Umgangsrecht...wo muss der Vater die Kinder abholen?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von susi_nb 24.03.10 - 13:13 Uhr

Hallo ihr Lieben,

unsere Umgangsvereinbarung sieht vor, das der Vater unsere Kinder, sie diesen Sonntag (10-18uhr)zu sich holt.

Ich weiß, das wer das Umgangsrecht hat, die Pflicht hat die Kinder zu holen und wieder zu bringen.

Nun ist es so, das ich, mit den Kiddies, das Wochenende bei meinen Eltern bin, welche 5km ausserhalb der Stadt wohnen. Jetzt rief mich der Vater an und meinte er hole die Kiddies nur von mir zu hause ab.

Leider bin ich nicht mobil....und die Busse fahren nicht am Wochenende.

Kann er darauf bestehen, die Kinder von zu Hause abzuholen? Steht da vielleicht irgendwas zu geschrieben?

Wäre lieb ...für eure Meinungen.

LG,
Susi

Beitrag von silbermond65 24.03.10 - 13:20 Uhr

Ich glaube nicht,daß es dazu irgendwelche Gesetzestexte gibt.
Aber ich würde mal sagen,wenn ihm ganze 5 km schon zuviel sind,hat er halt Pech gehabt.
Du wirst ja nun nicht ständig an seinen Besuchswochenenden irgendwo auswärts sein ,nehme ich mal an.

Beitrag von susi_nb 24.03.10 - 13:25 Uhr

Richtig, ich werde nicht immer auswärts sein.;-)
Nur die Planung, das ich genau dieses Wochenende da bin, war schon vor der in kraftsetzende Umgangsregelung.

Ich denke eher, ihn stört es das er da auf meine Ellis treffen könnte.:-p

Beitrag von krypa 25.03.10 - 06:56 Uhr

Hallo susi nb,

dann hättest du doch bei der Umgangsregelung diesen Termin mit in die Umgangsplanung einbeziehen können.


MfG krypa

Beitrag von parzifal 24.03.10 - 13:52 Uhr

Wenn es nun umgekehrt wäre und der Vater die Kinder z.B. nur bei den 5 km entfernten Eltern abholen könnte (und die Mutter den Pkw hätte), wie würdest Du dann entscheiden?

Bestimmt hat dann auch der Vater "Pech gehabt", weil er sie ja zu Hause abholen muss, stimmts?

Oder hat die Mutter dann Deiner Meinung nach "Pech gehabt" und muss sie zu den 5 Km entfernten Eltern bringen?

Aber hat er denn wirklich "Pech gehabt" wenn er darauf bestehen sollte dies nicht zu müssen?
Hat die Mutter recht und er muss die Kinder woanders holen?

P.S.
Dass der Vater die Kinder nicht 5 km entfernt abholt ist natürlich daneben.




Beitrag von silbermond65 24.03.10 - 14:18 Uhr

Du willst mir doch jetzt sicher unterstellen,daß ich eine von den bösen,bösen Müttern bin,die alles dafür tun würden,um es dem Vater schwer zu machen,die Kinder zu sehen richtig?
Genauso lese ich das aus deinem Text heraus.
Aber Pech gehabt ,mein Lieber.Ich gehöre zur anderen Mütterfraktion.Ich würde alles dafür tun,damit meine Kinder ihre Väter sehen könnten.Dem einen hätte ich sogar noch die Unternehmungen mit unserem Sohn bezahlt,obwohl wir selber kaum was haben und dem anderen würde ich seine Tochter auch gerne per Bus und Bahn bis vor die Tür fahren.
Nur leider wollen beide Herren nicht.....kein Interesse.
Hier geht es nicht darum,daß ER seine Kinder ständig woanders abholen soll ,sondern es ist anscheinend eine Ausnahme.Und es sind keine 50 oder 500 km ,sondern ganze FÜNF Kilometer.
Wenn sie diesen Besuch schon lange vor der Umgangsregelung geplant hatte,warum soll sie dann darauf verzichten?
Da er doch sicher weiß ,wo ihre Eltern wohnen und daß sie nicht mobil ist,will er ihr anscheinend nur das WE vermiesen.
Kinderkacke in meinen Augen.Ich denke nicht,daß ihn diese einmaligen 5km mehr umbringen werden.

