Bitte eure ehrlichen Meinungen - Thema 'konsequent sein' (länger)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von matjeshering 23.03.10 - 09:10 Uhr

Hallo!


Gerne hätte ich eure Meinungen, zu dem was heute morgen hier gelaufen ist.

Ich wecke meine Kinder (Zwillinge 4,5 Jahre) für die KiTa, sag ihnen dass ich ihnen beim Anziehen helfe wenn sie möchten. Lena steht auf, ich helfe ihr beim Anziehen und sage zu Alissa, sie solle aufstehen während ich mit Lena zum Zähneputzen und Waschen ins Bad gehe dann helfe ich auch ihr beim Anziehen.

Während Lena nun Zähne putzt, sage ich nochmals zu Alissa sie soll nun aufstehen dann helfe ich ansonsten muss sie sich alleine anziehen - sie habe Zeit (zum aus dem Bett krabbeln) bis Lena im Bad fertig ist. Bis dahin waren bestimmt 15min. vergangen.
Lena war fertig, ich sagte zu Alissa ihre Anziehsachen liegen auf dem Stuhl in ihrem Zimmer sie solle sich nun bitte selbst anziehen und dann zum Frühstücken runter kommen.
Lena und ich sind runter zum Frühstück und ich habe die KiTa Brotzeit hergerichtet - nach weiteren 10min. rufe ich noch einmal hoch und sage ihr soll sich jetzt anziehen und Essen kommen sonst muss sie im Schlafanzug und ohne Essen in die KiTa da wir dann keine Zeit mehr dafür hätten. Nach nochmal 5 Minuten hab ich nochmal das gleiche gemacht.
Nach 25min. kommt sie angezogen runter, Lena war inzwischen mit Frühstück fertig und wartet in der Garderobe zum Anziehen.
Nun wollte Alissa frühstücken, ich sagte ihr 'Das geht nicht mehr, wir müssen los - ich sagte dir du sollst runterkommen und du kamst nicht, jetzt müssen wir los.'

Dann kam mein Mann zu dem Geschehen hinzu und ich sagte ihm, dass Alissa nicht mehr frühstücken könne - da sie los müssen und dass ich ihr das auch mehrmals gesagt habe.
Sie insgesamt 45min. nur zum Aufstehen, Anziehen und im Bad gebraucht.

Was macht mein Mann, schmiert ihr eine Stulle setzt sie an den Tisch und pflaumt mich an dass ich das Kind ja nicht ohne Essen in die KiTa schicken kann. (Anmerkung: Sie kann wenn sie will, in der KiTa jetzt um 09:00 ein zweites Frühstück einnehmen - hatte ihr extra mehr in die Brotdose gepackt, sie wäre also sicher nicht bis zum Mittagsessen verhungert)

Bei uns ist es so, dass ich ab Montag wieder arbeiten gehe (war längere Zeit nun krankgeschrieben, wegen OP etc.) und dann müssen die Kinder auch morgens mitmachen und ich kann mich nicht eine halbe Stunde an ihr Bett setzen und sie mit Engelszungen bitten aufzustehen.

Wie seht ihr das? Wäre meine, wie ich meine, konsequente Haltung zu übertrieben gewesen? Oder hat mein Mann mein konsequentes Handeln einfach untergraben?
Was hättet ihr gemacht?

Danke für die Antworten, Tipps usw. im Voraus


matjeshering, mit Lena und Alissa ... nun in der KiTa

Beitrag von 3erclan 23.03.10 - 09:16 Uhr

Hallo

ich würde die Weckzeit umdrehen.Erst die Trödlerin.

Evlt nochmal 15 Min. früher.Ohen Frühstück geht keiner raus aus dem Haus bei mir.
Zwei mIn. Zeit für ne TAsse Milch oder nen Brot muss immer sein.

lg

Beitrag von matjeshering 23.03.10 - 09:38 Uhr

Erstmal danke für deine Antwort.

