Kiga Besuchskind - wie damit umgehen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nisivogel2604 23.03.10 - 10:51 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist und geht in den Kindergarten. Natürlich ergibt es sich auch das die Kinder Nachmittags miteinander spielen wollen und das ist für mich auch absolut kein Problem. Charlotte darf immer gern Besuch haben und auch woanders zum spielen hin. Das klappt eigentlich auch immer gut. Mal spielen die Kinder bei uns, mal bei den anderen Kindern. Egal wie, es klappt.

Nun hatten wir ein Mädchen hier (5 Jahre) das ich ehrlich gesagt nicht ausstehen kann, was ich mir natürlich nicht anmerken lasse, denn meine Tochter soll selber beschliessen mit wem sie befreundet sein will und nicht von un sbeeinflusst werden. Dieses Kind war auch nicht zum ersten mal hier.
Das Problem ist das es grundsätzlich Streit gibt. Die Kleine ist hinterhältig und gemein (sobald sie meint man guckt nicht kneift sie ganz fieß meinen mittleren (2 Jahre) oder nimmt ihm Sachen weg oder zettelt anderweitig Streit an. Ich bin dann nur am schlichten, komme nichtmal dazu das Baby zu stillen (wenn Charlotte bei ihr spielt gibt es keine Probleme, da ist aber auch ein jüngeres Geschwisterkind vorhanden)

Letztes mal hat eben dieses Kind hier einen Aufriss vom feinsten gemacht. Gekreischt, geschrien, völlig panisch geatmet (ich hab gedacht die hyperventiliert gleich) und es war sehr sehr eindeutig das es sich dabei um ein einzig großes Schauspiel gehandelt hat. Sie war schon wieder dabei aus dem Zimmer zu gehen und als ich sie ansah fing sie wieder mit diesem Theater an. Ich habe dann auf ihren Wunsch ihre Mama angerufen von der sie bemitleidet wurde ohne Ende. Als die Mutter ankam (3 Minuten nach dem Telefonat) war von Tränen und gekreische schon gar keine Spur mehr. Das alles wurde abrupt beendet als ich den Telefonhörer auflegte.

Wie geht ihr mit solchen Kindern um? Als ich versucht hab sie zu trösten hat sich ihr Schauspiel noch mehr dramatisiert. Bei meinen eigenen Kindern würd ich auf den Tisch hauen und ihnen sagen das Schluss ist mit dem Theater. Wir hatten diese Phasen nämlich auch schon. Aber wie mach ich das bei fremden Kindern?

lg

Beitrag von inci. 23.03.10 - 10:57 Uhr

Solche Gören kommen bei uns nicht mehr rein.

Meine Tochter hat auch so eine Freundin gehabt, es war einfach nervend ständig musst ich rein um zu schlichten.

Meiner Tochter habe ich erklärt das dieses Mädchen nicht mehr kommen darf aber sie gerne zu ihr gehen darf.
Damit hatte sich die Sache erledigt.

LG

Beitrag von dani.m. 23.03.10 - 11:08 Uhr

So ähnlich mache ich es auch. Mein Großer hat auch so einen Freund, ist der da, gibts nur Theater, spielen sie bei ihm, ist alles gut. Konsequenz: Sohnemann darf ihn besuchen oder sie dürfen zusammen auf den Spielplatz, hier zusammen spielen dürfen sie nicht mehr!

Beitrag von agostea 23.03.10 - 11:05 Uhr

Die wäre das letzte Mal bei mir zu Hause gewesen. In meiner freien Zeit wollte ich mich nicht mit so ungezogenen Blagen anderer Leute beschäftigen müssen. Zumal ich meine Ablehnung eh nicht lange unterdrücken kann. Das Mädel hätte das schon zu spüren bekommen, das ich sie nicht mag.

