Wie regelt ihr eure monatlichen Finanzen???

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von lilayakima 24.03.10 - 14:17 Uhr

Mein Mann und ich haben kein gutes Händchen mit dem lieben Geld und es muss nun mal was passieren. Wir haben eigentlich ganz gutes Geld im Monat, aber irgendwie bleibt nichts übrig. Dabei benutzen wir kaum das Auto und haben eine eher geringe Miete.

Frage, welches System habt ihr um den Überblick zu behalten. Im Moment haben wir 3 Konten - jeder sein eigenes und das Familienkonto. Wir bezahlen jeden Monat einen Betrag darauf, der eigentlich dicke reichen müsste, aber zum sparen kommen wir da nie. Vom gemeinsamen gehen Fixkosten und Haushaltkosten und Kosten für die Kinder ab (Kleidung und so), auch Geschenke für Freunde. Persönliche Dinge wie Handy, Sparsachen, Spenden, Kleidung, mal Ausgehen und Essen (Mensa) machen wir von unseren Privatkonten.

Ein Problem kenn ich schon - wir bezahlen meist mit Karte. Hier muss echt ein Anfang her, damit wir einen Überblick behalten, was wir ausgeben.

Welche Tipps gibt es noch?? (Vielleicht auch Literatur)

LG Katja

Beitrag von miau2 24.03.10 - 14:24 Uhr

Hi,
fangt doch mal damit an, dass ihr einen Monat lang aufschreibt, was ihr alles ausgebt. Da sollte natürlich wirklich alles rein.

Belege sammeln, Notizbuch über jeden Betrag und dann in eine Tabelle übertragen - wie auch immer.

So sieht man doch am einfachsten, wo das Geld bleibt.

Und dann kann man im zweiten Schritt überlegen, was notwendig ist, was reduziert werden kann, was eher überflüssig war (und da dann immer noch überlegen, ob man darauf verzichten will oder nicht).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von cocomaus1982 24.03.10 - 14:31 Uhr

Hallo

Wir beziehen (leider) ALG2 und somit müssen wir jeden Monat rechnen.... viel zum Sparen bleibt da nicht.

Aber wir haben ein Gemeinschaftskonto, am letzten des Monats geht immer das ALG2, Unterhalt und Wohngeld ein... ich schreibe Monat für Monat genau auf was an Überweisungen raus gehen, den Restbetrag hebe ich ab und schreibe genau auf was wird gebraucht das wird eingekauft. Wir gönnen uns anfang des Monats auch mal 1x bestellen beim Pizza dienst bzw gehen zu Mc Doof Essen.
Mitte des Monats kommt dann Kindergeld (+Elterngeld) da wird ebenfalls das genau ausgerechnet was abgeht der Rest wird abgehoben.....

Ich schreibe Wochenpläne bzw schriebe ich auf was wir Essen könnten das kaufe ich ein....

Und trotzdem bleibt am ende des Geldes viel Monat übrig. Wir machen das beste draus....

Ich schreibe jetzt zum Beispiel auf was am 1. alles überwiesen werden muss und was Übrig bleibt....

Lieben Gruß
C.

Beitrag von diewildehilde 24.03.10 - 14:32 Uhr

Wieso habt ihr denn 3 Konten?
Mit einem würde man zumindest alle Kosten im Blick haben.

Monatlich den Betrag abholen, den ihr voraussichtlich braucht und dann Wochenrationen in einzelne Umschläge. Wenn was außer der Reihe anfällt, einfach aufschreiben.

Beitrag von -rain- 24.03.10 - 14:32 Uhr

Wenn ihr alles mit Karte zahlt könntest du ja auch mal die Auszüge des letzten Monats studieren uns addieren was du wo ausgegeben hast. Summe x bei Aldi, Summe x an diversen Tankstellen usw....
Ansonsten halt einen festen Betrag pro Woche abheben und nicht mehr ausgeben und ein Haushaltsbuch anfangen.

Beitrag von nele27 24.03.10 - 14:58 Uhr

Hi,

fange mit einem Haushaltbuch an - Dein Mann muss aber mitziehen und Dir alle Ausgaben mitteilen, am besten täglich.