#ich würde die Weckzeit umdrehen.Erst die Trödlerin.#


Die zwei schlafen in einem Zimmer. Also wecke ich beide eigentlich gleichzeitig (klar gehe ich zu jeder ans Bett und gibts ein Küsschen auf die Wange und ein ''Guten Morgen'')

Wenn ich beide geweckt hab, gehts halt nach dem Motto 'wer zuerst kommt mahlt zuerst' und da Lena zu 85% die Jenige ist die gleich auf der Matte steht ... kommt sie als erste dran.

Alissa ist so, sie zieht sich die Bettdecke übers Gesicht - spitzt grinsend hervor und amüsiert sich nach 3-5x sagen sie soll nun kommen köstlich darüber.
Okay, das habe ich vorhin vergessen zu erwähnen, dass sie sich in 90% der Fälle eher einen Spass draus macht nicht aufzustehen.
Wenn ich dann nachdrücklicher zu ihr sage ''Es ist Zeit, mach hin'' kommt von ihr ein zickiges ''Lass mich!!''


Silke

Beitrag von gotschie 23.03.10 - 10:15 Uhr


Also das hast Du es: "Sie amüsiert sich nach 3-5x sagen..."

Da würde ich definitiv abstellen - mir wäre es zu blöd. Ich bin ja kein Animateur.

Beitrag von gotschie 23.03.10 - 09:33 Uhr


Hallo,

also, wenn ich Deine Geschichte richtig gelesen habe, dann hast Du Alissa mindestens 5 x gesagt, dass sie sich anziehen soll.

Spätestens beim 2ten Mal hätte ich ihr eine Konsequenz genannt und zwar, dass sie sonst im Schlafanzug in den Kindergarten geht und auch nicht frühstücken kann. Beim 3ten Mal hätte ich die Konsequenz durchgezogen. Solche Aktionen sind manchmal ziemlich heilsam für Kinder - man erspart sich viel Rederei als Mutter. Ich bin gegen dieses ständige Ermahnerei - da redet man sich nur fusselig.

Außerdem ist es bei Euch auch noch total unfähr gegenüber Lena, die dann auch später in den Kindergarten geht und wahrscheinlich auch durch die Situation genervt ist.

Die Aktion von Deinem Mann war total unproduktiv, weil Allisa so keinen Lerneffekt hat. Sie lernt eher, ich muß mich ja nicht beeilen - es passiert mir ja eh nichts.

Etwas Konsequenz schadet nicht. Unsere Tochter hat auch dumm geguckt als ich ihr die Anziehsachen in die Tüte tun wollte für den Kindergarten. Dies hat vollkommen ausgereicht und sie hat sich freiwillig ruck-zuck angezogen.

Auch heute Morgen ist sie "ohne Frühstück" in den Kindergarten, weil sie nicht wollte. Sie verhundert nicht, weil es dort ein Frühstück gibt. Ein schlechtes Gewissen habe ich deshalb nicht, weil ich ihr das Frühstück angeboten habe und auch selbst gefrühstückt habe. Dies ist ein Unterschied zu den Eltern, die zu faul sind mit ihren Kindern morgens zu frühstücken. Gibt es ja auch.

Drück Dir die Daumen !

Gruß
Gotschie

Beitrag von sternchen718 23.03.10 - 09:38 Uhr

Hallo

ich hatte zwar keine Zwillis aber meine beiden großen sind nur 16 Monate auseinander.

Bei uns war es immer so ich habe meine Trödlerin regelrecht aus dem Bett geschmissen wenn es soweit war. Ich habe meine Kinder nie gebeten aufzustehen. Sie müssen.
Mich frägt ja auch keiner lieb ob ich jetzt dann vielleicht aufstehen will oder nicht.

Und ich habe immer geschaut das sie auch als erste fertig war. Mein Sohn (der jüngere) der sich mit mir Morgenmuffel lieber nicht anlegen wollte ist immer aufgestanden und hat sich gleich ins Bad begeben.
Ich habe auch immer die beiden zur gleichen Zeit im Badezimmer gehabt zum Waschen und Zähneputzen.