Beitrag von parzifal 24.03.10 - 15:57 Uhr

Dass das Nichtabholen bei den Schwiegereltern vollkommener Blödsinn ist, damit gebe ich dir Recht.

Entweder ist der Vater ein Depp oder wir kennen die Gründe nicht

Du gehst aber nicht auf das "Pech gehabt" ein.

MUSS er die Kinder dort abholen?

Viele hier berufen sich doch wenn der Vater etwas will oft darauf, dies kann er nicht verlangen also braucht Mutter dies auch nicht zu ermöglichen. Ohne sich mit den konkreten Umständen auseinanderzusetzen.

Bsp. Vater möchte dass das 1,5 JAhre alte Kind bei ihm übernachtet. Antwort: dazu hat er kein Recht also verweigere es.

Es erfolgt keine Abwägung warum, wieso, weshalb, was spricht dagegen etc.

Die Fraktion die so handelt müsste dann dem Vater voll Recht geben wenn er das "Recht" dazu hat (dass das Bestehen auf diesem daneben ist habe ich bereits ausgeführt).

Wenn Du immer beide Seiten siehst ist das ja postiv ("Pech gehabt" ist dann aber eine missverständliche Antwort.)

Eigentlich hätte man Nachfragen müssen, ob es eine Hintergrundgeschichte hierzu gibt oder er aus Jux und Tollerei das Abholen bei der Mutter verlangt.







Beitrag von silbermond65 24.03.10 - 17:30 Uhr

MUSS er die Kinder dort abholen?

MUSS sie auf ihr lange vorher geplantes WE bei ihren Eltern verzichten?
Er würde sich keinen Zacken aus der Krone brechen,wenn er es ausnahmsweise mal tun würde.

Beitrag von krypa 25.03.10 - 06:16 Uhr

Hallo silbermond65,

natürlich ist es affig, das Kind nicht da abholen zu wollen.
Aber: über ''die Zacken in seiner Krone'' bestimmt der Vater schon noch selber, gell?


MfG krypa

Beitrag von silbermond65 25.03.10 - 11:19 Uhr

War klar,daß du deinen Senf dazu geben mußt.

Beitrag von parzifal 25.03.10 - 13:54 Uhr

Eine Gegenfrage ist keine Antwort.

"Pech" hat der, der kein Recht auf die Forderung hat. Du hast Dich aber sofort mit der Mutter solidarisiert, ohne die Hintergründe zu kennen. Ferner hat der Vater bei Dir anscheinend sogar "Pech" gehabt, selbst wenn er ein Recht auf die Forderung hätte. Weshalb?

"Er würde sich keinen Zacken aus der Krone brechen,wenn er es ausnahmsweise mal tun würde."

Dem habe ich bereits zugestimmt. Darum geht es aber nicht.

Warum ist es in Ordnung wenn Mutter auf Rechte besteht seien sie auch noch so unlogisch, warum gilt dies nicht auch umgekehrt?

Beitrag von silbermond65 25.03.10 - 14:41 Uhr

Du hast Dich aber sofort mit der Mutter solidarisiert, ohne die Hintergründe zu kennen.

Hätte er 50 km fahren müssen,hätte ich sicher nicht geschrieben "Pech gehabt".
Es geht hier um lappige 5 km und um eine Ausnahmesituation.Jetzt laßt mal die Kirche im Dorf .



