Warum arten Feiertag immer in Fressorgien aus?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 08:27 Uhr

Hallo,

ist es bei Euch auch so, dass Feiertage, in Fressorgien ausarten?

Bei mir gibts dieses Jahr zu Ostern KEINE Süßigkeiten und auch kein besonderes Osteressen. Das einzige, was ich zu Ostern liebe, ist ein ausgiebiges Frühstück, aber auch das zelebriere ich jedes Wochenende. Zu Ostern gibt es als einzige Besonderheit den österlich gedeckten Tisch und die gefährbten Hühnereier.

Nun sind wir aber am Sonntag bei meinen Eltern eingeladen. Wir sollten schon zum Mittagessen kommen, dann gibts Kaffee und Kuchen am Nachmittag und schließlich Abendbrot.

Ich habe uns dann für das Mittagessen erst mal ausgeklinkt. Erstmal esse ich nie richtig Mittag. Ich bin das nicht gewöhnt und es bekommt mir nicht, um diese Zeit richtig zu essen.

Außerdem müsste ich dann auf mein geliebtes Osterfrühstück verzichten. Denn dann hätte ich keinesfalls gegen 13 Uhr schon wieder Hunger.

Und gegen 15 Uhr gibts dann schon wieder Kuchen und wieder vier Stunden später Abendessen.

Mich nervt das. Wenn ich daran denke, was sich da an Hüftgold ansammelt.#klatsch

Und dabei wird in unserer Familie nicht mal so reichlich aufgetischt, wie in anderen Familen. Wenn ich da so meine Kolleginnen höre, was die zu Ostern kochen.#schock

Jedenfalls habe ich es diplomatisch geschafft, dass wir nur zum Kaffee kommen.

Ist das bei Euch auch so? Ich hasse dieses Aufgetafel.

LG, Cinderella

Beitrag von heike011279 24.03.10 - 08:40 Uhr

Hallo Cinderella,

ja bei uns ist es auch so.
Etwas Besonderes zu kochen finde ich auch gar nicht verkehrt, es geht nichts über ein gemütliches Beisammensein mit leckerem Essen in toller Atmosphäre.
Nur meist ist es zu mächtig und schlicht und ergreifend viel zu viel.
Wie Du schon beschreibst, fühlt man sich hinterher oftmals nur noch müde und kaputt und völlig übersättigt.
Man könnte dann zumindest den Kuchen nachmittags weglassen. Oder eben nur ein leichtes Mittagessen machen.
Wenn das Wetter mitspielt, wollen wir Ostern grillen. Dazu gibt es einen leichten Salat und etwas Brot. Satt wird man trotzdem und man fühlt sich nicht so schnell dem Koma nahe ;-).

LG
Heike

Beitrag von gh1954 24.03.10 - 08:43 Uhr

>>> ist es bei Euch auch so, dass Feiertage, in Fressorgien ausarten? <<<

Nein. Ein schönes Essen gehört für mich dazu, wenn ich die Familie hier habe, aber das muss nicht ausarten.

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 09:02 Uhr

Naja, mich stört es halt am meisten, dass man zum Mittag schon wieder Essen soll. Egal ob schönes Essen oder nicht.

Mir gehts danach einfach nur schlecht, Bauchkrämpfe ohne Ende und ein schlechtes Gewissen dazu.

Mit der Familie bin ich auch gerne zusammen, aber es reicht doch, wenn man z.B. einen schönen Kaffee trinkt.

Beitrag von gh1954 24.03.10 - 09:10 Uhr

Nun ja, es zwingt dich ja niemand zum Essen.:-)

Wenn ich einlade, dann entweder zum Brunch (Ostermontag), oder z.B. an Weihnachten zum Kaffee (wer mag) und zum Abendessen, da ich dann Logiergäste habe.

Drei Mahlzeiten für Gäste ( Mittag, Kaffee, Abendessen) gibt es bei mir nie, halte ich auch für zu viel des Guten.

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 09:12 Uhr

<Nun ja, es zwingt dich ja niemand zum Essen. <

Du kennst meine Mutter nicht.;-) Na gut, sie zwingt mich nicht, aber es ist doch doof, wenn ich am gedeckten Tisch sitze und nur ein Wasser trinke. Dann die enttäuschten Blicke und die Fragerei, ob ich was anderes möchte.

Brunch würde mir auch gefallen, das wäre o.k.

Aber bei meinen Eltern gibt es eben traditionell die vier Mahlzeiten am Tag.

Beitrag von xyz74 24.03.10 - 08:51 Uhr

Ich denke, dass ist einfach historisch bedingt.
In unserer Überflussgesellschaft ist uns nicht mehr bewusst, dass den Menschen früher nicht ständig so viel Essen zu Verfügung gestanden hat.
Da wurden dann solche Festtage genutzt um sich mal ordentlich satt zu essen.
Essen war ein ganz wichtiger Bestandteil um die Feierlichkeit zu unterstreichen.
Da wir im Alltag nicht zur Völlerei neigen, hab ich auch kein Problem mit großen Festessen. Wir sind sonst eher spartanisch unterwegs...