Hat bei uns nie ein Drama gegeben weil meine beiden genau gewußt haben das in der Früh irgendwelche Trödeleien nicht drin sind. Frühstück gabs immer weil ich das nicht mag wenn jemand zuhause nicht gefrühsückt hat.

Wichtig war mir auch die selbsständigkeit meiner Kinder d.h. ich habe Morgens nur noch geholfen wenn es nötig war. In der Zeit wo ich mit den beiden im Bad war hab auch ich mich gleich fertiggemacht.


Heute ist es so mein Sohn ist der erste der Aufsteht und die jüngste lauert schon drauf das er kommt und steht dann mit ihm auf. Er macht ihr dann einen Kaba und geht ins Bad. Nach dem Bad weckt er seine große Schwester damit die in die Puschen kommt und geht mit seiner kleinen Schwester frühstücken und schaltet schon mal die Senseo ein damit der Papa nur noch auf den Knopf drücken muss.
Für mich holt er die Zeitung rein.
Da kommt er ganz nach mir, ich habe das in seinem Alter auch für die ganze Family gemacht.
Ich bin froh das es jetzt so läuft, da die kleine leider nicht so toll schläft und die halbe stunde die ich länger liegenbleiben kann ist echt luxus.

LG
#stern chen 718

Beitrag von tauchmaus01 23.03.10 - 09:52 Uhr

Mh....ich ticke da vielleicht anders...
Wenn ich daheim bin und es keinen Zeitdruck gibt, dann lass ich allen auch Zeit.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn Du wieder arbeiten gehst, dann weck die beiden Kids einfach eher.
Kannst auch schon das Frühstück und alles fertig machen und die kleine Träumerin komplett unterstütze.
Alle Klamotten schon hinlegen am Abend, Mäusschen aus dem Bett holen und anziehen, sie dann ins Bad bringen. In der Zeit kann die andere die sich allein fertig macht schon mal runter gehen an den fertigen Frühstückstisch und essen.

Ich habe auch eine kleine Träumerin, die geht aber nun in die Schule, das ist morgens echt krass....sie muß nun eher aufstehen als nötig damit sie Zeit zum trödeln hat. Nun haben wir weniger Stress und keinen Ärger mehr.

Mona

Beitrag von mamavonyannick 23.03.10 - 09:58 Uhr

Hallo,

ich finde dich da etwas zu hart. Zumindest hört es sich an, als ob du ihr aus der Ferne die Anweisungen gibst, ohne dich DIREKT um sie zu kümmern. Auch Lena hätte einige Dinge im Bad allein machen können, sodass du in dieser Zeit liebevoll Alissa aus dem Bett hättest "schmeissen" können. Mir ist - nach deinen Ausführungen - die Zuwendung zu sehr auf Lena konzentriert.
Und sicher ist konsequent okay, auch wenn keine Zeit für ein Frühstück sein sollte, dann gibts halt die Schnitte auf der Hand, aber ein bißchen mehr Bemühungen deinerseits sollte schon dabei sein, dass ihr alle zusammen frühstücken könnt.
Und wenn du weißt, dass eine deiner töchter etwas langsamer ist, dann hol sie doch als erstes aus dem Bett.

vg, m.

Beitrag von matjeshering 23.03.10 - 10:29 Uhr

Ich kopiere mal das aus einer anderen Antwort von mir, für dich:

Alissa ist so, sie zieht sich die Bettdecke übers Gesicht - spitzt grinsend hervor und amüsiert sich nach 3-5x sagen sie soll nun kommen köstlich darüber.
Okay, das habe ich vorhin vergessen zu erwähnen, dass sie sich in 90% der Fälle eher einen Spass draus macht nicht aufzustehen.
Wenn ich dann nachdrücklicher zu ihr sage ''Es ist Zeit, mach hin'' kommt von ihr ein zickiges ''Lass mich!!''

....................................................

Für sie ist es eine Art von Spiel nicht aufzustehen - denn wach ist sie.


