Hilfe was ist nur mit mir los? :-( sehr lang....

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von cool.girl 24.03.10 - 13:26 Uhr

Ist nun doch länger geworden...

Hilfe was ist nur mit mir los?

22.03.2010
Ein paar Gedanken von mir, wo ich grad einfach nicht mit richtig klar komme.
Seit dem ich 10.3.10 die Sendung von SternTV gesehen habe, wegen dem plötzlichen Altern. Habe ich auf einmal Angst wie nochmal was vor dem Tod & auch so... Mehr jetzt dazu...
Warum nur kann ich nicht einfach leben wie vor dieser Sendung?
Auf einmal mache ich mir Gedanken was passiert nach dem Tod?
Geht es da noch weiter oder schläft man dann wirklich für immer einfach nur?
Ich denke diese Frage kann leider keiner beantworten.
Und dazu kommen nun auf einmal noch so Fragen wie:
Wozu lebt man?
Warum "baut" man sich ein schönes Leben auf, wenn man sozusagen nach Jahren davon nichts mehr hat?
Was ist der "Sinn des Lebens"?
Habe nun versucht zu googlen usw. Aber wie es leider so ist, finde ich darauf keine Antwort mehr.
Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, nicht mehr "da" zu sein & nicht mehr zu denken.
Hab auch etwas Angst, dann meine Familie bzw. Kinder "allein" zu lassen!
Mir kommen die Fragen immer wieder in den Kopf, komm mir dabei so "komisch" vor und es "kribbelt" irgendwie überall & ich komm mir dabei so "Geistes abwesend" vor.
Was ist das nur für eine "Phase" geht die auch wieder vorbei oder muss ich damit immer "leben"?
So macht das "Leben" einfach keinen Spaß mehr.
Warum wurde mir das vorher noch nie "bewusst"?
Ich versuche zwar das Leben zu genießen, aber wie gesagt die Fragen tauchen immer wieder auf & ich hab mich bis jetzt noch nicht getraut mit jemanden zu reden, weil ich denke ich werde ausgelacht wegen diesen Gedanken.
Kann es sein, dass ich nun so intensiv darüber nachdenke, weil ich wohl meine Großeltern nicht mehr lange haben werde (Opa ist 80J. und noch relativ fit & meine Oma ist 72, noch etwas fitter, aber hatte auch schon div. Stürze usw. Also noch nicht so tragisch).
Oder eher, weil ich bis jetzt nur einen geliebten Menschen & zwar meine Cousine als sie 4 J. alt (ich war 16 J.) "verloren" habe?
Ok, hab meinen Kater auch schon gehen lassen müssen, aber da hab ich nicht mehr zuhause gewohnt & nur meine Mutter war sozusagen damit konfrontiert.
Weil wie gesagt an diesen Gedanken zerbreche ich grad regelrecht, weil ich hatte das sogar heute auf der Post wo ich mich angestellt habe & das kann es doch nicht sein oder?
Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dann einfach nicht mehr da zu sein & das es dann einfach "hier" so weiter geht. Auch so stehe ich deswegen grad mehr neben mir wenn ich diese Gedanken habe & wie gesagt diese Angst ist und bleibt zur Zeit einfach.

Ein Tag später:
23.03.2010
So heute fühle ich mich soweit wirklich besser. Kommt aber wahrscheinlich auch davon, dass es endlich Frühling ist (der Winter war sehr lang) & es hat hier grad 20°C und nur Sonne. Das tut einfach nur gut.
Naja ich weiß grad immer leider noch weiter, wie ich mit diesen Gedanken nur leben kann. Weil es irgendwie mich innerlich noch zerreist.

Aber nun kommen auch so Fragen wie:

- Warum lebe ich JETZT und nicht VOR oder IN x Jahren?
- Warum lebe ich hier als "Mensch" in dieser "Hülle (Körper)" & "Denke" & meine anderen "mit" Menschen genauso?
- Warum denke ich das ganze nur?
- Warum kann ich mich nicht zufrieden geben, dass es einfach so ist wie es ist?
- Warum mache ich mir erst jetzt darüber erst richtig "Gedanken"?
- Und leider immer noch die Frage, wie ist es nach dem Tod? Ich denke, darauf werde ich leider nie eine Antwort bekommen.