Gruss
agostea

Beitrag von juniorette 23.03.10 - 11:20 Uhr

"Zumal ich meine Ablehnung eh nicht lange unterdrücken kann. Das Mädel hätte das schon zu spüren bekommen, das ich sie nicht mag. "

So geht mir das auch. Ich habe einfach kein Pokerface #schwitz

LG,
J.

Beitrag von engelchen28 23.03.10 - 13:00 Uhr

ich finde, man kann das VERHALTEN anderer kritisieren und die regeln für das eigene haus aufstellen (z.b. es wird nicht gekniffen), aber ein erwachsener sollte einem kleinen kind nicht sagen / zeigen, dass er es persönlich nicht MAG.

es geht doch in erster linie um das VERHALTEN des kindes und nicht um das kind in person.

ein persönlicher angriff einem kleinen kind gegenüber zeugt von mangelnder kontrolle.

find' ich nicht gut!

man hätte nach einer lösung suchen können (z.b. ernstes gespräch zw. der gastgebermutter und dem gastkind oder evtl. zwischen den müttern). das wäre fair gewesen und jeder wäre mit einem guten gefühl rausgegangen bzw. hätte die möglichkeit / chance zur besserung seines verhaltens gehabt.

Beitrag von h-m 24.03.10 - 10:30 Uhr

Aber man kann doch nun mal nicht alle mögen. Ich habe auch ein Nachbarkind, das ich nicht mag, und ich kann es nur schwer verheimlichen. Natürlich versuche ich, mich "neutral" zu verhalten, aber man sieht/spürt eben doch den Unterschied zu anderen Besuchs- oder Nachbarkindern, die ich gern mag.

Kinder sind Menschen wie Erwachsene auch, und können einem sympathisch sein oder eben nicht.

Beitrag von engelchen28 24.03.10 - 12:15 Uhr

natürlich kann man nicht alle mögen und es mögen einen selber auch nicht alle, das ist nur natürlich!

es geht mir aber darum, es dem anderen nicht extra zu zeigen, dass man ihn persönlich nicht mag. es geht um ein 5jähriges KIND. muss man diesem kind explizit zeigen, dass man es nicht mag? muss man es dies SPÜREN lassen? oder sind wir erwachsene leute, die auch nicht-sympathieträgern gegenüber freundlich-neutral sein können, die sich mit ihm zusammensetzen und über sein VERHALTEN das nicht okay ist, sprechen?

ich denke, soviel beherrschung ist schon möglich.

lg
julia

Beitrag von h-m 24.03.10 - 15:31 Uhr

Die Frage ist, ob man es vermeiden kann, dass das Kind sowas spürt. Wir sind schließlich Menschen, keine Roboter.

Ich versuche, mich dem erwähnten Nachbarkind gegenüber neutral zu verhalten - aber man merkt schon den Unterschied zu den anderen Kindern, die ich gern mag, die ich auch mal auf den Arm nehme (z.B. wenn sie hingefallen sind und ich gerade die einzige Erwachsene auf dem Hof bin), mit denen ich mich teilweise echt nett unterhalten kann... Ich denke, das betreffende Kind spürt auf jeden Fall, dass ich es zumindest weniger mag, als die anderen Kinder in der Nachbarschaft.

Beitrag von engelchen28 24.03.10 - 18:11 Uhr

na, wollen wir hoffen, dass andere das kind mögen und du die einzige bist, die es nicht mag. ansonsten, wenn das kind es öfter zu spüren bekommt, wäre es wirklich traurig...!

ich nehme jedes kind auf / in den arm, wenn ich sehe, dass es sich wehgetan hat und alleine ist - ob ich es mag oder nicht. ich breche mir dabei keinen zacken aus der krone und kann mir meinen teil denken.

lg & jeder macht's sowieso so, wie er es für richtig hält.

julia

Beitrag von sandramutti 23.03.10 - 11:17 Uhr

hallo!