Silke

Beitrag von mamavonyannick 23.03.10 - 11:46 Uhr

Denn hol zuerst sie zum Wascehn, ganz einfach. Das wäre auch konsequent.

vg,m.

Beitrag von sorayashams 23.03.10 - 11:10 Uhr

Dachte schon ich wär die Einzige, die das so sieht.
Kann Dein Posting absolut unterschreiben
LG Soraya

Beitrag von nakiki 23.03.10 - 09:59 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist auch eine Trödlerin morgens und ich handle genauso wie du. Früher wecken bringt bei uns gar nichts, dann trödelt sie länger. Meine Tochter macht sich jedoch keine Spaß daraus, sondern ist einfach langsam.

Sie muss sich morgens waschen und anziehen, wenn dann noch Zeit ist, kann sie Frühstücken, wenn nicht geht sie ohne Frühstück los. Muss jedoch sagen, dass in der Kita noch gefrühstückt wird, daher ist es kein Problem.

Deine Tochter kann in der Kita noch frühstücken und steht nicht auf, da sie sich einen Spaß draus macht, daher finde ich deine Haltung in Ordnung, und dein Mann hat dein Handeln untergraben. Wäre das bei uns der Fall gewesen, hätte er auch das Kind in die Kita bringen können, da bin ich genauso konsequent.

Gruß nakiki

Beitrag von kathrincat 23.03.10 - 10:00 Uhr

erst würde ich die langsamere aufstehen lassen, dann muss sie halt eine stunde ehr aufstehen. das von dienen mann finde ich nicht toll. dein mann hat dich untergraben, so was geht nicht.

Beitrag von nakiki 23.03.10 - 10:06 Uhr

Hallo!

Was mir gerade noch eingefallen ist: Wieso kam dein Mann erst später dazu? Steht ihr nicht alle gemeinsam auf und er "übernimmt" eins der Kinder morgens?
Entweder er beteiligt sich morgens am Familienleben oder er lässt dich machen.

Gruß nakiki

Beitrag von matjeshering 23.03.10 - 10:27 Uhr

Doch doch, mein Mann war in der Zeit im Bad zu gange (wir haben 2 Bäder 1x oben und 1x im Keller)... vorher sind wir Mädls da drin und soooo viel Platz für 4 Personen im Bad haben wir nicht.

Als das mit Anziehen etc war, war er im Keller (Männerbad *g*) am Duschen. Er hat quasi nichts mitbekommen.


Silke

Beitrag von agostea 23.03.10 - 10:16 Uhr

Hi,

finde ich absolut ok. Es gibt - gerade morgens - Regeln, an die müssen sich auch die Kids halten.
Heute morgen habe ich auch das Frühstück für die Jungs gestrichen. Pech. Mein Sohn meinte mich mit "scheiss Mama" etc. titulieren zu müssen, weil er schlecht gelaunt war und kurz drauf dann haben beide ein Theater veranstaltet - das muss ich mir nicht geben morgens.

Die Kinder wissen, das ich zur Arbeit muss, sie haben ausreichend Zeit morgens zum aufstehen, anziehen, Frühstücken - wissen aber auch, das es wie am Schnürchen laufen muss.
Tuts das nicht, fällt Frühstück weg. Und erst recht, wenn sich so daneben benommen wird, wie heute morgen. Ich bin nicht deren Heiopei.

Die Reaktion deines Mannes ist falsch. Er fällt dir in den Rücken und untergräbt deine Autorität. Das würde ich mit ihm klären.

Gruss
agostea

Beitrag von dani.m. 23.03.10 - 10:33 Uhr

Ich finde deine Reaktion absolut okay, wäre hier genauso gelaufen. Frühstück am Tisch hätte es auf gar keinen Fall mehr gegeben, eventuell eine Kleinigkeit für "auf den Weg".
Bei uns ist der Papa zum Glück morgens nicht mehr da, wenn die Zwerge los müssen, der würde es sonst wohl auch so machen ;-) Hm, wenn ich so überlege... hätte mein Mann so reagiert, hätte ich ihm die Kindergartensachen in die Hand gedrückt und ihn die Kinder bringen lassen. Ich hab immerhin auch was zu tun ;-) Und wenn ER meine Autorität untergräbt, muss auch ER mit den Konsequenzen leben. Auf jeden Fall solltet ihr noch mal darüber reden, vielleicht sieht er auch nicht, dass die Kinder sich an die neue (?) Regelung gewöhnen müssen. Männer denken oft, sowas klappt von einem Tag auf den anderen.