Muss aber sagen, dass ich einfach nur froh bin das ich es nun "aufgeschrieben" habe und nicht nur in meinem Kopf weiter rum geistert & das es noch jemand anderes gelesen hat und mehrern auch wohl so geht.
Dazu hab ich heut im Laden die neue Geo Zeitschrift gesehen & das Thema einfrieren gelesen, also das man sich als Mensch einfrieren lässt kurz bevor man "tot" ist & dann in X Jahren wieder "aufgetaut wird. Es gibt wohl auch welche die haben es machen lassen & man nennt diese Leute "Kryoniker". Davor hätt ich glaub ich mehr "Angst" als wie eines natürlichen Todes...
So ich denke, das wird für heute mal reichen & ich hoffe ich schaffe mich noch etwas abzulenken, weil es grad mal 15 Uhr ist & die Zeit geht ja immer weiter und man sollte sie nicht nur "vergeuden" mit diesen Gedanken, sondern auch noch genießen. Auch wenn nicht immer mit den schönen Sachen.

24.03.2010:

So dann schreib ich jetzt mal weiter. Mich lassen die Gedanken einfach nicht los. #heul
Ich kann & will es vielleicht auch nicht verstehen. Habe deswegen nun etwas in der Bibel noch gelesen bzw. halt über Suchmaschinen div. Seiten gefunden. Aber daraus werde ich nicht schlau.
Das tut mir innerlich so weh darüber zu denken, konnte deswegen auch kaum was essen heute. Das kann es doch nicht sein oder? Habe gerade hier im Forum ein bisschen gelesen & finde es einfach nur schrecklich wenn alte Menschen noch wärend der "Todes-Phase" (also ich meine wenn sie im Sterben sind) leiden oder auch wenn schon ganz junge Menschen durch Unfälle, Krankheit usw. von uns gehen. Das zerreist mich grad innerlich & ich konnt grad innerlich explodieren. DAS KANN ES DOCH NICHT SEIN, DASS ES MIR GRAD SO SCHLECHT GEHT?
Hier werd ich grad von meinem Mann nicht verstanden, deswegen schreibe ich es hier. Meine Mutter hat sich auch noch nicht gemeldet. Was ich ja gehofft habe, weil ich ihr auch den Text geschrieben hat (sie hat solche Sachen auch schon durch).
Was soll ich nur machen? Irgenwie nen Psycho"klempner" (hab nach psychotherapeut + meine Stadt gesucht) find ich grad nicht & wenn ich dann von hier eine Homepage finde, stehen da kosten die ich grad nicht tragen kann. #schmoll :-[
Sollte grad auch noch was hier im Haushalt usw. machen, aber das schaff ich irgendwie nicht & bin da doch sehr dankbar über die Hilfe von meinem Mann (er ist zur Zeit auch Zuhause).
Was kann ich noch tun, damit es nicht noch schlimmer wird?

Traurige Grüße Claudia

Beitrag von vonnimama 24.03.10 - 14:10 Uhr

Hallo,

ich würde mir einen Psychotherapeuten in deiner Nähe und deines Vertrauens suchen. Normal ist dein Zustand ja irgendwie nicht mehr .... ohne dass ich es jetzt böse meine. Aber wenn du so leidest und meinst, so nicht weiterleben zu können mit diesen Gedanken; vielleicht muss da irgendwas aufgearbeitet werden!?

Geh zum Hausarzt, schildere ihm deine Lage und lass dir eine Überweisung zum Psychotherapeuten geben. Dann kostet es nix. Nur die Wartelisten sind bei den Therapeuten u. U. sehr lang.

LG Yvonne

Beitrag von nala22 24.03.10 - 15:44 Uhr

Hallo Claudia,

mach Dir da mal keinen Kopf, ich denke jeder Mensch denkt intensiv über den Sinn des Lebens nach, aber eine Antwort dazu wirst Du wohl leider nicht finden.
Ich frage mich das auch ab und an immer wieder, warum man eigentlich soviel im Leben ertragen muss und warum man sich soviel mit Mühe und Schweiss erbaut, um es vielleicht doch nur einpaar Jahre zu erleben.

Das Leben hat aber auch schöne Seiten.

Das über sich nachdenken, warum man eigentlich in diesem Körper steckt, dass frage ich mich genauso wie Du ;-)
Das machen sicherlich Alle Menschen...es ist sehr schwer mit Worten zu beschreiben.

Ich glaube das gerade jetzt in dieser Jahreszeit die Hormone mal wieder verrückt spielen.

Ich denke Du brauchst keinen Psychoklempner, es sei denn Du willst Einen?

Das was Du beschreibst kenne ich genauso, wie sicherlich ganz viele Andere Leute auch.

