Kindergartenwechsel im letzten (Vorschul)jahr? *lang*

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von chrissi7032 24.03.10 - 01:45 Uhr

Hallo,

unsere Kleine ist knapp 5 1/2 Jahre alt und geht seit Oktober 2007 in den örtlichen Kindergarten.
Sie ist eigentlich immer sehr gerne dort hingegangen, nur das Essen und dass sie nachmittags aufgrund meiner Teilzeit-Arbeit meist erst zwischen 14h und 15h geholt werden kann, hat sie gestört.
Seit Ende letztem Jahres hat sich das Blatt leider total gewendet. Jeden, aber wirklich JEDEn Morgen windet sie sich im Bett, wenn sie aufstehen soll und sagt "ich will nicht zum Kindergarten :-(". Wenn ich es dann geschafft habe, dass sie aufsteht, sich anzieht, und ich so langsam zur Arbeit aufbreche (Papa bringt die in den KiGa), will sie mir immer am Fenster zum Abschied winken und kaum bin ich weg, ist sie total traurig und will, dass ich zurückkomme.
Im Kindergarten geht es dann oft mit der Weinerei weiter.
Ich habe inzwischen die Vermutung, dass all dies durch die gemeinsame 4-wöchige Kur letztes Jahr im Oktober ausgelöst wurde. Da war Mama plötzlich rund um die Uhr da und wir konnten immer zusammen zu Mittag essen, viel weniger Kindergarten, etc.....

Zu dem morgendlichen Drama kommt hinzu, dass sie immer weniger mit anderen Kindern zu spielen scheint.
Sie sitzt (soweit ich das über drei Ecken mitbekomme) des öfteren mal alleine herum und wir hatten auch schon eine Phase, in der sie stur ihr Mittagessen verweigert hat.

Mit den Erzieherinnen ist das auch so eine Sache....Ihre Hauptbezugsperson fehlt ständig - sei es durch Krankheit, Urlaub oder was auch immer. Übrig bleibt die zweite Erzieherin, mit der sich unsere Kleine jedoch so gar nicht anfreunden kann. Es ist jedoch nichts ernsthaftes vorgefallen - lt. Erzieherin. Aber immer wieder kommt die AUssage "ich mag die T. nicht!!!".
Allgemein wird sich viel über diesen Kindergarten beschwert. Naturtage werden oft abgesagt - von Oktober bis März finden gar keine statt.
Unsere Kleine mußte nun schon mind. 3 Erzieherinnenwechsel mitmachen.

Nun hätten wir die Möglichkeit, ab Mai bzw. Juni in den Kindergarten des Nachbarortes zu wechseln. Dort ist die Hälfte an Kindern und die Erzieherinnen gelten als sehr fürsorglich. Einmal pro Woche Naturtag, etc.pp.

WIe sind Eure Erfahrungen? Würdet Ihr unter den genannten Umständen einen Wechsel vorziehen?
Hier wäre ja auch hauptsächlich das Vorschuljahr betroffen, da sie 2011 eingeschult wird.

Hierzu ist zu sagen, dass sie im neuen Kindergarten ab und an auch von Oma abgeholt werden könnte, da die im gleichen Ort wohnt.

Wir sind inzwischen ganz verzweifelt - man weiß einfach nicht, was richtig oder falsch ist und hat Angst, dass die Maus eomtional vom Regen in die Traufe kommt.

Ich wünsche mir, dass sie wieder so gerne in einen Kindergarten geht wie früher.

Sorry, ist etwas lang geworden, aber ich mußte mir dies einfach mal von der Seele schreiben..... :-(

Beitrag von blitzi007 24.03.10 - 07:08 Uhr

laut deinen Beschreibungen würde ich einen Kindergartenwechsel empfehlen bzw. zu überlegen.

In welche Grundschule gehen dann später die Kinder vom Nachbarkindergarten? in den Nachbarort oder in deinen Wohnort?
Phil geht z. B. auch nicht in unseren Dorfkindergarten, wird aber hier eingeschult. Damit er aber die Kinder von hier kennenlernt, geht er 1x die Woche zum Turnen.

Ich würde mir auf alle Fälle den anderen Kindergarten anschauen und deine Kleine mitnehmen. Wenn es ihr dort gefällt, würde ich wechseln.

lg Tina

Beitrag von chrissi7032 24.03.10 - 08:49 Uhr

Hallo Tina,

die Kinder aus dem Nachbarort gehen auch dort in die Grundschule. Wir spielten auch schon mit dem Gedanken, sie dort in die Schule stecken zu wollen, da dort schöne kleine Klassen sind und die Kinder besser betreut werden können. Hierfür müssen wir dann einen Gestattungsantrag stellen.
Ich hätte die Maus gerne einmal mit in den Kiga im Nachbarort genommen, jedoch möchte die Leiterin dies nicht, da dort die Meinung vertreten wird, dass schließlich die Eltern die Entscheidung treffen sollten, wo ich ihr natürlich Recht gebe.

