Jagen, Was haltet Ihr denn davon?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von petra1982 23.03.10 - 07:07 Uhr

Mein Mann ist Jäger und auch gern Jäger, er schiesst auch nicht auf alles was Ihm vor die Linse kommt ;-) Wie findet ihr sowas? Bin mal gespannt auf eure antworten

Beitrag von minimal2006 23.03.10 - 07:32 Uhr

Guten Morgen

Hm, einige würden mich jetzt wahrscheinlich steinigen wollen.. aber ich spiele schon ein Zeit lang mit dem Gedanken, auch mal den Jagdschein zu machen.
Ich bin Parson und Jack Russell Züchterin und einfach fasziniert.
Mein Onkel ist Jäger.
Früher fand ich es schrecklich.
Heute denke ich da anders (Bestandsregulierung ect).
Es ist nicht in meinem Sinne, bei allem was vor die Linse kommt zu schießen..nein im Gegenteil.
Eine kontrollierte Sache sollte es bleiben.

Petra..wie findest du es, das dein Mann Jäger ist? ;-)
Kleine Gegenfrage... :-p

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 07:35 Uhr

Aufgaben des Jägers ist ja nicht nur die Bestandsregelung. Mein Mann hat im Winter die fütterung übernommen, damit die Tiere nicht qualvoll verhungern. In manchen Bundesländern ist dies ja leider verboten also füttern. Das find ich grausam das man lieber Tiere verhungern lässt als sie zu füttern.

Es ist sein Hobby :-) Ich gehe ab und an mit so einmal in drei Monaten zur zeit, ist mir zu kalt gewessen ;-) Aber mein Ding wäre es nun nicht wirklich :-) Jäger sein ist aufwendig :-)

Beitrag von minimal2006 23.03.10 - 07:41 Uhr

;-) natürlich gehören da noch andere Dinge dazu.
Aufwendig ist es allemal...
wenn es für mich in Frage käme, dann auch erst viel später, da meine Kinder noch viel zu klein sind.

Beitrag von booo 23.03.10 - 07:38 Uhr

Mh, ich halte nicht viel von, außer wenn z.b. die Zahl der Tiere explodiert.

Beitrag von booo 23.03.10 - 08:21 Uhr

Was woh z.b. hier mit Wildschweinen der Fall sein soll. Allerdings glaube ich wird hier oft maßlos übertreiben

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 08:47 Uhr

Na dann frag mal nach, bei Fuchs wenn er wieder x viele Hühner gerissen hat ;-) Ein Jäger schiesst ja nicht nur die Tiere, mein Mann hat im Winter auch zugefüttert damit die Tiere nicht verhungern, und es wird auch nicht jedes Tier das man sieht geschossen, bei meinem Mann zumindest, da werden die schwachen ausgesondert, die Behinderungen haben, oder es eben nicht durch den Winter schaffen würden. Und wie du sagst die Wildschweine die den Bauern die Ernte kaputt machen, was auch Dachse schon gut machen können und auch Rehe ;-)

Beitrag von pechawa 23.03.10 - 07:42 Uhr

Ich kann keiner Fliege was zuleide tun, aber verurteile auch nicht Menschen, die das machen, weil es notwendig ist.

Ich weiß allerdings von meinem verstorbenen Vater, dass es gerade unter Jägern welche gibt, die aus Lust am töten es mit Freude tun, solche Menschen tun mir leid #contra

LG

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 08:49 Uhr

solche mag es sicherlich geben, aber mein Mann gehört dazu sicher nicht ;-) Gott sei dank, sonst würd ich mich fragen was ich da geheiratet habe :D

Beitrag von cosmicdoodle 23.03.10 - 07:58 Uhr

Also, ich halte gar nix davon. Die Jäger rechtfertigen das zwar immer mit Bestandskontrolle und vielleicht steckt bei einigen auch wirklich diese Motivation dahinter. Allerdings finde ich es schon etwas befremdlich, dass in der Jagdsaison schön Futter an bestimmten Stellen verteilt wird, damit die Tiere zur Jagd dann auch im Revier sind. Ich denke, diese Leute haben einfach nur Spaß am Töten.

Wenn es um Bestandskontrolle ginge, dürfte es ja auch kein Problem sein, wenn eine Katze oder ein Hund mal einen Hasen reisst (was bei alten, geschwächten Tieren durchaus passieren kann). Aber es gibt ja leider auch viele Jäger, die bei Katzen einfach drauf halten, sobald sie sie vor die Flinte bekommen. Voll bescheuert sowas.

Des weiteren kotzt es mich an, wie viele Jäger mit ihren Hunden umgehen. Meiner Meinung werden Jagdhunde nur aus Prestigegründen gehalten. Sie sitzen meistens 9 Monate im Jahr im Zwinger, keiner kümmert sich groß und wenn die Saison losgeht, bekommen sie erst mal schön ein Teletakt angelegt, weil sie anders nicht zu bändigen sind.

