Was tun wenn Sturzbeburt zu erwarten ist (Geschwisterkinder)

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von berry26 23.03.10 - 21:57 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin momentan etwas ratlos.

Wir werden zum 1. Mai 250 km wegziehen. Dann bin ich in der 34. SSW. Ich habe einen Sohn von fast 3 Jahren, der dann keinen Kindergartenplatz mehr haben wird. Mein Kleiner kam damals völlig überstürzt innerhalb einer Stunde nach Einsetzen der Wehen in der 36. SSW zur Welt.

So und das ist mein Problem. Was mache ich wenn diese Geburt (was ja zu erwarten ist) wieder so plötzlich losgeht? Ins KH brauche ich etwa 20 Minuten reine Fahrtzeit. Wenn mein Mann auf Arbeit ist kann mich allerdings niemand fahren. Ein Taxi oder Krankenwagen braucht zu lange. Ich kenne an meinem neuen Wohnort niemanden und selbst wenn sich Nachbarn um den Kleinen kümmern würden, so wären es doch Fremde für Ihn. Vor meinem Sohn und ohne Hebi möchte ich auch nicht zuhause entbinden müssen. Eine geplante Einleitung habe ich mir bereits überlegt, aber ob das möglich ist, wäre erst kurzfristig zu klären. Zudem kann und möchte ich nicht zu lang vor ET einleiten lassen, habe aber Angst das das Kind schon vorher kommen möchte.

Weiß jemand von euch ob man in diesem Fall evtl. "vorbeugend" eine Haushaltshilfe oder ähnliches bekommen kann, die quasi auf meinen Sohn mit aufpasst und mich im Notfall schnell ins KH fahren kann? Oder ob es irgendeine andere Lösung gibt??

LG

Judith

Beitrag von m_sam 23.03.10 - 22:14 Uhr

Bei uns ist es ähnlich. Sind gerade umgezogen, habe hier in der Nähe niemanden, der schnell auf die Kinder (3 und knapp 2 Jahre) aufpassen könnte, wenn es losgeht. Die Kleine kam innerhalb von 40 Minuten.
Allein zum KH brauchen wir diese Zeit, näher gibt es keine Klinik.

Ich habe auf Anraten der FÄ in der Rettungsleitstelle angerufen und mich erkundigt. Die kommen in solchen Fällen tatsächlich, damit man das Kind im RTW entbinden kann.
Habt Ihr Nachbarn, die zumindest für diese kurze Zeit zu den Kindern rübergehen? Ich habe zumindest das Glück, dass mein Mann innerhalb 5-10 Minuten hier wäre, wenn es am Tage passiert, aber abends? Keine Ahnung. Wahrscheinlich fahre ich mit dem RTW alleine in die Klinik und er bleibt hier.....

Mir wurde auch eine Einleitung bei geburtsreifem Befund vorgeschlagen, damit ich "in Sicherheit" bin. Aber so wirklich anfreunden kann ich mich damit nicht.

LG Samy (37. SSW) + 2 Mädels

Beitrag von berry26 24.03.10 - 09:16 Uhr

Hi,

danke für deine Antwort. Mein Problem momentan ist, das ich keine Nachbarn kenne und diese auch erst im Mai kennenlernen werde. Vorher können wir nicht umziehen. Die Option mit den Nachbarn habe ich mir schon überlegt und wird wohl auch die einzige Möglichkeit bleiben.

Mein Mann würde ca. 1 Stunde nach Hause brauchen, wenn er auf Arbeit ist. Eine Geburt im RTW fände ich jetzt nicht unbedingt prickelnd aber besser als allein in der Badewanne.

Die Sache mit der Einleitung war eigentlich mein "Plan", da es dann auf keinen Fall Versorgungsprobleme gäbe, allerdings kam mein Sohn in der 36. SSW zur Welt. Wenn es wieder früher losgehen sollte bzw. der geburtsreife Befund wieder ins Frühchenstadium fällt kann ich die Einleitung vergessen.

Ach Mann.... Die Sache ist echt verzwickt. Eigentlich bräuchte ich um sicher zu gehen, ne 24 h Betreuung. #augen

Beitrag von m_sam 24.03.10 - 21:47 Uhr

So ähnlich geht es mir auch. Aber es ist halt nicht ganz so extrem wie bei Dir.
Wobei ich vor gut 2 Jahren (da haben wir ganz abgelegen auf einem Hügel gewohnt) auch runtergefahren bin zum 1. bzw. 2. Haus im Tal und habe geschaut, bis jemand im Garten war. Bin dann hin und habe kurz erklärt, was mein Problem ist, nämlich dass mein Mann auf Geschäftsreise ist, wir ein kleines Kind oben haben und es bereits seit Tagen so aussieht, als ob das 2. Kind bald kommt.
Da waren beide Frauen von den Famlien sofort bereit, einzuspringen, falls der Krankenwagen kommt und mich abholt.

Ich denke, in so einer Ausnahmesituation würde echt jeder helfen.

