Muss sofort abstillen, habe aber Angst

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von carinatacke 24.03.10 - 10:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich stille meine Tochter (13 Monate) noch abends und 2-3x nachts und das sehr sehr gerne.
Leider bin ich nun erkrankt und muss ab heute Medikamente nehmen, die sich nicht mit dem Stillen vereinbaren lassen.Es gibt leider auch keinerlei "harmlosere" Medikamente,die ich nehmen kann.
Im Krankenhaus haben sie mir also geraten, um meine Tochter nicht zu gefährden, abzustillen.

Ich könnte heulen wenn ich nur daran denke...und heute abend ist es also dann soweit, dann darf ich nicht mehr stillen :-(, da ich nun mit der Behandlung angefangen habe.

Meine Maus nimmt allerdings keine Flasche nachts. Tagsüber trinkt sie ewas wasser aus der Flasche aber nachts nicht, da hilft nur Brust.
Wie soll es denn die Nacht werden, wenn ich nicht mehr stillen kann - da wird meine Maus ja ununterbrochen weinen, da ich sie mit nichts anderen beruhigen kann (nuckel hilft dann auch nicht mehr)
Oder gewöhnt sie sich dann irgendwann daran?
Seit gestern muss sie nun auch in die Krippe, was erschwerend hinzu kommt.
Sprich sie wird dann also morgens nicht ausgeschlafen sein und hat zusätzlich noch den Besuch in der Krippe vor sich (geht leider nicht anderes).

Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich, wie ich es die nacht anstellen kann, damit sie es nicht so schwer hat - und wie lange dauert es ungefähr, bis sie die Situation "akzeptiert"

Danke schon mal für eure Anworten.

GLG
Carina + Millamaus

Beitrag von qrupa 24.03.10 - 10:14 Uhr

hallo

das ist sicher hart für deine Tochter, aber wenn ihr sie liebevoll dabei begleitet wird sie es akzeptieren lernen.

ist es denn wirklich absolut sicher, dass es keine Alternative gibt? leider hab ich sowas nämlich schon ziemlich oft gehört und am Ende gab es doch etws. Vielleicht fragst du deinen Arzt nochmal ob er sich bei embryotox beraten lässen kann, wenn das niht schon passiert ist.

LG
qrupa

Beitrag von carinatacke 24.03.10 - 10:21 Uhr

ich habe gerade selber auf der seite nachgelesen und folgende Empfehlung dazu gefunden:

Klinik: Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen. Ein Fallbericht beschreibt eine hämorrhagische Enteritis bei einem Kind, das unter Clindamycin und Gentamicin gestillt wurde. Nach Absetzen der Medikation besserte sich die Symptomatik.

Empfehlung: Penicilline, Cefalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen. Falls Clindamycin zwingend indiziert ist, kann auch darunter gestillt werden.

Da ich unbedingt dieses Medikamen nehmen muss, bleibt mir zwar keine andere wahl, aber es sieht so aus, als ob ich noch stillen könnte,oder?
Das wäre ja klasse :)

Beitrag von qrupa 24.03.10 - 10:36 Uhr

Hallo

die Sache ist einfach, das sich die allerwenigsten Ärzte damit auskennen und die hersteller der medikamente schreiben immer rein das man damit nicht stillen könnte, weil an stillenden und schwangeren eben keine Tests gemacht werden.
Wenn du dir unsicher bist, dann nimm die Telefonnummer von embryotox geh damit zu deinem Arzt oder in die Apotheke und sag ihm er soll da anrufen (blos nicht abwimmeln lassen, vielen Ärzten ist man mit sowas nur lästig zumal die wenigsten verstehen warum man bei so großen Kindern so ein Drama ums abstillen machen kann). Die wenigsten Ärzte wissen das es diese Stelle überhaupt gibt. Ich denke aber die Chance das du weiterstillen kannst ist ziemlich gut. Und falls dein Baby davon Durchfall bekommen sollte (was ja nichtmal sicher ist), dann kannst du immernoch versuchen einfach nur das stillen zu reduzieren bzw über ein paatage Tage langsam abzustillen anstatt von jetzt auf gleich komplett.

