bin ich eine schlechte mutter??

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von nura88 22.03.10 - 21:58 Uhr

Hallo!

Mein leben läuft gerade völlig aus dem Ruder und ich möchte gerne eure Meinungen hören1

Zur Situation:

Mein Mann und ich haben uns nach 2 3/4 Jahren Ehe getrennt. Noch wohne ich bei ihm, doch dies ist die letzte Nacht in seiner Wohnung.

Wir haben 2 Kinder (fast 4 und fast 2). Seit Kurzem arbeite ich in Vollzeit und mein Mann ist zu Hause bei den Kindern.

Nun habe ich mich entschlossen die Kinder bei ihm zu lassen, da ich denke, wenn ich sie mitnähme müsste ich sie doch den ganzen Tag in eine Fremdbetreuung geben, und dann würde ich ihnen sozusagen Vater UND Mutter nehmen.. so haben sie wenigstens noch den ganzen Tag den Vater der zu Hause ist... Unterhaltbin ich bereit den vollen zu zahlen, und vorallem weiss ich, dass mein Mann sehr gut auf sie achten wird, einen besseren Vater (das behaupte ich mal jetzt so) wie ihn gibt es nicht.

Hier zu hause haben sie ihre zu hause, ihren Vater, ihre Oma, ihre Uroma usw. usf.

Nun muss ich mir von allen Seiten anhören, was ich denn für eine Mutter wäre, wenn ich die Kinder zurücklasse.

Aber ich denke doch in diesem Punkt vor allem an die Kinder, und was das beste für SIE ist, und nicht an mich. der Gedanke sie zurückzulassen zerreisst mir das herz und wenn ih egoistisch wäre würde ich sie minehmen... doch für die kinder ist es besser sie bleiben hier!


Bitte sagt mir eure Meinung dazu!

LG

Nura

Beitrag von lilja27 22.03.10 - 22:04 Uhr

ganz im gegenteil du bist eine sehr gute mutter, es gibt die geschichte in der bibel wo beide mütter an den armen des kindes ziehen sollen und die am stärksten zieht soll es bekommen, eine lies los weil sie die schmerzen des kindes nicht ertragen konnte, dies war die wahre mutter.

Alles gute

Beitrag von bergfeecg80 22.03.10 - 22:14 Uhr

Hallo!

Ich finde Du musst Dir kein schlechtes Gewissen einreden lassen.

Die Kinder bei dem Vater zu lassen ist eine sehr schwierige Entscheidung, die Dir auch schon ohne Vorwürfe von außen genug Kopfzerbrechen bereitet hat.

Wer sagt denn das die Kinder immer nur bei der Mutter, nach einer Trennung, aufwachsen müssen.

Sicherlich fährst Du sie besuchen und triffst mit Deinem Ex genau die gleichen Regelungen wie es umgekehrt der Fall wäre.

Eine Trennung ist für Kinder nie einfach, wichtig ist nur wie ihr mit der Situation umgeht.

Also nochmalig: Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden!

Wenn Ihr Euch einig seid, also Du und Dein Ex Mann dann ist es doch die beste Lösung in einer schwierigen Phase.

Schließlich haben sie Ihr vetrautes Umfeld und einen lieben Papa.

Und bei einer Trennung ist es nunmal so das ein Elternteil geht.Und die Kinder dann weniger Zeit mit demjenigen verbringen.


Du entscheidest zum Wohle Deiner Kinder.

LG

Beitrag von nele27 23.03.10 - 13:12 Uhr

**Die Kinder bei dem Vater zu lassen ist eine sehr schwierige Entscheidung, die Dir auch schon ohne Vorwürfe von außen genug Kopfzerbrechen bereitet hat.
***

Warum ist das denn schwierig??? Der Vater ist doch der Mutter in der Wichtigkeit für das Kind gleichgestellt!

Also für mich war es überhaupt kein Problem, dass mein Mann 1,5 Jahre auf Anton aufpasst. Warum auch?
Die Väter zerbrechen sich ja auch nicht den Kopf, ob sie das Kind bei ihrer Frau lassen können...

LG, Nele
Familienernährerin

Beitrag von eule0879 22.03.10 - 22:43 Uhr

Wir leben also doch noch in der Steinzeit *seufz*

Wenn ein Mann seine Familie verlässt und nur jedes zweite Wochenende zu Besuch kommt um die Kinder zu sehen, ist das völlig normal. Aber wenn eine Frau sich im Sinne der Kinder entscheidet und diese bei Vater, Oma, Uroma etc.. lässt wo sie es wirklich gut haben, wird laut aufgeschrien. Schlechte Klischees würde ich sagen..

Frag diese Leute doch einmal was deine Kinder davon hätten, wenn sie bei dir in eine fremde ganztagsbetreuung gehen würden und du sie abends, total kaputt von der Arbeit abholst, ihnen noch schnell was zu essen machst und sie dann auch schon ins Bett bringst, weil's Schlafenszeit ist!?

Mach dich nicht verrückt und lass dich von der Meinung anderer bitte nicht runterziehen. Du musst dir nichts vorwerfen lassen, du handelst im Sinne der Kleinen und das fällt dir sicher so schon schwer genug.