Beitrag von krypa 25.03.10 - 16:02 Uhr

Hallo silbermond65,

ist ja alles ok. Die Frage ist auch, warum sie den ihr doch offenbar schon lange bekannten Besuchstermin bei Oma und Opa nicht mit in die Umgangsvereinbarung eingearbeitet hat.

Vielleicht möchte der Vater auch nicht in eine unübersichtliche, prekäre Übergabesituation geraten.

MfG krypa

Beitrag von parzifal 25.03.10 - 16:14 Uhr

Du redest ständig um den Kern herum (oder Du siehst ihn nicht).

Wenn jemand auf ein Recht besteht (sei es auch noch so unlogisch oder verwerflich) hat er dann "Pech gehabt"?

Wenn die Mutter auf eine Erhöhung des Unterhalts von 10,-- besteht. Hat sie dann auch "Pech gehabt"? Kann der Vater mit dieser Begründung die Zahlung verweigern?

Oder ist nicht die Frage entscheidend, wer im Recht ist, um zu beurteilen zu können, wer "Pech gehabt" hat?

Beitrag von polar99 24.03.10 - 13:31 Uhr

Hallo,

was steht denn in der Umgangsvereinbarung als Abholort? Gewöhnlich ist das ja der Wohnort der Kinder.

Theoretisch könnte er dann schon darauf bestehen, dass er die Kids von zu Hause aus abholt. Schade dass die Kommunikation bei euch so brach liegt.

Hast Du keine Möglichkeit ihm stattdessen anzubieten, dass Du ihm die Kinder bringst (mittels Verwandten? etc).

Ansonsten könntest Du ja theoretisch stets und ständig neue Abholorte festlegen an deinen Besuchswochenenden und dein EX muss sich nach euren Aufenthaltsorten richten.

lg polar

Beitrag von karna.dalilah 24.03.10 - 13:34 Uhr

ich denke das in ihrem Fall das Angebot das sie die Kinder abholt besser ist.
Denn wie sie schon schreibt hat sie ja keine Möglichkeit am Sonntag bis zur Abholzeit zu sich nach Hause zu kommen.

Beitrag von polar99 24.03.10 - 13:54 Uhr

Hallo,

sicherlich ist es für die KM das beste.

Ich denke darum geht es auch nicht, ihre Gründe sind ja auch nachvollziehbar.

Nur aus der Sicht des Vaters kann ich es auch verstehen, theoretisch kann er ja immer dann zu wechselnden Abholorten zitiert werden. Würde mir auch nicht so gefallen.

Meine Tochter hat sich auch entschieen zu ihrem Papa zu ziehen. Unsere Vereinbarung sieht auch vor, dass ich sie vom Wohnort abhole. Ist er dort nicht, bringt er sie ;-)

Lg polar

Beitrag von karna.dalilah 24.03.10 - 20:44 Uhr

prinzipell kann man ja auch so planen, dass Besuche bei den Eltern nicht auf das Besuchswochenede fällt.
So wäre das Problem in null komma nichts gelöst.
Oder die beiden lernen miteinander zu kommunizieren, denn dann ist ein Abholen bei den Ex-Schwiegereltern als Ausnahme sicher möglich
Naja ist schon immer so eine Geschichte, wenn Eltern sich trennen

Beitrag von susi_nb 24.03.10 - 15:56 Uhr

Danke für eure Antworten...

Ihr habt alle irgendwo recht.

Achso, es sind genau, vom Ausgangsschild Wohnort, bis Eingangsschild Dorf....genau 300m.

Ich habe gerade mit den Jugendamt telefoniert.
Und die Dame (kennt meine Geschichte) meinte, leider immer nur von Wohnort.
Sie meinte auch, das dies sonst ausgenutzt werden könnte. Ok, das verstehe ich....
Sie meinte aber auch zu mir ich solle mir kein Blöse geben und irgendwie eine Lösung finden, wenn der KV nicht kommen möchte.

Werde also meine Freunde durch telen, ob sich jemand findet, mich und die Kiddies um 10uhr nach Hause zu bringen.

