Hilfe was ist nur mit mir los?

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Beitrag von cool.girl 22.03.10 - 17:26 Uhr

Hilfe was ist nur mit mir los?

Ein paar Gedanken von mir, wo ich grad einfach nicht mit richtig klar komme.

Seit dem ich 10.3.10 die Sendung von SternTV gesehen habe, wegen dem plötzlichen Altern. Habe ich auf einmal Angst wie nochmal was vor dem Tod. #schock

Warum nur kann ich nicht einfach leben wie vor dieser Sendung? #schmoll

Auf einmal mache ich mir Gedanken was passiert nach dem Tod? #gruebel

Geht es da noch weiter oder schläft man dann wirklich für immer einfach nur?
Ich denke diese Frage kann leider keiner beantworten. :-(

Und dazu kommen nun auf einmal noch so Fragen wie:
Wozu lebt man?
Warum "baut" man sich ein schönes Leben auf, wenn man sozusagen nach Jahren davon nichts mehr hat?
Was ist der "Sinn des Lebens"?
Habe nun versucht zu googlen usw. Aber wie es leider so ist, finde ich darauf keine Antwort mehr.
Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, nicht mehr "da" zu sein & nicht mehr zu denken.
Hab auch etwas Angst, dann meine Familie bzw. Kinder "allein" zu lassen! #schock

Mir kommen die Fragen immer wieder in den Kopf, komm mir dabei so "komisch" vor und es "kribbelt" irgendwie überall & ich komm mir dabei so "Geistes abwesend" vor. #heul

Was ist das nur für eine "Phase" geht die auch wieder vorbei oder muss ich damit immer "leben"?

So macht das "Leben" einfach keinen Spaß mehr.

Warum wurde mir das vorher noch nie "bewusst"? #kratz

Ich versuche zwar das Leben zu genießen, aber wie gesagt die Fragen tauchen immer wieder auf & ich hab mich bis jetzt noch nicht getraut mit jemanden zu reden, weil ich denke ich werde ausgelacht wegen diesen Gedanken.

Kann es sein, dass ich nun so intensiv darüber nachdenke, weil ich wohl meine Großeltern nicht mehr lange haben werde (Opa ist 80J. und noch relativ fit & meine Oma ist 72, noch etwas fitter, aber hatte auch schon div. Stürze usw. Also noch nicht so tragisch).

Hab auch schon überlegt, eine Psychologin oder so aufzusuchen, aber bringt das auch was?
Weil wie gesagt an diesen Gedanen zerbreche ich grad regelrecht, weil ich hatte das sogar heute auf der Post wo ich mich angestellt habe & das kann es doch nicht sein oder? #aerger

Sorry, wenn es für manchen eher ein Silopo war...

LG Claudia

Beitrag von honolulumieze 22.03.10 - 18:13 Uhr

Ach herrje. Wegen einer Fernsehsendung? Was im Fernseh kommt, kann mich nicht beeinflussen. Das Leben ist nun mal endlich und niemand kann dir sagen, was nach dem Tod kommt. Da es aber unzählige Personen vor mir schon "geschafft" haben zu sterben, werde ich das wohl eines Tages auch hin kriegen. Mal ganz lapsch gesagt. Gut, dass niemand den Tag und die Stunde weiß. Was bringt´s, wenn du dich verrückt machst? Du wirst nichts, aber auch rein gar nichts daran ändern.

Beitrag von cool.girl 22.03.10 - 18:27 Uhr

Naja net nur deswegen, war auch schon davor etwas. Aber nun mache ich mir halt mehr Gedanken darüber...

Oh man, ja klar werd ich das auch "schaffen". Aber ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, dann einfach "abzuschalten"....

Beitrag von frenze85 22.03.10 - 18:15 Uhr


Hallo Liebe Claudia!

Lies mal das Buch "Der Alchimist" von Paulo Coelho.

Zum Thema denn Sinn des Lebens finden ;)

Liebe Grüße
Franzi

Beitrag von serlyn 22.03.10 - 19:29 Uhr

Hallo Claudia,

das hört sich für mich tatsächlich nach einer beginnenden Angststörung an. Nicht so sehr die Tatsache, womit du dich beschäftigst, viel eher die Intensität deiner Gedanken und der Zwang, mit dem sie einhergehen.

Die Sendung selbst habe ich nicht gesehen und ich weiß auch nicht, worum genau es ging. Es ist jedoch noch nicht so lange her. Gestehe dir diese Ängste doch einfach ein und lebe sie aus, so lange sie dich nicht in deinem Alltag behindern.