Drück dich mal unbekannter Weise

Eule#liebdrueck

Beitrag von marlie 22.03.10 - 22:46 Uhr

Ich finde: Eine Mutter, die sich bei einer Trennung solche Gedanken um die Kinder macht und am Ende bereit ist, für deren Glück auf sie zu verzichten, kann keine schlechte Mutter sein. #herzlich

LG

Beitrag von tina.78 23.03.10 - 06:28 Uhr

Hallo,

ich denke du bist eine gute Mutter weil du dir viele Gedanken um deine Kinder machst.

Wenn ein Mann sich trennt ist es ja schon normal dass er seine Kinder "verlässt". Da redet niemand darüber.

Allerdings muss ich ehrlich sagen, wenn ich in der Sitation wäre, ich könnte niemals ohne meine Kinder leben und würde vor Sehnsucht nicht vernünftig leben können. Ich gehöre glaub zur Gattung "Glucke" :-)

Alles Gute für dich

LG Tina

Beitrag von medina26 23.03.10 - 07:40 Uhr

Hallo nura,

ich finde auch nicht das du eine schlechte Mutter bist. Wenn dein Ex sich bis jetzt sowieso immer um die Kinder gekümmert hat, warum sollte er das dann auch nicht weiterhin tun? Es wird ja immer gesagt das die Eltern bei einer Trennung versuchen sollen alles so gut wie möglich so wieterzuführen wie es bisher war.

Mich würde nur mal interessieren wann und wie oft du die Kinder dann bei dir hast?

lg Medina

Beitrag von miss-lacrima 23.03.10 - 08:36 Uhr

Hallo Nura,

ich finde das ganz toll dass ihr euch so entscheiden könnt, dass die Trennung so gesittet wie es scheint abläuft dass es da keine Konflikte gibt die die Kinder ausbaden müssen.

Eine schlechte Mutter würde sich nicht solche Gedanken machen. Eine schlechte Mutter würde die Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld reissen um ihren Egoismus auszuleben!

Lieben Gruß und alles Gute,
Jenny

Beitrag von frauke131 23.03.10 - 09:56 Uhr

Vor einigen Woche schrieb hier eine Mutter, die ihren Sohn beim vater lassen wollte und Dir werde ich dasselbe sagen, wie ihr.

Wenn Du bzw. Ihr meint, dass das das Beste für Eure Kinder ist, solltet ihr das so machen. Wichtig finde ich, dass Du als Mutter trotzdem da bist, sprich die Kinder Dich immer sehen können, Dich anrufen dürfen und wissen, das Du immer für sie da bist.

Die Freundin meiner Tochter ebt auch hauptsächlich beim Vater. Ich finde es in Ordnung.

Schlimm finde ich das Gezerre um die Kinder, das Machtausspielen, wenn es um die Kinder geht.

Ihr seid euch einig, ihr liebt eure Kinder und das sit wichtig!

Alles Gute für Euch alle. Las doch andere reden, wenn der Mann geht, sagt ja auch keiner was!

Beitrag von manavgat 23.03.10 - 10:11 Uhr

Nun muss ich mir von allen Seiten anhören, was ich denn für eine Mutter wäre, wenn ich die Kinder zurücklasse.


Auf Leute, die so einen gequirlten Mist von sich geben, würde ich sch....


du machst das Beste für Deine Kinder, wäre schön alle Eltern die sich trennen kriegten das so hin.

Lass Dich nicht beirren, der Weg ist der richtige.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von incognito_mum 24.03.10 - 07:06 Uhr

hallo,

lass dir nicht einreden, du wärst eine schlechte Mutter, weil du im Sinne deiner Kinder entschieden hast.

Ich weiss, das ist nicht so einfach, auch ich habe ein Kind bei seinem Vater "zurückgelassen", weil dieser sich zu Hause kümmern konnte, während ich nach der Trennung einen Vollzeit- Job in 3 Schichten hatte.

Nicht nur, dass mich meine eigenen Schuldgefühle gerade am Anfang extre geplagt haben, da haben mir meine Mutter und meine Schwester auch noch die Hölle heiss gemacht. Ich würde mein Kind nicht lieben, hätte keine Muttergefühle und sie wüssten nicht, wie ich IHNEN(!) so etwas antun könnte...

Halte dir immer wieder vor Augen, dass du diesen Schritt FÜR deine Kinder tust.

Gerade die ersten Monate habe ich oft geweint, habe mein Kind vermisst, es war die Hölle, auch weil ich ihn wegen der großen Entfernung nicht so oft sehen konnte. Aber der Gedanke daran, dass ich das Richtige getan hatte, dass es ihm sehr gut ging bei seinem Papa und dem Rest der Familie und dass er so vieles dort hatte/ hat, was ich ihm nie hätte geben können, hat mir geholfen, diese Zeit zu überstehen.

Ich wünsche dir alles Gute. Schaff dir ein dickes Fell an, was Bemerkungen von anderen angeht, dann wird sich schon alles finden.

LG