Ist nämlich gar nicht so einfach, so ein Ding konsequent zu führen ... meist rechnet man sich das Leben nämlich schön und fragt sich dann, wo das Geld ist #schein

Sobald Ihr das ein paar Monate gemacht habt, könnt ihr feststellen, wo ihr zuviel raushaut.

Buchtipp: "Besser haushalten" von der Verbraucherzentrale.

LG, Nele
Erfahrung mit schluderigem Mann in Finanzdingen #schwitz

Beitrag von lilayakima 24.03.10 - 15:35 Uhr

Haben wir schon versucht - wir sind da nicht gemacht für! Werden es mit Annähern probieren, d.h. unsere Fixkosten betrachten und schauen, wieviel wir für Essen ausgeben (schätzen) und dann abheben für die Woche und einteilen. Danke für den Buchtipp!

LG

Beitrag von grafzahl 24.03.10 - 18:39 Uhr

Ach Nele,

> Erfahrung mit schluderigem Mann in Finanzdingen

Es gibt auch schludrige Frauen...

Wobei ich zugeben muss, dass die meisten Bargeldverfügungen von meiner Frau getätigt werden und da die Gefahr, etwas zu vergessen, höher ist.

Ich nutze seit 1995 Quicken. Das Programm finde ich ziemlich gelungen. Differenzen gibt es naturgemäß nur beim Konto "Bargeld". Vom 1. Januar 2007 bis heute haben wir knapp 1.300 € Kassenfehlbeträge, wobei ich einmal in der Woche den Bargeldbestand prüfe und Differenzen ausbuche. 1.300 € hört sich nach viel an, sind aber nicht viel mehr, als 1 € am Tag. Das finde ich nicht schön, aber zu verschmerzen.

Ich frage mich aber, warum man den Kindern in der Schule nicht beibringt, wie man wirtschaftet. So eine Grundausbildung in Finanzdingen wäre sicher sinnvoll und würde manche Privatinsolvenz vermeiden. Man muss ja nicht gleich Bankkaufmann lernen... ;-)

LG
Christian

Beitrag von sandra7.12.75 24.03.10 - 19:42 Uhr

Hallo

Bei unserer Tochter war es so das sie am 2.10.09 schon pleite war.Der Monat war hammerhart.Für sie und für uns#schock#schwitz.Aber wir haben durchgehalten und sie spart jetzt lieber#huepf#huepf.

lg

Beitrag von gh1954 24.03.10 - 20:42 Uhr

Was sollen die Schulen denn noch alles leisten, was im Elternhaus nicht beigebracht wird?

Beitrag von grafzahl 24.03.10 - 20:48 Uhr

Wer hat es denn dem Elternhaus "beigebracht"?

In der 10. Klasse 1 Wochenstunde sind 40 Stunden. Das sollte ausreichen, um jedem Schüler eine vernünftige Grundausbildung zu geben. Es sollte bei etwas politischem Willen wohl möglich sein, dieses zu realisieren.

Aber vielleicht sind aufgeklärte Verbraucher nicht gerade das, was Banken und Versicherungen dient. Mit uninformierten Verbrauchern lässt sich durch die abgezockten Drückerkolonnen ja gutes Geld verdienen.

Beitrag von gewitterhexx 24.03.10 - 15:12 Uhr

Hallo,

also ich würde erst mal überlegen, an was ich sparen kann.
Wozu Geld spenden, wenn ihr eh schon knapp seit, ein bestimmtes Limit für Freundesgeschenke (echte Freunde brauchen keine großen Geschenke),
Essen in der Mensa einschränken (auch wenn man denkt, es ist so günstig, am Monatsende habt ihr doch ein stolzes Sümmchen ausgegeben).

Es muß nicht immer Markenkleidung sein.
Ich hab bei mir festgestellt, dass ich wesentlich mehr im Laden ausgebe, wenn ich mit Karte bezahle, schließlich ist ja genug Geld auf dem Konto. Seit dem zahl ich meist wieder bar.

Ansonsten kann man noch an Strom (Stecker an Geräten ziehen, Resthitze von Kochplatten für Speisen nutzen, die eh nicht zu heiß gekocht werden sollen), Wasser (z. B. Spül-/Waschmaschine vollgeladen laufen lassen, während dem Einseifen Duschwasser ausdrehen) und Gas (Thermostat runterdrehen, Nudelwasser mit dem Wasserkocher heiß werden lassen) sparen.

