Wie macht ihr das Ostern?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von chrissi0900 22.03.10 - 23:06 Uhr

Hallo Zusammen,
so wie es aussieht, werde ich mein erstes Osterfest als Alleinerziehende verbringen. Mein Mann ist vor 2 Wochen ausgezogen. Ich bin noch nicht daran gewöhnt, dass meine Kleine (4 Jahre) nicht immer bei mir ist und so überlege ich, wie wir Ostern am besten verbringen können (ich vermisse sie jetzt schon so schrecklich).

Heute Abend haben wir auf jeden Fall schon mal vereinbart, Ostersonntag morgens eine gemeinsame Ostereiersuche zu machen aber dann... Da wir noch keine klare Regelung bzgl. der Papa- und Mama-Wochenendtage haben, bin ich jetzt etwas ratlos.

Wie macht ihr das?

Ratlose Grüße,
Chrissi

Beitrag von xbienchenx 23.03.10 - 08:26 Uhr

Gemeinsame Ostersuche finde ich unvorteilhaft für das Kind. Ihr seid keine Familie mehr, also gibts auch keine gemeinsamen Ausflüge mehr. Wie soll das Kind es verstehen das ihr getrennt seid, wenn ihr Ostern,Geburtstage, Weihnachten etc. zusammen verbringt? es sollte schon einige Zeit vergehen, wenn man soetwas tatsächlich machen will. Ich halte davon gar nichts. Wenn der Vater meiner Kinder sie Ostern sehen will, soll er sie abholen und sagen: schaut mal, bei mir war auch der Osterhase und hat für euch etwas dagelassen.....

Genau so Weihnachten und Silvester.Wir hatten dieses Weihnachten(Heilig Abend) den Sohn meines Mannes bei uns.Am ersten Weihnachtsfeiertag ist er zu seiner Mutter. Dafür hatte sie ihn dann Silvester. Dieses Weihnachten ist es dann umgedreht.Immer im Wechsel. Geburtstage machen wir je nach Möglichkeit. Oftmals muss sie Arbeiten und dann feiern wir mit ihm den Vormittag und sie holt ihn dann für den Nachmittag und läd die Kinder dazu noch ein.

Und mal ehrlich, es ist "nur" Ostern! Ihr seid getrennt. Und das muss nicht nur in euren Kopf rein, sondern das Kind muss es erst mal begreifen.

Liebe Grüße, Bienchen

Beitrag von nyiri 23.03.10 - 08:33 Uhr

Ich gebe meiner Vorschreiberin recht.

Es ist keinesfalls vorteilhaft, dem gemeinsamen Kind weiterhin die heile Familie vorzugaukeln, denn so erschwert Ihr der Kleinen, das zu realisieren, was passiert ist - nämlich, dass Ihr kein Paar mehr seid.

Auch wenn es schmerzlich sein wird, halte ich es für klüger, das klar zu trennen. Bei aller Liebe und Fürsorge für Euer gemeinsames Kind ist es ratsam, die Trennung auch zu leben.

Beitrag von witch71 23.03.10 - 09:28 Uhr

Ich sehe das differenzierter.

Sofern die Eltern sich gut bis sehr gut verstehen, spricht nichts gegen gemeinsame Unternehmungen (ich verallgemeinere hier mal, nicht nur auf Feiertage bezogen).
Familie heisst ja nicht, dass man zusammen wohnt, sondern dass man irgendwie miteinander verwandt ist.
Im Sinne des Kindes kann es sogar gut sein, bestimmte Feiertage zusammen zu verbringen, gerade wenn das Kind sich das auch wünscht.

Über die Trennung kann man (allgemein) trotzdem sprechen und dem Kind klar machen, dass es nun eben so ist, wie es ist und vor allem dass das auch so bleibt. Und gerade am Anfang leiden wohl so kleine Kinder weniger, wenn ein reger Kontakt zum gegangenen Elternteil besteht. Man hat ja Zeit, sich selbst und auch das Kind daran zu gewöhnen und kann gemeinsame Events langsam drosseln.

Ein plötzlicher Cut ist sicher schwerer zu verkraften, als langsames Heranführen an die neue Situation. Was halt gar nicht geht ist, wenn die Eltern sich während solcher Treffen ignorieren oder gar anfeinden. Dann doch lieber getrennt feiern..

Beitrag von krypa 23.03.10 - 10:21 Uhr

Hallo witch71,


natürlich hat das Kind in gewissem Sinne jetzt 2 'Famlien', der Vater gehört doch wohl weiterhin zur seelischen Familie des Kindes.
Ein sanfter Übergang ist allemal besser als ein abrupter Schnitt.
Eltern bleiben Mutter und Vater immer, sie bleiben weiterhin dem Kind (hoffentlich) liebevoll zugewandt.

Das kann und sollte sich durchaus bei wichtigen Ereignissen für das Kind auch praktisch vollziehen.


