Rente bei Unverheirateten?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lina007 24.03.10 - 10:13 Uhr

Guten Morgen zusammen,

ich habe mal eine Frage, die ihr mir vielleicht beantworten könnt.

Mein Freund und ich wollen nicht heiraten. Nun mache ich mir jedoch Gedanken, was passiert, wenn ihm etwas zustößt (wir haben zwei gemeinsame Kinder). Gibt es für unverheiratete eigentlich auch so etwas wie eine Witwenrente (klingt blöd, aber kann schließlich immer passieren)?

Ich habe auf ihn eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, sein Antrag wurde leider abgelehnt, da er eine lange Krankenvorgeschichte hat. Gibt es Alternativen?

Über Nachrichten freue ich mich!!!

Besten Dank und LG,
Lina

Beitrag von xyz74 24.03.10 - 10:28 Uhr

Witwenrente
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nein, gibt es nicht.
Es gibt nur für die Kids Halbwaisenrente.

Beitrag von manavgat 24.03.10 - 11:26 Uhr

Ich habe auf ihn eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, sein Antrag wurde leider abgelehnt, da er eine lange Krankenvorgeschichte hat. Gibt es Alternativen?


Den Satz verstehe ich nicht, weil er sich widerspricht.


Was genau hast Du abgeschlossen? Wer ist versicherte Person und wie hoch ist die Versicherungssumme?

Gruß

manavgat

Beitrag von lina007 24.03.10 - 11:47 Uhr

Ich bin Versicherungsnehmer. Falls mir etwas zustößt bekommt er 100.000 € und hat es damit ein Stück weit leichter (Betreuungskosten für die Kinder etc.).

Er wollte das gleiche machen, da macht nur wegen seiner Krankengeschichte keine Versicherung mit (er war lange krank und hat keinen Dickdarm mehr).

LG Lina

Beitrag von manavgat 24.03.10 - 11:55 Uhr

Das heißt: ihr könnte ihn nicht versichern.

Da bleibt nur eine Eheschließung, wenn Du Dich absichern willst bzw. das wegen der Kinder musst.

hat er denn nennenswert in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt????

Davon hängen sowohl Halbwaisenrente als auch Witwenrente ab.

Du kannst ganz einfach die Rentenversicherung anschreiben und fragen, wie hoch im Falle eines Todes zum Jetztzeitpunkt die Halbwaisen- und die Witwenrente wären.

Nachteil bei einer Eheschließung ist, dass Du als Ehefrau für ihn voll aufkommen musst, wenn er aufgrund der Erkrankung/anderer Grund nicht mehr arbeitsfähig sein sollte.

Das muss man rational gegeneinander abwägen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lina007 24.03.10 - 19:16 Uhr

Hallo und erstmal vielen Dank!

An die Verpflichtung meinerseits, bei Arbeitsunfähigkeit für ihn aufkommen zu "müssen", habe ich noch gar nicht gedacht.

Er arbeitet seit etwa 15 Jahren und zahlt seitdem in die gesetzliche RV ein. Er verdient gut, wir können zu viert gut davon leben. Ich werde mal bei der Versicherung anrufen und nachhören, wie hoch die Rente zum jetzigen Zeitpunkt wäre.

Ärgert mich aber doch, dass man nur mit Trauschein von der Witwenrente/Witwerrente "profitiert".

LG Lina

Beitrag von gh1954 24.03.10 - 19:21 Uhr

>>>Ärgert mich aber doch, dass man nur mit Trauschein von der Witwenrente/Witwerrente "profitiert". <<<

Ist doch wohl logisch, dass man nur Witwe/r werden kann, wenn man verheiratet war.

Beitrag von lina007 24.03.10 - 19:44 Uhr

Na man könnte sie ja in "Partnerrente" o.ä. umbenennen :-)!

