Sie hat Brustkrebs...

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mordilla 22.03.10 - 21:26 Uhr

Hallo!

Ich hab noch nie was in diesem Forum gepostet, aber ich bin heute so am Ende. Ich muss mir was von der Seele schreiben und das ist wohl das, was mich gerade am meisten beschäftigt.

Meine Schwiegermutter hat letzte Woche erfahren, dass sie Brustkrebs hat. Morgen bekommt sie das Ergebnis der Biopsie und wird erfahren, wie es weitergeht. Es ist auf alle Fälle eine schnell wachsende Art und sie wird wohl um eine Teilamputation nicht herum kommen. Mein Vater hatte Krebs, als ich 10 war, ihm gehts wieder gut, aber es war eine schlimme Zeit, und meine Mum ist vor zwei Jahren an den Folgen einer Diabeteserkrankung gestorben.

Ich hab einen Stein im Magen. Versteht das einer?

LG
Mordilla

Beitrag von schwarzesetwas 22.03.10 - 21:38 Uhr

Das glaub ich Dir, dass Dir das nahegeht.

Aber denk an sie, dass sie starke Menschen um sich rum braucht.

Informier Dich über das Thema, wenn sie Fragen hat, sie die Ärzte vielleicht nicht versteht, dass Du ihr helfen kannst.

Und ich kann Dir sagen: Brustkrebs ist sehr, sehr gut heilbar.
Eine Amputation ist nicht ohne, das kann sich auch keiner vorstellen, der das nicht erlebt hat.

Ich wünsche ihr in jedem Fall HEILUNG.

Und Dir: Gute Nerven und Freunde, die sich Deiner annehmen.

Lg,
SE

Beitrag von marionr1 22.03.10 - 22:13 Uhr

Hallo!

Vielleicht magst du zu uns in den Club kommen:
http://mein.urbia.de/club/Brustkrebs+in+der+Familie

Lg Marion#liebdrueck

Beitrag von mordilla 22.03.10 - 22:19 Uhr

Hallo!

Danke für die Einladung, aber ich glaube, ich brauch' da noch ein bischen. Im Moment ist mir lieber, mich nicht zu viel zu informieren und das Ganze einfach auf mich zukommen zu lassen. Ich glaub, sonst kann ich keine gute Unterstützung geben.

Ich werd aber bestimmt noch mal drauf zurückkommen!

LG
Andrea

Beitrag von tykat 22.03.10 - 23:31 Uhr

Hallo,

ich weiß leider auch aus der Familie, wie hart einen diese Diagnose trifft.Bei meiner Mama wurde es letzten September diagnostiziert.Einen Tag vor der Geburt meines ersten Sohnes.Um mich zu schonen, sagte man es mir erst nach der Entbindung.Es war schlimm, ein Schock.Und ich bekomme jetzt noch Gänsehaut.Ich war völlig durcheinander und noch mit den Hormonen total durch den Wind.

Meine Mama wurde sofort operiert-zum Glück brusterhaltend.Und sie ist sogar um eine Chemo rum gekommen.Sie hat bis Ende des Jahres Bestrahlung bekommen und es sieht jetzt alles sehr gut aus und die Ärzte gehen davon aus, dass sie geheilt ist.

Deine Schwiegermutter wird jetzt auch sehr durcheinander sein.Und sie wird Angst haben.Angst vor der Behandlung und dem Ausgang der Krankheit.Seid einfach für sie da, seid verständnisvoll wenn sie wütend, traurig, launisch, aggressiv und, und, und ist.So eine Diagnose ist ein harter Schlag.Zeigt ihr einfach, dass sie nicht allein ist!
Aber auch für Euch als Angehörige ist es wichtig, darüber zu reden.Denn auch auf Euren Schultern liegt eine große Last und die Angst um einen geliebten Menschen.In so einer schlimmen zeit rückt die Familie automatisch zusammen.Redet, weint und lacht gemeinsam und steht Euch Eure Gefühle ein.

Ich wünsche Euch und besonders Deiner Schwiegermutter alles, alles Liebe und viel Kraft, trotz allem positiv in die Zukunft zu blicken ohne die Zuversicht zu verlieren!#herzlich

LG,Tykat

Beitrag von .roter.kussmund 23.03.10 - 03:03 Uhr

vergangenes jahr, kurz nach ostern, berichteten uns die eltern meines mannes, daß die mutter brustkrebs hat... trotz ihrer jetzt 58 jahre, sieht sie oft aus, wie ein mädchen.
mit der diagnose hatten sie noch etwas hinterm berg gehalten, weil sie uns das osterfest nicht "versauen" wollten... so damals ihre worte. mit den operationen und der chemo, gings dann sehr schnell.. die betroffene brust wurde anfang oktober entfernt. die medikation der chemo wurde geändert, vor allem, weil sich auch an und in der anderen brust was zeigte und die nebenwirkungen zu stark waren.
sie fühlt sich momentan, als hätte sie einen zu straffen gipsverband um, was sehr unangenehm und zum teil auch schmerzhaft ist... die brust wäre wie ein brett.
sie hat seit neuestem starke rückenschmerzen, zum teil blutige zehen- und fingerkuppen, weil sich die haut auflöst und na ja...
nebenbei macht sie eine therapie, die von den krankenkassen NICHT bezahlt werden.
dem vater gehts natürlich ebenfalls beschissen... kein wunder.. er geht arbeiten, macht den haushalt und hat noch andere aufgaben.

mir tut das alles leid, aber helfen... helfen kann ich von hier aus nicht.
die eltern wollen nur, daß sie sich um uns nicht sorgen müssen, wir uns weiterhin vertragen und mein mann mit seinem studium weiter mit den noten erfolg hat, wie bisher.

wie es nun weiter geht, keiner weiß es genau.

euch alles gute.