Wer hat sich nach KS an eine spontane Geburt getraut?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von wir3inrom 24.03.10 - 14:37 Uhr

Hallo, ihr Lieben!

Mir geht schon seit ein paar Tagen eine Frage nicht aus dem Kopf, nämlich, ob ich mich bei meiner 2. Geburt an eine spontan wagen soll oder doch lieber einen KS planen..

Mein Sohn kam vor 3 Jahren per KS zur Welt, nachdem nach 18 Stunden Wehen der Muttermund immernoch erst bei 4cm war und die Ärzte entschieden, es sei besser, den Kleinen per KS zu holen.

Wie gesagt, ist das nun schon 3 Jahre her, die Gefahr einer Ruptur ist wohl lt. meiner FÄ auch eigentlich nicht gegeben, und trotzdem hab ich das dieses mulmige Gefühl beim Gedanken an eine spontane Entbindung.

Andererseits hat aber ein KS ja auch eine Menge an Nachteilen, die ich natürlich in Kauf nehmen würde, aber...

Na, jedenfalls wollte ich mal wissen, wer von euch sich nach einem KS für eine Spontangeburt entschieden hat, warum, und - falls das 2. Kind schon auf der Welt ist - wie die Geburt so ablief..


LG aus Rom
Simone (14+0)

Beitrag von muckelina81 24.03.10 - 14:40 Uhr

also ich hatte AUgust 2008 einen KS.Muttermund war zwar 9cm aber trotz 19Stunden Wehen und auch Pressen kam sie nicht raus.
Nun will ich schon ganz gerne eine natürliche Geburt.Ob es dann auch wirklich so klappt;steht in den Sternen.Probieren will ich es auf jeden fall.
LG Jasmin

Beitrag von maikiki31 24.03.10 - 14:40 Uhr

Hey,

also ich kenn schon einige. Ich würde die sponatane immer einem KS vorziehen.

Allerdings kannst du ja auch nicht ohne weiteres einen KS planen. Auch ein vorangeganger KS ist kein Grund für den nächsten beim nächsten Kind.

Du, das Gefühl vor einer normalen Entbindung ist normal und natürlich! Das hat jeder! Ich habe auch schon Bammel davor und habe das schon einmal erlebt.

Naja, wir schaffen das schon alle :-)

Beitrag von wir3inrom 24.03.10 - 14:42 Uhr

"Allerdings kannst du ja auch nicht ohne weiteres einen KS planen. Auch ein vorangeganger KS ist kein Grund für den nächsten beim nächsten Kind."


Naja..
Für mich stellt sich eben die Frage: entbinde ich in Deutschland (da kann ich mich an eine spontane Geburt wagen) oder in Italien (da wird nach einem KS keine spontane Geburt mehr zugelassen).

Verstehst? "Planen" könnte ich ihn in dem Sinne schon :-)

Beitrag von maikiki31 24.03.10 - 14:45 Uhr

ah....tja...kann man mal sehen wie unterschiedlich das ist:-)

ui die Entscheidung ist ja mal nich so einfach :)

Beitrag von hellokittyfan-07 24.03.10 - 14:49 Uhr

ja was viele nicht wissen ist das es trotzdem eine gefahr für die mutter ist nach einem ks spontan zu entbinden da die gefahr sehr groß ist das durch den druck bei der geburt die naht in der gebährmutter reisst und dann ist jede hilfe für die frau zu spät. deswegen werden sie in italien wohl erst garnicht überlegen wenn sie wissen es war schon ein ks vorher gewesen,

Beitrag von wir3inrom 24.03.10 - 14:50 Uhr

Eben das meinte ich mit der Ruptur!
Ach Mensch, da krieg ich ja grad schon wieder die Krise.. #heul

Beitrag von hellokittyfan-07 24.03.10 - 15:09 Uhr

ja so gehts mir momentan auch wollte normal entbinden aber mir wurde das gesagt als 1. und als 2. hab ich ja schon eine augen op gehabt und da darf man nicht so doll pressen. also bei mir sind es 2 dinge aber ich werde trotzdem nochmal mit meiner fa darüber sprechen + augenarzt.
lg.nicole

Beitrag von miau2 24.03.10 - 17:45 Uhr

Hi,
wie schon geschrieben wurde bei mir kurz vor ET vaginal die innere KS-Narbe ausgemessen.