Sobald du merkst, dass du beherrschst wirst von irgendwelchen Fragen/Ängsten etc., solltest du tatsächlich erstmal mit einem Arzt sprechen, der dann ggfs. weitere Schritte einleiten wird. Aber keine Angst, die hören noch viel schlimmere Dinge.

Je früher du aktiv wirst, desto schneller geht es dir wieder gut.

Beste Wünsche,

S.

Beitrag von king.with.deckchair 22.03.10 - 21:21 Uhr

"Was ist das nur für eine "Phase" geht die auch wieder vorbei oder muss ich damit immer "leben"? "

Ich kenne solche Phasen auch, in denen mich solche Gedanken und Ängste regelrecht überfallen. Ich spinne dann auch ganz gerne herum von wegen, ob das nun Vorahnungen sind, dass ich oder einer der Meinen bald sterben muss *piepmatzzeig* #augen. Manchmal stecke ich solche Gedanken ganz gut weg und kann zur Tagesordnung übergehen, manchmal machen sie mir fürchterliche Angst.

Ich denke, das kommt einfach auch mit dem Alter. Früher war der Tod so weit weg. Inzwischen bekommt man schon mal mit, dass Leute, die nur wenige Jahre älter sind, an Krankheiten oder bei Unfällen sterben, mehr als früher zumindest. Vielleicht achte ich auch mehr drauf, keine Ahnung. Ich denke aber, es ist normal, dass einem die "Endlichkeit des eigenen Daseins" (so nannte das mein Chef immer) irgendwann bewusst wird.

Was hilft?

Das, was schon seit Menschengedenken hilft: Weiterleben, an andere Dinge denken, sinnvolles tun - Kind, Ehemann, Haustier knuddeln zum Beispiel. ;-)
Denn in diesen Gedanken steckt die Chancem das, was man hat, als so kostbar zu erkennen, dass man es bewusst genießt und wertschätzt.

LG
Ch.

Beitrag von asimbonanga 23.03.10 - 22:19 Uhr

<<

Denn in diesen Gedanken steckt die Chancen das, was man hat, als so kostbar zu erkennen, dass man es bewusst genießt und wertschätzt.
<<


Die " Endlichkeit" wird einem oft erst bewusst wenn man eine nahe stehende Person verliert.Mir ging es zumindest so.

Beitrag von unipsycho 22.03.10 - 22:34 Uhr

Hallo!

Zufällig habe ich dieses Gespräch heute mit einem Kollegen geführt. Ich versuch das mal zusammen zu fassen:

Ich beschäftige mich häufig mit dem Thema Suizid. Was wäre wenn ich...
Ich habe mir das so zurechtgelegt:
Da wir Menschen aus Fleisch und Blut bestehen. Auch unser Hirn nur funktioniert, weil Hormone und elektrische Impulse funktionieren, sind wir nach unserem Tod NICHTS.
Das war ne harte Erkenntnis, als ich die zum ersten mal hatte. Ich muss sagen, dass ich inzwischen auch eine sehr große Todesangst habe und alles vermeide, was gefährlich ist.
Was bringt mir das so zu denken:
- Suizid fällt für mich als "Lösungsansatz" bei großen Problemen aus. Schließlich ist der Suizidgedanke nur ein Wunsch nach Ruhe und Entspannung. Hieße aber Tod, NICHTS-sein, wäre das eine ziemlich bescheuerte Lösung, man hat nämlich nichts von der Ruhe.
- Wenn ich mir nicht das Leben nehmen kann, dann muss ich mein Leben so gestalten, dass es möglichst druckfrei abläuft - anders gesagt: das Beste draus machen.
Ich hab viel Ehrgeiz entwickelt. Ich habe einen großen Traum und den möchte ich verwirklichen.

Ich muss sagen, dass die Todesangst mich schon belastet. Es ist ein bisschen nervig. Sowas wie Gottvertrauen - Seele - hat in meinem Denken keinen Platz. Wäre manchmal schön.

Deine Frage nach dem sinn des Lebens... #kratz
Ich habe inzwischen 2 Versionen davon.
Eine ist sehr pragmatisch: Da wir durch die Evolution entstanden sind, liegt unser Lebenssinn darin sich möglichst erfolgreich fortzupflanzen.

Die andere ist optimistisch: Ich habe ein riesiges Gehirn. Es ist mir scheißegal, ob mein Lebenssinn nur im Fortpflanzen liegt. Ich hab Spaß an meinem Gehirn und ich stelle damit an, was ich für richtig halte.
MEIN Lebenssinn besteht darin Mir am Schluss zu sagen: "Ich habe gelebt und das war auch gut so."

Denn wenn MEIN Leben sinnlos und ersetzbar gewesen wäre, dann hätte es auch nicht stattfinden brauchen.