Privatinsolvenz/ALG2

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von shanila 24.03.10 - 10:36 Uhr

Hallo zusammen,


mein Freund wurde vor 6 jahren mit einer immobilie gelinkt,ein fass ohne boden.

Nun überlegt er in Privatinsolvenz zu gehen.

das heißt ja dann das bis auf 900euro ungefähr alles in den insolvenztopf geht.

da er aber momentan (hoffe noch) alleinverdiener ist bei uns würde das geld ja dann hinten und vorne nicht mehr reichen.

werden dann die 900€ als einkommen angrechnet oder das was er "normal" verdient. (sprich 1550€ oder die 900€?)

Weil wir dann wohl wieder ein anspruch auf alg2 haben (ich zumindest).

kennt sich da jem aus?

Beitrag von duchovny 24.03.10 - 10:38 Uhr

Es wird angerechnet was er "normal" verdient! Also 1550 €! Schulden und Pfändungen werden nicht beim ALG II berücksichtigt!
Ausnahme Unterhaltsverpflichtungen, meine ich!

LG

Susanne

Beitrag von schnuffelschnute 24.03.10 - 10:40 Uhr

Hallo!

Das mit den 900 Euro stimmt nur, wenn er nicht verheiratet ist und keine Kinder hat.

Ansonsten steigt mit jeder unterhaltspflichtigen Person sein Selbstbehalt.

Wie wäre es, wenn du arbeiten würdest?

Gruß

Beitrag von shanila 24.03.10 - 10:41 Uhr

nein ist er nicht,auch keine Kinder.



Ich kann derzeit noch nicht arbeiten da ich ein krankes kind habe.

Und ich erst ab Sommer starten kann,hab da auch schon was in aussicht,aber noch nicht sicher.

Beitrag von duchovny 24.03.10 - 10:44 Uhr

Sie schreibt ja Freund, also werden sie denke ich nicht verheiratet sein. Und wenn er nicht der Vater ihres 1. Kindes ist, dann ist er den beiden nicht unterhaltsverpflichtet.

Das ist dann natürlich auch Mist, wenn du es so siehst, dass Amt sieht die als BG und in der PI wird er allein gezählt, also dürften die nirgendswo Geld herbekommen!

Beitrag von shanila 24.03.10 - 10:45 Uhr

Jap,so isses ja jetzt schon...

Müssen wir wohl paar kinder machen dat wir auch alles in Po gepustet kriegen...

Beitrag von shanila 24.03.10 - 10:47 Uhr

Sorry, bin einfach nur gefrustet. Finds einfach nur ungerecht... Weg vom amt und wirst nur noch bestraft...

Beitrag von windsbraut69 24.03.10 - 11:56 Uhr

Was ist ungerecht?
Dass Du selbst für Dich aufkommen mußt und Deine Lebenshaltungskosten nicht den Gläubigern angelastet werden???

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 10:59 Uhr

Ich habe mal in die Pfändungstabelle geschaut, von den 1550€ werden ihn monatlich in der privaten Insolvenz 395,40 € abgezogen, wenn die 1550€ netto sind. Ansonsten werden noch Steuerrückahlungen oder wenn man Geld wieder bekommt Z. B. aus der Betriebskostenabrechnung gepfändet. Steht ihr beide im Mietvertrag?

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:01 Uhr

Ja.

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 11:05 Uhr

Dann ist es so das wenn ihr zum Beispiel Kaution bezahlt habt, dein Freund die hälfte in Raten an den Insolvenzberater zahlen muss, auch wenn die Kaution bei dem Mieter liegt. Ausserdem ist es dann total blöd für Euch, weil ihr auch wenn ihr nicht verheiratet seit eine Bedarfsgemeinschaft seit. Das heißt bekommt ihr Geld aus der Betreibskostenabrechnung weider, wird es einmal beim Amt angerechnet/verrechnet und dein Freund muss die hälfte davon an den Insolvenzberater abgeben.
Wie hoch ist denn die Summe? Habt ihr schon mal über einen Vergleich nachgedacht?