Der Tod und das Leben sind eigentlich unergründlich, man wird darauf keine Antwort finden, sicherlich erst nach dem Tod, wenn es weitergeht, woran ich glaube!

Und der Mensch braucht auch einen gewissen Glauben, ich glaube weder an Gott und so, aber ich lasse mich eines besseren belehren, wenn ich nach dem Tod wahrhaftig vor ihm stehe ;-)

Der Glaube hilft auch ungemein, loszulassen und vor dem Tod keine Angst zu haben.

Alles Liebe!

Beitrag von tadeya 24.03.10 - 18:27 Uhr

Liebe Claudia,

ich denke, du brauchst weder einen Psychoklempner noch Medikamente gegen deine vielen Fragen.
Eine Begegnung mit dem lebendigen Gott würde dir viel mehr helfen ;-)

Mir jedenfalls (und auch Paulus, der nach seiner Gottesbegegnung fragte: "Tod, wo ist dein Stachel?") hat das sehr geholfen.

Du hast bereits in der Bibel gesucht. Das ist ein dicker Brocken, der sich zunächst gar nicht so einfach verstehen lässt.
Aber ich habe hier einen Link für dich, der ganz gut das "Kernstück" des Christentums erklärt, nämlich Jesus ;-)

http://www.jesus.de/jesus/fast-alles-ueber-jesus.html


Bitte lies es dir sorgfältig durch, ich hoffe, dass es dir hilft, deine Verzweiflung von ihm besiegen zu lassen. Er verspricht, dass derjenige, der ihn mit ganzem Herzen sucht, ihn finden wird.

God bless you
Yvonne

P.S.: Ich stehe auch für Rückfragen zur Verfügung.

Beitrag von wuchtbrumme79 24.03.10 - 22:23 Uhr

#pro

Beitrag von brigitte77 25.03.10 - 09:18 Uhr

Oh ja! Jesus.de ist super!
Ich bin dort schon seit Jahren.
Kann ich nur weiterempfehlen.

Dort kann man in den Foren auch sehr viele Fragen stellen.

Wie gesagt, liebe Claudia, die Autorin und Bibellehrerin Joyce Meyer erklärt die Bibel sooooo super. Ganz locker und sehr gut verständlich für jeden.

Alles Liebe!!!!

Beitrag von pegasus 24.03.10 - 22:35 Uhr

Hallo

Ich kann dich verstehen:)

Genau dieselben Fragen hab ich mir auch sehr oft gestellt.Da ich mir schon viele Berichte über Nahtodeserfahrungen und auch viel über Reinkarnation gelesen habe,glaube ich fest daran,das wir alle wiedergeboren werden irgendwann.
Selbst habe ich auch manchmal gewisse Bilder/Szenen vor Augen(schon als kind!!!)welche fast immer dieselben sind,das ich mir fast sicher bin auch schon mind. einmal vor meinem jetzigen dasein gelebt zu haben.Ich würde sehr gerne mal eine Rückführung vornehmen lassen ,das würde mich sehr interessieren.Was andere oder meine Familie darüber denken,ist mir eig. egal.Ich komme mir auch nicht blöd vor.Warum auch?Nur,weil ich etwas sensibler und tiefgründiger bin und nicht so oberflächlich?
Den Sinn des Lebens sehe ich so:ich denke,das wir auf die Probe gestellt werden und das in jedem Leben,das wir durchmachen.Wir sollen aus unseren Fehlern lernen.
Ich könnte mir vorstellen,das jemand,der in diesem Leben ungerecht und "böse" ist,dafür viell. im nächsten Leben"bestraft" wird,indem er viell. die Sachen durchmachen muß,die er früher anderen zugefügt hat?!?
Jemand,der einigermaßen "gut" war aber viell. ärmlich und ungerecht behandelt wurde,viell. im nächsten Leben es "besser " haben wird allerdings dabei auch gleichzeitig auf die Probe gestellt usw..
Ich hoffe,du verstehst,wie ich das meine.
Vor dem,was nach dem Tod passiert,habe ich keine Angst.Das danach "nichts" mehr ist,das glaube ich gar nicht,denn dann hätte ja das Leben eh keinen Sinn gehabt;)...irgendwas gibt es da noch und da bin ich mir verdammt sicher!Eher Angst habe ich vor dem Wie ich sterben werde aber ich versuche mich damit nicht zu belasten.Das bringt auch nichts.Ist doch gut,das man vorher nicht alles weiß.Man sollte viell. doch jd. Tag versuchen zu genießen.
Hier ist mal ein interessanter Link,falls es dich interessiert.