Beitrag von blitzi007 24.03.10 - 08:56 Uhr

aber wenn es dort deinem Kind nicht gefällt, und du es in diesen Kindergarten gibst, hast wieder das gleiche Problem.

ich hab mir gestern einen Vorschuleinrichtung (SVE) angeschaut, mit Phil, denn wenn es ihm dort nicht gefällt, geht der Schuss nach hinten los.

lg Tina

Beitrag von chrissi7032 24.03.10 - 10:27 Uhr

Ich muß noch eine Sache zum "alten" KiGa ergänzen - hab ich so spät am Abend vergessen:

Unsere Erzieherin hat schon mehrfach angeregt, dass die Maus Ergo-Therapie machen sollte, u.a. weil sie sich zumeist an ihren KiGa-Freund, der "ja auch jünger" sei (ganze 4 Monate jünger.......).
Grundsätzlich bin ich ja für Anregungen offen, doch hat in unserer Gruppe so ziemlich jedes 2. bis 3. Kind diese Empfehlung bekommen. Aus anderen Gruppen habe ich ähnliches mitbekommen.
VOr einigen Wochen hatten wir ein Gespräch wegen den genannten Punkten, die mit Ergo NICHTS zu tun hatten. Dennoch wurde das Gespräch wieder darauf gelenkt und alles darauf abgestellt. Die Erzieherin hat bei ihrem Sohn damit gute Erfahrungen gemacht und will dies nun jedem aufdrücken, so dass wir MÜtter beinahe schon die Vermutung hatten, der KiGA bekäme Provision für die Vermittung!
Kinderärztin und auch eine Psychologin, die wir in der Kur besuchten, waren der Meinung, dass unsere Kleine auf keinen Fall eine Ergo-Therapie brauche.

Wenn ich nun noch ein Gespräch führen würde, wäre vermutlich auch wieder die fehlende Ergo schuld....

Beitrag von janamausi 24.03.10 - 18:48 Uhr

Hallo!

Meine Tochter kommt diesen September in die Schule und wir haben vor 7 Wochen noch den Kiga gewechsel und es was das Beste was ich machen konnte!

Meine Tochter (Jan. 6 Jahre geworden) war auch unglücklich im alten Kiga. Ihre ganzen Freundinnen sind letzten September in die Schule gekommen und die meisten anderen Kindern sind 3 oder 4 Jahre. Die zweitälteste in der Gruppe ist vor 2 Monaten 5 Jahre alt geworden und von ihrem Verhalten auch noch sehr "klein".

Ich hab dann mit meiner Tochter zusammen einen anderen Kiga angeschaut und hab meine Tochter entscheiden lassen. Sie hat gleich gesagt sie will in den neuen Kiga und blüht dort richtig auf.

Allerdings ist auch meine Tochter sehr offen und ich war mir relativ sicher, dass sie keine Eingewöhnungsschwierigkeiten hat.

Schaut euch einfach mal zusammen den Kiga an, evtl. kann deine Tochter dort ja mal eine Schnupperstunde verbringen und dann lass deine Tochter entscheiden.

LG janamausi

Beitrag von chrissi7032 24.03.10 - 19:05 Uhr

Wie schon gesagt, ist der potentielle neue KiGa dagegen, dass die Kinder sich die Einrichtung erst anschauen, weil die Eltern den Wechsel entscheiden, nicht die Kinder.

Beitrag von janamausi 24.03.10 - 19:35 Uhr

Hallo!

Hab ich grad erst gelesen dass das nicht geht...

Ehrlich gesagt finde ich das ein Unding! Ein Kind mit 5 1/2 Jahren sollte schon ein bißchen ein Mitspracherecht haben zumindest sollte Rücksicht auf die Meinung genommen werden!

Kennst Du denn den "neuen" Kiga näher? Ich frag mich da gerade, ob da ein Kind gut augehoben ist, wenn schon das Kind nicht mal den Kiga anschauen darf und so wenig - eigentlich gar keine - Rücksicht auf die Meinung eines Kindes genommen wird.

Deine Tochter ist ja kein 3jähriges Kind mehr, die keinen Kiga kennt, sondern sie hat schon ihre eigene Meinung und Vorstellung von einem Kiga.

Mmhh, schwierig...aber ich glaube, wenn ich den Kiga mit meiner Tochter nicht anschauen dürfte, würde ich nicht wechseln. Da wäre mir das Risiko zu groß, dass meiner Tochter der Kiga nicht gefällt und sie dem "alten Kiga hinterhertrauert" und es die falsche Entscheidung war.

LG janamausi