LG
qrupa

Beitrag von carinatacke 24.03.10 - 10:50 Uhr

Leider kann heute nicht mehr zu dem Arzt fahren, da er in einem Krankenhaus 100km von hier arbeitet und die Therapie bereits begonnen hat.

Meinst Du, ich kann mich auf die Seite verlassen und heute abend und nacht stillen?

Bin morgen erst wieder in der Klinik und muss dazu sagen, dass es ein stillunfreundlicher Arzt ist (er meinte, mit 1 jahr müsse kein Kind mehr gestillt werden...:-()

Beitrag von qrupa 24.03.10 - 10:55 Uhr

hallo

Eigentlich ist die Seite wirklich vertrauenswürdig, ist ja auch eine offizielle Stelle und nicht irgendsoein Internetpseudowissenschaftler. Das einzige wäre halt das bei dir aus welchem grund auch immer irgendeine Sondersituation vorliegt

wenn dein Arzt nicht erreichbar ist, dann geh mit deinem Medikament in die Apotheke und frag die. Oder ruf selber an. Eigentlich beraten die zwar keine Privatpersonen mehr, aber ein versuch ist es wert. Oder zum normalen Hausarzt oder eine Stillbetarein.

LG
qrupa

Beitrag von 20girli 24.03.10 - 10:44 Uhr

Hi,

lese gerade was du da schreibst...und was mir mein Arzt damals gesagt hat bei nem Antibiotika...die Medis dann zu einer Tageszeit nehmen wo man weis das das Kind erst einmal für eine weile nicht mehr an die Brust geht...weil sie ja auch schon so groß sind und nicht dauerhaft mehr gestillt werden...denn das ist dann besser als ne halbe Stunde vor dem Stillen die Medis nehmen.

Ich denke auch das du dann weiter stillen kannst...vorallem eben wie schon gesagt...dein Kind ja auch kein Säugling mehr ist und alle 3 Stunden trinken muss. Und somit bekommt dein Kind eh nicht so viel davon ab wie ein 3 Monate altes Baby.

Drück dir die Daumen das du weiter stillen kannst.

lg kerstin

Beitrag von carinatacke 24.03.10 - 10:52 Uhr

Ich denke, das würde ich hinbekommen, dass sie nicht direkt nach der Medikamenteneinnahme sondern davor ich Brust bekommt und außerderm ist es ja keine volle Mahlzeit mehr, sondern es sind ein paar Schlücke und dann wars - aber eben das möchte ich ihr und mir noch lassen (zumal sie ja das jetzt durch die Krippe noch mehr braucht)

Beitrag von 20girli 24.03.10 - 11:26 Uhr

Ja ich weis was du meinst. Als ich damals aufgehört habe--gut ich hatte auch die wahl mit den Medis aufzuhören- da habe ich lange gebraucht bis ich darüber hinwegkam das mein kleiner nicht mehr gestillt werden wollte.
Auch weil ich dann erfahren musste das es ohne Stillen so schwer wurde ihn zu trösten.

Du kriegst das sicher hin...ich drück dir ganz fest die Daumen.

Alles alles gute für euch

Kerstin

Beitrag von tykat 24.03.10 - 14:28 Uhr

Hallo,

ich finde es sehr unvernünftig weiter zu stillen, obwohl Deine Ärzte Dir abgeraten haben!
Auch wenn Embryotox eine gute Seite ist und dort was anderes steht.Auf irgendwelchen Homepages stehen aber keine Zusammenhänge.Nimmst Du mehere Medis etc...Warum fällt es allen so schwer, den Ärzten zu vertrauen, wenn sie eine Diagnose stellen, die einem nicht paßt?
Sorry, aber kann es nicht verstehen, warum Du Dein Kind eventuellen Gefahren aussetzt.Irgendwann wirst Du ja eh abstillen..(ja, ich sehe schon die fliegenden Steine..).Natürlich ist es hart, von jetzt auf gleich aufzuhören.Aber es ist nunmal das Sicherste, und das wäre mir als Mutter am meisten wert.