Das Verfahren war in meiner 2. Schwangerschaft (ET im Dezember 08) noch relativ neu, und es wird vermutlich immer noch nicht überall angewendet.

Mein KH war spezialisiert auf Risikoschwangerschaften, darunter viele mit dem mind. 2. Kind, und die Kaiserschnittquote ist für ein KH mit einem solchen Schwerpunkt (halt auch bedingt durch eine sehr gute angeschlossene Kinderklinik) sehr niedrig.

Es gab nach Einführung der Untersuchung (ca. 6 Monate, bevor ich dran war) keinen einzigen Fall von Ruptur bei Frauen, die sich an die ausgesprochene Empfehlung gehalten haben.

Natürlich gab es auch Fälle, wo ein erneuter KS empfohlen wurde, weil die Narbe zu dünn und damit das Risiko höher war. Aber Ziel ist halt, diese Fälle vorher zu erkennen - und nicht überflüssigerweise ALLEN einen erneuten KS inkl. aller Risiken zu empfehlen.

Wenn du unsicher bist und gerne spontan entbinden willst such dir einen guten Arzt, der diese Untersuchung macht. Damit kann das Risiko auf praktisch 0 gesenkt werden.

Klar kann immer etwas passieren. Aber dann hättest du gar keine 2. Schwangerschaft angehen dürfen ;-)...

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von wir3inrom 24.03.10 - 17:50 Uhr

Kurz vor ET. Was für ein Zeitraum wäre das?
Denn: ich müsste mich ja allerallerallerspätestens in der 32. SSW in den Flieger setzen, um nach Deutschland zu kommen.

Wie gesagt, hier in Italien gibt es grundsätzlich keine spontane Geburt nach KS.. :-(

Beitrag von miau2 25.03.10 - 08:19 Uhr

Das habe ich natürlich nicht berücksichtigt.

Bei mir war es 3 Wochen vor ET, allerdings hatte ich 2 Wochen vor ET einen Wehenbelastungstest, und da musste es natürlich davor sein. Normalerweise wird es glaube ich ca. 2 Wochen vor ET gemacht. Bei den meisten geht es ja nicht noch früher los, und mal will natürlich umgekehrt die Narbe mit "weitestmöglicher Ausdehnung" sehen...in der 32. Woche kommt ja noch einiges dazu an Bauch.

Hm, wie das bei Dir gehen soll - keine Ahnung...

Viele Grüße
miau2

Beitrag von nisivogel2604 24.03.10 - 14:41 Uhr

Ich habe nach meinem Kaiserschnitt bereits 2 mal sponta geboren.

Einmal im Krankenhaus was die Hölle war da man auf Gedeih und Verderb versucht hat mich durch Manipulation an der Geburt in den Op zu kriegen.

Und das zweite mal zu Hause. Das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Die Geburt war ein Spaziergang und ich hab mich rundum wohl statt krank, gedemütigt und ausgeliefert gefühlt.

lg

Beitrag von jacqueline81 24.03.10 - 14:41 Uhr

Hallo Simone,

ich denke mit dem richtigem Team etc., kann man nach "einem" KS durchaus noch eine spontan Geburt wagen. Ich habe vor 3 Jahre meine Tochter per Eilsectio bekommen. Wäre es dabei geblieben hätte ich beim 2. mal eine spontan Geburt gewagt (gut jetzt werden es Zwillinge). Da ich aber 6 Wochen nach Entbindung etwa aufgrund einer Infektion einen Gebärmutterriss hatte und notoperiert wurde, kommt jetzt eine spontan Geburt leider nicht mehr in Frage.

Ich würde rechtzeitig in die Geburtsplanung gehen und mit den Ärzten drüber sprechen!

