wer hat germanischer bärenhund?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von thu 23.03.10 - 09:35 Uhr

Hallo,

ich bin grad auf diese rasse gestoßen, da die ja eine kreuzung haben, wollte ich eigentlich wissen, ob die auch die probleme mit der hüfte haben, so wie bernasennerc oder ob andere probleme gibt..

vom wesen her, find ich das sie toll zu uns passen würden, mein mann will allerdings unbedingt einen schäferhund.. ich gar nciht, da diese ja immer bellen und nicht immer kinderlieb sind. und da wir zwei kleine kids haben, muß der hund unbedingt kinderlieb sein und geduldig.
aber wir wollen wohl erst nächstes jahr einen hund zulegen, von daher hab ich ja noch zeit.

danke wenn jemand infos hat.
gruß thu

Beitrag von risala 23.03.10 - 10:21 Uhr

Hi thu,

sorry, wenn ich so deutlich werde... aber so wirklich ahnung von Hunden hast Du nicht, oder?

Bellen und kinderlieb sein hat was mit Erziehung (auch der Kinder!!!) und Prägung zu tun - nicht mit der Rasse!

Kennst du den Satz:

Ein Hund ist kinderlieb, wenn die Kinder lieb sind.

Bernhardiner z.B. gelten als sehr kinderlieb - ich kenne 2 die mehr als bissig waren (und unseren eigenen, der grottenbrav war, weil meine Mutter sich Mühe mit der Erziehung -von ihm und uns Kindern- gegeben hat).

Der germanische Bärenhund ist keine vom VDH anerkannte Rasse - es soll eine "Rückzüchtung" sein. Es gibt nichtmal ein eindeutiges Zuchtziel respektive geplante Zucht. Zugelassen werden meist alle Hunde, die irgendwie "dazu passen". Sie haben auch kein einheitliches Erscheinungsbild - so kann man auch noch nichts sicheres zu gesundheitsproblemen sagen.

Besuch doch mal einen guten DSH-Züchter und schau Dir die Hunde an. Geh mal auf Austellungen, etc. sicherheit bezüglich HD etc wirst Du bei kaum einer Rasse zu 100% haben.

Was bei eurer Auswahl viel wichtiger sein sollte:

- was wollt/könnt ihr dem Hund bieten?
- wieviel Zeit habt ihr?
- wieviel Platz?
- seid ihr eher aktiv oder eher Couchpotatos?
- wer kümmter sich hauptsächlich um den Hund?
- Hundeschule in der Nähe?

LG
Kim

Beitrag von dominiksmami 23.03.10 - 10:35 Uhr

Hallo,

hmmm wird das euer erster Hund?

Zum Bärenhund, der keine Rasse sondern meiner Meinung nach bis jetzt nicht mehr als eine versuchte Mischung darstellt, hast du ja nun schon reichlich Informationen.
Da kann man von einem rasseeigenen Gesundheitsbild oder einer rassegeprägten Charaktereigentschaft überhaupt nicht sprechen.

Mein Schäferhund war der kinderliebste Hund den ich bisher kennengelernt habe.
Wir haben ihn eben von Anfang an so erzogen!

z.B. hat der damals 1 1/2 jährige Sohn meiner Patentante einmal fast 1 Stunde auf ihm geschlafen. Zasko lag vor dem Ofen und der Kleine war zu ihm gekrabbelt ( ist selber von Geburt an mit Hunden groß geworden) und hat ganz vorsichtig gestreichelt ( so vorsichtig 1 1/2 jährige das eben können, er hat sich wirklich, wirklich angestrengt), dann hat er sich an ihn gekuschelt.
Wir Erwachsenen dachten er schmust nur, bis wir sahen das er einfach so eingeschlafen war, halb auf dem Boden und halb auf dem großen, warmen Langhaarschäferhund liegend.
Zasko hat sich nicht gerührt, die ganze Stunde lang nicht, er hat sich einfach noch ein wenig ausgestreckt und mit geschlafen.
Geduldiger...gehts doch nicht, oder?

