Darf man als schwangere nichts mehr tun? (Arbeits-Frustposting)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von 120909 22.03.10 - 19:26 Uhr

Hallo und einen schönen Abend euch allen!

Ich muss mich heute mal ein bisschen über meine Arbeit ausheulen.
Ich arbeite als Bauleiterin und bekomme ein Projekt nach dem anderen abgenommen. Das erste hab ich zwei Tage nach dem ich meine SS verkündet habe (9.SSW) abgeben müssen. War zwar ein schönes Projekt, war aber auch logisch das ich es abgeben soll. Das soll im April starten und über ein Jahr gehen, mein Muschu beginnt Ende August, also hätte ich da nur knapp 5 Monate dran arbeiten können.
Letzte Woche hab ich was neues bekommen, wurde mir heute wieder abgenommen. Das Projekt würde von Mai bis Juli gehen, ist sehr Zeitaufwendig und heute ist meiner Vorgesetzten aufgefallen das ich da mindestens jeden zweiten Tag über´s Gerüst laufen muss. Zu gefährlich!
Jetzt bin ich Hiwi für meinen Kollegen und das frustet mich. Sein Projekt ist zwar schön und schon eine andere Größenordnung als meine die ich bisher betreut habe, aber ich bin halt nur der Hiwi. Ich bin jetzt 5 Jahre da und hab es im letzten Jahr endlich geschafft in die Bauleitung zu kommen und das war´s anscheinend schon.

Dazu kommt noch das ich von allen behandelt werde wie ein rohes Ei. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und der altersdurchschnitt ist bei 180 Leuten extrem Hoch, in den 5 Jahren wo ich da bin hat es eine Schwangere gegeben und die war schon kurz vor Muschu als ich dort angefangen habe.
Vorallem die mänlichen Kollegen sind extrem. Heute hatte ich einen Baustellentermin und mein Zimmerkollege ist mitgefahren, ich musste ja auf´s Gerüst. Ich frag mich wie die sich das vorstellen, soll ich immer einen Schoßhund mitnehmen.
Die verstehen auch nicht das mich das so frustet, ich soll das doch genießen und mir die paar Monate keinen Stress machen. Damit haben sie ja schon recht, in der freien Wirtschaft würde es mir in der Situation nicht so gehen.

Das mich das aufeinmal so aufregt versteh ich irgendwie selbst nicht. Ich hab mir so lange ein Baby gewünscht und bin keine "Karieretussi".

Na ja, wenn es anders rum wäre, das ich aufeinmal alles mögliche auf´s Auge gedrückt bekomme würde war ich auch am jammern.

Das gejammer ist zwar Zwecklos, aber ich musste das mal los werden. Mein Mann und meine Mama sehen das das nämlich auch so "genieß das doch".

Danke fürs Zuhören und euch allen noch eine schöne Schwangerschaft

Beitrag von svea10 22.03.10 - 19:30 Uhr

Freu dich doch einfach das sich alle so um dich sorgen das ist doch wunderschöööön ! und einige beneiden dich sicher darum !#herzlich

LG Svea mit klein Kevin und #ei

Beitrag von kleenerdrachen 22.03.10 - 19:33 Uhr

Oh weh, die einen erzählen dir, dass SS keine Krankheit ist und man sich ja net einbilden soll, dass man deshalb anders behandelt wird und die anderen behandeln dich, wie ein rohes Ei. Nur Hiwi würd ich auch net sein wollen. Red doch nochmal mit deiner Vorgesetzten, es wird doch sicher noch Projekte geben, um die du dich ohne Anstandswauwau kümmern kannst!

Beitrag von nana13 22.03.10 - 20:09 Uhr

Hi,

Ich kan dich gut verstehen, als ich mit meinem sohn ss wurde, arbeitet ich in einem op.

da bei uns sehr viel geröntgt wird, habe ich es schon in der 6ssw bekanntgegeben.
von da an drufte ich nicht mehr helfen bei einem patienten transfer wo meist eh 4-6 personen mitgeholfen haben(da wir ein reha zenturm für wirbelsäulen verletzte sind).

durfte kaum noch instrumenten container holen gehen.
ich machte auch die materialbestellungen, die veräumen durfte ich auch fast nicht mehr.
aber mir ging es gut, hatte keine probleme, und wen ich im pikket dienst gerabeitet habe musste ich ja auch schwer heben den dan war niemand da der es mir abnehmen konnte.

da ich in der schweiz wohne sind auch die arbeitsbedingungen etwas anders als in deutschland.

aber ich habe mich durch gesetzt, habe mich einwenig eingeschrenkt, aber das was ich sonst im pikett alleine machen musste, habe ich auch weiter hin gemacht, auser ich habe gemerkt es ist zu viel.

lg nana

Beitrag von chevan 22.03.10 - 21:15 Uhr

hallo!
einerseits kann ich es verstehen, dass man kein hiwi mehr sein möchte, andererseits versuchen sie dir ja nur entgegen zu kommen. ich würde mich über mehr entgegenkommen auf meiner arbeit freuen. arbeite im krankenhaus und dort wird mir nichts abgenommen, mache sowieso mehr als ich soll aber irgendwie wird es auch erwartet. da wäre es mir doch lieber, mich für die paar monate zurücklehnen zu können und weniger stress zu haben. du musst halt das positive daraus ziehen und vielleicht gibt es ja doch einen job, den du als verantwortliche in deinem zeitrahmen durchführen kannst! viel glück