MfG krypa

Beitrag von medina26 23.03.10 - 11:12 Uhr

Ich sehe das genauso! Kinder verstehen mehr als wir manchmal glauben. Und ich finde es schön wenn die Eltern sich noch so gut verstehen das sie alle zusammen etwas unternehmen. Ich denke das Kind würde sich das auch wünschen...!

lg Medina

Beitrag von janamausi 23.03.10 - 20:41 Uhr

Hallo!

Nur es bleibt ja nicht immer so...spätestens wenn einer einen neuen Partner hat, werden Feste nicht mehr zusammen gefeiert...Dann muss sich das Kind nochmals umgewöhnen...

LG janamausi

Beitrag von medina26 24.03.10 - 07:51 Uhr

Das stimmt! Aber es kommt ja immer auf die Situation an. Es wäre ja optimal wenn sie noch gute Freunde blieben und sich weiterhin verstehen, auch wenn neue Partner im Spiel sind. Da müssten sie dann eine neue Regelung finden. Ich kenne Ex-Paare, die verstehen sich mit den neuen Partnern gut und akzeptieren sie. Das kommt natürlich immer auf die Situation an. An erster Stelle sollte aber immer das Kind stehen. Und das hat meistens gerne beide Elternteile um sich.

lg Medina

Beitrag von janamausi 24.03.10 - 20:19 Uhr

Hallo!

Du hast vollkommen Recht, das ist auf alle Fälle das Beste für das Kind, aber leider ist es ja in den wenigsten Fällen so...

LG janamausi

Beitrag von mami0406 23.03.10 - 19:16 Uhr

Hallo

Also die ersten Antworten kann ich nicht verstehen !

Mein Mann und ich sind seit über einem Jahr getrennt, verstehen uns aber trotzdem super gut und machen viel zusammen mit den Kindern, als Familie !
Er wird immer derPapa bleiben, genauso wie ich die Mama und nur weil wir uns nicht mehr lieben,müssen wir doch nicht komplett auseinander gehen #kratz wozu auch ?

Verbringt den tag zusammen, genießt es, tut das, wo es euch allen bei besser geht !

Mein Ex ist sogar fast jedes We hier und ich fahre dann meist zu Freunden und das klappt alles super, so habe ich mal meine Freiheiten und meine Kinder bleiben in ihrer gewohnten Umgebung !

Also ich hoffe, dass es sobleibt, denn ich bin selber ein Scheidungskind und meine Eltern haben sich nicht mehr verstanden, das finde ich viel viel schlimmer !

Lg
Michi

Beitrag von janamausi 23.03.10 - 20:36 Uhr

Hallo!

Ich denke auch, dass eine gemeinsame Ostersuche so kurz nach der Trennung und bei einem Kind mit 4 Jahren nicht sinnvoll ist.

Auch wenn es schwer ist für eure Tochter, wird sie mit einer klaren Trennung besser klarkommen als sich unnötig immer wieder Hoffnungen zu machen.

Bei uns (und eigentlich auch bei allen die ich kenne) ist es so, dass meine Tochter jeweils die Feste daheim bei mir und meiner Familie verbringt und am ersten Feiertag mit Papa und mit seiner Familie.

Weihnachten haben wir vereinbart, dass die Geschenke alle daheim unterm Weihnachtsbaum liegen. Die Geschenke kommen ja vom Christkind und das Christkind bringt sie nun mal zu jedem Kind nach Hause. Das finde ich eine bessere Lösung als wenn sie zweimal Geschenke bekommt und womöglich dann noch ein Machtkampf der zwei Familien ausbricht, wer denn die größeren und teureren Geschenke kauft.

Ostern gibt es ja nur eine Kleinigkeit...und der Osterhase verliert überall Ostereier wo er langhoppelt...und wer sie findet, darf sie behalten...

LG janamausi

Beitrag von huddelduddeldei 24.03.10 - 12:40 Uhr

Wenn dein Ex das alles so mitmacht ist das ja schön für dich.

Ich hätte da ein sehr schlechtes Gewissen, ihm das Kind an den "eigentlichen" Feiertagen immer vorzuenthalten und dass es die Geschenke nur bei euch gibt ist super unfair deinem Ex-Mann und deinen Ex-Schwiegereltern gegenüber.

Hast die Sippe ja gut im Griff...

Beitrag von janamausi 24.03.10 - 17:49 Uhr

Keine Ahnung vom allein Erziehend sein, aber dumm daher reden #klatsch

Und zur Info: Die Sache mit den Geschenken kam von meinem Ex und er ist in o.g. Sachen der gleichen Meinung wie ich!

Es geht ja schließlich nicht um mich oder meinen Ex oder um die Schwiegereltern, sondern um das Kind! #aha

Beitrag von saskia73 24.03.10 - 20:14 Uhr

Hallo Chrissi,

wir sind auch seit kurzem getrennt.

An Ostersonntag bin ich mit den Kindern bei meiner Familie und an OStermontag geht mein Mann mit den Kindern zu seiner Familie.

So werden wir denk ich, alle Feiertage regeln.


Ansonsten, an den Kindergeburtstagen werden hoffentlich wie vergangenes WE auch, alle Verwandten das Kind besuchen, das Geburtstag hat. Auch der Papa gehört natürlich dazu.

LG Saskia