Elterngeld-Steuer

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Beitrag von jassi1983 24.03.10 - 09:46 Uhr

Hallo zusammen.
Haben am Wochenende unsere Steuer gemacht. Habe letztes Jahr von Januar bis Juli 406 € monatlich Elterngeld bekommen. Auf dem Elterngeld Auszug von der L-Bank steht Elterngeld ist Steuerfrei.
Nun sobald mein Mann das Elterngeld im Lohnsteuerprogramm eingiebt müssen wir fast 300€ nachzahlen.
Weiß jemand warum das so ist. Dachte es wäre steuerfrei????
Habe auch nicht gearbeitet in diesem Zeitraum.


Lg Jasmin

Beitrag von schnuffelschnute 24.03.10 - 09:52 Uhr

http://www.gidf.de


Das heißt Progressionsvorbehalt und ist in der Anlage deines Elterngeldantrages zu lesen

Beitrag von susanne23 24.03.10 - 10:18 Uhr

Hallo Jasmin,

das mit der Steuernachzahlung geht sehr vielen so, die sich vorher nicht gründlich mit dem Thema auseinander gesetzt haben! Ansich sind das keine Geheimnisse, aber dennoch merken es viele erst bei der Steuererklärung!

Ich habe mein erstes Kind im Mai 2007 bekommen und wir haben sowohl vor der Geburt als auch nach der Geburt die auf den ersten Blick ungünstigen Steuerklassen 4/4 beibehalten. Mein Mann hat dementsprechend mehr Lohnsteuer bezahlt, aber dafür mussten wir im Folgejahr keine Steuern mehr nachzahlen.

Hattet ihr eure Lohnsteuerklassen gewechselt!?

LG
Susanne

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 11:02 Uhr

Hallo Jasmin,

Elterngeld ist auch Steuerfrei unterliegt aber dem Progessionsvorbehalt.
Es sind viele sehr überrascht das sie nachzahlen müssen, weil kaum einer sich wirklich damit beschäftigt.

LG Steffi

Beitrag von miau2 24.03.10 - 11:29 Uhr

Hi,
es ist steuerfrei und unterliegt, wie schon gesagt wurde dem Progressionsvorbehalt, was auch auf dem Antrag oder Anhang zum Antrag steht. Dadurch wird die Steuerlast oft erhöht, was wiederum oft zu einer Nachzahlung führt.

Was ich immer nicht ganz verstehe (nimms nicht persönlich, die Frage stelle ich mir ungefähr täglich, so oft, wie das Thema hier auftaucht): man füllt einen Antrag aus. Man liest sich das durch (denke ich doch, oder?). Und dann steht da etwas, was man nicht versteht (kann ich nachvollziehen, Fachbegriffe wie Steuerprogression oder Progressionsvorbehalt muss man nicht kennen). Und dann der Punkt, den ich nicht verstehe: man füllt es aus, unterschreibt es, schickt es ab - aber man macht sich nicht schlau, was das eigentlich bedeutet, was man da gerade unterschrieben hat.

Und dann kommt das böse Erwachen.

Elterngeld ist wie Mutterschutzgeld, ALG1, Krankengeld, Kurzarbeitergeld eine Lohnersatzleistung.

Lohnersatzleistungen sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt.

Das heißt, die gezahlten Lohnersatzleistungen werden auf das zu versteuernde Einkommen aufgeschlagen. Danach wird der zu zahlende Steuersatz (ist ja von der Höhe des zu versteuernden Einkommens abhängig) ausgerechnet. Und dann werden die Lohnersatzleistungen wieder abgezogen, und das zu versteuernde Einkommen mit dem nun oft höheren Steuersatz versteuert.

Da man aber nur für einen hochgerechneten Steuersatz des zu versteuernden Einkommens monatlich Abzüge hatte und nicht für den neuen Steuersatz kommt es oft zu einer höheren Steuerlast und damit oft zu Nachzahlungen.

Angeben müsst ihr es allerdings, bei Lohnersatzleistungen von über ca. 400 Euro in einem Jahr ist man unabhängig von der Steuerklassenwahl zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von schnuffelschnute 24.03.10 - 11:58 Uhr

<<Was ich immer nicht ganz verstehe (nimms nicht persönlich, die Frage stelle ich mir ungefähr täglich, so oft, wie das Thema hier auftaucht): man füllt einen Antrag aus. Man liest sich das durch (denke ich doch, oder?). Und dann steht da etwas, was man nicht versteht (kann ich nachvollziehen, Fachbegriffe wie Steuerprogression oder Progressionsvorbehalt muss man nicht kennen). Und dann der Punkt, den ich nicht verstehe: man füllt es aus, unterschreibt es, schickt es ab - aber man macht sich nicht schlau, was das eigentlich bedeutet, was man da gerade unterschrieben hat.>>

Meine Meinung dazu:

Der Anhang wird nicht gelesen, weil man bekommt ja was geschenkt, was interessiert da das Kleingedruckte?

Beitrag von zwiebelchen1977 24.03.10 - 12:54 Uhr

Hallo

Hast du dich denn vorhr nicht informiert?

Das Eg gibt es nun 3 Jahre. Man sollte sich vorher informieren, WAS man da genau bezieht und ob evtl. Steuernchzahlungen drohen.

BIanca