Überflüssiges Lispeln bei 4jähriger....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bulaimei_1979 22.03.10 - 19:55 Uhr

Hallo,

unsere Tochter (4J.+4M.) hat eine Freundin, die lispelt. Im Moment ist sie ganz "dicke" mit ihr und möchte am liebsten nur mit ihr spielen. Seit die beiden so viel Zeit miteinander verbringen (sie kennen sich schon von Baby an), fängt Kimi an zu lispeln.#augen

Es kam von heut auf morgen, und so hab ich sie von Anfang an ermahnt, richtig mit mit zu sprechen. Ich habe ihr erklärt, dass Katharina das macht, weil sie es nicht besser kann, sie kann nichts dafür, dass ich aber nicht möchte, dass Kimia es ihr nachmacht, weil es nicht die richtige Aussprache ist. :-[

Als ich sie jetzt wieder ermahnt habe, dass sie richtig mit mir reden soll, fing sie an zu weinen und sagte, sie mache es nicht extra. Diese Reaktion beunruhigt mich ehrlich gesagt ein bißchen! Als ich 6 war, hatten wir in der 1.Klasse einen Jungen, der auch lispelte. Ich fand das süß und hab ihn immer nachgemacht. Irgendwann merkte ich es gar nicht mehr, dass ich es in meiner Sprache schon übernommen hatte. Die Folge: 1 Jahr Logopäde... Ich hatte dann auch nicht gemerkt, dass ich irgendwann wieder damit aufgehört habe, aber muss ja wohl so gewesen sein... Ich erinnere mich allerdings schon noch an den Frust meiner Mutter und daran, dass ich immer dachte, ich könne ja jederzeit wieder damit aufhören, wenn ich wolle. Aber scheinbar ging es wohl doch nicht :-(

Soll ich damit zum Kinderarzt, soll ich abwarten, ob es sich von alleine wieder legt, soll ich es ignorieren, oder soll ich mir weiter den Mund fusselig reden? Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?

Schönen Abend noch,
Sandra mit Kimia (18.11.2005) und Samira (24.02.2008) - die bereits im Bett sind :-)

Beitrag von munirah 22.03.10 - 21:06 Uhr

Geht die Freundin denn schon zur Logopädie oder wollen die Eltern noch abwarten? Falls die Freundin schon hingeht, könnten die Mädchen doch zusammen die Hausaufgaben machen oder sogar einmal zusammen hingehen (in der Ergotherapie lassen wir auch gelegentlich mal einen Freund dabeisein).

Meine Kinder haben ein ähnliches Problem: der ältere lisbelt und konnte auch sonst einiges nicht richtig aussprechen, weil er phasenweise nicht richtig hören konnte. Und der jüngere macht alles nach :-[! Aber weil der jüngere sehr sprachbegabt ist und auch Freunde hat, lernt er nun auch woanders und spricht gut!

Beitrag von bulaimei_1979 22.03.10 - 21:40 Uhr

Danke für die AW. Die Eltern des Mädchens sehen da glaub ich keinerlei Therapiebedarf. Sie wissen, dass das Lispeln vom Schnuller kommt und meinen, dass das Problem durch eine Zahnspange irgendwann gelöst wird. Kieferverformungen lassen sich vielleicht nicht logopädisch therapieren. Ich weiss darüber nichts, wir hatten das Problem ja auch nicht. Wir müssen jetzt nur mit der Situation irgendwie umgehen lernen...

LG, Sandra

Beitrag von munirah 22.03.10 - 22:06 Uhr

habt ihr ein Aufnahmegerät (Diktiergerät, MP3-Player, AB,...)? Dann experimentiert doch mal damit und sprecht "normal" und imitiert andere. wenn es spielerischen Charakter hat, macht es Spaß und fördert die Selbstwahrnehmung!

Beitrag von suzie86 23.03.10 - 09:00 Uhr

Hallo Sandra,

ich kann dir vielleicht einen Tipp geben, das ich als Kind selbst extrem gelispelt hab.

Bei mir war das Problem recht schnell behoben, nachdem ich beim Zahnarzt war und er mir das Zungenbändchen eingeschnitten hat. Warum auch immer, aber danach hörte das Lispeln auf.

Schnapp dir doch deine Tochter einfach mal und geh mit ihr zum Zahnarzt. Ich denke, er kann herausfinden, ob sie es nun extra macht oder ob sich das wirklich bei ihr so entwickelt hat.

Liebe Grüße und viel Erfolg,

Susanne