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Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von reba30 24.03.10 - 07:20 Uhr

Hey, ich schon wieder.......

hab wiedermal etwas auf der Seele und dem Herzen was mir schwer zu schaffen macht.
Bin mit meiner Tochter jeden Tag auf Kriegspfad, Sie übergeht jeden Tag alle Regeln die man aufgestellt hat, z.b. Ihr Schlaftier wegräumen und nicht im Wohnzimmer, Bad , Küche liegen lassen. Sie räumt ihn von der Küche weg und legt ihn ins Wohnzimmer auf den Boden, (übrigens Sie ist 9 Jahre alt).
Jeden Tag noch etwas für die Schule tun, ist bei uns jeden Tag Thema und Sie hats auch nötig, macht Sie nicht.
Benimmt sich manchmal wie eine 4 jährige wenn Sie gut drauf ist und muss ermahnt werden wieder normal zu sein, sonst ist kein normales Umgehen mit ihr möglich.

Jeden Tag das gleiche.........
meinen Partner kotzt das schon übelst an, weiß aber nicht was ich noch tun soll, ich reden jeden Tag mit ihr, im Guten und dann schimpf ich auch mal, ich geb ihr Möglichkeiten sich zu erklären, aber da kommt nur ein : ich weiß es nicht!!!!
gerade eben hat es wieder gekracht, weil Sie von ihm ihr Schlaftier im Bad in die Hand bekommen hat um ihn aufzuräumen und legt ihn aber ins Wohnzimmer auf den Boden wo ich drüberfall......

ein guter Start in den Morgen, hoff eurer war anders.

keine Ahnung wie ich es ihr noch erklären soll das es ein miteinander hier ist wo wir alle uns an Regeln zu halten haben, oder wenigstens etwas aufeinander hören sollten.

naja..... bin wiedermal total unmotiviert nach so etwas.
reba30

Beitrag von belebice 24.03.10 - 07:49 Uhr

Hallo du

Ich habe auch so einen Knaller zuhause. Versuche mir immer zu sagen..., Mensch, sie ist 9. Bleib mal locker. Mal gelingt es mir, mal eben auch nicht. Nichts desto trotz sollten wir versuchen das alles mehr mit dem lächelnden Auge zu betrachten. Schlaftier liegt rum?!, wegräumen, ansonsten mache ich es, dann aber so gut, dass du keine Chance mehr hast, es zu verschusseln,(mal so ein Beispiel) und das dann in der Konsequenz auch durchziehen. Albern ist meine auch, gerade dann wenn sie so richtig aufdreht könnte ich manchmal schreiend aus dem Hause rennen ;)..., aber bedenke, in dem ALter sind die Kidz echt doch schon vorpupertär und können manchmal garnicht anders. Nicht ganz Fisch, nicht ganz Fleisch. Kennst du den Spruch? Der trifft zu. Die Frage nach dem WARUM, kann ein Kind in diesem Alter noch garnicht wirklich explizit beantworten. Sie agieren oft noch frei aus dem Bauch heraus ohne an mögliche Folgen zu denken, und vor allem, das ist wichtig..., ganz OHNE jede böse Absicht


Soooo, jetzt geniesse den sonnigen Mittwoch der auf uns zukommt, atme dreimal durch, schrei ganz laut oooooohm und alles wird gut, glaube mir#sonne

Beitrag von honolulumieze 24.03.10 - 08:21 Uhr

Also ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn irgendwo ein Stofftier rum liegt. Na und? Und was heißt "meinen Partner"? Er ist also nicht der Kindesvater? Und regt sich darüber auf, dass ein KIND irgendwo im Haus ein STOFFTIER rumliegen lässt? Das ist natürlich ein gravierendes Vergehen. Versteh mich nicht falsch, aber ich finde es geradezu lächerlich, sich darüber aufzuregen, dass ein KIND ein STOFFTIER irgendwo rumliegen lässt! Die Sache mit den Hausaufgaben ist ein anderes Thema. Darauf kann ich nicht eingehend, da du dazu keine näheren Angaben machst. Aber ich finde, ein Stofftier ist kein Grund zur Aufregung.

Beitrag von manavgat 24.03.10 - 09:32 Uhr

Sie übergeht jeden Tag alle Regeln die man aufgestellt hat, z.b. Ihr Schlaftier wegräumen und nicht im Wohnzimmer, Bad , Küche liegen lassen. Sie räumt ihn von der Küche weg und legt ihn ins Wohnzimmer auf den Boden, (übrigens Sie ist 9 Jahre alt).


Hier fehlt (liebevolle) Konsequenz.


Mein Schatz, entweder Du räumst Dein Schlaftier weg oder ich tue es. Wenn ich es aufräume, dann wandert er in den Keller und du kannst ihn erst morgen wieder haben.

Ich gebe Dir 5 Minuten.

Wenn sie nicht aufräumt: ohne weiteren Kommentar, wegräumen und notfalls Gebrüll beim Einschlafen ignorieren. Ich würde das an einem Freitag oder Samstag machen....

Mit anderen Dingen genauso, was - nach Aufforderung - nicht aufgeräumt ist, wird von anderen weggeräumt und ist für 24 Stunden weg.