LG
Jacqueline mit Lana 3 Jahre + Zwillis 10. SSW

Beitrag von miau2 24.03.10 - 15:03 Uhr

Hi,
ich hatte 2006 einen sek. KS (Geburtsstillstand, pathologisches CTG), er verlief ohne Komplikationen, die Narbe ist problemlos verheilt.

In der zweiten Schwangerschaft fing meine FÄ an, dass ich ja wohl gleich einen KS haben würde dieses mal, ihre Vertretung (ein Arzt, der mich nie wieder sehen wird) warf mir dann neben diversen anderen Dingen an den Kopf, dass die festgestellte Singuläre Nabelschnurarterie ja auch ein Grund wäre, direkt einen KS zu machen.

Etwas deprimiert (ich wollte eigentlich gerne spontan entbinden) saß ich dann in der Sprechstunde für Risikoschwangerschaften meiner Entbindungsklinik (ich war als "hochrisikoschwanger" eingestuft aus verschiedenen Gründen) und fragte ohne viel Hoffnung und kleinlaut, wie die Oberärztin das mit der Geburt denn sehen würde...

Heraus kam folgendes:

- in meiner Vorgeschichte gab es nichts, was einen direkten erneuten KS notwendig machen würde
- meine Narbe wurde kurz vor einem geplanten Wehenbelastungstest vermssen (die innere, per vaginal-US) und war locker dick genug, um weit von allem entfernt zu liegen, was Komplikationen hätte machen können
- in der Klinik wurde mein Wunsch auf eine Spontangeburt voll unterstützt
- wobei mir natürlich klar gemacht wurde, dass es erneut zu Problemen mit einem KS als Folge kommen könnte (wobei "Narbenruptur" noch das mit erheblichem Abstand unwahrscheinlichste aller Risiken war)

Und ich hatte dann beim Wehenbelastungstest einen Blasenriss (Kind lag noch nicht im Becken), habe auch ohne weitere Einleitung prima Wehen entwickelt, und hatte eine problemlose Spontangeburt.

Die Entscheidung war genau die richtige, ich würde jederzeit wieder so entscheiden. Und ich hatte natürlich Glück, in einem nicht-kaiserschnittfanatischen KH zu entbinden (hatte nicht wirklich die Wahl, denn angeschlossene Kinderklinik war halt schon sinnvoll - und das gibt es hier nur in einem KH).

Ich hatte sogar eine PDA, auch da gab es keinen Grund dagegen...

Warum ich das wollte? Weil ich bei einer Spontangeburt wenigstens die Chance hatte, nach der Geburt schmerzfrei zu sein. Nach dem KS sind die Schmerzen garantiert - nach einer Spontangeburt nicht (und ich hatte auch keine besonderen, Dammriss ersten Grades und ein etwas gestauchtes Steißbein war nicht wirklich ein Problem).

Und ich konnte mir definitiv nicht vorstellen, wie es mit Baby und Kleinkind allein zu hause (mein Mann hatte da Arbeitszeiten von ca. 60 Stunden pro Woche, den ersten Tag Urlaub, als der Kleine 3 Monate alt war) klappen soll, für 3 Monate nichts zu heben, was schwerer ist als das Baby zu dem Zeitpunkt...ich hätte gegen die Regel verstoßen müssen, und damit natürlich das Risiko von Problemen erhöht.

Und - ich möchte vielleicht noch ein drittes Kind. Und vom Gefühl her (ohne dass ich mit einem Arzt darüber geredet hätte) würde ich denken, dass immer wieder Bauch aufschneiden das Risiko einer Schwangerschaft nicht senkt.

Und wie das so schön heißt "last, but not least": für mich ist die spontane Geburt das, was auch für das Baby am besten und natürlichsten ist.

