Verdacht auf ADS + Hochbegabung

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von igraine9 22.03.10 - 22:32 Uhr

Hallo,

wir hatten heute mit unserem Großen(4 Jahre+8Monate) eine neurologische Entwicklungsuntersunchung, da er sowohl zu Hause, als auch im Kiga Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Die Untersuchung dauerte über 1Stunde( die ärztin spielte mit Micha, die beiden unterhielten sich, und wir gingen den Fragebogen durch, den wir zu Hause ausfüllen mussten)

Am Ende sagte sie, dass er sehr Intelligent ist, wahrscheinlich hochbegabt, und dass er eine ausgeprägte Aufmerksamkeitsstörung hat, weswegen wir den IQ erstmal nicht bestimmen lassen können.

Er bekommt nun erstmal Ergotherapie und wir werden eine Elternschulung mitmachen. Außerdem hat sie uns einige Bücher empfohlen, die ich mir morgen besorgen werde.

Wie sind eure Erfahrungen mit Ergotherapie?

Mein Mann hat übrigens auch beides.

Lg
Igraine

Beitrag von amorvincitomnia 31.03.10 - 16:15 Uhr

Gezielte Förderung kann nicht schaden. Gegen das ADS hilft es natürlich nicht. Allenfalls können Defizite abgebaut werden. Mein Sohn hat das selbe, die selbe Kombi. Ich habe ADHS mit Hb. Unter Medis also ist unser IQ noch höher, das wird bei Deinem Sohn auch so sein. Wir sind die Leute, die einfachste Aufgaben nicht lösen können und die kompliziertesten Dinge auf einen Blick erkennen.

Wenn Dein Mann das auch hat, weißt Du ja, dass man damit sehr gut leben kann. Wie sagte unser Psychiater nach dem Test so schön: "Mit Intelligenz kann man fast alles ausgleichen."

Im Rückblick (mein Sohn ist jetzt acht Jahre alt) finde ich wichtig, dass man sich nicht von zu vielen Leuten reinreden lässt und den gesunden Menschenverstand walten lässt. Elternschulung ist eine prima Sache, ob Euch das dann etwas bringt, müsst Ihr selbst entscheiden. Bloß keine zusätzlichen Druck aufbauen, dass Ihr denkt, Ihr müsstet als Eltern irgendwelche Erwartungen erfüllen. So lange Ihr Euer Kind gern habt und es unterstützt, erfüllt Ihr Euren Job als Eltern zu 100%.

Viel Glück,
Barbara

Beitrag von igraine9 01.04.10 - 13:25 Uhr

#danke für deine Antwort