Elterngeld und Lohnsteuerjahresausgleich...

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Beitrag von belebice 24.03.10 - 13:11 Uhr

....hierzu ne kurze, wichtige Frage...

hallo erstmal ;)
Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Und zwar habe ich mich gerade mit einer Bekannten unterhalten und ich freudestrahlend mitgeteilt, dass wir für dieses JAhr eigentlich ziemlich viele Steueren zurückbekommen müssten laut des Steuerrechners *freu*. Sie hat mich dann aber mit folgender Aussage ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Zitat... zu dem folgenden Lohnsteuerjahresausgleich solttest du lieber Geld an der Seite liegen haben, da prinzipiell ein komplettes Elterngeldgehalt vom Jahreaausgleich abgezogen wird Zitatende

Hat sie recht????#zitter Wird das wirklich pauschal so gehandhabt. Sie sagte ja, denn auch sie hätten laut ihrer Rechnung gut was zurückbekommen müssen, mussten dann aber nachzahlen. Damit wollte sie sich nicht zufrieden geben und hat sich wohl kundig gemacht!

ich werd zum Elch#schock#schock#schock#schock

Ängstliche Grüße

Beitrag von mokli 24.03.10 - 13:20 Uhr

Hallo!

So ganz pauschal kann man das nicht sagen, ich hatte auch Angst wegen dem Elterngeld...

Vorgestern ist der Steuerbescheid gekommen, wir bekommen noch etwas zurück!

Das wird wohl immer davon abhängen wieviel man verdient und was sonst noch so absetzbar ist.

LG, Monika

Beitrag von cami_79 24.03.10 - 13:20 Uhr

HI Elch,

wenn ihr gar nichts zum Absetzen hättet, rechnet man im Schnitt mit einem "Elterngeldgehalt" an Rückzahlung - ja.

ABER ich habe ja bereits 2007 und 2008 Elterngeld bezogen und habe in keinem Jahr Geld zurück zahlen müssen. Wir bekamen dennoch einen Betrag-X zurück. Und das obwohl wir das EG nicht gesplittet und 3/5 als Steuerklassen haben. Es ist also individuell unterschiedlich und hängt eben auch daran, was ihr abzusetzen habt.

LG C

Beitrag von belebice 24.03.10 - 13:37 Uhr

Hallöchen

Wir bekommen unser Elgeld auch NIcht gesplittet. Haben drei Kinder und ne Einliegerwohnung, die abszusetzen sind. Damit versucht mein Mann mich auch zu beruhigen, aber ich bin der geborene Pessimist und habe jetzt sooooo Angst. ist eh alles schon so knapp ohne mein normales Gehalt. War vor Leni vollzeitbeschäftigt und dann auch noch evtl nachzahlen... ojeoje

Beitrag von windsbraut69 24.03.10 - 13:49 Uhr

Kinder kann man nicht absetzen und bei der (vermieteten?) Einliegerwohnung kann ich es mir auch nicht vorstellen.

Beitrag von belebice 24.03.10 - 14:06 Uhr

Danke dir! Hab echt so garkeine Ahnung#schein. Die Wohnung ist vermietet und mein Mann hat gesagt, dass die geltend gemacht werden kann?! Will der mich etwa nur beruhigen?! Oh Manno

Beitrag von windsbraut69 24.03.10 - 14:13 Uhr

Keine Ahnung, was Ihr da absetzen wollt aber auf jeden Fall müßt Ihr die Mieteinnahmen versteuern!

Beitrag von belebice 24.03.10 - 14:32 Uhr

mein mann hat gesagt, dass nennt man verlustrechnung..., ergo, wir habe weit mehr ausgaben für die wohnung als einnahmen, wird von meiner mama bewohnt, deswegen wir die miete von uns natürlich recht gering gehalten. und zu den kindern..., klar kann ich die nicht absetzen, aber es gibt ja noch die guten kinderfreibeträge?!


GlG bianca

Beitrag von kessita 24.03.10 - 13:22 Uhr

Hallo,

das kann man so pauschal nicht sagen, da keiner hier weiß, welche Sonderausgaben, etc. ihr geltend machen könnt.

Generell fällt das Elterngeld aber unter den Progressionsvorbehalt - sprich es kann sein, dass ihr dadurch nachbezahlen müsst.

LG

Beitrag von kleinundrund 24.03.10 - 13:23 Uhr

Hallöchen,

das Elterngeld wird dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet! Wenn dein Partner und du gemeinsam veranlagt sind, dann kommt dein Elterngeld dazu und in der Tabelle wird dann geschaut, ob entsprechend dem Einkommen genug Steuern gezahlt wurden. Wenn nicht, was in der Regel der Fall ist, müsst ihr Steuern nachzahlen.

Das Eltergeld bekommt man zwar erstmal unversteuert, aber das nennt sich dann Progessionsvorbehalt - sprich es wird im nachhinein versteuert!