Drücke Dir die Daumen, dass Du eine geeignete Lösung findest.

LG Samy

Beitrag von honolulumieze 24.03.10 - 06:21 Uhr

Hallo,

kümmere dich ganz schnell um eine Hebamme am Wohnohrt, die du im Bedarfsfall anrufen kannst und die dann im Notfall eine Hausgeburt macht! Meine Tochter kam auch schnell zur Welt, wenn auch nicht so schnell wie dein Kind. Aber du kannst auch davon ausgehen, dass du bei der 2. Geburt besser vorbereitet bist. Ich dachte z. B. die ersten Wehen wären Bauchweh! Und das genau am ET! Das muss man sich mal vorstellen. Bei einer 2. Geburt würde ich diese Vorgänge entsprechend anders werten und natürlich frühzeitig wissen, dass die Geburt bevorsteht und ich keine Bauchschmerzen habe... #schwitz

Du solltest dann wohl beim allerersten Anzeichen ins Krankenhaus fahren. Sei es mit Taxi, Krankenwagen, Mann oder wie auch immer.

Solltest du mit Kind allein zu Hause sein und nicht mehr weg kommen, halte ich die Alternative Krankenwagen aber noch für die Beste. Die können immerhin dann einen Notarzt hinzu bestellen.

Für mich wäre die Option mit der Hebamme, die notfalls eine Hausgeburt macht aber die plausibelste.

Alles Gute.

Beitrag von berry26 24.03.10 - 09:31 Uhr

Hi,

das mit der Hausgeburt habe ich bereits überlegt, allerdings befindet sich die nächste Hausgeburtshebamme beinahe 40 Autominuten entfernt. Zudem sollte man so eine Hebamme ja schon zeitig kennenlernen. Ich wäre dann wie gesagt ja schon in der 34. SSW. Ausserdem gelte ich aufgrund meines hohen Blutdruck als Risikoschwangere und mich würde keine verantwortungsvolle Hebamme allein entbinden wollen.

Mein Problem damals war nicht das ich die Anzeichen nicht hätte deuten können, sondern das ich schlichtweg keine Anzeichen hatte. Ich hatte eine Wehe um halb 2 und die nächste um 2. Danach kamen die Wehen im 2-3 Minuten-Takt und um 3 Uhr war Jonas auf der Welt.

Ich danke dir auf jeden Fall für deine Antwort und werd mal schauen wie sich das ganze entwickelt. Vielleicht hat ja meine FÄ oder die KK eine Lösung.

LG

Judith

Beitrag von qrupa 24.03.10 - 06:57 Uhr

Hallo

ich würde mich auch so schnell wie möglich um eien hebamme kümmern. Die dann direkt beim ersten noch so kleinen nzeichen, dass es losgehen könnte anrufen und entweder das baby ist zu schnell, dann hast du aber wenigstens jemanden an deiner Seite der weiß wo es langgeht oder sie fährt mit dir zusammen ins KKH.

Und für deinen Sohn solltest du dir am besten direkt nach dem Umzug einen Babysitter suchen, damit wenn es losgeht nicht plötzlich jemand wildfremdes in der Tür steht.

LG
qrupa

Beitrag von lilly7686 24.03.10 - 10:23 Uhr

Hallo!

Ich würd mich auch um eine Hebamme kümmern. Auch wenn keine Hebamme eine Hausgeburt machen würde, so hättest du zumindest jemanden, den du im Notfall anrufen kannst.
Du kannst ja schwer wochenlang im KH bleiben, nur weil vielleicht eventuell möglicherweise die Geburt schnell losgehen könnte...

Und wegen deinem Sohn: um den würd ich mir keine Sorgen machen ;-)
Würde mein LG mir eine Hausgeburt erlauben (er ist absolut dagegen und weigert sich, eine Hebamme zu bezahlen), würd ich meine Tochter auf jeden Fall dabei haben wollen wenn das Baby kommt. Gerade für Kinder ist eine Geburt was ganz interessantes und tolles und spannendes. Die sind da eher neugierig, als dass sie einen Schock bekommen würden.

Beitrag von nisivogel2604 24.03.10 - 11:28 Uhr

Ich würde eine Hausgeburt planen und bei einsetzen der Wehen sofort die Hebi informieren. Frag die Hebi ob sie allein oder zu zweit arbeitet. Wenn sie eine zweite Hebi mitbringt könnte diese sich um deinen Sohn kümmern.

LG

Beitrag von berry26 24.03.10 - 11:45 Uhr

Hi,

wie bereits in einer anderen Antwort erwähnt, gibt es leider keine Hausgeburtshebamme in der Nähe. Zudem könnte ich diese Hebamme auch erst in der 34. SSW kennenlernen.
Dazu kommt das ich sehr hohen Blutdruck habe und allein deshalb schon eine Risikogebärende bin. Eine geplante Hausgeburt würde deshalb sowieso von jeder Hebamme abgelehnt werden.