Jedenfalls werden ich den KV nicht um seinen heiß ersehnten Umgang bringen....ne, ne!;-)

Beitrag von badguy 24.03.10 - 15:59 Uhr

Wenn ich so was lese... Das ist doch Kleinkinderkacke.

Frag ihn mal, wie die Kinder sich bei so ner Aktion vorkommen.

Wenn das Verhältnis schlecht ist, soll man sich für 5 Pf zusammenreißen, wir sind doch erwachsen.

Meine Eltern kommen auch immer mit solchen Hirnblähungen "Wir holen die Kinder auf dem und dem Parkplatz und bringen sie an den und den Parkplatz!"

Nein, ist nicht, Kinder werden von ihnen bei mir abgeholt und von mir bei ihnen.

Beitrag von badguy 24.03.10 - 16:00 Uhr

Und noch was, man kann sich doch mal entgegen kommen, mal steckt der eine zurück, mal der andere!

Beitrag von manavgat 24.03.10 - 17:52 Uhr

Na so ein Schwachsinn, das ist Jacke wie Hose.

Sitz es aus.

Teil ihm freundlich per Mail, SMS, Brief mit, dass ihr dort seid und er sicher kein Problem hat, sie dort abzuholen.

Nett, freundlich und konsequent.

Gruß

Manavgat

Beitrag von janamausi 24.03.10 - 19:53 Uhr

Hallo!

Ich finde, um es richtig "beurteilen" zu können müsste man mehr wissen. Z.B. wie lange die Umgangsvereinbarung schon besteht. Wenn der Umgang schon monatelang klappt und das mal eine Ausnahme ist, finde ich es auch affig von deinem Ex. Aber wenn die Umgangsvereinbarung gerade erst seit kurzem besteht und schon etwas "geändert" wird kann ich deinen Ex schon bißchen verstehen. Er wird dann sicherlich Angst haben, dass er jedesmal von wo anders die Kinder abholen soll.

Allerdings finde ich es auch nicht gut, dass der Vater die Kinder von Oma und Opa abholen soll. So wie ich es verstehe, seit ihr nicht so oft dort (sonst wäre es ja kein Problem, wenn Du den Besuch verschiebst oder ausfallen lässt) und die Kinder freuen sich auf Oma und Opa und müssen dann aber zu Papa, während Du weiter bei Oma und Opa bleibst. Also sie müssen die schöne Zeit bei Oma und Opa beenden, um zu Papa zu gehen.

LG janamausi

Beitrag von purzel21 24.03.10 - 20:19 Uhr

Also ich muss sagen, dass doch normalerweise der Wohnort der Kinder als Abholort vorgesehen ist, es sei denn, es wurde etwas anderes festgelegt.

Wie schon geschrieben, könnte die Mutter ja dann ständig andere Orte angeben.

Wir hatten auch ne zeitlang das Problem. Die Ex meines Freundes war nie Zuhause, wenn wir seine Tochter abholen wollten und sollten dann mal schnell dahin und dahin fahren...teilweise bis zu 20 km außerhalb des Wohnortes. Und sowas geht einfach nicht...finde ich. Wir sind dann auch dagegen vorgegangen und haben Recht bekommen. Nun holen wir die Tochter immer Zuhause ab.

Ich denke, wenn es nur ne Außnahme ist, dann mag das in Ordnung sein, aber das weiß ja dein Ex nunmal nicht. Kann schon sein, dass er denkt, dass er seine Kinder dann immer woanders abholen muss.

Vielleicht solltet ihr nochmal miteinander reden und klipp und klar ausmachen, wo die Kinder abgeholt werden sollen. Ist auch für beide Seiten besser, denke ich.

LG

Beitrag von petra1982 25.03.10 - 08:47 Uhr

Wir holen die Kinder zuhause bei der Mutter ab. Wir haben sie allerdings auch samstag bis sonntag....