Ansonsten hat jeder von uns sein eigenes Konto, Finanzministerin bin ich, jeder zahlt von den Fixkosten soweit er kann und guck auch immer, dass die Konten ausgeglichen sind, um hohe Zinszahlungen zu vermeiden.

Falls ihr ein Dispo eingerichtet habt, könnt ihr das noch runterschrauben oder gar ganz löschen lassen. War bei mir auch immer so schlimm, immer in den Miesen und hohe Zinsen.

Vllt. hilft es dir auch einen wöchentlichen Kochplan zu gestalten und nur dafür die Zutaten zu kaufen.

LG
Petra

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 15:53 Uhr

<Ich hab bei mir festgestellt, dass ich wesentlich mehr im Laden ausgebe, wenn ich mit Karte bezahle, schließlich ist ja genug Geld auf dem Konto. Seit dem zahl ich meist wieder bar. <

Das mache ich auch so. Das Bargeld hinzulegen, tut mehr weh, als die Karte rüberzuschieben.;-)

Beitrag von hippogreif 24.03.10 - 15:13 Uhr

Laßt euch bei der Bank eures Vertrauens nach einer Sparmöglichkeit beraten. Und dann legt einfach einen Betrag fest, der automatisch jeden Monat vom Konto abgebucht wird. Und ihr werdet sehen, dass euch der Betrag nicht schmerzen wird.
Es ist einfach so: solange Du auf Dein Konto schaust und es ist genügend Geld drauf, gibst Du es automatisch bewußt oder unbewußt auch aus. Wenn aber jeden Monat gleich in den ersten Tagen eine verträgliche Summe abgebucht wird, dann kommt man merkwürdiger Weise mit dem Rest auf dem Konto trotzdem klar ;-)

Beitrag von cinderella2008 24.03.10 - 15:52 Uhr

Hallo,

ich hatte immer zwei Girokonten und ein Sparkonto.

Auf ein Girokonto geht mein Gehalt.

Die Fixkosten habe ich für das ganze Jahr zusammengerechnet und durch 12 geteilt (die sind ja nicht jeden Monat gleich). Die Summe (noch etwas aufgestockt) geht monatlich automatisch auf das zweite Girokonto. Von dort werden dann alle Fixkosten bedient. Ich hebe davon grundsätzlich kein Geld ab.

Dann wird gleich am Monatsanfang der Betrag X auf das Sparkonto überwiesen.

Was dann übrig bleibt, das habe ich zum Leben und für den monatlichen Luxus.

Ich hole 1x in der Woche Geld. Das reicht dann meistens auch aus. Mit der Karte bezahle ich nur in Notfällen.

So habe ich immer einen Überblick, wie viel Geld ich monatlich noch zur Verfügung habe. Und wenn es wirklich mal nicht reichen sollte, wird eben was vom Sparkonto zurückgebucht. Das versuche ich aber zu vermeiden. Meist passiert das nur in der Weihnachtszeit.

Ein Haushaltsbuch würde ich Dir auch empfehlen. Zumindest lohnt es sich, es mal ein paar Monate zu führen, um zu sehen, wo das Geld bleibt. Habe ich auch mal gemacht und war damals ziemlich "erschrocken", was für Firlefanz ich gekauft habe. Das dann schwarz auf weiß zu sehen, ist ganz heilsam.;-)

LG, Cinderella

Beitrag von -marina- 24.03.10 - 16:17 Uhr

Mein Mann und ich haben gertrennte Konten.
Er bezahlt Miete und Nk, ich bezahle Lebensmittel, Drogerieartikel usw und alles für unser Baby.
Auto, Handy, Versicherungen etc bezahlt auch jeder für sich.

Bis jetzt sind wir damit gut klargekommen.

Ich würde dir auch raten, wirklich alle Belege- auch die Centbeträge- zu sammeln und am Ende des Monats durchzurechnen.

LG


Beitrag von mansojo 24.03.10 - 17:04 Uhr

Hallo,

ganz klar Haushaltsbuch führen über jeden cent

mir hat das sehr geholfen
ich hab ein halbes Jahr alles aufgeschrieben
und nie nie mit Karte gezahlt


mittlerweile kann ich auch wieder mit Karte zahlen ohne den Überblick zu verlieren;-)

LG