Beitrag von gh1954 24.03.10 - 19:50 Uhr

"Partner" ist ein juristisch schwammiger Begriff, das wird also nichts... :-)

Beitrag von cinderella2008 25.03.10 - 08:59 Uhr

<Er arbeitet seit etwa 15 Jahren und zahlt seitdem in die gesetzliche RV ein. Er verdient gut, wir können zu viert gut davon leben. Ich werde mal bei der Versicherung anrufen und nachhören, wie hoch die Rente zum jetzigen Zeitpunkt wäre. <

Verstehe ich das richtig, dass Dein Partner das Familieneinkommen alleine bestreitet?
Wenn Deinem Partner also was zustößt, stehst Du da, mit den Kindern, ohne Job, der Dich ernährt und ohne jegliche finanzielle Absicherung?

Da würde ich wirklich eine Heirat anraten (obwohl ich sonst eher dagegen bin;-)).

Beitrag von lina007 25.03.10 - 09:15 Uhr

Guten Morgen,

ja, momentan verdient nur mein Freund, ich bin noch bis Januar im Mutterschutz (dann wird der Kleine zwei Jahre alt). Danach werde ich wieder 25 Stunden/ Woche arbeiten gehen und verdiene auch ganz gut.

Irgendwie haben wir immer gesagt, wir brauchen eine Heirat nicht. Sie bedeutet uns beiden nichts. Und wir kennen beide einfach zu viele Ehen, die gescheitert sind.

Trotzdem muss ich zugeben, dass das Thema nun vermehrt angesprochen wird, eben aus dem Grunde der Absicherung. Andererseits kann ich irgendwann sicherlich - im Fall der Fälle - auch wieder mehr arbeiten, da ich eine Familie im Rücken habe, die uns jederzeit aushilft, wenn wir eine Betreuung für die Kids brauchen.

Ich weiß also auch nicht wirklich, was besser ist :-(

LG Lina

Beitrag von cinderella2008 25.03.10 - 10:11 Uhr

<Irgendwie haben wir immer gesagt, wir brauchen eine Heirat nicht. Sie bedeutet uns beiden nichts.<

Ich vertrete eigentlich die gleiche Meinung. Aber in Eurem Fall gehts ja doch um mehr, da Du im Ernstfall auch noch die Kinder zu versorgen hast.

Beitrag von gh1954 25.03.10 - 10:27 Uhr

>>>Und wir kennen beide einfach zu viele Ehen, die gescheitert sind.<<<

Nicht verheiratet zu sein ist keine Garantie, dass man zusammenbleibt. Dieses "Argument" verstehe ich überhaupt nicht.


Beitrag von cinderella2008 25.03.10 - 10:40 Uhr

Ich kann das durchaus nachvollziehen. Ich habe eine gescheiterte Ehe hinter mir und werde mit Sicherheit auch niemals mehr heiraten. Allerdings steht für mich auch nicht die Frage, ob ich mal Witwenrente bekomme oder nicht, da ich immer selber mein Geld verdient habe und die Kinder inzwischen erwachsen sind.

Eine Trennung ist immer schlimm, egal ob mit oder ohne Trauschein. Aber ein Trauschein verkompliziert eine Trennung unnötig und verursacht noch mehr "Ärger" und Kosten, als man ohnehin schon hat.

Beitrag von lina007 25.03.10 - 11:04 Uhr

Das stimmt! Trotzdem kann ich mir doch das Risiko einer Scheidung ersparen, indem ich gar nicht erst heirate. Aber das muss ja jeder für sich entscheiden!

Beitrag von gh1954 25.03.10 - 11:25 Uhr

Richtig.

Zu dieser Entscheidung gehören dann eben auch die Nachteile, nicht verheiratet zu sein.

Beitrag von lina007 25.03.10 - 11:31 Uhr

Eben! Und die Vorteile genauso :-)!!!

Beitrag von manavgat 25.03.10 - 09:13 Uhr

Spar Dir den Anruf!

Eine solche Auskunft ist nicht rechtssicher.

Solche Fragen stellt man schriftlich, dann bekommt man auch eine schriftliche valide Auskunft.

Gruß

manavgat