Beitrag von andy1978 23.03.10 - 10:42 Uhr

Hallo,

ich kann mich in die Situation gut reinversetzen. Wobei bei meinem Sohn (4) nicht das Aufstehen ein Problem ist, sondern das Anziehen. Wach ist er meistens vor mir#schein. Er kann sich eigentlich komplett alleine anziehen, aber im Moment meint er immer ich müsse ihm helfen, er könne das nicht alleine. Und er macht das sonst super! Ich bin auch öfter am verzweifeln, da wir auch fast immer mit die letzten im Kindergarten sind. Ich habe noch eine keine Tochter (1) und ich denke das es daran liegt, dass er im Moment so ist. Ihr wird ja auch geholfen.

Ich finde deine Konsequenz übrigens nicht zu hart. Wäre sie ohne Frühstück in die Kita gegangen, hätte ich das nicht schlimm gefunden und die Reaktion von deinem Mann finde ich übrigens absolut unakzeptabel, denn dann hätte er ja mit aufstehen können. Allerdings kam es mir in deinem Text auch so vor, als ob du dich mehr um Lena als um Alissa kümmerst. Kann ja aber auch sein, dass es nur so rüber kam und eigentlich nicht wirklich so ist. Wie gesagt, ich glaube meiner reagiert momentan so, da er sieht, dass ich Fabienne auch immer helfe.

Wenn sie sieht, dass du dich mehr um Lena kümmerst, könnte das durchaus eine Trotzreaktion sein. Denn so bekommt sie ja ihre Aufmerksamkeit. Wenn Konstantin mal wieder meint, er könne z. B. nicht alleine auf Toilette gehen, dann mache ich immer ein Spiel mit ihm. Ich sage dann, du gehst jetzt auf die Toilette und ich zähle mal wie schnell du bist. Bei uns klappt das noch super und er hat jedes Mal Spaß. Vielleicht könntest du Alissa ja mal damit locken, in dem du sagst, wir schauen mal, wer heute zuerst am Frühstückstisch sitzt und machst mit beiden ein Spiel daraus. Ich persönlich finde auch Belohnungen nicht schlecht. Sie möchte doch irgendetwas damit provozieren und vielleicht gelobt werden, wenn sie es richtig oder anders macht. Mach ihr schmackhaft, dass das Frühstück mit allen gemeinsam etwas ganz Besonderes ist. Ich liebe es, wenn alle gemeinsam am Tisch sitzen. Ich könnte gar nicht frühstücken, wenn nicht alle am Tisch sitzen. Meine Kinder stehen auch eher beim Essen auf, aber da weiß ich dann, dass sie zufrieden sind.

Es ist nicht immer einfach mit Kindern und ich denke schon gar nicht mit Zwillingen. Aber du machst das schon und denke immer daran "Nobody is perfect".

Beitrag von fascia 23.03.10 - 10:49 Uhr

Hallo Matjeshering,

doch, ich finde, Du hast die Sache bestens gedeichselt.
Die Maus wäre schon nicht vor Entkräftung umgefallen bis zum zweiten Frühstück...

Die Situation, wenn der Mann "dazukommt", die kenne ich. Und das war gelegentlich Zündstoff bei uns für klärende Gespräche. Für mich galt: Entweder, mein Mann beteiligt sich am morgendlichen (und diversen anderen) Geschehen, dann kann er darauf auch Einfluss nehmen. Aber in ein laufendes Prozedere mal eben quer einzusteigen, hat oft alles durcheinander gebracht. (Außerdem brauche ich jemanden, der nicht nur zufällig "mitspielt", sondern regelmäßig und verlässlich (und mit Köpfchen)). Andernfalls habe ich auf seine "Mitarbeit" lieber verzichtet.