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 09:04 Uhr

Ich neige auch nicht zur Völlerei. Ganz im Gegenteil.

Daher habe ich ja z.B. ein Problem damit, wenn ich zur Mittagszeit was essen soll. Das ist schlichtweg eine Qual für mich. Da kommt gar keine Freude auf. Und ich habe auch keine Lust, dann am nächsten Tag wieder auf Null-Diät zu sein, nur um diese Kalorien wieder loszuwerden.

Beitrag von xyz74 24.03.10 - 09:11 Uhr

Es ist ja nicht notwendig mehr zu essen als man möchte.
Die Menge, die man zu sich nimmt bestimmt man schließlich selber.
Meine Mutter neigt auch dazu immer zu viel aufzufahren aber das ist bei unserer Familie auch kulturell bedingt.
Gastfreundschaft wird bei uns seeeeehr groß geschrieben und ein ebenso seeeeeeeeeeehr reich gedeckter Tisch ist ein Ausdruck von tiefer Gastfreundschaft.
Ich esse immer von allem eine Kleinigkeit und wenns mir zuviel wird, lasse ich mir einfach was für Daheim einpacken.
So schlage ich zwei Fleigen mit einer Klappe.
Ich verhalte mich selber gastfreundlich (Gastfreundschaft ist schließlich keine Einbahnstraße) und spare mir ein paar Tage lange das kochen.
Da ich selber meine Gäste reich bewirte, mache ich das mit meinen Gästen auch so. Wer nichts mehr essen mag, kann sich einfach was mitnehmen.

Beitrag von dominiksmami 24.03.10 - 08:53 Uhr

Huhu,

nein, das gibts bei uns nicht.

Wir treffen uns, um beim Beispiel Ostern zu bleiben, meist Sonntags mit meinem Schwiegereltern und meinem Schwager mit Familie. Entweder zu Kaffee und Kuchen ODER zum Osterfrühstück.

Montags treffen wir uns dann mit meinem Eltern, bei schönem Wetter zum Grillen, bei schlechtem Wetter zum Abendessen.

Ich finde es immer toll etwas besonderes zu kochen und mit Gästen zu essen, aber es muß ja nicht ausarten.

Dann lieber ein paar Schokohasen verschenken und nur zu einer Mahlzeit treffen. Wir mögen so Mammutveranstaltungen von Mittags bis Abens spät sowiso nicht besonders.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 09:07 Uhr

Das find ich in Ordnung. Nur die Schokohasen würde ich weglassen.;-) Sowas wird von mir direkt weiterverschenkt oder, wenn ich keinen Abnehmer finde, landet es im Müll.#hicks Da bin ich neuerdings rigoros. Ich möchte keinen Süßkram in meiner Wohnung haben.

Glücklicherweise habe ich es dieses Jahr geschafft, dass wir nur Kuchen essen müssen.

Da bleibt es dann bei mir bei zwei Mahlzeiten am Tag, also Frühstück daheim und Kaffeetrinken bei meinen Eltern. Das reicht doch völlig aus.

Beitrag von windsbraut69 24.03.10 - 13:11 Uhr

Du isst dann tatsächlich nur zwei Mahlzeiten, also nichts zwischendurch oder abends?

Gruß,

W

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 14:02 Uhr

Nein, ich esse auch zwischendurch. Mittags einen Joghurt und ein Stück Obst. Aber alles was darüber hinausgeht, bereitet mir um diese Zeit ganz üble Verdauungsbeschwerden und Krämpfe. Wenn vor dem Abendessen ein Hungergefühl aufkommt, gibts noch mal Rohkost oder Obst.

So ca. ab 16 Uhr macht es mir dann nichts mehr aus, was "richtiges" zu essen. Da verträgt mein Körper das. Und morgens wird natürlich richtig gefrühstückt. Mein Frühstück brauche ich. Sonst bin ich kein Mensch.

Beitrag von litalia 24.03.10 - 14:05 Uhr

such mal einen arzt auf ... ist dringend ratsam.

Beitrag von dominiksmami 24.03.10 - 15:31 Uhr

weil sie mittags nichts großes essen mag?

Komische Einstellung, wirklich.

Mein Mann frühstück z.B. nie ( oder nur an Sonn- und Feiertagen weil das Frühstück dann ja später stattfindet), weil er so früh nix runterbekommt.

Ist der nun auch krank?

Beitrag von litalia 24.03.10 - 22:31 Uhr

wenn du ihre weiteren beiträge gelesen hast weisst du das sie KRANK ist:-)

sie sollte sich tatsächlich dringend in ärztliche behandlung begeben.

Beitrag von litalia 24.03.10 - 14:04 Uhr

ich denke eine therapie würde dir nicht schaden.

sorry,aber NORMAL bist du sicher nicht

krankhaft trifft es besser.

und nu geh in den keller und heule über ostern.

Beitrag von dominiksmami 24.03.10 - 15:26 Uhr

wir haben ganz gern ab und zu Süßkram im Haus.

