Finanzamt weigert sich die Eigenheimzulage auszubezahlen

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Beitrag von balou82 24.03.10 - 12:37 Uhr

Guten Tag .
Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen !
Wir haben uns 2005 ein Einfamilienhaus gekauft und bekamen auch jedes Jahr die Eigenheimzulage ausgezahlt . Im Dezember 2009 mussten wir allerdings ausziehen weil unser Haus ,vom Keller her , voll Schimmel ist . Der Schimmel hat sich ziemlich schnell fast im ganzen Haus ausgebreitet .
Wir haben ein Baby und ein Kleinkind . Schimmel ist da nicht so toll .
Eigentlich wollten wir von der Eigenheimzulage den Schimmel beseitigen lassen und danach wieder einziehen aber das Finanzamt weigert sich jetzt uns die Eigenheimzulage zu bezahlen dar wir ja nicht drin wohnen . Die haben das nur rausgefunden das wir nicht mehr dort wohnen wegen dem blöden Nachsendeantrag von der Post . Zudem hat sich im laufe des Jahres unsere Kontonummer geändert und das Finanzamt hatte noch keine neue Kontonummer . Darf das Finanzamt das einfach so , also uns die EZ verweigern nur weil wir immoment nicht drin wohnen ?!
Vielen Dank schon mal im vorraus !
Lg Balou82

Beitrag von bibuba1977 24.03.10 - 12:40 Uhr

Hi,

eine der Voraussetzungen der Eigenheimzulage lautet;
"Das angeschaffte oder erworbene Objekt muss zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden. Ein Leerstehen der Wohnung ist keine Nutzung."

Nur weil ihr den Auszug - aus welchen Gruenden auch immer! - dem FA verschweigt, heisst das nicht, dass ihr im Recht seid... Das was ihr vorhattet, ist Betrug. Das FA hat Recht und ihr habt Glueck, wenn Euch "nur" die Auszahlung gestrichen wird.

LG
Barbara

Beitrag von vwpassat 24.03.10 - 13:53 Uhr

Das ist Betrug, was Ihr vorhattet. Nur gut, dass das FA Euch auf die Schliche gekommen ist.

Beitrag von cami_79 24.03.10 - 14:07 Uhr

Na, na - jetzt sei mal nicht so. Immerhin wollten sie das Geld nicht für eine neue Playstation oder einen Afrikaurlaub sondern eint total verschimmeltes Häuschen.

Natürlich wäre das nicht legal und zurecht wird es nicht ausgezahlt, aber es ist auch irgendwie verständlich, dass sie auf das Geld gehofft hatten um das Haus zu sanieren.

LG C

Beitrag von blacknickinblue 24.03.10 - 13:58 Uhr

Leider haben meine Vorschreiber Recht. Was Ihr vorhattet, ist Betrug. Auch wenn ich Eurer Handeln durchaus nachvollziehen kann. Ist eine blöde Situation.

Aber so ist das eben: Es trifft immer den Kleinen.

Ich hoffe für Euch, dass Ihr das Schimmelproblem trotzdem lösen könnt. Wer ist denn Schuld an dem Schimmel? Könnt Ihr evtl. Regressforderungen an die Baufirma stellen?

Gruß, B.

Beitrag von jupp43 24.03.10 - 14:10 Uhr

Mit den dämlichen Antworten meiner Vorredner konntest Du ja wenig anfangen, ist halt typisch urbia, mit Halbwissen andere blöd anmachen.

Für Euch ist es ist halt dumm gelaufen, hättet Euch halt informieren müssen und den (offiziellen) Auszug auf den Januar verschieben müssen, dann hättet ihr das Geld schon auf dem Konto. Also entweder ihr findet irgendeinen Weg, doch wieder (offiziell) einzuziehen, oder Ihr finanziert die Renovierung vor und zieht vor dem 31.12. wieder ein. Dann lebt der Anspruch wieder auf und ihr könnt die Zulage doch noch für dieses Jahr erhalten.

LG Jupp

Beitrag von bibuba1977 24.03.10 - 14:13 Uhr

Mit den dämlichen Antworten meiner Vorredner konntest Du ja wenig anfangen, ist halt typisch urbia, mit Halbwissen andere blöd anmachen.


#kratz
Halbwissen, soso...

Beitrag von jupp43 24.03.10 - 14:18 Uhr

Die TE hat, zumindest indirekt, nach Lösungen gefragt, da kann man doch mal den diskreten Hinweis liefern, dass ein EInzug vor dem 31.12. die Eigenheimzulage für 2009 noch rettet, statt sie an den Pranger zu stellen und als Betrügerin zu beschimpfen.

Das meinte ich mit Halbwissen....

Beitrag von seikon 24.03.10 - 15:40 Uhr

Naja was heisst "dämliche Antworten"?

Die Aussage "die haben das nur rausgefunden, dass wir nicht drin wohnen, wegen dem blöden Nachsendeauftrag bei der Post." zeigt ja schon, dass sie irgendwo wussten, dass sie die Zulage nur bekommen wenn sie drin wohnen. Und es zeigt ja auch, dass sie das offenbar ganz bewusst verschwiegen haben um die Zulage abzugreifen.

Da steckt schon eine gewisse Dreistigkeit dahinter.

Beitrag von jupp43 24.03.10 - 16:20 Uhr

Dreistigkeit ist was anderes, sie wussten einfach nicht, dass der Auszug schädlich für die Eigenheimzulage ist. Hätten sie es gewußt, wären sie nicht ausgezogen, sondern hätten sich ne andere Wohnung gesucht und dort den zweiten Wohnsitz angemeldet. Außerdem halte ich es moralisch nicht bedenklich, für ne Schimmelhütte Eigenheimzulage zu kassieren, die man vorübergehend deswegen nicht nutzt.

Beitrag von tine067 24.03.10 - 15:24 Uhr

Du mußt für mind. einen Tag in deinem Haus gemeldet sein, dann steht dir die Eigenheimzulage für das Jahr zu!

Liebe Grüße Tine

Nicht so schnell aufgeben!

Beitrag von bezzi 24.03.10 - 15:56 Uhr

Gilt das nicht nur für das erste und letzte Jahr der Förderung ?

Es werden doch ausdrücklich nur SELBSTGENUTZTE Immobilien gefördert, keine Ferienwohnungen, Zweitwohnsitze ect.

Dann müsste ich mich ja jeweils nur für einen Tag im Jahr proforma dort anmelden und gleich wieder abmelden, um für das Jahr die Förderung zu kassieren.
Ist schwer vorzustellen.

Beitrag von jupp43 24.03.10 - 16:14 Uhr

seit wann berechtigen Zweitwohnsitze nicht zur Eigenheimzulage ... #kratz