Ich habe ihm (in mittlerweile 15 Jahren) mehrfach erkärt, dass es für mich sehr willkommen wäre, wenn er bestimmte Dinge - von mir aus gern auch ganz anders - handhabt. Dann aber bitte ganz und komplett, nicht halb und den Rest mir überlassen. Oder mir Vorträge halten, wie und warum etwas NICHT funktioniert.

Insgesamt sind wir aber ein gutes Team. Man lernt ja auch nie aus - immer kommen neue Situationen - neu für alle. Ich glaube, mein Mann hat sich manchmal "eingemischt", weil er selbst gemerkt hat, dass er am vorangegangenen Ablauf unbeteiligt war. Dann wollte (will..., *seufz*) er für seine Abwesenheit eine Art Ausgleich schaffen, sich einbringen. (War es eher seine persönliche (morgendliche) Bequemlichkeit, die ihn von der Beteiligung am Familienleben abhielt, hatte er sicher auch ein etwas schlechtes Gewissen. Umso "dominanter" (und sinnloser) war dann sein Eingreifen. Verzeihlich also. Aber klären musste ich das doch immer wieder...)
(Dafür muss er immer mal mit mir andere Dinge "klären" - es gleicht sich alles irgendwie aus.)

Sich kaum einzubringen und dann Dich "anzupflaumen" (kenn ich in Etwa) - das sollterst Du Dir vebitten.

Immer weiter...,
GLG, fascia.



Beitrag von visilo 23.03.10 - 11:45 Uhr

Ich bin in der früh sehr radikal da ich einfach den Bus bekommen muß weil ich zur Arbeit muß. Ich habe bei uns gemerkt das es besser geht je weniger Zeit ist, also Sohnemann aus dem Bett schmeißen ( zur Not auch mit kaltem Wasser aus der Sprühflasche#schein) ab in´s Bad, anziehen, frühstücken und abmarsch, dafür sind ca 20 Minuten eingeplant und das klappt mitlerweilen ganz gut. Lukas weiß das ich ihn auch im Schlafanzug und ohne Frühstück in den Kiga bringen würde, darauf läßt er es aber nicht ankommen.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von pocahonti 23.03.10 - 12:39 Uhr

Nein, deine konsequente Handlung war nicht übertrieben.
Ich schätze das so ein, dass es mal Zeit wird, dass du Alissa eine Konsequenz aufzeigst - sie wartet wahrscheinlich darauf.

Außerdem solltest du mit deinem Mann sprechen, denn ja, er hat deine Konsequenz untergraben, indem er widerspricht und ihr ein Frühstück gibt.
Ich würde das mit ihm klären und morgen knallhart durchziehen!

Kinder brauchen Grenzen, das vergessen viele Eltern immer oder meinen, dass Grenzen den Kindern schadet.
Aber Kinder brauchen Grenzen, an denen sie sich orientieren können!

Also, wenn sie morgen nicht aufsteht, geht sie halt ohne Frühstück in den Kiga. Fertig!
Diese Konsequenz fruchtet aber nur, wenn sie gerne frühstückt.
Wenn sie froh ist, wenn sie kein Frühstück bekommt, funktioniert das natürlich nicht!

LG,
Silke

Beitrag von matjeshering 23.03.10 - 12:43 Uhr

Erstmal vielen Dank für eure Antworten! #danke


Da sich meine Kleine ja mehr einen Spass draus macht nicht aufzustehen, werde ich sie morgen eine halbe Stunde eher wecken und zuerst sie anziehen und waschen.
Leider befürchte ich, dass ich dann schon den ersten Zickenalarm abwehren muss - denn zur Zeit ist mit ihr nicht gut Kirschen essen, wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat und sie auf stur schaltet weil sie etwas partout nicht will.