Ich würd an deiner Stelle etwas zur Seite legen! Wir werden das auch so machen.....aber wir sind GsD erst nächstes Jahr dran!

Grüßle

Beitrag von gh1954 24.03.10 - 14:18 Uhr

>>>sprich es wird im nachhinein versteuert! <<<

Das Elterngeld wird NICHT versteuert.

Beitrag von belebice 24.03.10 - 14:02 Uhr

Ich danke euch und zittere weiter

lg Bianca

Beitrag von miau2 24.03.10 - 14:21 Uhr

Hi,
wenn du ein vernünftiges Steuerprogramm hast und deine Angaben richtig machst kannst du dir das prima selbst ausrechnen - da muss man dann nicht wochen- und monatelang zittern ;-).

Pauschalangaben sind immer schwierig.

Prinzipiell ein komplettes Elterngeldgehalt - DAS ist Blödsinn. Was stimmt ist, dass so ungefähr im Durchschnitt bei vielen die jährliche Steuerlast um ein "Elterngeldgehalt" erhöht wird. Aber das hat nichts mit prinzipiell zu tun, das kann bei dir auch anders aussehen - bei uns trifft es ungefähr zu (ca. 150 Euro steuerliche Mehrbelastung durch das Elterngeld 2009, gesplitteter Mindestbetrag).

Aber - ob du etwas nachzahlen musst oder etwas zurückerhältst ist damit noch lange nicht gesagt.

Die Nachzahlung oder Erstattung ist der Unterschied zwischen dem, was du (oder ihr bei verheirateten) bereits bezahlt habt und dem, was ihr hättet zahlen müssen.

Da z.B. wir erheblich zu viel bezahlt haben (Sonderfall mitte 2009 Hochzeit) verringert das Elterngeld die Rückerstattung zwar, aber es bleibt trotzdem noch eine große Menge Geld übrig.

Kann also sein, wenn du eigentlich ziemlich viel zurückbekommen müsstest (warum auch immer, gibt ja verschiedene Gründe), dass das EG zwar den Betrag vermindert, aber immer noch eine Erstattung übrig bleibt.

Pauschal kann man da nichts sagen...aber wie heute schon mal geschrieben wundert es mich auch hier, dass man zwar den EG-Antrag ausfüllt, unterschreibt, und sich vermutlich durchgelesen hat, aber offenbar unklare Dinge (irgendwo steht da etwas von Progressionsvorbehalt oder Steuerprogression) ignoriert...

Was Progressionsvorbehalt ist habe ich weiter unten erklärt, ist erst ein paar Stunden her ;-).

Wenn du es dir ausgerechnet hast, alle Angaben richtig gemacht hast (natürlich muss man das EG ja angeben), und immer noch eine "Rückerstattung" rauskommt - dann brauchst du m.E. nach auch nicht zittern. Wir freuen uns schon auf den Steuerbescheid :-p.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von belebice 24.03.10 - 14:40 Uhr

Hallöchen

Zunächst einmal vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Ich glaube, wir haben einen guten Rechner ;)..., und der sagt..., wir bekommen etwas zurück. Aber das glaube ich erst dann, wenn wir auch TATSÄCHLICH etwas zurückbekommen. Mich haben schon soooo viele Leute aus meiner Umgebung durcheinander gebracht :(, ´heute ja schon wieder..., und ich lasse mich dadurch immer so beeinflussen.

*Pauschal kann man da nichts sagen...aber wie heute schon mal geschrieben wundert es mich auch hier, dass man zwar den EG-Antrag ausfüllt, unterschreibt, und sich vermutlich durchgelesen hat, aber offenbar unklare Dinge (irgendwo steht da etwas von Progressionsvorbehalt oder Steuerprogression) ignoriert... *

Hierzu kann ich sagen, dass es anscheinend bei mir wohl (Schande auf mein Haupt) tatsächlich so war, dass ich es garnicht wahrgenommen oder eben ignoriert habe. Mein Mann anscheinend aber nicht..., was mich schon wieder etwas ruhiger macht :)))


Lg Bianca

Beitrag von miau2 24.03.10 - 18:05 Uhr

Hi,
na, ihr seit da jedenfalls nicht alleine mit dem "nicht wahrnehmen" oder "ignorieren".

Also, wenn ihr ein vernünftiges Programm habt, und alle Angaben richtig und belegt usw. sind, also alles korrekt ist, dann sollte es eigentlich keine unschöne Überraschung geben.

Es gibt viele Leute, die Elterngeld bekommen haben und trotzdem etwas zurückerhalten. Definitiv nicht unmöglich ;-), zum Glück.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von susannea 24.03.10 - 15:05 Uhr

DAs ist totaler Blödsinn, bei manchen machts was aus mit dem Elterngeld bei anderne nciht.

Wenn du das Elterngeld bei dem rechner mit eingegeben hast und es kommt trotzdem eine Rückzahlung araus, ist das okay.

War bei uns beide Male so!