Hat Deine Tochter eigene Aufgaben im Haushalt?

Gruß

Manavgat

Beitrag von dani.m. 24.03.10 - 14:40 Uhr

Genauso mache ich es mit meinem Großen und seinem ganzen Spielkram. Er hatte es mit 4 schon kapiert, manchmal braucht er aber auch eine "Auffrischung" ;-) Dann sind die Spielsachen mal einen oder 2 Tage weg oder er bekommt sein Kuscheltier (lässt er abends gern absichtlich auf dem Sofa liegen, damit ich noch mal die Treppe runter und wieder hoch muss #aerger) eben erst, wenn ich ins Bett gehe.

Beitrag von summersunny280 25.03.10 - 11:23 Uhr

genau ....meiner schon mit 2,5.........er konnte alles ausräumen also bringen seine hände es auch fertig es wieder ein zuräumen.
er braucht auch mal länger um sich dann zu überwinden aber ich muss ihm das nur sagen und dann tut er es.......noch!#schwitz

Beitrag von bessi 24.03.10 - 10:47 Uhr

Hallo Reba,

ehrlich gesagt, finde ich es auch ein wenig übertrieben, wegen eines herumliegenden Stofftieres so einen Wind zu machen...wenn sie jetzt überall im Haus ihre Spielsachen verteilen würde und sie nicht wegräumt, dann könnte ich Deinen Ärger verstehen. Aber so??? Wenn von meiner Tochter irgendwo etwas rumliegt, was mich gerade stört, bitte ich sie, es in ihr Zimmer zu räumen, was sie dann auch tut. Bei Dir hört sich das so an, als würde es Euch nur ums Prinzip gehen und Deine Tochter versteht eigentlich gar nicht, worum es Dir geht. Wenn das Stofftier tatsächlich eine Unfallgefahr darstellt, würde ich ihr das so erklären, weil Du fast schon mal darüber gefallen bist und wenn sie demnächst nicht besser darauf achtet, müßtest Du es selber wegräumen...aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das tatsächlich der Grund ist...

Im Moment scheint Ihr die Kleine total auf dem Kicker zu haben und vermutlich ist gerade alles falsch, was sie macht. Vielleicht solltet Ihr zur Abwechslung mal etwas Gutes an ihr loben...

Was Schule angeht, da gebe ich Dir recht. Das sollte oberste Priorität haben. Setz Dich mit Deiner Tochter zusammen und überlegt gemeinsam, wie ihr das mit der Schule in den Griff bekommt. Lass sie doch mal einen Vorschlag machen, wie sie es sich vorstellt und wenn dann nur "Ich weiß nicht..." kommt, machst Du einen Vorschlag zum Beispiel in der Art, dass sie erst sorgfältig ihre Hausaufgaben macht und dann jeden Tag noch eine viertel Stunde lernt und Du dann kontrollierst, was sie gelernt hat. Danach darf sie sich dann verabreden oder sonst etwas machen, was sie gerne tut.

Vielleicht solltest Du ein Belohnungssystem einführen...Sie kann Smileys, Herzen oder Sonnen sammeln pro Woche. Wenn sie die Viertelstunde ohne Murren etwas für die Schule macht, bekommt sie eine Sonne oder dergleichen. Bei so und soviel Sonnen, bekommt sie dann eine kleine Belohung z. B. ein Eis Essen mit Mama oder oder oder...

Gebt der Kleinen nicht das Gefühl, dass Hopfen und Malz total verloren sind und Ihr nur noch angenervt seid. Gebt ihr doch mal das Gefühl, dass Ihr ihr zutraut, dass sie es hinkriegt.

Ich weiß, ist manchmal leichter gesagt als getan, aber letztendlich ist sie immer noch ein Kind und das mit dem Stofftier kommt mir echt so vor, als würde sie irgendwas provozieren wollen und sei es nur, dass sie Aufmerksamkeit bekommt...auch wenn diese dann leider nur negativ ist.

LG Bessi

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 13:23 Uhr

Hallo,

Du hast jetzt das Beispiel mit dem Schlaftier gebracht. Das finde ich nicht weiter schlimm. Wenn Kinder im Haushalt leben, liegt eben auch mal Spielzeug im Wohnzimmer rum. War bei uns nicht anders, als meine Kinder klein waren. Sie durften sogar im Wohnzimmer spielen und mussten nicht zwingend in ihr Zimmer.

Gut, was die Schule betrifft, da würde ich auch konsequent sein, vor allem, wenn ihre Leistungen nicht so sind, wie sie sein könnten.

Mein LG hat auch eine Tochter in dem Alter. Sie lässt auch alles stehen und liegen, wo sie grade ist. Kommandiert ihren Vater rum, ist permanent bockig, heult, wenn sie ihren Willen nicht bekommt und recht machen kann man ihr gar nichts. Allerdings ist dort die Situation eine andere, das mein LG ihr KEINE Regeln aufgestellt hat und ihr stets zu Diensten ist. Es ist ja so niedlich, wenn sie ihre Forderungen stellt.

