Er hört nicht

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von linchenw 23.03.10 - 19:53 Uhr

Hallöchen,mein Sohn 16 Monate hört überhaupt nicht,er geht an sachen dran die er nicht darf.

Wir sagen es ihm 3 mal und er macht es immer wieder also konsiquenz setzen wir ihn in seinen laufstall für 5 min....

meine frage versteht er das???Das es eine konsiquenz ist nachdem 3 mal nein???ODer verlangen wir zuviel von ihm?Er hut und krazt auch und wir wissen nicht was wir machen sollen...lg

Beitrag von mama2012 23.03.10 - 20:05 Uhr

hallo,

ich denke das liegt am alter, sie testen, wollen machen was SIE für richtig halten. das schlagen und beißen ist eine art sich durchzusetzen. mit worten können sie ja noch nicht sagen was sie wollen oder was ihnen nicht passt

Beitrag von tokee21 23.03.10 - 20:08 Uhr

Hallo!

Ich glaube nicht, dass er den direkten Zusammenhang versteht... Wir haben es schlussendlich so gelöst, dass so gut wie nichts mehr da war, wo sie nicht randurfte.
Ich habe sie (und tue es immer noch) konsequent weggenommen. Mittlerweile kann ich es ihr auch ein bisschen erklären.

Zum Hauen und Kratzen (bei uns kamen auch mal Kneifen und Beißen): ein "Aua, das tut mir weh, gerne auch i.V.m einem "nein"" wirkt irgendwann. Du solltest ihn dann von Dir wegtuen, ihn aus der Situation nehmen. Es sind wohl Phasen, bei uns dauern die so 1-2 Wochen...

Gute Nerven und LG,

Iris & Finnja (*08.02.08)

Beitrag von raevunge 23.03.10 - 20:14 Uhr

HUHU

wir haben grad auch diese Situation: 16 Monate, hauen, beißen, kneifen, zu 98% sag ich mal macht er grad Sachen, die er nicht soll #aerger

Grad die Sache mit dem Hauen und so finde ich echt schlimm. Ich sage dann "Au, das tut weh", "Nein, Mama wird nicht gehauen" und versuche ihn erst mal kurz "körperlich" von mir zu trennen. Grad heute aber ist er immer wieder sich tot lachend zu mir zurückgelaufen, da habe ich ihn auch mal kurz in den Laufstall gesetzt, um eben den Abstand wahren zu können. Das gab ein Riesentheater ;-) Ich habe für mich entschieden, dass das dann so okay ist, da wir den Laufstall eh kaum noch nutzen, ansonsten hätte ich es als problematisch angesehen, wenn er damit eine Art "Strafe" verbindet. Aber es war für mich in dem Moment die einzige Möglichkeit.

Also ich denke, es ist eben viel austesten, das wichtigste ist sicher, konsequent zu bleiben.

Ich wünsche und beiden gute Nerven ;-)

LG

Beitrag von tokee21 23.03.10 - 20:39 Uhr

Hallo!

"aber ist er immer wieder sich tot lachend zu mir zurückgelaufen" - dazu hab ich was interessantes gelesen. Normal gehen wir ja davon aus, dass die Kleinen uns quasi auslachen, sich köstlich über unser Geschimpfe amüsieren. Ich weiß nicht, wo ich es gelesen habe, aber der Artikel besagte, dass wir nicht ausgelacht werden; es sei vielmehr ein Überbleibsel aus der Frühzeit des Menschen. Dein Kleiner will sich "einschmeicheln, nach dem Motto "hey, sei bitte nicht böse mit mir". Letztlich eine Art Unterwerfungsgeste.
Obś stimmt- keine Ahnung. Ich muss jedenfalls immer dran denken, wenn Finnja zum gefühlten 578340 Mal auf ihrem Hochstuhl (oder jedem anderen, wahlweise auch der Tisch) steht und mich frech angrinst...

LG Iris

Beitrag von raevunge 23.03.10 - 21:05 Uhr

Ja, das habe ich auch schon mal gelesen. Hm, wird sicher was wahres dran sein, denn mein Ton war glaub ich schon nicht besonders lustig ;-)

Oh, das mit dem irgendwo drauf stehen kommt mir auch bekannt vor, inclusice frechem Grinsen #schein

LG!

Beitrag von dydnam 23.03.10 - 20:24 Uhr

Da erkenn ich doch glatt meinen Silas wieder. Der ist jetzt etwas über 15 Monate alt und seit ein paar Wochen hört er überhaupt nicht mehr. Da kann Mami 10 mal "Nein!" sagen, das wird nur mit einem schämischen Grinsen quittiert und frech weitergemacht. Schränke werden ausgeräumt, überall wird raufgeklettert (der ein oder andere Absturz war die Folge, was ihn aber auch nicht davon abhält, wieder hochzuklettern), Sachen werden mit Karacho auf den Boden gefeuert oder irgendwo gegengehauen.

Wie gesagt, ich kann mittlerweile selbst schon kein "Nein" mehr hören, sage irgendwie den ganzen Tag nichts anderes mehr, leider zu 90% auch umsonst. Wenn ich ihn dann aus der Situation herausnehme und ein bisschen schimpfe, sucht er sich dann natürlich ganz provokativ irgendeine andere Sache, von der er meiner Meinung nach auch weiß, dass Mami das auch nicht möchte. Man kann dann förmlich beobachten, wie er Mamis Reaktion beobachtet und sich innerlich ins Fäustchen lacht wenn sie sich dann wieder ärgert. ;-)

Das mit dem Laufstall habe ich auch schon probiert, er weint dann zwar immer ein paar Sekunden bitterlich, spielt dann aber danach erst mal ein Weilchen vor sich hin. Den Zusammenhang zwischen "Vergehen" und Strafe hat er aber wohl nicht erkannt. Hilft also nur konsequent sein, das Kind am besten durch Ablenkung aus der Situation heraus nehmen. Die Phase wird ja wohl hoffentlich irgendwann vorbei sein. :-p

Liebe Grüße von einer Leidensgenossin

Beitrag von october 23.03.10 - 20:39 Uhr

Hallo,
ich denke nicht, dass dein Sohn den Zusammenhang versteht.
Bei mir hat eigentlich nur geholfen, das Kind konsequent mit einem "nein" von den Dingen wegzunehmen und abzulenken. Weggeräumt habe ich nichts. Irgendwann kam der Punkt, da hat sie es verstanden, dass sie nicht ran darf. Ich habe das dann an dem Blick erkannt, wie sie mich beobachtet, wie ich reagiere und es reicht mittlerweile, wenn ich ihren Namen etwas strenger sage.

LG Annika

Beitrag von schwarzesetwas 23.03.10 - 21:44 Uhr

Die 'konsiquenz' mit dem Laufstall kann er nicht verstehen.
Ich würd das Ding sowieso abschaffen.

Er versteht durchaus ein 'nein', dazu ist er alt genug. Allerdings ist die Frage, wie viele 'neins' am Tag so schallen.
Sind es zu viele, setzt er auf Durchzug.

Mach die Wohnung kindersicher, überlege Dir ein 'nein' - eigentlich ab einem Jahr ein Muss.

Er weiß selbst nicht, was er machen soll, weil ihr es nicht wisst.

Setz ihn weg, nehm ihn aus dem Raum, nehm Gegenstände weg und gut.

Meine Tochter hat mit 9 Monaten 'gehört'. Es liegt nicht am Alter.
Allerdings hab ich meine Tochter oder auch meinen Großen wegen solchen Sachen nie bestraft.

Lg,
SE