Vielleicht solltest ihr nochmal intensiv Zeit darin investieren über die einzelnen Rassen und vor allem die Hunderziehung etc. zu lesen und euch zu informieren.

Ich finde es im Übrigen wirklich prima das ihr euch so weit im voraus schon informiert.
Das schaffen nicht viele! Wären mehr Menschen so wie ihr, dann gäbs deutlich weniger Probleme mit falsch gehaltenen Hunden #pro

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von glu 23.03.10 - 10:36 Uhr

Ich stimme Risala in fast allen Punkten zu, ich würde Euch allerdings nicht zu einem DSH Züchter schicken. Ihr scheint wirklich Anfänger zu sein und ich finde das ein Schäferhund nicht in Anfängerhände gehört, da kann man zu viel falsch machen!

Es heisst übrigens Berner Sennenhund und die Rasse wäre, sofern Ihr bereit seid zu lernen, eher was für Euch oder vielleicht ein Leonberger!?

Grosse Rassen tragen alle ein HD/ED Risiko in sich, selbst bei kleinen Rassen kommt es vor, wenn auch nur selten!
Um das Risiko zu minimieren solltet Ihr zu einem verantwortungsvollen Züchter gehen.

Rein optisch finde ich germanische Bärenhunde auch toll und kann verstehen warum Du gerne einen hättest, dennoch wäre ich vorsichtig!

Ihr solltet Euch zusammensetzen und überlegen was ihr von einen Hund erwartet und dann schauen welche Rassen das "biete" können!

Familientauglich, wenig kläffen, sind allerdings keine Rassenmerkmale (wobei es Rassen gibt die von natur aus weniger bellen, dennoch kann auch ein DSH wenig bellen)
Übrigens kenn ich keinen DSH der zu eigenen Kindern nicht lieb wäre, das muss man der Rasse ja lassen, auch wenn ich sonst nicht viel für Schäferhunde übrig habe!

lg glu

Beitrag von rosastrampler 23.03.10 - 11:48 Uhr

Hm, ich halte nicht so viel von teuren Mixen, die angeblich "Rassen" sind.

Wir haben einen weißen Schäferhund.
Diese Schäferhunde sind nicht schief im Rücken wie viele DSH. Trotzdem ist bei großen Hunden immer ein guter Züchter (VDH) wichtig. Alle großen Hunde können ED/HD bekommen, deswegen ist es besser, wenn du die Vorfahren (mit Röntgenergebnissen) kennst.

Der weiße Schäferhund ist SEHR kinderlieb und sie bellen wenig.
http://www.weisse-schaeferhunde.de/charakter.html

Beitrag von booo 23.03.10 - 12:29 Uhr

>>>Der weiße Schäferhund ist SEHR kinderlieb und sie bellen wenig. <<<

Sind aber für ihre Unsicherheit udn Ängstlichkeit bekannt, daher m.M. nach erstmal nix für blutige ANfänger

Beitrag von rosastrampler 23.03.10 - 18:46 Uhr

Hm, das ist häufig ein Vorurteil, was leider sehr breitgetreten wird. #aerger
Bei anderen Hunden sagt man: "ich bin froh, dass er nicht jedem um den Hals fällt und nur seine Familie innig liebt" - das ist dann eine Charakterauszeichnung...
Da werden die Weißen oft leider vorurteilsvoll beurteilt, was bei anderen Rassen einen eigenständigen , würdevollen Charakter ausmacht.

Mein Dicker übrigens liebt jeden Menschen und ist mit ihnen keinesfalls scheu, unsicher oder ängstlich. #verliebt

Bax ist zudem kein Draufgänger wie zB die Ridge und auch der Pudel (!!!) aus unserem Hundekurs - wofür ich UND die Trainerin GOTTFROH (!!!) sind. Diese "mutigen" Hunde hören nämlich kein Stück bei den Haltern, sind eine Last für Halter und Kurs und raufen nur. Alle (auch die Halter) sind nur genervt.
Ich finde DAS sind keine Anfängerhunde - und das muss ich auch über den Pudel aus unserem Kurs sagen.
Naja- da muss man eben wissen, was man will. Mir wäre das Verhalten dieser Hunde nicht lieber und einfacher ist es keinesfalls.