Ich ess ab und zu gern Schokolade, mein Mann sowiso, der einzige der sie fast gar nicht mag ist mein Sohn.

Beitrag von kuckuk 24.03.10 - 09:27 Uhr

hallo,

nein Fressorgien gibt es nicht. Nur zuviel Sües weil ja jeder den Kindern auch nen Schokohasen UND Schokoeier etc schenken muss #augen
Ein leckeres Essen gabs schon immer.
Dieses Jahr habe ich das ganze allerdings in einen Osterbrunch umgewandelt.
Zu üppig wird der sicher auch nicht. Aber schön gemütlich und entspannt #huepf

Gruß
Kuckuk

Beitrag von kampffrettchen 24.03.10 - 10:00 Uhr

In meinen Augen liegt das an zwei Dingen:

1. bedeutet das wirkliche Fest Ostern den meisten nicht mehr allzu viel. Stattdessen gibt man sich der Völlerei hin, als gäb's kein Morgen.

2. kann man sich durch übefüllte Tische schön und recht preiswert des eigenen Wohlstands versichern. Und beruhigendes Gefühl, am Ende gar noch Essen wegschmeißen zu können, und das mitten in der Krise.

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 10:04 Uhr

Also in unserer Familie (schon als Oma und Opa noch lebten) war es schon immer so, dass schon zum Mittagessen eingeladen wurde. Das hat mit Krise nichts zu tun. Auch weggeschmissen wird mit Sicherheit nichts.

Auch wird bei uns nicht dermaßen aufgetafelt wie in anderen Familien, Weihnachten gibts keinen großen Braten usw. Es wird eher "normales" Essen aufgetischt. Aber eben mit Fleisch, was es sonst nicht jeden Tag gibt.

Nur mit ist das eben zu viel. Ich möchte auch an Feiertagen meinen Essensplan nicht unterbrechen, da ich mich beim Essen sehr streng diszipliniere und es daher auch nicht mehr gewohnt bin, z.B. zum Mittag etwas zu mir zu nehmen.



Beitrag von xyz74 24.03.10 - 10:09 Uhr

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Nur mit ist das eben zu viel. Ich möchte auch an Feiertagen meinen Essensplan nicht unterbrechen, da ich mich beim Essen sehr streng diszipliniere und es daher auch nicht mehr gewohnt bin, z.B. zum Mittag etwas zu mir zu nehmen.
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Darf ich fragen warum Du das tust?

Kann es sein, dass Du mal (stark) übergewichtig warst und es jetzt endlich geschafft hast abzunehmen?
Hast Du Angst Du könntest wieder dick werden?

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 10:14 Uhr

Nein, ich war nie übergewichtig.

Aber ich habe schon längere Zeit Schwierigkeiten, mein Gewicht zu halten. Aber mein BMI ist in den letzten drei Jahren von 20,3 auf 21,2 gestiegen. Mit anderen Worten, ich habe in drei Jahren 3 Kilo zugenommen. Damit habe ich schon ein Problem. Stell Dir mal vor, wenn das so weiter geht.

Langsam komme ich in ein Alter, wo sich die Figur sowieso verändern könnte:-(. Das muss ich nicht noch durch übermäßiges Essen provozieren.

Beitrag von xyz74 24.03.10 - 10:20 Uhr

Du solltest nur aufpassen, dass einerseits der Genuß nicht auf der Strecke bleibt und Du andererseits nicht in eine Essstörung sackst.
Das geht schneller als viele denken.
Ich weiß leider wovon ich spreche.
Viele denken, dass das ein Teenie Problem ist.
Dem ist aber nicht so.
Gerade Frauen über 40 sind immer stärker betroffen.

Nur als Tipp: Mit regelmäßiger Bewegung erreichst Du mehr als mit Kalorienzählen.
Wenn Du dauerhaft zu wenig Kcl zu dir nimmst, erreicht du nur, dass dein Grundumsatz immer schwächer wird.
Wenn Du mit Sport oder einfach regelmäßiger Bewegugn im Alltag dagegen Muskelfasern aktivierst, erhöht sich dieser hin gegen. Außerdem verbessern sich die Körperkonturen.

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 10:31 Uhr

Ich bewege mich schon, so häufig, wie es geht.

Leider sitze ich den ganzen Tag im Büro. Aber ich lasse das Auto stehen und fahre mit den Öffentlichen ins Büro. Zum Feierabend steige ich dann drei Stationen früher aus und laufe nach Hause.

Dann gehe ich 2x die Woche schwimmen und 1x die Woche zur Problemzonengymnastik. Am Wochenende fahre ich mindestens 2 h zügig mit dem Rad und wiederhole die Übungen aus den Gymnastikstunden.

Außerdem ernähre ich mich nach dem WW-Prinzip, so dass ich denke ich, nicht zu wenig Kalorien zu mir nehme.

Aber es gehört halt eiserne Disziplin dazu. Und mir ist es wichtig, dass mir meine Hosen in der 38 passen. Da verzichte ich lieber mal auf den "Genuss" eines Essens, der in kurzer Zeit vorbei ist.