Nicht zu vergessen, die Ausbildung der Jagdhunde, die ja in einem bestimmten Teil auch ihren Beutetrieb an Raubtieren zeigen sollen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Katzen dazu verwendet werden, weil man ja nicht auf Kommando Fuchs o.ä. zur Ausbildung oder Prüfung zur Hand hat.

Also, alles zusammen genommen, eine ganz eklige Geschichte, die wir in D in der heutigen Zeit überhaupt nicht brauchen!

LG,
Cosmic

Beitrag von michaellaura 23.03.10 - 08:36 Uhr

Sehr richtig!!!#pro

Mir wird hier auch ständig gedroht, das der Jagdpächter meinen Hund "abknallt" sollte er ihn abseits der Wege erwischen sollte! Das muss man sich mal vorstellen.

Hier haben schon einige Hunde Rehe gerissen, find ich auch nicht toll, ganz ehrlich! Aber was ist mit den bösen Autofahrern?! Da Wusste der werte Herr hier dann auch keine Antwort...

Ich halte das größtenteils auch für sinnloses und grausames Freizeitvergnügen. Schrecklich. Peinlich.

Beitrag von booo 23.03.10 - 08:38 Uhr

>>>Aber was ist mit den bösen Autofahrern?<<<<


Hä? Was meinst du damit? Was haben Autos mit wildernden Hunden zu tun?

Beitrag von farina76 23.03.10 - 08:43 Uhr

Wie? Ist dir dein Auto noch nie durch und hat Rehe durch den Wald gehetzt. Hast halt ein braves Auto :-p

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 09:03 Uhr

Das frag ich mich auch, sollten wir nun unser Auto erziehen das es keinen Jagdtrieb bekommt ;-)

Beitrag von farina76 23.03.10 - 08:42 Uhr

Wobei ich es genauso grausam finde seinen Hunden zu erlauben den Weg im Wald zu verlassen. Die Wildtiere haben auch ihre Ruhe verdient.

Und Leute die ihre Hunde jagen lassen sind genauso bescheuert. Ein Jäger hetzt wenigstens nicht einfach ein Reh irgendwohin, trennt es dann vielleicht von seinem Kitz das dann verhungert. Oder jagt es einfach nur bis es stolpert und elendig verreckt.

Jagen ist sehr human gegen das hetzen von Hunden.

Meine beiden dürfen NIE den Weg im Wald verlassen. NIE NIE NIE! Sowas gibts bei uns nicht.

Beitrag von booo 23.03.10 - 09:24 Uhr

Ich denke ob mein Hund auf dem Weg läuft, oder 15 Meter im Wald drin.. ist doch schnuppe.....

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 09:28 Uhr

Nein ist es nicht, was ist wenn wild kommt? Die meisten Hunde hetzten das Tier dann durch den wald

Beitrag von booo 23.03.10 - 09:32 Uhr

Wenn das Wild bis 15 Meter an den Waldrand kommt, sieht es mein Hund auch....


Beitrag von petra1982 23.03.10 - 09:33 Uhr

Und was macht dein Hund dann?

Beitrag von booo 23.03.10 - 09:38 Uhr

Kann ich dir nicht sagen, bisher sind wir Wild noch nie begegnet, da dort wo wir gehen, direkt ein Hundeverein ist und eine beliebte Gassistrecke.

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 09:41 Uhr

Also unser Hund ist ja ein Jagdhund, und ist deshalb im Wald und in der Nähe des Waldes immer angeleint, 20 meter leine. Da er dem Wild nachgehen würde und es jagen würde. Und ich finde man sollte dies als Hundebesitzer auch machen wenn es bekannt ist das ein Hund einem Wild hinterher würde.

Beitrag von booo 23.03.10 - 09:43 Uhr

Ich sprach aber von unangeleint. Da ist es wurscht ob am Wegrand oder 15 Meter im Wald, wenn wild kommt. Entweder er jagt oder nicht..

Bisher hatten wir noch nie Probleme, daher ist mir eben auch nicht bekannt, dass er jagd und so darf er dort ohne Leine laufen.


Anders wäre es wenn ich WÜSSTE dass er stiften gehen würde...

Beitrag von petra1982 23.03.10 - 09:46 Uhr

Klar wenn einem bewusst ist ein Hund hat den Jagdtrieb anleinen. Und mein Mann würde udn darf auch hier nicht so einfach auf Hunde schiessen. Wie es in anderen Bundesländern ist weiss ich nicht....

Beitrag von windsbraut69 23.03.10 - 10:06 Uhr

Es gibt nicht ohne Grund den Leinenzwang zu den Brut- und Setzzeiten und wer sagt Dir denn, dass das Wild Deine 15 m einhält?

Gruß,

W


Beitrag von booo 23.03.10 - 12:22 Uhr

Ich spreche nicht von Brut und Setzzeit sondern allgemein. Wenn ein Hund jagen geht, bzw nicht abrufbar ist, dann tut er das, egal ob er auf dem Weg unangeleint ist oder einige Meter im Wald.