Ein KS ist da, wo er notwendig ist eine wunderbare Sache, ich denke, meinen Großen würde es ohne diese Möglichkeit nicht geben (auch wenn wir weit weg von einem wirklichen Not-KS waren). Aber freiwillig, ohne Grund? Niemals. Und einen wirklichen Grund gab es ja auch nicht beim zweiten.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von mandragora58 24.03.10 - 15:24 Uhr

hallo
hab meine große 1994 per NKS bekommen. danach n praktikum im KH gemacht, kreissaal, op,... und dort erfahren, dass einmal KS immer KS.... denke mal, hat sich ein bisschen geändert.
wollte dann mein 2. kind spontan entbinden, hatte aber angst, überrumpelt zu werden... während der wehen und schmerzen ist man wahrscheinlich nicht so verhandlungsfähig;-)
hab meine 2. dann spontan ohne probleme im GBH bekommen. mit ner superhebamme, arzt auf abruf. (2 jahre nach KS)
und meine 3. kam 2008 spontan zuhaus. das war die beste entscheidung!

ich hab in der 2.ss die narbe/den unterbauch paar wochen/monate vor ET täglich mit dammassagenöl/weizenkeimöl massiert. das durchblutet die äußeren und inneren narbenschichten und macht das gewebe ganz sanft.



ich pers werde die spontane geburt immer vorziehen, außer es ist natürlich was mit dem baby oder so. aber nur wegen diesem ruptur-risiko....#klatschKS ist auch n risiko fürs baby. müssen oft abgesaugt werden, kriegen fruchtwasser in die lunge, kommen mit narkose nicht klar....
und dieses risiko (ruptur) besteht auch (geringer) wenn man noch nie n KS hatte...


lg do 26.ssw

Beitrag von hellokittyfan-07 24.03.10 - 15:31 Uhr

"nur" ruptur ist gut man kann dir dann nicht mehr helfen sorry aber das ist schon ne überlegung wert. was soll mein mann mit 3 kinder ohne mama?

Beitrag von scarletwitch 24.03.10 - 15:36 Uhr

Hallo!

Mein KS ist erst 1 Jahr her und ich hab trotzdem grünes Licht für eine Spontangeburt bekommen.
Ich werde es auch auf jeden Fall versuchen. Der Arzt im KH hat mir allerdings auch direkt gesagt das sie keinen großen Spielraum haben was die Geburt angeht also was die Dauer etc angeht und eine PDA würden sie auch nicht geben um evtl auftretenden Schmerz nicht zu betäuben.

Aber wenn der KS 3 Jahre her ist, dürfte es absolut kein Problem sein!

Für mich war der KS absolut furchtbar.... ich hoffe es klappt und ich muss das nicht nochmal durchmachen.

LG
Anna

Beitrag von sharlely 24.03.10 - 17:48 Uhr

Ja das gleiche wurde mir auch gesagt! :-) Mein KS wird dann auch ein Jahr her sein! :-)
Kann aber sein das sie schon früher einleiten, wenn das Kind recht groß ist!
Trotzdem ein wenig Angst hab ich schon...

LG S.

Beitrag von scarletwitch 24.03.10 - 18:10 Uhr

Bei der Geburt ist mein KS 15 Monate her ;-)
Mir haben sie auch gesagt das ich auf jeden Fall spätestens zum ET hin muss.
Eine Einleitung bei "unreifen" Befund würd ich allerdings nicht noch mal machen...das war der Horror und endete mit dem KS unter Vollnarkose :-(
Aber Angst hab ich auch. Aber ich hoffe soooo sehr das es klappt. Will einfach schnell wieder fit sein für meine Maus ;-)

Beitrag von luckylena 24.03.10 - 21:48 Uhr

Hallo,

also ich hatte ´97 einen NKS.Mein Sohn wollte 34+0ssw schon raus,wollten die Ärzte auf Grund der Lungenreifungsspritzen aber verhindern.So lag ich bis 34+4 am Wehenhemmer und dann wollte mein Sohn nicht mehr und die Herztöne sackten ab.
´99 habe ich dann mein zweites Kind bekommen,spontan. Auch Nr.3-Nr.7 kamen alle spontan die sogar ambulant.Ich würde eine spontane Geburt immer einem KS vorziehen.Obwohl ich bei letzten Geburt auch 12 Stunden in den Wehen lag und sich nichts tat:( wurde dann an den Wehenunterstützungstropf gelegt und 55 Min später war er da:)

GlG Steffi mit Zwergi Nr.8 inside der hoffentlich auch spontan kommen mag:)))