Wichtig ist wieder einmal ein guter Züchter.

Kennst du einen weißen Schäferhund?

Beitrag von booo 23.03.10 - 19:03 Uhr

Ja, ich kenne einige. und alle sind sehr unsicher. Aber wenn das nur ein Vorurteil ist, wieder was dazu gelernt#danke

Beitrag von rosastrampler 23.03.10 - 19:30 Uhr

Hm, die ich kenne, sind es nicht.

Wie äußert sich die Unsicherheit bei den Hunden, die du kennst?
Woher kommen die Hunde?

Beitrag von booo 23.03.10 - 19:38 Uhr

Privat, vom Züchter, unterschiedlich. Erst im Winter hatten wir einen in der Junghundegruppe der absolut unsicher war.

Unsicher, ängstlich, sensibel, schnelles zurückschrecken.... zwar nicht panisch, aber immer mit sagen wir "geducktem" Blick: Oh wei - oh wei"


Unsicher eben :-)


Die älteren die ich kannte waren zwar wieder ruhiger, aber doch sehr sensibel. vergleichbar mit ner Dogge etwa. Nur eben unsicherer :-)

Beitrag von rosastrampler 23.03.10 - 20:30 Uhr

Den "geduckten" Blick kenne ich gar nicht.

Sensibilität finde ich persönlich sehr positiv. Mein Hund reagiert sofort auf meine Stimmlage, das macht die Erziehung einfacher. Er ist kein stumpfer Holzklotz, dem alles egal ist. ;-)Außerdem ist er ein echter Schmuser.
Eine gewisse Misstraue oder Vorsicht finde ich ebenfalls eher positiv. Ich mag keine Hunde, die alles anstürmen.

Wie gesagt: das ist auch eine persönliche Sache des Halters. Ich würde keinen hibbeligen Draufgänger wollen.
Natürlich ist nicht jeder Hund entweder ein hibbeliger Draufgänger oder extrem unsicher.
Aber unter allen vielen Charaktereigenschaften finde ich die weißen Schäferhunde einfach am Besten.

Bei uns im Kurs ist zB ein Jacky so unsicher. Auch eher untypisch, was?
;-)

Beitrag von thu 23.03.10 - 12:07 Uhr

Naja..
danke für die antworten

weiß nicht ob man uns als anfänger bezeichnen kann, wir hatten bereits hunde, bzw mein mann noch nicht so lange her und wir als wir kinder waren, hundeschule und dergleichen sind mir bekannt wie meine rechte westentasche, erziehung klar... wenn ein kind den hund ständig zu nahe kommt ihm keinen rückzugsort lässt oder gewissen grenzen nicht einhaltet dann ist mir auch klar das der hund nicht kinderlieb werden wird...

das mit dem bellen, kenn ich halt von unseren schäferhunden und von dem hund meines mannes, deswegen.
mh bieten, ich glaub da hats ers gut bei uns, wir haben nen riesen garten, gehen gern spazieren, er darf auch zu uns in die wohnung, muß wassertauglich sein" ich weiß alles erziehungssache und wenn der hund einfach wasserscheu ist dann können wir das auch hundertmal probieren, er geht dann nicht aufs boot.....

ich wollte eigentlich nur mal wissen, ob jemand so einen hund hat und wie er vom wesen her ist.
da hier aber jemand geschrieben hat, das das gar nciht so einfach ist den zu klassifizieren, muß man halt auf sein herz hören und glück haben, das es paßt.

gruß thu

Beitrag von germany 23.03.10 - 13:51 Uhr

Wenn du ene schwimmfreudige Rasse suchst, wie wäre es denn dann mit einem Labrador? Die sind ja bekannt dafür gerne zu schwimmen. Sie bellen wenig und werden gerne als Familienhunde gehalten.