Den Einwand, den manche bringen dass ich mich zu sehr um Lena kümmere - Nein, das Bad ist genau neben dem Kinderzimmer. Ich geh mit Lena ins Bad, mach ihr die Zahnbürste putz fertig und dann geh ich nochmal zu Alissa. Sie aus dem Bett zu schmeissen bringt bei ihr leider das Gegenteil, sie stellt sich dann erst recht quer.
Es ist ja nicht jeden Tag so ein Theater, aber manchmal bockt sie extrem. Da zieht sie alle Register, von auf den Boden schmeissen, auf den Boden stampfen, schreien wie wenn man ihr ans Leben will und all solchen Quatsch.

Es ist halt eine Zwickmühle, denn ich möchte auch nicht zu Lena sagen dass sie alles allein machen soll, weil ich sonst eben Zeitprobleme mit Alissa bekomme - sonst fühlt sie sich auch wieder hinten an gestellt und das ist auch unfair.

Aber ehrlich gesagt, seh ich es auch nicht ein auf das Machtspielchen von Alissa zu sehr einzugehen. Sollte mein Vorhaben morgen nicht besser klappen, wird sie wohl wirklich mal im Schlafanzug mit Anziehsachen in der Tüte im KiTa aufschlagen müssen um es zu ''lernen''.


Silke, vielen Dank nochmal#blume

Beitrag von birgit2 23.03.10 - 20:35 Uhr

Hallo,

was ich wirklcih ganz schlimm finde ist das Verahlten Deines Mannes!!! Wie kann man denn so vor den Kindern in den Rücken fallen. Er weiß überhaupt nciht was vorgefallen ist und übergeht Deine entscheidung einfach. Was lernt das Kind daraus? Wenn ich es von Mama nicht bekomme, gehe ich zu Papa:-p

Davon abgesehen, finde ich Dein Verhalten absolut o.k. - wenn meine Tochter orgens rumtrödelt sage ich ihr auch, dann haben wir keine Zeit mehr für ... und dann zeihe ich das durch. Wenn man immer nur androht und nicht umsetzt, aknn man es auch ganz lassen.

Davon abgesehn, würde ich meine Strategie für morgens vielleicht überdenken. Alissa scheint da mehr Unterstützung zu benötigen. Lobe doch einfach Lena wie selbsständig sie schon ist, und das sie es ja schon alleine kann. Alissa ist dann halt das Baby, dem man noch bei allem helfen muss.

Viel Erfolg!

Birgit

Beitrag von lechatnoir 24.03.10 - 20:40 Uhr

Mmmh, ganz ehrlich?

Du bist super konsequent was das Streichen vom Frühstück angeht. Aber, wenn ich Alissa wäre, würde ich mich als die unbeliebte Tochter fühlen. Warum mit 1 ins Bad und nicht mit beiden? Du hast Alissa mehrere Male (4!!) gesagt, sie solle aufstehen, das ist unglaublich inkonsequent, ich hätte sie beim 3. Mal einfach rausgezogen. Sie ist immerhin erst 4 und nicht 7.

Also, nicht böse gemeint, ich bin sicher nicht die perfekte und immer konsequente Mutter, wir allen hadern da mit uns selbst, zwischen Liebe und Erziehung.

Meine Jungs sind fast 4 und anderthalb, und ich ziehe sie gleichzeitig aus dem Bett, Frühstücke mit beiden, nehme beiden zum Umziehen am Schrank und gehe mit beiden gelichzeitig ins Bad. Ich glaube, du machst es euch allen etwas schwerer, als es sein muss.

Wo ich dir alledings unheimlich Recht gebe, ist das es sicherlich nervt, wenn dann der Vater/Mann meint, er müsse jetzt eingreifen und undermeint deine Authorität (!) vor euer Kinder. Man soll, auch wenn man sich nicht einig ist, vor den Kindern IMMER einander unterstützen. Und sogar wenn sie tatsächlich mal ohne Frühstück bis zum Mittagessen 'verhungern' sollte, ist das zwar nicht schön, aber sie wird's überleben.

Alles Gute,

LCN.