Letztendlich entscheidest natürlich Du.Aber es hat einen Grund, warum Ärzte lange studieren...wenn man Behandlungen, Risiken und Nebenwirkungen nur anhand eine Homepage erkennen kann, kann man sich ja bald ein Medizinstudium schenken..#gruebel

Beitrag von 20girli 24.03.10 - 10:37 Uhr

Hi,

das hatte ich auch als mein kleiner 15 1/2 monate jung war. Ich bekam plötzlich so starke Panikattacken das mir der Arzt zu Medis riet. Ich dachte auch das es besser so ist...und nahm sie.

Nachts wollte mein Sohn dann an die Brust und ich musste ihm sagen das die Milch leider alle ist...zum Glück nahm er auch einen schnuller und kam ganz gut klar...mir hat es das herz zerbrochen....Ich nahm keine Medis mehr aber er nahm nach 2 Tagen nur noch 2-3 mal die Brust dann wars aus.

Darf ich fragen was du hast?
Nicht jeder Arzt weis auch das es Stillfreundliche Medikamente gibt.

lg Kerstin

Beitrag von carinatacke 24.03.10 - 10:47 Uhr

Seit dem WE habe ich eine akute Nasennebenhöhlenentzündung, die nicht leider nicht weggeht, auch Penecillin hilft nicht. Da es bei mir schon bin in die Stirn strahlt,muss ich nun dieses Medikament Clindamycin nehmen, ansonsten droht mir ende dieser Woche eine OP :(

Abtillen kann ich mir aber nicht vorstellen, und so richtig verstehen tut es meine Maus noch nicht, sie tut mir so leid. Nun habe ich auf der Seite embryotox nachgelesen und laut denen, könne weitergestillt werden...
Wenn das ginge, dann bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt

Beitrag von brausepulver 24.03.10 - 11:51 Uhr

Dir droht ende der WOche eine OP wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung? Ich hatte Neujahr 2 Monate lang eine Stirnhölenvereiterung und Nasennebenhöhlenentzündung und bin auch fast wahnsinnig geworden aber es ging nach laaanger Zeit endlich weg #schwitz

Abstillen würde ich nicht. Lass deinen Arzt bei Embryotox anrufen, die wissen Bescheid. Ich habe da auch schon so oft angerufen #schwitz

LG

Beitrag von jackie-33 24.03.10 - 12:27 Uhr

halte dir fest die daumen dass du weiter stillen kannst! mir ist es auch unheimlich wichtig

alles gute!
jackie

Beitrag von kleinundrund 24.03.10 - 13:28 Uhr

Hallöchen,

wie lange musst du denn die medis nehmen?

Ansonsten würde ich dir empfehlen übergangsweise abzupumpen.

Ich hab es die letzten 5 Wochen auch so machen müssen, weil ich wegen einer Lungenentzündung MuMi-unverträgliche Medis nehmen musste....ich hab abgepumpt (muss aber dazu sagen, dass meiner eh nur Flasche bekommt) und die Milch verworfen.

Grüßle

Beitrag von beni76 24.03.10 - 14:11 Uhr

Hallo Carina
hoffentlich siehst Du das noch #schwitz
ein Tipp von mir:
kauf Dir so schell wie möglich die Emser Nasendusche und das Emser Salz dazu!
Ich hatte in der SS chronische NN Entzündungen mit Antibiotika etc.pp.
Und nach langem Misserfolg hat mir eine Ärztin dieses eifache Ding empfohlen, das habe ich dann 3x am Tag gemacht (dachte, das wird doch eh nichts) und ich war nach 2 Tagen beschwerdefrei #huepf #freu
Ob das jetzt allerdings bei den betroffenen Stirnhölen auch so toll wirkt, weiss ich nicht, aber ansonsten ist die Wirkung der absolute Hammer, tut nicht weh und ist in keinster Weise schädlich #liebdrueck
Ich mach das noch jetzt, sobald ich den kleinsten Schnupfen habe und es hilft einfach hammermässig bei mir#pro

#blume beni

Beitrag von ratpanat75 24.03.10 - 17:46 Uhr

Kann ich nur bestätigen :-).