Ich weiß man kann nichts pauschaliesieren, aber ich bin noch keinem bösen Labbi begegnet oder einem der nicht gerne schwimmt.


lG germany

Beitrag von kimben 24.03.10 - 09:10 Uhr

hallo !!!

wenn du einen hund suchst der gerne ins wasser geht warum dann kein neufundländer oder landseer???

die sind zwar sehr groß aber total lieb und wasserfreudig:-)....immer unter dem vorbehalt das mein seinen hund gut erzieht....

lg

simone mit merlin

Beitrag von fliegenpilzz 25.03.10 - 11:50 Uhr

.. ich gar nciht, da diese ja immer bellen und nicht immer kinderlieb sind. und da wir zwei kleine kids haben, muß der hund unbedingt kinderlieb sein und geduldig.



hmmmm........ ?????? was soll man dazu sagen ?????


Beitrag von hamburger-baerenhund 19.02.11 - 14:36 Uhr

Durch Zufall bin ich auf den "Germanischen Bärenhund" gestossen.
Der "Bärenhund" das unbekannte Wesen, in keinem Fachbuch steht etwas darüber.
Bevor ich also 2009 mir meinen Bären ins Haus holte, habe ich "Google" gequält,daß der PC rauchte.

Je mehr ich über den "Bärenhund" herausfand, um so mehr reizte mich die Rasse.....
Und was soll ich sagen, bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut.

"Kein Tag ist langweilig oder eintönig".


Der Charakter, eigene Erfahrungswerte:


Der Germanische Bärenhund ist ein sehr kinderlieber und trotz seiner Größe im Umgang auch mit sehr kleinen Kindern ein überaus vorsichtiger Hund.

Er ist sehr wachsam auf dem Grundstück, aber kein Kläffer.

Es sei denn, der Familie oder dem Grundstück droht Gefahr, dann ist der riesige Hund weithin hörbar und durchaus furchteinflößend.

Der Germanische Bärenhund verteidigt seine "Familie" mit aller Kraft und großer Hundeliebe.

Diese Rasse ist leicht abzurichten und absolut Gehorsam.

Der Hund ist bärenstark, riesengroß, sanftmütig, aggressionslos, wesensfest und von guter Gesundheit.

Dieser bärige Riese ist zum täglichen Toben, auch mit Kindern aller Altersgruppen, sowie zur Haltung im Haus geeignet.

Man kann diesen lieben Bären aber auch bei strengem Frost im Freien halten, dann benötigt er nur eine regen- und windfeste Unterkunft.

Er stellt keine besonderen Ansprüche, ist für ausgewogenes Futter, viel Auslauf und Bewegung im Freien sehr dankbar.

Der Germanische Bärenhund schwimmt sehr gerne und mit großer Ausdauer.

Er ist Hunde- und Katzenverträglich und freut sich über einen vierbeinigen Spielgenossen.

Bei richtiger und guter Haltung sind "Familie" und Hund für das ganze Hundeleben ein Herz und eine Seele.

Er ist Fremden und Neuem gegenüber sehr zurückhaltend, wenn er nicht will, legt er erstmal seine Stirn in Falten und überlegt........

Hat er jemanden als Freund ausgewählt, ist "Standfestigkeit" ratsam, er könnte wie ein Bulldoser einem rennen........,
Der Boden bebt, wenn er angerannt kommt.



Da der "Germanische Bärenhund" bis heute leider keine FCI - Zulassung hat, habe ich meinen Bären kurzhand eine HP verpaßt, um diese Rasse bekannter zu machen.

"Natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein".

Dann wurde ein Forum gegründet, welch ein Glück - es gab also doch noch mehr "Bärenfreunde", und ich hoffe, es werden noch mehr....

Meine Freizeit verbringe ich seit Jahren aktiv als Ausbilderin, Zuchtwartin und Richterin.
Für mich gibt es nichts Schöneres, als für unsere "Vierbeiner" da zu sein.

Und auch für deren Besitzer, denn es gibt immer mal Probleme oder Fragen.

Mein Motto lautet:

"Miteinander und Füreinander zum Wohle der Hunde"



Bärenstarke Pfötchengrüße aus Hamburg

Hamburger-Bärenhund