LG Ramona

http://www.youtube.com/watch?v=hWWhiK0wM0Y

Beitrag von mother-of-pearl 24.03.10 - 22:41 Uhr

Hey,

du bist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens - deines Lebens.
Daran sind schon viele verzweifelt. Warum? Weil es für niemanden eine befriedigende, glaubwürdige Antwort gibt, wenn man nach einem Patentrezept sucht, dass man auf einem silbernen Tablett serviert bekommt. Vergiss das.

Selbsthilfe heisst das Zauberwort.

Als deine Eltern dich ins Leben schickten, haben sie dich gleichzeitig auch in den Tod geschickt. Zwangsläufig. Alles Leben ist endlich. Natürlich denkt keine Mutter, kein Vater darüber nach, wenn sie sich für ein Baby entscheiden. Oder hast du bei deinen Kindern daran gedacht, dass du ihnen mit dem Leben irgendwann auch den Tod bescherst?
Was ich damit sagen will: Du hast dein Leben geschenkt bekommen (von deinen Eltern), ob du wolltest oder nicht. Nun könntest du sagen: mir geht´s schlecht, ich will lieber gar nicht mehr leben. Muss ja sowieso irgendwann mal sterben.
Aber: warum hätte dein Leben dann überhaupt erst beginnen sollen? Warum hätten deine Eltern sich so viel Mühe machen sollen, dich gesund und glücklich groß werden zu lassen? Es wäre doch ziemlich schade, wenn du dieses Geschenk nicht annimmst und etwas daraus machst!
Versuche doch lieber mal, dein Leben als solches anzunehmen und lebe es einfach. Beendet wird es sowieso irgendwann mal. Also nutze die Zeit, die du hast und lebe, statt in dunklen Gedanken zu versinken.

Den Sinn deines Lebens musst du von zwei Seiten betrachten: zunächst von außen, von außenstehenden Mitmenschen.
Welchen Sinn hat dein Leben für sie? Ganz klar: deine Kinder, dein Mann, deine Eltern, Freunde, Kollegen und und und - sie kennen dich, du bist ein Teil ihres Lebens, sie lieben dich (zumindest die erstgenannten ;-)) und wollen nicht, dass du nicht mehr da bist. Du hast bereits unwiderruflich Spuren in ihren Leben hinterlassen!
Du musst kein großer Musiker, Maler, Dichter, Wissenschaftler oder sonstwer sein, um Spuren zu hinterlassen. In deiner eigenen Welt tust du das tagtäglich und wirkst auf die Leben deiner Mitmenschen ein. Von außen betrachtet ist dein Leben also alles andere als sinnlos!

Und nun aus deiner eigenen Sicht. Welchen Sinn hat dein Leben nur für dich?
Darauf kann es nur eine Antwort geben: Glücklichsein!
Alles andere muss für dich uninteressant sein. Was sonst sollte jeder Mensch kurz vor seinem Tod über sich selbst sagen können, als "Ich war glücklich!"? #aha

"Ich habe immer meine Pflicht erfüllt" oder "Bei mir war immer alles blitzsauber" oder "Ich habe mir nie etwas zu schulden kommen lassen" - Pah! Wie langweilig. Das kann es doch nicht sein....

Schau, dass du dich selbst glücklich machst, dass du deine Lebenszeit - wie lang auch immer sie sein wird - genießt! Einen anderen Sinn kann es in deinem Leben nicht geben. Und das Leben genießen - das kann man in jedem Alter! Mit 20, mit 50 oder mit 80. Man hat es (fast immer) selbst in der Hand. Es ist natürlich im Alltag nicht immer einfach und du darfst nie so egoistisch dabei sein, das Glück der anderen anzukratzen. Aber es ist machbar (ich spreche aus Erfahrung ;-)) und gar nicht so schwer :-) Lass dich darauf ein und schiebe deine dunklen Gedanken beiseite. Die bringen dich keinen Schritt voran, sind nur destruktiv.
Versuche, sie zu personifizieren und tritt ihnen gepflegt in den Allerwertesten! Du kannst sie nicht gebrauchen. Schärfe deinen Blick für die schönen Dinge im Alltag. Freue dich über deine Kinder, die Sonne, bunte Blumen oder eine Tafel Schokolade. Klingt abgedroschen - aber unterm Strich ist es das, was wir alle wollen: Glücklichsein - oder? Und du bist sprichwörtlich deines eigenen Glückes Schmied.

LG