ich versteh dich gut. wir haben einen ähnlichen fall... aber halb so wild.
bei uns darf nur stets die kleine schwester nicht mitspielen, was jedoch meine große maus möchte und da gibts immer stress. wenn das gewisse kind, vom dem ich spreche, bei uns zuhaus ist. oder das kind steckt sachen ein, will`s mit nach haus nehmen, was uns natürlich nicht so gefällt etc.
beim ersten besuch hat sie sich die teure kamera meiner maus geschnappt, damit ins spielzelt verkrümmelt und ich bekam stets nur ein "nein, nein"... war echt am verzweifeln...

allerdings hat nun meine maus (5) auch keine lust mehr sich mit solchen kindern zu treffen und fragt auch nicht mehr danach... verneint, wenn das kind fragt, ob es zu uns kommen darf.

grundsätzlich mische ich mich bei soetwas nicht ein... denke meine mäuse können nun schon gut die anderen kinder einschätzen, wissen was ihnen gut tut und was nicht....

was sagt denn dein kind dazu????

lg, sandra

Beitrag von juniorette 23.03.10 - 11:19 Uhr

Hallo,

ich schließe mich meinen Vorrednern an. So ein Kind wäre mir nach dem ersten Vorfall (2jähriges Kind kneifen, geht's noch? #klatsch) nicht mehr in mein Haus gekommen.

"denn meine Tochter soll selber beschliessen mit wem sie befreundet sein will und nicht von un sbeeinflusst werden. "

Da bin ich komplett anders.

Solange ich noch Einfluss nehmen kann, ob mein Kind einen guten oder schlechten Umgang pflegt, mache ich mir meinen Einfluss auch zunutze.

Außerdem habe ich keine Lust die verzogenen Kinder anderer Leute zu erziehen.

LG,
J.

Beitrag von engelchen28 23.03.10 - 11:59 Uhr

hallo!

spielen soll freude machen und kein stress. auch nicht für dich als mama. das, was ihr durchmacht, klingt für mich weder nach spaß und freude, dafür sehr nach stress für alle beteiligten. ich würde das mädchen vorerst nicht mehr kommen lassen, denn es geht ja nicht an, dass deine beiden kleinen leiden, du auch, ihr alle völlig k.o. seid am abend.

ich würde mich mit mutter & kind auf dem spielplatz treffen und sehen, wie es ist.

lg
julia

Beitrag von h-m 23.03.10 - 14:50 Uhr

Ich sehe es ähnlich wie Juniorette. Das Kind würde ich nicht mehr einladen. Noch haben wir etwas Einfluss auf den Umgang unserer Kinder... Wir haben auch ein Nachbarkind, das in unserer Wohnung nicht erwünscht ist (allerdings hat meine Tochter selbst auch kein Interesse, dieses Mädchen einzuladen).

In der konkreten Situation hätte ich meine Videokamera geholt und das Theater aufgenommen. #rofl Und hinterher der Mutter gezeigt - wenn sich das Kind nicht beim Anblick der Kamera schon schlagartig beruhigt hätte.

Beitrag von woodgo 23.03.10 - 18:11 Uhr

Hallo,

also wenn ich im Vorfeld schon weiß, daß ein Kind so ist und sich auch mit meinem Kind nicht so verträgt, dann lad ich es nicht ein#aha Egal ob es meine Tochter unbedingt will oder nicht.

LG

Beitrag von janamausi 23.03.10 - 20:20 Uhr

Hallo!

Ich sehe es ein bißchen anders als meine Vorschreiberinnen. Wenn ein 4jähriges Mädchen eine 5jährige Freundin bei sich zu Besuch hat, hat der kleine Bruder mit 2 Jahren "nichts dort zu suchen".

Wenn meine Tochter bei anderen Kinder mit kleinen Geschwistern spielt, ist es jedenfalls üblich, dass die Knder "in Ruhe" alleine spielen können und nicht Rücksicht auf ein "kleines" Kind nehmen müssen.

LG janamausi