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:09 Uhr

Ja aber darauf lässt sich die bank nicht ein...
geht um 134.000€

Die Bank hat nach der anfrage wenigstens die raten runterzusetzen gleich mit verfahren usw gedroht.

ist doch alles mist =(

nur was passiert wenn wir einfach nicht zahlen? dann geht das ja via gerichtsvollzieher usw oder?? wenn wir dem sagen können nur so und soviel ??

monatliche tilgungsrate derzeit 812€

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 11:15 Uhr

ok, das ist auch keine Summe für einen Vergleich. Da bleibt nur noch die private Insolvenz. Gerichtsvollzieher kommt so oder so. Bzw der Insolvenzberater schaut sich in der Wohnung um, ob es irgendwas zu pfänden gibt. Am besten ist ihr sucht Euch eine Schuldnerberatung, aber eine die kein Geld nimmt. Bis das Verfahren eröffnet ist dauert auch eine ganze Weile, bis dahin hast Du dann bestimmt wieder Arbeit. Dann ist alles halb so schlimm.

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:16 Uhr

Ja, das hoffe ich doch.

Danke für deine Mühe.

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 11:20 Uhr

Kein Problem, immer wieder gern. Meld Dich einfach wenn Du Fragen hast.

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:20 Uhr

Ja danke dir,

werden versuchen durchzuhalten bis ich mein Job fest habe.

Beitrag von manavgat 24.03.10 - 11:32 Uhr

Du hast keine Ahnung von Nichts.

Er ist pfändungsfrei je nach Personen denen gegenüber er unterhaltspflichtig ist.

http://www.akademie.de/private-finanzen/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/tipps/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/neue-pfaendungstabelle-2005.html#tab

Das fängt bei 2 Personen (also Frau und Kind) bei 1360 Euro an. Und zwar nicht als Grenze, sondern anteilig. Je mehr er verdient, desto mehr bleibt im Monat.

Gruß

Manavgat

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:36 Uhr

"Du hast keine Ahnung von Nichts. "

#schock

Ja deswegen frag ich ja.

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:36 Uhr

zu dem sind wir nicht verheirate und es ist auch nicht sein kind.

Beitrag von kampffrettchen 24.03.10 - 11:39 Uhr

Weißt du, manche werden von einem gemeinen Sklavenhalter gezwungen, sich hier zu fast jedem Thema zu äußern. Dass da dann manchmal der Tonfall drunter leidet, darfst du nicht zu persönlich nehmen. Sie kann nicht mehr anders.

Beitrag von shanila 24.03.10 - 11:41 Uhr

In so ner situation echt schwierig.

#schmoll

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 11:40 Uhr

Verstehe ich das jetzt richtig, Je mehr er verdient um so mehr bleibt im Monat?#kratz
Also bei uns ist das anders, je mehr mein Mann verdient umso mehr wird gepfändet.
Du meintest bestimmt um so mehr Leuten er gegenüber Unterhaltsverpflichtet ist um so mehr darf er behalten.
Wäre ja super wenn man was man mehr verdient behalten dürfte.

Beitrag von manavgat 24.03.10 - 11:44 Uhr

Die Grenze ist nicht starr, wenn Du mal dem Link folgen würdest.

Heißt, von dem übersteigenden Betrag ist nur ein Teil abzuführen. Von je 10 Euro, die über der Grenze verdient werden, dürfen 3 behalten werden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von arwen-berlin 24.03.10 - 11:48 Uhr

Das weiß ich auch. Aber Du hast Dich sehr ungünstig ausgedrückt. Lies mal nochmal. Also ich habe es so verstanden nach deiner Aussage hies es umso mehr er verdient um so mehr darf er behalten. Bei meinen Mann ist das anders um so mehr er verdient um so mehr wird gepfändet, denn der Freibetrag sinkt. Natürlich wird dann nicht alles gepfändet.
Vielleicht habe ich es auch nur falsch verstanden.

Beitrag von king.with.deckchair 24.03.10 - 12:11 Uhr

Oh Mädel... #augen

Dass man mehr behalten darf, schließt nicht aus, dass mehr gepfändet wirde. Wenn man von dem Mehrverdienst nicht alles, aber einen Teil behalten kann, ergibt sich:

- es wird mehr gepfändet UND
- man hat mehr Geld zur Verfügung

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