Ich glaube ich werde es einfach auf eine geplante Einleitung hinauslaufen lassen. Meine größte Sorge ist wirklich das ich allein irgendwo zuhause oder im Auto entbinden muss. Auch vor dem Blutverlust, wie beim letzten Mal. Habe trotz sofortigen Nähen meines Scheidenriss sehr viel Blut verloren und war einen Tag lang kaum fähig aufzustehen. Ich weiß nicht wie das zuhause ausgegangen wäre.





Beitrag von jujo79 24.03.10 - 12:22 Uhr

Hallo!
Kannst du keine Verwandten oder Freunde "einladen", die dann sagen wir mal ab der 36.Woche bei euch sein können? Ich weiß, nicht gerade prickelnd der Gedanke, die ganze Zeit so Besuch zu haben, aber dann müsstest du deinen Sohn zumindest nicht an Fremde übergeben. Vielleicht kannst du einen Notfall-Plan erstellen, dass in einer Woche eine Person da ist, am Wochenende dann keiner, weil dein Mann dann da ist, und am Sonntagabend kommt der nächste an und so weiter? Und am Wochenende hättet ihr dann eure Ruhe ;-).
Ruf doch mal in dem Krankenhaus an, in dem du entbinden willst. Vielleicht können dich die Hebammen dort beraten und wissen noch 'ne Möglichkeit. Vielleicht gibt es zumindest Beleghebammen, die dann, wenn es losgeht, sofort zu dir eilen können, damit du nicht alles allein durchstehen musst. Manche Krankenhäuser bieten auch an, dass die Geschwisterkinder betreut werden, wenn es gar nicht anders geht. Aber das können sie dir im Krankenhaus ja alles sagen.
Es muss ja auch nicht zwingend so sein, dass die zweite Geburt auch wieder einen Sturzgeburt wird! Ich wünsch euch alles Gute!
Grüße JUJO

Beitrag von berry26 24.03.10 - 12:51 Uhr

Hi,

also meine überstürzte Geburt hatte ich aufgrund meines sehr weichen und nachgiebigen Gewebe. Das hat sich seit der letzten Geburt auch nicht geändert. Hatte auch letztes Jahr eine Einleitung (Stille Geburt) und selbst das ging, nachdem das ganze anfing zu wirken, extrem schnell.

In der Verwandschaft kann ich leider keine Hilfe erwarten.
1. arbeiten ausnahmslos alle und können nicht einfach so freinehmen
2. haben wir nicht genug Platz um jemanden länger wie mal eine Nacht aufzunehmen
Aber du hast Recht. Genau das wäre für mich die beste Lösung. Irgendjemand der einfach da ist, falls es los geht und nicht erst noch ne halbe Stunde Anfahrt hat.

Ich werde mich auf jeden Fall im Krankenhaus, bei der KK und auch bei ansässigen Hebammen erkundigen was ich noch für Möglichkeiten habe, allerdings dauert das alles noch so lange, bis ich etwas vorbereiten und klären kann. Die Zeit ist dann einfach so unendlich knapp..

LG

Judith

Beitrag von qrupa 24.03.10 - 13:02 Uhr

Hallo

naja zumindest die Anrufe kannst du ja jetzt schon erledigen. besteht sonst die Möglichkeit dass du dich sonst vielleicht noch eine weile an deinem jetzigen Wohnort einquartierst und dein Mann dich am Wochenende besuchen kommt?

LG
qrupa

Beitrag von berry26 24.03.10 - 13:10 Uhr

Nein leider nicht. Alle arbeiten tagsüber und ich wäre genauso allein. Zudem wohnt die Familie auch hier 40 km entfernt und dort hätte ich dann auch ein anderes KH und müsste mir wiederum eine neue Hebamme suchen. Anrufe kann ich schon erledigen aber mit einer Hebamme muss ich mich ja persönlich absprechen, genauso wie man Einzelheiten direkt in der Klinik abklären muss.

Beitrag von booo 24.03.10 - 19:33 Uhr

2 Monate später umziehen?

Beitrag von berry26 24.03.10 - 20:23 Uhr

Tolle Idee aber dann hätte ich hier fast die gleichen Probleme. KH ist auch ca. 20-25 min entfernt. Nachbarn würden zwar den kleinen kurz nehmen bzw. wäre er in der Kinderkrippe allerdings könnte mein Mann nicht kommen und meine Schwiegereltern brauchen auch sehr lange. Hier habe ich zwar eine Beleghebamme allerdings wohnt diese auch etwa 30min entfernt und käme auch nicht rechtzeitig. Der einzige Vorteil wäre das ich noch eher etwas organisieren könnte, wie z.B. eine gepl. Einleitung oder aber eine Hausgeburt (die aber keinen Sinn macht da die einzige Hausgeburtshebamme auch einen zu langen Anfahrtsweg hat).

Zudem habe ich nicht vor im Wochenbett mit Säugling umzuziehen bzw. noch einige Wochen nach der Geburt Umzugskartons zu packen, da dies für alle noch stressiger wäre.