus.

Ich werde auf jeden Fall morgen arbeiten. Danke.

Beitrag von dany2308 22.03.10 - 17:41 Uhr

Hallo,

ich versteh nicht ganz, warum du da eine Genehmigung brauchst. Natürlich musst du denen unverzüglich mitteilen, was und wo du arbeitest und wieviel du verdienst, aber Genehmigung? #kratz

Bei Probearbeit ist das ja etwas anderes, zum einen ist das normalerweise umsonst und du stehst trotzdem dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, zum anderen ist es eine versicherungsrechtliche Frage. Aber eine ganz normale Arbeit? Steht da was in deinen Unterlagen?

LG Dany

Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:45 Uhr

ich lese mir mal ebend meine Eingliederungsvereinbarung durch. Gute Idee. LG

Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:49 Uhr

Hm..da steht nicht darüber drin.
Dann hüpf ich mal morgen früh zu meiner neuen Arbeitsstelle.#huepf

Danke an alle. LG

Beitrag von manavgat 22.03.10 - 17:54 Uhr

Du kannst jederzeit jede legale Arbeit anfangen. Das muss die ARGE nicht genehmigen. Die Frau hat einen Sockenschuss!

Solltest Du weiter Probleme mit der SB haben, wende Dich an:

www.tacheles-sozialhilfe.de

Gruß

Manavgat

Beitrag von ollara 22.03.10 - 17:54 Uhr

Vielen Dank für den Tipp. LG

Beitrag von tve 22.03.10 - 18:08 Uhr

Vergiss das dämliche Geschwätz der outgesourcten Call-Center- Tante ohne jegliche Ahnung von dem was sie Dir erzählen wollte.

Die hat nen Zettel vor sich liegen, kann vermutlich nicht mal richtig lesen und zu melden hat sie schon garnichts.

Geh einfach hin, unterschreibe Deinen Vertrag im Anschluß teilst Du der Arge schriftlich mit, dass Du ab dann und dann in Arbeit bist und Dich deswegen so schwer es Dir auch fällt bei ihnen abmelden mußt, kannst auch noch ne Kopie vom Arbeitsvertrag beilegen (dann haben sie den Zahlungstermin fürs Gehalt und wissen bis wann sie zahlen müssen, ggfs. gibts auch noch ergänzendes ALG II dazu, wenns Gehalt nicht ausreichen sollte)

Kleiner Vermerk dazu, dass wenn sie noch was wissen wollen, sie Dir ein nettes Briefchen schicken mögen und das Thema sollte sich erledigt haben.

Was Dein Vermittler Dir erzählt hat, hat nen ganz anderen Hintergrund. Es gibt leider Vermittler, die schmücken sich gerne mit fremden Federn, organisierst Du Dir selbst einen Probearbeitstermin, oder Job und teilst es ihm vorher mit, dann bekommst von ihm umgehend ein entsprechend aus dem Ärmel geschütteltes Vermittlungsangebot von ihm und schon sieht es für seinen Chef und die Statistik so aus, als hätte er was gearbeitet und wäre somit sein Gehalt wert.

Beitrag von king.with.deckchair 22.03.10 - 18:12 Uhr

Ist es denn Probearbeiten oder ist es regulärer Arbeitsantritt?

Im ersten Fall (Probearbeiten, "Praktikum") ist es tatsächlich so, dass man "möglichst" eine schriftliche Genehmigung der ARGE, zumindest aber telefonisch den Sachverhalt geklärt haben sollte. Hat etwas mit dem versicherungsrechtlichen Unfallschutz zu tun zum einen und eben mit der Tatsache, dass man sich sonst dem Verdacht der Schwarzarbeit aussetzen könnte.

Ist es stinknormaler Arbeitsantritt, gehst du arbeiten, legst dann den Vertrag vor und fertig.

LG
Ch.

Beitrag von eowina 22.03.10 - 18:16 Uhr

Hi Du!

Gleicher Meinung bin ich auch - so wurde ich informiert!
Eo.

Beitrag von ollara 22.03.10 - 18:22 Uhr

Es ist ein Minijob und ich fange morgen richtig da an. Die Chefin wird mich dann wie sie mir sagte anmelden.

Beitrag von king.with.deckchair 22.03.10 - 18:30 Uhr

Ich denke, dann hat die Callcenter-Kollegin dich vielleicht einfach nur falsch verstanden und war der Ansicht, es ginge um Probearbeiten.

Beitrag von eowina 22.03.10 - 18:30 Uhr

Ich sollte vor 1 Monat auf Minijobbasis arbeiten und da sagte mir der zukünftiger AG, dass ich den ersten Tag früh gleich bei der Arge anrufen soll und anmelden, dass ich jetzt Minijob habe... Gut, ich habe mich dagegen entschieden.

Ich weiss aber, dass bei Praktikum oder Eingliederungsmassnahme zuerst die Arge Erlaubniss geben soll.

Ich würde aber morgen hingehen und arbeiten und morgen aber auch die Veränderungsmitteilung in den Hausbriefkasten einwerfen.
Eo.

Beitrag von ollara 22.03.10 - 18:33 Uhr

Wird gemacht,danke euch. ;-)

Beitrag von nisivogel2604 22.03.10 - 19:08 Uhr

Du musst dir keine Genehmigung zum Arbeiten holen. Das wäre ja noch schöner. Hingehen, arbeiten und Vertrag oder Probearbeitstag dann angeben.

LG

Beitrag von snowy 23.03.10 - 07:42 Uhr

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du deine Eingangsfrage auf den ALG2 Bezug beziehst!

Ich lese letzter Zeit immer viel, dass man rät in einer ARGE anzurufen um dieses oder jenes mitzuteilen. Das ist fatal, denn es gibt keinerlei Beweise für diese Meldung. Oder wie möchte man beweisen dass man mit "Frau Callcenter" geredet hat?

Eine Arbeitsaufnahme teilt man entweder formlos oder über das Formular Änderungsmitteilung mit und schickt dies entweder per Nachweis ab( Fax oder Einschreiben )
oder gibt dies persönlich beim Amt ab ( Eingangsstempel auf der Kopie ). Einige machen es auch so dass sie einen normalen Brief einwerfen unter Zeugen, doch ich persönlich finde es nicht leicht nachzuweisen, was dort eingeworfen worden ist. Muss jeder für sich entscheiden.

Die Aussage dass man die Arbeit nicht annehmen darf in diesem Zusammenhang finde ich etwas befremdlich, denn sie widerspricht diesem Paragraphen ( Allein der erste Satz im 1. Absatz sagt schon alles):

"....Sozialgesetzbuch (SGB) § 2 Grundsatz des Forderns



(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.



(2) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen....."

#snowy

Beitrag von snowy 23.03.10 - 07:44 Uhr

Sorry ich habe anstatt auf Vorschau auf absenden geklickt. In meinem Forum kann ich den Beitrag noch verändern, hier leider nicht :-(

Hier also die Quelle zum oberen Paragraphen 2 SGBII:

http://db03.bmgs.de/Gesetze/sgb02/sgb02x002.htm

Beitrag von windsbraut69 23.03.10 - 10:26 Uhr

Mit einem "100Euro-Job" verringert sie doch ihre Bedürftigkeit nicht.
Es geht ja zufällig nur um den anrechnungsfreien Betrag von 100 Euro...

Gruß,

W

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