Aber bei Euch sieht die Sache ja anders aus, da gibt es Regeln. Was liegt denn sonst noch an (außer dem Stofftier, welches rumliegt)? Welche Regeln bricht sie noch?


LG, Cinderella

Beitrag von alpenbaby711 24.03.10 - 19:23 Uhr

Ganz klare Sache: Sie schmeißt ihr Schlaftier auf den Wohnzimmerboden, tja wenn sies später sucht isses weg weils nicht da ist wo es hingehört. Und alt genug mit 9 Jahren ist sie schließlich.
Ela

Beitrag von jazzbassist 24.03.10 - 19:38 Uhr

Also vor dem Lieblingsstofftier meines Sohnes hatte ich immer ziemlich großen Respekt. Ich war zwar (1-2 oder auch 3) mal kurz davor, dass Ding zu enthaupten, aber die restliche Zeit hätte ich ihm das notfalls auch zurück ins Zimmer getragen. Zumindest bei klaren Verstand hätte ich ihm nie angedroht, dass Ding in den Keller zu räumen, wenn ich das mal im Wohnzimmer auf den Boden finde. Das wäre es mir wirklich nicht wert gewesen.

Ich finde aber schon, dass ein 9-Jähriges Mädchen in der Lage ist, dass Dingen im Kinderzimmer zu lassen. Ich denke mal, sie werden da sicherlich eine Regel aufgestellt haben, dass das Ding eben nicht im Wohnzimmer, Bad und Küche verloren werden soll? Regeln aufstellen ist aber leider nur die halbe Miete. Was passiert denn, wenn ihre Tochter diese überschreitet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich meinen Spatz die letzten 11 Jahre lang mit schimpfen hätte erziehen können. Das geht ohnehin links rein, rechts raus.

Wenn Sie das Ding also wirklich als ein Problem empfinden, würde ich mit einem 9-Jährigen Mädchen einfach einen kleinen Vertrag aufsetzen. Der regelt zum einen, dass das Stofftier unbeaufsichtigt nur noch im Kinderzimmer verweilen darf und zum anderen regelt dieser Vertrag, was ihre Tochter davon hat, wenn Sie sich an diese Regel hält und was ihre Tochter zu erwartet hat, wenn sie diesen Vertrag bricht. Das sollten nur irgendwelche Kleinigkeiten sein; wir reden hier schließlich vom Wegräumen eines Stofftiers, was keine 30 Sekunden dauert. Ich würde einem Kind hier einfach anbieten, dass es Abends 10 Minuten länger aufbleiben darf, wenn es daran denkt oder aber 10 Minuten eher ins Bett muss, wenn es daran nicht denkt. Lassen Sie sich den einfach von ihr Unterschreiben; dann wird sie sich wie ein ganz großes Mädchen vorkommen; außerdem ist der Vertrag ziemlich fair - für beide Parteien. Dann denken da Kinder auch ziemlich schnell von alleine dran.

Bei Schulschwierigkeiten würde ich differenzieren zwischen: Ob es halt generell einfach besser sein kann oder ob es wirklich Fächer gibt, wo ein Kind gezielte Schwierigkeiten hat. Wenn es wirklich gezielte Problemfächer sind, kann gezieltes lernen wirklich helfen. Ansonsten geht so ein Schultag samt Hausaufgaben eigentlich lange genug, um den Unterrichtsstoff verstehen zu können. Bei „könnte halt besser sein“ würde ich vom zusätzlichen Lernen nach dieser Zeit eher abraten, da es sich eigentlich nur Kontraproduktiv auswirkt: Kind hat null Bock und resigniert. Wenn Kinder Spass an Schule entwickeln, klappt das mit den guten Noten eigentlich ganz von alleine; zusätzliches lernen (um dann aus der 3 vielleicht eine 3+ zu schaffen) bewirkt eigentlich das genaue Gegenteil.

Wenn Sie es dennoch für notwendig erachten (wenn z.B. Wahl der weiterführenden Schule auf der Kippe steht), würde ich das Lernen notfalls mit Belohnungen unterstützen. Z.b. 20 Minuten lernen = 20 Minuten zusätzlich am Computer. Oder 20 Minuten lernen = 20 Minuten mit Mama spielen können. Zeit mit den eigenen Eltern zu verbringen ist sicherlich die größte Motivation für ein Kind.

Ansonsten kann ich eigentlich nur raten, wenn es Alltagsprobleme gibt, die Immer und immer wieder kehren, das mit dem ermahnen/schimpfen einfach aufzugeben (Das entspannt total) und sich einfach eine Lösung einfallen lassen, wo, unabhängig davon, ob ihre Tochter etwas tut oder nicht tut, sie entspannt den Tag genießen können. Wie mit der Stofftier-Sache. Denkt ihre Tochter dran, ist das toll, denkt sie nicht daran, muss sie abends 10 Minuten eher ins Bett. Braucht man sich eigentlich nicht mehr drüber aufzuregen - man muss halt nur morgens besser drauf achten, wo man hintritt. Wenn Sie sie hingegen wie eine 4-Jährige behandeln, ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass sich Kinder diesem Alter anpassen.